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PRESSE - Morgenpost
Morgenpost
25. Oktober 2007

1.000 Polizeibeamte müssen die Stadt schützen

´Hass-Derbys´: Hool-Alarm wegen Dynamo-Spielen - Dresden wird zur Festung
Eine ganze Stadt zittert vor dem Wochenende. Gleich zwei Fußballspiele mit Problemfans verwandeln Dresden in eine Festung. Weil zu den Dynamo-Spielen Sonnabend und Sonntag Schläger, Pöbler und Steinewerfer erwartet werden. Und die Polizei Hundertschaften heranzieht, um die Chaos-Tage abzusichern.
Bereits im Vorfeld der Ostgipfel in Liga 3 und 5 schaukelten sich die Emotionen hoch. Hasstiraden, Schmierereien, Schmähplakate. Dazu Gewaltaufrufe im Internet Schon Sonnabend beim Spiel gegen Union Berlin (14 Uhr) droht Dresden eine Eskalation. Polizeisprecher Thomas Herbst: „Wir sind vorbereitet, werden Fangruppen strikt trennen und bei Störversuchen konsequent einschreiten."

Richtig krachen könnte es aber auch am Sonntag, wenn Dynamos Reserveelf gegen die aufstrebenden Leipziger Lok-Kicker (13 Uhr) antritt. Schon im Vorfeld sorgten Flyer und Schmierereien für Unruhe. Chaotenfans, teils aus dem ganzen Bundesgebiet, haben ihre Anreise angekündigt. "Das Spiel findet deshalb ebenfalls im großen Harbig-Stadion statt, um wenigstens eine gewisse Sicherheit zu haben", sagt Herbst. Voll garantieren kann das aber niemand. Auch nicht, obwohl 17 Krawallmacher Aufenthaltsverbote bekamen. Und auch nicht, ob wohl etwa tausend Polizisten für Ruhe sorgen sollen. Brennpunkte sind Zufahrtsstraßen von Bahnhöfen zum Stadion. Familienspaziergänge im Großen Garten sind eher nicht zu empfehlen. "Innerstädlisch kann es wegen der Maßnahmen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen", sagt der Polizeisprecher. „Zudem wird an beiden Tagen im Stadion kein Alkohol verkauft. Rucksäcke und Taschen müssen draußen bleiben. Wir hoffen sehr auf die Vernunft der Fußballfans."
rok

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