Interview mit Volker Oppitz

„Ich habe mich selbst hinterfragt“

Er ist einer der jüngsten Verantwortungsträger im Bundesliga-Fußball. Als er am 10. Juni 2010 zum Geschäftsführer berufen wurde, befand sich die SGD im absoluten Durcheinander. Er stellte sich dennoch der Verantwortung – und mit ihm an der Spitze gelang der Sportgemeinschaft die sensationelle wie unerwartete Rückkehr in die 2. Bundesliga: Volker Oppitz.

Wir sprachen mit dem 33-jährigen Dresdner über Ralf Loose und Steffen Menze. Er erzählte uns, wie er den Verein in den kommenden Jahren konsolidieren möchte und warum die 2. Bundesliga unabdingbar dafür ist. Außerdem verriet er uns, warum sich die Vereinsmitglieder auf der anstehenden Mitgliederversammlung auf einen positiven Geschäftsbericht freuen dürfen.

KREISEL:Wir befinden uns hier inmitten der Neustadt, dem Dresdner Szene-Viertel. Hier lebst Du seit über zehn Jahren mit deiner Frau Stephanie. Was zeichnet für dich die Lebensqualität dieses Stadtteils aus?
Oppitz: Als ich in die Neustadt gezogen bin, hatte ich gerade mein Studium begonnen. Mir gefiel an diesem Stadtviertel, dass man unter Menschen lebt, die in einer ähnlichen Lebenssituation sind. Damals waren es vor allem Studenten. Heute sind es immer noch viele, aber mittlerweile sind auch viele der damaligen Studenten älter und erwachsener geworden. Die große Lebensqualität hier besteht für mich darin, dass es hier wahnsinnig viele Kinder und junge Leute mit gemeinsamen Interessen gibt und die meisten  eine gewisse Offenheit verkörpern und ausleben. Dies ist wahrscheinlich der größte Unterschied zu anderen Stadtteilen. Außerdem ist die Neustadt sehr zentral gelegen, die Wege sind kurz - deshalb genügt uns als Familie ein Auto. Kurzum: Wir finden hier alles, was wir zum Leben brauchen.

Wo sind deine Lieblingsplätze hier im Viertel?
Ich glaube, den meisten Leuten ist gar nicht bewusst, wie grün die Neustadt eigentlich ist, wie viele schöne Gärten und Hinterhöfe es hier gibt und wie nah Elbe und Heide sind. Die unmittelbare Nähe zur Natur, und doch trotzdem inmitten der Stadt zu sein, das genieße ich ganz besonders. Zum Beispiel hatten wir vorunserem Umzug direkt nebenan einen Spielplatz. Ich will nicht sagen, dass dieser unbedingt zu meinen Lieblingsplätzen in der Neustadt gehört, aber ich bin dort mit meinen Kindern sehr gern hingegangen, wenn ich die Zeit dazu hatte. Aufgrund der Arbeitsbelastung ist es aber generell so: Wenn ich zu Hause bin, dann versuche ich vor allem Zeit mit meiner Frau und den Kindern zu verbringen. Natürlich habe ich in den vergangenen Jahren die eine oder andere Bar und auch einige gute Restaurants kennen und schätzen gelernt.  

Vor nicht allzu langer Zeit bist Du mit deiner Frau und deinen drei Kindern Alexander, Josephine und der erst jüngst geborenen Henriette in eine neue Wohnung umgezogen...
Wir hatten vorher eine relativ kleine Wohnung mit drei Zimmern und nur knapp 70m². Als das dritte Kind unterwegs war, haben wir uns gedacht, dass unsere Wohnung auf längere Sicht für uns fünf etwas zu klein werden würde… Der große Vorteil unserer neuen Wohnung neben dem vierten Zimmer ist aber, dass sie sich im Erdgeschoss in einem Hinterhaus befindet, so dass wir sehr ruhig wohnen und sogar einem kleinen Garten haben. Jetzt können wir einfach die Tür nach draußen öffnen und die Kinder stehen direkt auf einer Spielwiese. Bei drei Kindern hat das natürlich auch organisatorische Vorteile: Wir müssen jetzt nicht mehr all die Spielsachen unserer Kinder nach oben tragen. (lacht)

Haben sich eure beiden Katzen „Totti“ und „Gazza“ schon in der neuen Umgebung eingelebt?
Ja, die haben sich in der Zwischenzeit auch eingelebt, obwohl sie sich schon ein bisschen umgewöhnen mussten: In unserer früheren Wohnung haben sie mit drinnen gewohnt – und müssen jetzt komplett im Garten mit einer eigenen Katzenhütte leben ...

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