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Arbeitsgruppe

Zwischenbericht vom Dezember 2007


Erster Zwischenbericht der „Arbeitsgruppe Stadion“ gemäß Mitgliederbeschluss vom 06.09.2007

Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung vom 06.09.2007 wurde eine „Arbeitsgruppe Stadion“ bei der Geschäftsführung ins Leben gerufen, welche sich mit der Umsetzung der Interessen der Vereinsmitglieder und Fans im Zusammenhang mit dem Stadionneubau zu beschäftigen hat. Dem Beschluss folgend erfolgt nunmehr der erste Zwischenbericht der Arbeitsgruppe.

Der Arbeitsgruppe gehören an:

Herr Bernd Maas (Hauptgeschäftsführer SG Dynamo Dresden)
Frau Elke Weiße (zeitweise, Geschäftsstellenleiterin SG Dynamo Dresden)
Herr Robert Pohl bzw. Herr Martin Börner (Fanbeauftragter SG Dynamo Dresden)
Herr Florian Schnier (Fangemeinschaft)
Herr Martin Benade (Fangemeinschaft)
Herr Kay Schirmer (Fangemeinschaft)
Herr Olaf Gruhle (Faninitiative Pro RHS)
Herr Michael Walter (Faninitiative Pro RHS)
Herr Dan KrĂĽgel (Faninitiative Pro RHS)

Jeweils vertretungsweise nahmen an einzelnen Sitzung teil:

Herr Ulrich LeĂźke (Fanintiative Pro RHS)
Herr Matthias Helbig (Fangemeinschaft)

Die Protokolle der jeweiligen Sitzungen wurden durch Frau Cathleen Hauptmann von der Geschäftsstelle geführt.

Die Arbeitsgruppe kam bis zum heutigen Tag zu vier gemeinsamen Sitzungen zusammen. Diese fanden am 19.09.2007, 17.10.2007, 08.11.2007 und am 06.12.2007 in den Räumlichkeiten der Geschäftsstelle der SG Dynamo Dresden statt.

Die erste Sitzung am 19.09.2007 diente in erster Linie zum gegenseitigen Kennenlernen der Arbeitsgruppenmitglieder, der Festlegung allgemeiner Rahmenbedingungen und der Absteckung bestimmter Arbeitsfelder. Organisatorisch wurde dabei festgelegt, dass die Arbeitsgruppe in erster Zeit aller vier Wochen, in der späteren Phase aller sechs Wochen, zusammenkommt. Es wurde festgelegt, dass die Gesprächsinhalte der Arbeitsgruppe grundsätzlich vertraulich zu behandeln sind und Veröffentlichungen grundsätzlich nur in Abstimmung mit dem Hauptgeschäftsführer zu erfolgen haben. Zudem wurden durch Herrn Maas und Frau Weiße (zu diesem Zeitpunkt Sicherheitsbeauftragte des Vereins) die aktuellen Baufortschrittsplanungen vorgestellt, welche jedoch ständigen Änderungen unterliegen. Im Zuge der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe wurde auch die Durchführung einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Stadionbau besprochen, welche zu einem späteren Zeitpunkt im Internationalen Congress Center, mit Unterstützung der Sächsischen Zeitung, durchgeführt wurde. Durch die Arbeitsgruppe wurde beschlossen, zu einzelnen Themen entsprechende Spezialisten zur Teilnahme an den Sitzungen der Arbeitsgruppe einzuladen.

Die zweite Sitzung der Arbeitsgruppe fand am 17.10.2007 statt. Hier wurden zunächst offene und unklare Punkte aus dem Bauantrag besprochen, sowie detailliert auf die Parkplatzproblematik eingegangen. Demnach stehen künftig ca. 740 Stellplätze im unmittelbaren Stadiongelände zur Verfügung. Zudem sind vertragsgemäß durch die Landeshauptstadt Dresden ca. 2200 Stellplätze (plus Fahrradstellplätze) im näheren Stadionumfeld neu zu errichten. Ein unmittelbares Thema hierzu wird auch die Einrichtung eines sogenannten Kombitickets werden. Der bisher dafür im Raum stehende Preis von 1,50 € (VVO, Aufschlag pro Ticket) wurde durch die Arbeitsgruppe, übereinstimmend mit der Geschäftsführung, als völlig indiskutabel bezeichnet. Unter diesen Voraussetzungen ist die Einführung eines Kombitickets zur Zeit kein weiteres Gesprächsthema. Inzwischen wurde am 15.11.2007 durch den Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden das sog. Mobilitätskonzept, als eine Grundvoraussetzung zur Erteilung der Baugenehmigung, verabschiedet. Weiteres Thema der zweiten Sitzung war die konkrete Abarbeitung der einzelnen Punkte des Mitgliederantrages und die Position der Geschäftsführung hierzu:

Punkt 1 (Stadiongestaltung) – durch die Geschäftsführung wird das Anliegen einer vereins- und fangerechten Gestaltung des Stadions (Farbgestaltung, Sitze, Graffitis) unterstützt und diese Position in den jeweiligen Verhandlungen mit HBM eingebracht. Herr Maas äußerte den Wunsch, die Verantwortung für die Nordtribüne zu einem großen Teil in die Verantwortlichkeit der Fans zu übertragen, um hierdurch eine größtmögliche Identifikation zu schaffen.

Punkt 2 (Block-/Sektorentrennung) – nach aktuellem Stand beträgt die Höhe der Blocktrennung 2,20 m und die Polizei besteht nicht auf einem sog. Übersteigeschutz. Die Geschäftsführung prüft die Möglichkeiten einer Reduzierung der Zaunhöhe auf 2,00 m und setzt sich in den Verhandlungen für einen Verzicht auf den sog. Übersteigeschutz ein.

Punkt 3 (Fankneipe) – dieser Punkt ist ganz wesentlich von der Vergabe der Cateringrechte im Stadion abhängig, welche noch nicht geklärt sind. Der Verein wird aber, nach seinen Möglichkeiten, auch hier darauf drängen, dass eine ausreichend dimensionierte Fankneipe eingerichtet wird.

Punkt 4 ( Mauergestaltung/Zaunsfahnen) – die Art der zu nutzenden Werbebanden im neuen Stadion ist noch nicht abschließend geklärt, weshalb eine abschließende Klärung über die Möglichkeiten zur Aufhängung von Zaunsfahnen noch nicht erfolgen konnte. Die Geschäftsführung wird sich jedoch dafür einsetzen, einen größtmöglichen Anteil der Innenraummauer, vor allem im Bereich der Nordtribüne, zum Aufhängen von Fahnen zur Verfügung zu stellen. Entsprechenden Befestigungselemente sollen dabei von vornherein angedacht werden.

Punkt 5 (Stadionname) – der Verein favorisiert in möglichen Verhandlungen die Weiternutzung des Zusatzes „Stadion“. Begriffe wie „Arena“ der „Park“ werden auch durch die Geschäftsführung als unschön angesehen. Der Verein drängt zudem auf eine frühzeitig Vergabe der Namensrechte. Die Möglichkeit einzelnen Blocks sog. Ehrennamen zu geben, wird nach Fertigstellung des Stadions zu prüfen sein.

Punkt 6 (Akustik) – das Thema wurde angesprochen, entzieht sich jedoch der Einflussnahme durch den Verein.

Punkt 7 (Catering) – entsprechend der jetzigen Bauplanung wird es ca. 20 Kioske im Stadion geben. Es erfolgt eine Neuausschreibung für den Catering-Bereich durch den Betreiber. Der Verein wird sich, unabhängig von der abschließenden Vergabe der Catering-Rechte, für ein größtmögliches Versorgungsangebot mit regionalem Bezug einsetzen.

Punkt 8 (Räumlichkeiten) – die Geschäftsführung wird sich für die Einrichtung entsprechender Räumlichkeiten für die Fans einsetzen. Auf die begrenzten räumlichen Möglichkeiten dazu wird jedoch bereits jetzt verwiesen. In Planung sind zum jetzigen Zeitpunkt ein Fananlaufpunkt an der Nordtribüne sowie ein Vorbereitungs- und Lagerraum im Bereich der Südtribüne.

Punkt 9 ( Identifikation) - für das Walter-Fritzsch-Denkmal ist ein repräsentativer Standort im Bereich der neuen Eingangshalle vorgesehen. Die Weiterverwendung der alten Stadionuhr muss technisch geprüft werden. Andernfalls wird sie an anderer, exponierter, Stelle im neuen Stadion als Erinnerungsstück zur Schau gestellt.

Punkt 10 (Familienblock) – der Familienblock ist im bisherigen Bauantrag noch nicht vorgesehen. Der Verein setzt sich allerdings für die Einrichtung eines Familienblockes im Bereich der Südtribüne/Osteingang ein und wird hierbei die notwendigen baulichen Voraussetzungen (Toilettenbereiche) einfordern.

Zudem wurde die Möglichkeit der besseren Berücksichtigung von Zuschauerplätzen im Bereich der Trainingsplätze aufgenommen.

Im Zuge der zweiten Sitzung der Arbeitsgruppe wurde auch bekannt, dass durch BAM nur noch ca. 9400 Zuschauerplätze während der ersten Umbauphase garantiert werden können, was zu finanziellen Problemen für den Verein führt. Entsprechende Veröffentlichungen zu diesem Thema gab es zwischenzeitlich auch in der regionalen Presse.

Die dritte Sitzung der Arbeitsgruppe fand am 08.11.2007 statt. Zunächst wurden offen Punkte der letzten Sitzung geklärt, wozu auch das Angebot des Stadion-Architekten, Herr Beyer, gehört, in einer der nächsten Sitzung für Fragen zur Verfügung zu stehen. Thema der dritten Sitzung war weiterhin die geplante Videoüberwachungsanlage, welche im Augenblick auf 4 Inneraumkameras und 10 Außenkameras ausgelegt ist. Hierzu wurde auf die Einarbeitung eines entsprechenden Hinweises in die Stadionordnung und auf die Anbringung entsprechender Hinweisschilder gedrängt. Herr Florian Schnier wurde bei der dritten Sitzung mit der Erstellung eines Grundkonzeptes zur Gestaltung und Selbstverwaltung der Nordtribüne durch die Fans beauftragt. Die Errichtung eines entsprechenden Podestes für den „Vorsänger“ im künftigen Fanblock wird durch den Verein unterstützt. Weiterer Punkt der dritten Sitzung war die Vorstellung des aktuellen Standes der Verhandlungen bzw. der Verhandlungspositionen zur künftigen Vermarktung des Stadions, die eigentlich nicht zum Themenumfang der Stadionarbeitsgruppe gehören. Hierzu wurde innerhalb der Arbeitsgruppe absolute Vertraulichkeit vereinbart, da laufende Verhandlungen keinesfalls beschädigt werden dürfen. Deshalb auch an dieser Stelle die Bitte um Verständnis, dass zu diesem Thema im Augenblick keine Ausführungen gemacht werden können.
Am 06.12.2007 fand die vierte und bisher letzte Sitzung der „Arbeitsgruppe Stadion“ statt. Zunächst wurde dabei auf den aktuellen Baufortschrittsplan und die aktuellen Abläufe im Stadion gesprochen. Durchweg positiv wurde dabei aufgenommen, dass Herr Eichholtz, nach seiner zwischenzeitlichen Erkrankung, in Kürze wieder als Verhandlungspartner für HBM zur Verfügung steht. Es wurde durch die Arbeitsgruppe beschlossen, für die nächste Sitzung Herrn Beyer als Architekten des Stadions als Gast einzuladen, um nähere Details zur Stadiongestaltung besprechen zu können. Hauptthema der vierten Sitzung war die Vorstellung des Konzeptes zur Selbstverwaltung der Fankurve (Arbeitstitel: Vision K-Block 2.0) durch Herrn Florian Schnier. Das Konzept - welche als Arbeitsgrundlage für weitere Gespräche dienen soll - beinhaltet Zieldefinition, Wegmöglichkeiten und Inhalte einer künftig stärkeren Einbindung von Fans und Fangruppen in die Abläufe in „ihrem“ Stadion. Es beinhaltet Gedankenansätze für die stärkere Übernahme von Verantwortung durch die Fans im eigenen Stadion und die Schaffung einer größtmöglichen Identifikation der Besucher mit dem neuen Stadion. Konkrete Vorstellung zur Ausgestaltung des Stadions sind dabei ebenso beinhaltet, wie Vorschläge zur Einbindung in den Ordnerdienst und andere organisatorische Abläufe. Zu diesem Thema wird sich die Arbeitsgruppe schrittweise weiter verständigen, wobei die Geschäftsführung dem Grundanliegen des Arbeitspapieres offen gegenübersteht.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass innerhalb der „Arbeitsgruppe Stadion“ eine konstruktive Arbeitsatmosphäre herrscht und alle Beteiligten gewillt sind, für den Verein, die Mitglieder, die Fans und künftigen Besucher des neuen Stadions das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Unter diesen Bedingungen und Voraussetzungen wird die Arbeitsgruppe auch im Jahr 2008 weiter hart am vorgegebenen Thema arbeiten.

Allen Mitgliedern, Freunden, Fans und Förderern unsere SG Dynamo Dresden wünschen die Mitglieder der Arbeitsgruppe ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, uns allen natürlich auch im kommenden Jahr die größtmöglichen sportlichen Erfolge der SG Dynamo Dresden - denn ein neues und modernes Stadion verdient auch eine erfolgreiche Mannschaft!

Arbeitsgruppe Stadion, im Dezember 2007