"Wenn man es nicht erlebt, kann man es auch nicht spüren."

Er ist vor 23 Jahren in Riesa zur Welt gekommen und später im Rheinland als Sohn eines der größten Dynamo-Idole aller Zeiten und des erfolgreichsten Bundesliga-Torjägers der 90er Jahre aufgewachsen. Vor drei Jahren verließ er das Elternhaus, um selbst Fußballer zu werden und wechselte als Torwart Nummer 3 zur SG Dynamo Dresden. Inzwischen versucht er, das Vertrauen von Matthias Maucksch zu rechtfertigen und sich als Nummer 1 im Tor der SGD zu profilieren. In den vergangenen vier Spielen klappte das ausgezeichnet, die SG Dynamo Dresden holte mit ihm im Tor satte 12 Punkte bei nur 2 Gegentoren und das auch dank seiner Leistungen: Benjamin Kirsten.

Der Dynamo-KREISEL traf sich mit „Benny“ zum Gespräch im K-Block. Wir sprachen über sein persönliches Waterloo im Hinspiel gegen Sandhausen und die zweite Chance von Matthias Maucksch im Rückspiel. Er verriet uns, wie er sich aus seinem Leistungsloch heraus kämpfte und warum er bei Heimspielen selbst im K3 stehen würde, wenn er nicht Fußballer bei Dynamo wäre.

Im dritten Jahr bei Dynamo hast du endlich die Chance bekommen, dich hier in Dresden als Nummer 1 zu beweisen. Hast du selbst noch an diese Möglichkeit geglaubt?
Die Zuversicht, dass ich noch mal spiele, ist ehrlich gesagt mit der Zeit immer weiter gesunken. Mein Vertrag läuft ja bekanntlich am Ende der Saison aus und ohne Bewährungsmöglichkeit in der 3. Liga wäre die Chance auf eine Vertragsverlängerung für mich wohl sehr klein gewesen. Nun habe ich aber von Matthias Maucksch die Chance bekommen, mich als Torwart in der 3. Liga zu beweisen. Dafür bin ich dankbar.

Wie lautet dein persönliches Fazit nach vier Spielen von Anfang an?
Das erste der vier Spiele gegen Sandhausen verlief für mich bis zum Gegentor eigentlich ganz gut. In der ersten Halbzeit konnte ich ein, zwei Mal retten. Leider ist mir in der zweiten Halbzeit ein Fehler unterlaufen. Im Nachhinein war die Erfahrung vielleicht auch wichtig, weil mein Fehler nicht das Spiel entschieden hat. Das zweite Spiel verlief ohne größere Zwischenfälle. Das letzte Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden war natürlich der bisherige Höhepunkt für mich. Vergangenes Wochenende konnte ich gegen Regensburg vor allem dank einer insgesamt guten Defensivarbeit der gesamten Mannschaft, meine Leistung bestätigen und zum zweiten Mal hintereinander die Null festhalten. Das Fazit fällt also alles in allem gut aus, denn ich konnte in den bisherigen Spielen meine Leistung stabilisieren.

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