Das sieht verboten aus!

Ob am Körper oder auf der Kleidung – häufig äußert sich rechtsextremistische Ideologie in Symbolen und Codes. Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2014 hat Dynamo einen Flyer gedruckt, der über die Bedeutung dieser Zeichen aufklärt und Hinweise zum Umgang mit ihnen gibt.

Das Heimspiel gegen Greuther Fürth in der 2. Bundesliga am 21. März 2014 fand im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Zu dieser Begegnung wurde im gesamten Stadion der Flyer Das sieht verboten aus! Rechtsextreme Symbole und ihre Bedeutung verteilt.

Inhaltlich erarbeitet wurde der informative Flyer vom Pirnaer Verein Aktion Zivilcourage. Mit Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Faninitiative Rote Karte wurde das Faltblatt in ein dynamisches Layout gepackt.

Wichtiger Bestandteil des Flyers sind vier Merksätze zum richtigen Umgang mit rechtsextremen Symbolen im Stadion: Erkennen, Ansprechen, Melden, Anzeigen.

Erkennen: Der erste Schritt ist, rechtsextreme Symbole zu erkennen. Dabei soll Ihnen dieser Flyer helfen. Rechtsextremisten verfolgen eine menschenverachtende Ideologie, die häufig auf Kleidungsstücken oder am Körper zur Schau getragen wird. Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an ausgewiesene Fachleute. Kontakte zur Fanabteilung der SG Dynamo Dresden und zur Aktion Zivilcourage finden Sie in diesem Flyer.

Ansprechen: Es ist wichtig, rechtsextreme Äußerungen nicht einfach unkommentiert hinzunehmen. Das gilt nicht nur für Symbole und Kennzeichen, sondern auch für fremdenfeindliche und diskriminierende Äußerungen. Es geht darum, zu zeigen, dass solche Symbole und „Sprüche“ unerwünscht sind. Allerdings ist gut zu überlegen, ob die persönliche Ansprache in jeder Situation die richtige Form der Auseinandersetzung ist. Es ist in jedem Fall gut, andere Zuschauer hinzuzuziehen und mit in die Verantwortung zu nehmen. Holen Sie sich Unterstützung.

Melden: Bringen Sie sich nicht in Gefahr. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Ordner, das Security-Personal oder die Fanbeauftragten, die dazu in der Lage sind, ihr Hausrecht wahrzunehmen.

Anzeigen: In Deutschland sind sowohl nationalsozialistische Zeichen als auch Kennzeichen verschiedener neonazistischer Organisationen verboten. In den Info-Texten sind die strafbaren Symbole ausgewiesen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – persönlich, telefonisch oder über das Internet.