FDGB-Pokal - die Auslosung der anderen Art

Los ging es mit der Auslosung zum Achtelfinale, das am Samstag, dem 3. August ausgespielt wurde. Die Kugeln wurden am Freitag, dem 19. Juli, aus der Lostrommel gezogen. Erstmals überhaupt in der Pokalgeschichte der Sportgemeinschaft wurde die Auslosung exklusiv von DynamoTV in der „Familieneinkehr Hebedas“ in der Dresdner Neustadt aufgezeichnet. Die Ausstrahlung erfolgte am Freitag, dem 19. Juli, um 19.53 Uhr hier auf der Website.

Achtelfinale

Die SG Dynamo Dresden traf in der ersten Runde des FDGB-Pokals auf den englischen Erstligisten Hull City. Das ergab die von Herr Stephan moderierte Pokalauslosung, die vorher aufgezeichnet und exklusiv von DynamoTV aus der „Familieneinkehr Hebedas“ in der Dresdner Neustadt übertragen wurde.

Gitta Müller, ehemalige Chefsekretärin von Dynamo Dresden, zog als schwarz-gelbe Glücksfee die geschichtsträchtige Pokalpartie aus dem Lostopf. Allerdings hatte zuvor ausgerechnet Herr Künzer für eine historische Panne gesorgt: Nur für die Kameras sichtbar, beförderte der Oberkellner eine Kugel aus dem Lostopf des FA-Cups auf den Fußboden der Familieneinkehr. Der eigens bestellte, erfahrene Notar Schnack ordnete die Kugel dann kurzentschlossen dem FDGB-Topf zu, wodurch der Vorgang aus Sicht von Dynamo Dresden rechtskräftig ist. Aus diesem Grund wird die Sportgemeinschaft auch keinen Protest einlegen.

Noch eine weitere Partie wurde ausgelost. Doch ein nachträglicher Protest führte dazu, dass die Ansetzung Stralsund gegen Lauter aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der Ziehung annulliert wurde. Infolgedessen werden die restlichen sieben Begegnungen der Achtelfinalrunde zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausgelost.

„Das war eine kuriose Ziehung“, kommentierte Notar Schnack die Auslosung. „Der Fauxpas mit der Kugel aus dem FA-Cup ist natürlich nicht anfechtbar, da ich in diesem Moment eine Tatsachenentscheidung fällen musste. Dass aber weitere Zwischenfälle zu einer Annullierung der sieben anderen Partien geführt haben, habe ich in meiner Zeit als unabhängiger Justiziar so auch noch nicht erlebt.“

Viertelfinale

Die Auslosung zum Viertelfinale des FDGB-Pokals bescherte der SG Dynamo Dresden erneut ein Traumlos. In der Runde der letzten Acht traf Dynamo am 8. September, um 15.30 Uhr, vor heimischem Publikum auf Borussia Mönchengladbach. Der Bundesligist hatte sich im DFB-Pokal über das Elfmeterschießen für den Wettbewerb qualifiziert. Die Sportgemeinschaft war erst durch die Disqualifikation von Hull City in den Kreis der Viertelfinalisten nachgerückt.

„Das Aufeinandertreffen mit Borussia Mönchengladbach in der Länderspielpause ist aus sportlicher Sicht eine interessante und willkommene Herausforderung. Es freut mich, dass wir den Fans einen erstklassigen Gegner präsentieren können. Damit beschäftigen wir uns aber erst, wenn die Spiele gegen St. Pauli und Ingolstadt absolviert sind. Bis dahin gilt der Fokus ganz klar dem Liga-Betrieb“, ordnete Dynamos damliger Sportdirektor Steffen Menze die Auslosung ein.

„Wir freuen uns auf das Spiel in Dresden. Das letzte Pflichtspiel beider Traditionsvereine war noch zu gemeinsamen Erstliga-Zeiten und liegt bereits 18 Jahre zurück. Danach gab es 2002 noch ein Freundschaftsspiel, da war ich selber noch dabei und wir haben 4:2 gewonnen.  Für uns ist dieses Spiel jetzt während der Länderspielpause wichtig, denn es bietet die Möglichkeit, die Mannschaft gegen einen starken Gegner im Spielrhythmus zu halten“, kommentierte Borussias Sportdirektor Max Eberl die Viertelfinal-Paarung im FDGB-Pokal.

Halbfinale

Das Halbfinalspiel im FDGB-Pokal 2013/14 zwischen Dynamo Dresden und BSG Kernkraftwerk Greifswald konnte nicht stattfinden. Grund war die Unbespielbarkeit des Sportplatzes am Greifswalder Bodden. Zu diesem Ergebnis kam die Platzkommission unter Leitung von Notar Schnack unmittelbar nach der Auslosung der Begegnung im Briesnitzer Stübchen. Dynamo Dresden war damit direkt für das FDGB-Pokalfinale 2014 qualifiziert. „Die BSG Kernkraftwerk hätte Heimrecht gehabt. Aber auf dem Fußballplatz konnte nicht gespielt werden. Dort wachsen Rüben, der Bodden begann schon am Strafraum“, erklärte Notar Schnack die Gründe für die Absage der Partie. Gerüchte, wonach die Greifswalder sich lieber auf den lukrativeren Mitropa-Cup konzentrieren wollten und die Absage deshalb bewusst herbeigeführt hatten, verwies Notar Schnack ganz klar ins Reich der Fabeln.

Die andere Halbfinal-Partie wurde ausgetragen. Die BSG Empor Lauter empfing den siebenmaligen FDGB-Pokalsieger 1. FC Magdeburg. Der Gewinner dieser Begegnung könnte im Finale auf die bereits qualifizierte SG Dynamo Dresden treffen. Informationen zum Finalspiel veröffentlicht die SG Dynamo Dresden erst im neuen Jahr.