Interview mit Stefan Lehmann

Wir sind anders aufgewachsen.

Stefan Lehmann

Vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC traf sich der Dynamo-KREISEL mit Capo Stefan Lehmann, der von vielen Anhängern nur kurz „Lehmi" gerufen wird.

Wir sprachen mit dem 28-Jährigen im K-Block, der Heimat aller eingefleischten Dynamo-Fans, über seine Rolle als Vorsänger und die Anfänge der „Ultra“- Bewegung in Dresden. Er erzählte uns, wie sehr sich das allwöchentliche Stadionerlebnis in den letzten 15 Jahren bei Dynamo verändert hat. Außerdem verriet er uns, was er sagen würde, wenn sein im Februar geborener Sohn Moritz später einmal Eiskunstläufer werden möchte.    

Erinnerst du dich an das erste Mal, als du auf den Zaun im K-Block gestiegen bist?
Am Anfang sind wir noch gar nicht auf den Zaun gegangen. Zuerst standen wir auf dieser Beton-Brüstung im K-Block direkt am Marathontor. Das war Ende der 90er-Jahre. Erst ein oder zwei Jahre später ging es auf den Zaun. In der Anfangszeit hat man auch noch nicht 90 Minuten durchgezimmert. Viele Leute standen in der ersten Halbzeit im Block und sind dann rüber ins „Kulti“ gegangen. Damals lagen die Schwerpunkte noch woanders. Den meisten, die damals regelmäßig im Stadion waren, lag natürlich was am Verein. Aber es war noch nicht so, dass man das ganze Spiel über Stimmung machte und seine Mannschaft unterstützte. Das hat sich erst im Laufe der Zeit entwickelt.

Wie sind „ULTRAS DYNAMO“ entstanden? Gab es eine Gruppe, die gesagt hat: ‚Wir müssen hier im Stadion jetzt mal ein bisschen mehr machen, als nur Fußball zu schauen und uns in der Fankneipe zu treffen‘?
Naja, gerade als Dynamo ganz unten war und kaum noch einer ins Stadion gegangen ist, hatten wir natürlich viel Platz, um was aufzuziehen. Heute wäre das gar nicht mehr möglich. Für den Verein war das scheiße, in der dritten oder vierten Liga vor wenig Zuschauern zu spielen, aber uns hat es viele Möglichkeiten eröffnet. Wir waren damals alle so zwischen 14 und 16 Jahre alt und hatten „Yellow Madness“ gegründet. Das war in der Saison 1999/2000. Zu dieser Zeit hat sich die Ultra-Bewegung in Deutschland gerade erst entwickelt. Als die Dresdner Gruppen „Dynamo-Geschwader“, „Eastside Dresden“ und „Yellow Madness“ sich dann zusammengeschlossen haben,  wollten wir uns erst „ULTRAS DRESDEN“ nennen. Schließlich wurde daraus „ULTRAS DYNAMO“, weil das nicht in Verbindung mit dem DSC gebracht werden konnte.

Hattet ihr Vorbilder?
Man hat schon mitbekommen, was bei anderen Vereinen abging. Frankfurt, Stuttgart, Zwickau, Nürnberg – da hat man schon mal hingeschaut. Aber ich würde nicht sagen, dass das Vorbilder waren. Die sind nach Italien gefahren, und wir nach Chemnitz oder später nach Polen. Am Hauptbahnhof hast du dir ab und zu den „Super-tifo“ geholt. Das war das Ultra-Magazin schlechthin. Für manche war das auch eine Messlatte. Die meisten wollten aber einfach nur schauen, was bei den Tifosi so los war und haben ansonsten ihr Ding gemacht.

Du sagtest, ihr hattet damals mehr Platz im Stadion und dadurch eine gewisse Freiheit, euch zu entwickeln. Das lag aber nicht nur daran, dass weniger Leute zum Fußball gegangen sind …
Nein, das waren insgesamt Zeiten, die du mit denen heute nicht im Ansatz vergleichen kannst. Damals – auch wenn sich daran die wenigsten noch erinnern – waren Bengalen und Rauchtöpfe in den Niederungen des deutschen Fußballs das Normalste auf der Welt. Darüber haben wir uns überhaupt keine Gedanken gemacht. Da hat man zum Anpfiff erst mal vier Kilo Weiß abgefackelt, dann zwischendurch vielleicht noch ein Kilo Schwarz. Und was nach dem Spiel noch übrig war, haben wir dann eben auf dem Lennéplatz abgebrannt. Die Strafen waren im Vergleich zu heute ja lächerlich. Das hat den Verein vielleicht mal tausend Mark gekostet, da hat kein Hahn danach gekräht. Da gibt es Wahnsinnsgeschichten. Zum Beispiel hat mich ein ehemaliger Chef vom Dynamo-Sicherheitsdienst mal nach einem Juniorenländerspiel gegen Ägypten, bei dem es im Block wieder ordentlich gebrannt hatte, zu 20 Liegestützen verdonnert – die ich dann nicht auf die Reihe gekriegt habe. Und mein Cousin musste, glaube ich, eine Runde ums Stadion rennen. Das muss man mit auf dem Schirm haben, wenn man heute über die Pyro-Problematik spricht. Wir sind komplett anders aufgewachsen.

Wie viel Wehmut liegt für dich darin, wenn du an die alten Zeiten denkst?
Ich sag mal so: Früher gab’s nicht denselben Support wie heute, über 90 Minuten. Wenn man das verbinden könnte, die Bengalen und die Pyrotechnik mit dem Support, und den ganzen anderen Scheiß weglassen würde, dann wäre das das Optimale. In der letzten Saison hatten wir geile Spiele, gegen St. Pauli, Düsseldorf und Fürth, auch mit geilen Choreos. Aber trotzdem fehlt da irgendwas. Wenn man dazu nochmal zwanzig Bengalen kontrolliert abbrennen könnte zur Choreo, wenn die Mannschaften einlaufen, dann wäre das nochmal ganz was anderes.

Allerdings hast du vor dem letzten Heimspiel gegen Sandhausen in deiner Ansprache an die Fans deutliche Worte zum Thema Pyrotechnik gefunden …
Man kann über gestern reden, oder man redet über heute und das, was man sich wünscht. Das muss man erst mal auseinanderhalten. Und nach dem, was in Kaiserslautern passiert ist, brauchen wir über Pyro jetzt im Moment einfach nicht zu reden. Das muss jedem klar sein. Das bedeutet nicht, dass sich die Einstellung zu Pyro verändert hat. Aber es muss jetzt auch der Letzte verstehen, dass Dynamo das Thema nach der Scheiße, die nach dem Spiel in Kaiserslautern passiert ist, grad überhaupt nicht gebrauchen kann. Dort sind sowieso ein paar Sachen schief gelaufen, die ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. Die Lauterer Shuttlebusse am Gästeblock vorbeizuschicken, dazu fällt mir nichts mehr ein. Was dort passiert ist, kotzt mich an, damit wir uns nicht falsch verstehen. Aber ich frage mich schon, was die Polizei sich dabei gedacht hat. Die Taktik ist überhaupt nicht aufgegangen, aber das entschuldigt die Vorfälle natürlich nicht.

Anderes Thema: Erfüllt es dich mit Stolz, dass du mittlerweile über 9.000 Leute vor dir hast, die auf dein Kommando hören?
Was heißt Stolz? Irgendeiner muss es ja machen. Das hat mit mir direkt nichts zu tun, da könnte auch ein anderer stehen. Abgesehen davon sind es auch keine 9.000 Leute. Wenn der ganze K-Block mitziehen würde, dann wäre das natürlich richtig geil, dann wäre das eine Hölle hier. Aber bis wir soweit sind, brauchen wir noch ein paar Jahre. Trotzdem ist der K-Block auch jetzt schon ziemlich gut. Es wird immer solche und solche Tage geben, und manchmal hat man auch ein paar schlechte Spiele hintereinander. Wenn ein guter Gegner da ist und der Gästeblock voll ist, und du bist an diesem Tag Scheiße, dann kotzt einen das natürlich an. Sowas wurmt die ganze Woche über. Aber dann kommt auch wieder ein anderes Spiel, wo viele Gäste da sind, und wir sind richtig gut – das ist dann wieder geil.

Wann ist denn der Block richtig gut?
Es ist wichtig, dass alle gleichzeitig einsetzen. Wenn der K1 anfängt, irgendwas zu singen, und der K3 singt was anderes, dann hast du einen Kanon und das klingt scheiße. Prinzipiell finde ich es gut, wenn die Jungs von alleine anfangen zu singen. Das Problem ist eben nur, wenn ein Teil ein bisschen später einsteigt als die anderen, dann hört man das. Da ist auch nicht mehr die volle Kraft drin.

Das klingt fast wie die Arbeit eines Dirigenten …
Ja, aber das soll es eigentlich nicht sein. Man will schließlich keinem was vorschreiben und alles reglementieren. Das widerspricht unserem Selbstverständnis an sich. Aber vieles funktioniert nun mal nur, wenn alle zusammen loslegen. Am besten kommt das natürlich, wenn das Stadion halb leer ist. Da hast du dann einen Schall, der das Ganze im Stadion noch verstärkt. Wenn du dann deine Lieder rausschmetterst, hat der Gästeblock nichts mehr zu melden, dann ist dort komplett Sense. Aber auch auswärts ist das geil, dort ziehen auch immer alle mit. Und dann kannst du deiner Mannschaft auch noch die fünf zusätzlichen Prozent geben, die sie braucht. Und das muss auch so bleiben, egal wer auf dem Capo-Turm oder im Block steht. Deshalb hat das mit mir nichts zu tun – und so gesehen auch nicht mit ULTRAS DYNAMO. Der Support muss in erster Linie stimmen, egal wie die  Leute heißen.

Die Choreos kosten alle Geld und sind oft richtig teuer. Wie bezahlt ihr das?
Die Masse kommt über den Klingelbeutel rein, mit dem die Leute durchs Stadion gehen. Außerdem haben wir noch unseren eigenen kleinen Fanartikelverkauf, über den wir auch ein bisschen was einnehmen. Die Duisburg-Choreo haben wir zum Beispiel über die Jacken mit dem Dynamo-Logo finanziert. Dadurch, dass der K-Block größer geworden ist, sind die Choreos natürlich auch nicht grad billiger geworden. Aber uns ist wichtig, dass wir das Geld selbst reinholen, einen „Sponsor“ wollen wir nicht.

Für viele Dynamo-Fans bist du eine Identifikationsfigur. Welche Verantwortung ergibt sich aus dieser Rolle?
Ich würde das nicht überbewerten. Wir haben vor der Saison ein Video ins Netz gestellt, wo es auch darum geht, dass jeder, bevor er sich irgendwo besäuft und dann randaliert, seinen Kopf mal einschalten und kurz nachdenken sollte. Sinnlose Randale braucht kein Mensch. Wir legen uns damit außerdem selbst Steine in den Weg, können zum nächsten Auswärtsspiel keine Zaunfahnen mitbringen, oder weniger Doppelhalter. Aber man kann den Jungs auch nicht alles verbieten. Die Pyro-Diskussion anzustoßen und dann wieder abzubrechen, war zum Beispiel ein Riesenfehler vom DFB. Dadurch ist vollkommen unnötig eine „Jetzt erst recht“-Mentalität entstanden. Als nächstes waren dann die Kassenrollen ein Problem und werden jetzt regelmäßig vom DFB sanktioniert. Das kann doch alles nicht mehr wahr sein. Die Schraube wird einfach immer mehr angezogen. Die Fahnenplätze werden immer weniger, die Fankultur wird immer mehr eingeengt. Und es gibt kaum ein Entgegenkommen von der anderen Seite. Ein bisschen Kompromissbereitschaft würde da viel Feuer rausnehmen. Wenn die Schraube ein bisschen gelockert würde, wäre es auch eher möglich, Verantwortung zu übernehmen und  zu schauen, dass wir keine Scheiße bauen. Aber solange es kein glaubhaftes Entgegenkommen gibt und die Fronten so verhärtet sind, ist es schwer, auf unserer Seite manche Dinge abzustellen. Da fehlen einem die Argumente, mit denen man sonst sicher viele Gemäßigte erreichen und überzeugen könnte.

Wie empfindest du das in Dresden? Siehst du bei deinem Verein ein Entgegenkommen?
Teils, teils. In manchen Dingen kommen uns der Verein und die Leute, die in Dresden arbeiten, schon sehr weit entgegen. Wie sich zum Beispiel dafür eingesetzt wurde, dass wir unsere Blockfahne mit nach Berlin zum Hertha-Spiel nehmen durften, das war eine Riesensache. Für diese Art des Entgegenkommens gibt es auch noch andere Beispiele. Aber in mancher Hinsicht läuft es in Dresden genauso wie überall. Da werden Fahnenplätze mit Werbebanden zugepflastert, was das Zeug hält ...

… aber ist das nicht ein ureigener Konflikt? Auf der einen Seite wollen die Fans erfolgreichen Fußball sehen – und dafür braucht es Geld. Auf der anderen Seite wollen sie ihre Fankultur ausleben und Zaunfahnen aufhängen.
Ich glaube aber nicht, dass ein paar Meter Werbebande auf der Hornbachtribüne uns in der 2. Liga halten. Und man darf bei der Diskussion auch bitteschön nicht vergessen, wie oft die Fans diesem Verein schon den Arsch gerettet haben. Das ist weit mehr als nur die Geisterticket-Aktion. Da reden wir von der Mitgliedschaft im Verein, von der Jahreskarte, den normalen Tickets, Fanartikeln. Also erzählt mir bitte nicht, dass es gerade die Werbebanden auf den Fahnenplätzen sein sollen, die uns hier voranbringen. Und wer hat sich vors Rathaus gestellt und den Herren dort erklärt, dass wir ein neues Stadion brauchen? Ich glaube nicht, dass dort irgendein Sponsor XY dabei war. Auf der anderen Seite kann man auch nicht von „den“ Fans reden. Das geht am Thema vorbei. Von den 20.000, die heute regelmäßig ins Stadion gehen, stehen vielleicht 5.000 wirklich hinter Dynamo und würden alles Mögliche für den Verein tun. Es gibt aber auch viele, die bloß immer alles schlecht reden und sich nicht blicken lassen, wenn’s drauf ankommt. Wenn ich an die letzte Fanversammlung denke, da waren 150 Leute da. Da frag‘ ich mich, was zum Beispiel mit den ganzen Forenschreibern ist, die dort permanent am Rummeckern sind. Warum habe ich die dort nicht gesehen? Die sind immer da, wenn irgendwas passiert ist, und wollen dann was machen. Aber sie bringen sich nicht über einen längeren Zeitraum kontinuierlich für den Verein ein. Da ist oftmals viel blinder Aktionismus im Spiel.

Zurück zu deinem „Job“ als Capo. Du stehst mit dem Rücken zum Spielfeld. Wie viel bekommst du von einem Spiel mit und gibt es auch Tage – wie gegen Leverkusen oder Osnabrück –, wo du dich häufiger mal umdrehst?
Von einem Spiel bekomme ich ungefähr eine Viertelstunde mit. Daran habe ich mich inzwischen gewöhnt. Klar wäre es mal wieder cool, sich ein ganzes Spiel entspannt anzugucken. Obwohl ich mich im Nachhinein dann vielleicht ärgere, weil sie mal wieder Scheiße gespielt haben. Außerdem will ich ja auch, dass die Unterstützung hundertprozentig da ist. Das steht für mich immer noch im Vordergrund, diese paar Prozent mit rauszuholen. Ich kann mir das auch nachher im MDR angucken.

Hast du eine Art Regieplan für die 90 Minuten?
Nein, habe ich nicht. Das hängt alles auch sehr vom Spiel ab. Wenn es hoch und runter geht, brauchen wir keine ausdauernden Lieder singen, da müssen wir uns dem Spielgeschehen anpassen. Sonst könnten wir uns auch mit 1.000 Mann auf den Postplatz stellen und dort Stimmung machen. Je nachdem, wie das Spiel läuft, müssen wir reagieren. Da liegt auch ein Problem. Wenn es nicht so läuft, müsste es erst recht richtig losgehen. Aber dann sind die Leute oft frustriert und dann läuft’s auch bei uns im Block stimmungstechnisch nicht mehr so gut, obwohl gerade da der Funke von den Rängen auf die Mannschaft überspringen müsste.

Bist du ein guter Sänger?
Nein.

Was ist für dich der bessere Tag: Wenn der Support richtig geil ist, aber Dynamo schlecht spielt und verliert – oder umgekehrt?
Das hängt davon ab, wo wir stehen. Wenn wir die Punkte brauchen, dann ist es besser, dass wir sie mitnehmen. Klar ist es wichtig, dass es im Block auch funktioniert. Und es kotzt mich an, wenn der Support scheiße war. Aber wenn es drauf ankommt, nehme ich lieber die Punkte mit, darum geht’s schließlich.

Im Februar ist dein Sohn Moritz zur Welt gekommen. Das Präsidium hat dir mit Weitsicht ein kleines Megaphone geschenkt – ist Moritz‘ Rolle vorbestimmt?
(schmunzelt) Nein. Der soll das machen, worauf er Bock hat. Ich werde ihn nicht mit ins Stadion schleppen. Ich bin gar nicht so scharf drauf, dass er zum Fußball geht. Wenn er das will, dann soll er es machen. Und wenn er Eiskunstläufer werden will, dann wird er halt Eiskunstläufer. Da muss ich dann eben durch.

Was glaubst du, wie dich deine Rolle als Vater verändern wird?
Ich werde sicherlich nicht mehr jedes Mistspiel mitfahren. Zum achten Mal nach Paderborn, das schenke ich mir dann lieber und bleibe zuhause und verbringe die Zeit mit meiner Familie.

Wie kriegst du das alles überhaupt unter einen Hut – Familie, Fußball und Arbeit?
Das ist freilich schwer. Man lässt die meisten Freizeitaktivitäten, die nichts mit Familie oder Fußball zu tun haben, zwangsläufig weg. Als erstes hab ich den Sport gestrichen. Im Fitnessstudio war ich schon über ein Jahr nicht mehr.

Hast du deine Freundin beim Fußball kennengelernt?
Gott sei dank nicht! (lacht)

Aber sie bringt Verständnis dafür mit?
Ja, das auf jeden Fall. Obwohl es sie natürlich oft nervt, weil es mich sehr einspannt. Aber zum Glück hat sie viel Verständnis dafür, sonst wäre es schon schwierig für mich.

Gibt’s einen Plan, wie lange du noch Capo sein willst?
Naja, nach dieser Lautern-Scheiße hatte ich eigentlich keinen Bock mehr. Das war ein Punkt, wo ich gedacht habe: ‚Macht euren Scheiß ohne mich.‘ Aber dann steht der Vereinsgeburtstag noch an, dann freust du dich auf Hertha und willst dieses und jenes Spiel noch mitmachen – und dann verwirfst du solche Gedanken schnell wieder. Die Motivation war aber in der Vergangenheit schon häufiger mal weg, weil irgendwelche Spinner abgedreht sind. Das war ja nicht das erste Mal in Kaiserslautern.

Könntest du dir vorstellen, irgendwann mal mit Moritz im Familienblock zu sitzen und dir das Spiel und den K-Block von dort aus anzuschauen

(überlegt) Nein.

Lehmi, vielen Dank für das Gespräch.

Interview: Henry Buschmann, Jan Franke
Fotos: Steffen Kuttner