Zusammenarbeit mit „1953international"

Die SG Dynamo Dresden engagiert sich in Zusammenarbeit mit der Faninitiative 1953international schon seit Jahren gegen Rassismus und Ausgrenzung im Fußball.

Seit 2010 werden öffentlichkeitswirksam immer wieder unmissverständliche Zeichen gegen Fremdenhass und Diskriminierung im Dresdner Fußball gesetzt. Die SG Dynamo Dresden ist sich auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.

Deshalb wird sich der Verein auch in Zukunft für einen respektvollen, vorurteilsfreien und friedlichen Umgang aller Menschen in unserer Gesellschaft engagieren. Die SG Dynamo ruft alle Fans, Sympathisanten und Zuschauer dazu auf, sich im Interesse der Sportgemeinschaft und des Fußballs jederzeit und überall gegen Rassismus, Fremdenhass und Diskriminierung einzusetzen.

Rassismus ist kein deutsches oder französisches Problem, Diskriminierung gibt es leider in allen Gesellschaften - auch in Afrika. Wenn jeder seinen Teil zur Aufklärung und zum offenen und friedlichen Miteinander beiträgt, werden zwangsläufig immer mehr Menschen verstehen, dass jede Person, egal welcher Hautfarbe oder Religion, wertvoll und einmalig auf unserer Erde ist.


(Mickaël Poté am 29. April 2012 im KREISEL)

Dynamo trägt Slogan „LOVE DYNAMO - HATE RACISM!“

Die SG Dynamo Dresden startete gemeinsam mit ihrem Hauptsponsor und der antirassistischen Faninitiative „1953international“ beim Spiel gegen den FC Hansa Rostock im Juli 2011 eine große Antirassismus-Kampagne. Der Hauptsponsor VEOLIA stellte dafür seinen prominenten Werbeplatz auf den Spielertrikots zur Verfügung und machte so die Aktion erst möglich. Zu dieser für die Fans besonderen Partie präsentierten sich Dynamo-Spieler nicht wie gewohnt in schwarz-gelb, sondern in einem besonderen Trikot: Das dezent gestreifte weiße Jersey war mit dem Schriftzug „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“ versehen.

Der damalige Geschäftsführer Volker Oppitz wusste um die Tragweite der Aktion und begründete den einmaligen Verzicht auf die Vereinsfarben wie folgt: „Mir ist sehr bewusst, dass ein Verein nicht einfach so in einem Heimspiel auf seine ureigenen, traditionsreichen Farben verzichtet. Wir tun dies in dieser einmaligen Aktion vor allem deshalb, um im Ost-Derby gegen den FC Hansa Rostock eine möglichst große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für unsere unmissverständliche Botschaft gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung zu schaffen und einen weiteren Schritt dafür zu tun, das Image des Vereins kontinuierlich und langfristig zu verbessern.“

Auch in der Spielzeit 2012/13 trug die Mannschaft das Trikot mit dem Slogan „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“ zu einem Heimspiel. Am 20.10.2012 liefen die Spieler der Sportgemeinschaft gegen Eintracht Braunschweig mit dem Sondertrikot auf. Dynamo gestaltete den kompletten Spieltag im Zeichen der Antirassismus-Arbeit.

In der Saison 2013/14 veranstaltete die SG Dynamo Dresden im dritten Jahr in Folge einen Spieltag im Zeichen antirassistischen Engagements. In Zusammenarbeit mit der antirassistischen Faninitiative „1953international“ und mit Unterstützung von Hauptsponsor Veolia Umweltservice Ost GmbH & Co. KG liefen Dynamos Zweitliga-Profis am 27.10.2013 im Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus in einem schwarz-gelben Sondertrikot auf. Anstelle des Hauptsponsors Veolia, der zugunsten der Aktion bei diesem Spiel auf seine Präsenz verzichtete, erschien der Slogan „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“ neben einem großen gelbem Dynamo-Wappen auf dem Trikot.

Dynamo produziert Anti-Rassismus-Spot

Die SG Dynamo Dresden beteiligte sich damit ein weiteres Mal an den Aktionswochen der internationalen Fan-Organisation „FARE“ – Football Against Racism in Europe (Fußball gegen Rassismus in Europa). Neben der Trikotaktion nahm der Verein mit der Mannschaft einen Anti-Rassismus-Spot auf, der von einem Film der UEFA inspiriert wurde. Der Spot war zum Derby gegen Energie Cottbus am 27.10.2013 auf der Videoleinwand zu sehen und wird fortan bei jedem Heimspiel der Saison 2013/14 gespielt werden. Neben dem FC Valencia und Celtic Glasgow war Dynamo Dresden der einzige Verein in Europa, der im Rahmen der FARE-Wochen 2013 einen solchen eigenen Spot produzierte.

Dynamos damaliger Geschäftsführer Christian Müller erklärte zu den FARE-Wochen 2013: „Die Antirassismus-Arbeit ist für uns als Verein von großer Bedeutung, das unterstreichen wir seit mehreren Jahren offensiv mit unserem Engagement für Fairness, Respekt und gegen Diskriminierung und Gewalt. Dieses Trikot und das dahinterstehende Statement sind nicht nur für die Dresdner Fußballkultur, sondern für ein generell respektvolles Miteinander in der Gesellschaft von enormer Wichtigkeit. Wir nutzen deshalb auch in diesem Jahr die FARE-Aktionswochen, um den Slogan „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“ von „1953international“ auf unserem Sondertrikot zu tragen. Wir freuen uns über die großartige Unterstützung unseres Hauptsponsors Veolia, der uns bei unserem Vorhaben, für Respekt und Akzeptanz und gegen Fremdenfeindlichkeit zu werben, wieder einmal partnerschaftlich zur Seite steht.“

Sächsischer Integrationspreis 2013

Im November 2013 erhielt ein Gemeinschaftsprojekt von 1953international und der AG Asylsuchende bei einer Feierstunde im Landtag des Freistaates Sachsen den Sächsischen Integrationspreis 2013. Die Jury prämierte das Engagement der Dynamo-Fans und begründete ihre Entscheidung so:

„Die Dresdner Dynamo-Fans bekennen Farbe und stehen in der Öffentlichkeit für Vielfalt und Mitmenschlichkeit ein. Das Gemeinschaftsprojekt von 1953international und der AG Asylsuchende hat gesellschaftliche Bereiche zusammengebracht, in denen man normalerweise wenig voneinander weiß. Dabei wird die große verbindende Kraft des Sports betont. Wer gemeinsam Sport treibt oder zusammen den Lieblingsverein anfeuert, den verbindet mehr, als ihn trennt. Diese Botschaft ist besonders wichtig für Kinder, denen im Projekt ein Zugehörigkeitsgefühl zu unserer Gesellschaft vermittelt werden konnte. Hier sind besonders die Trainingslager und die Einlaufkinderaktion hervorzuheben. Das Projekt befördert die interkulturelle Öffnung im Sport auf besondere Weise, denn den Projektträgern gelingt es, den Fans zu zeigen, dass die »Fremden« vor allem eines sind: Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, mit denen sie eine Leidenschaft teilen: den Fußball.“

1953international und die AG Asylsuchende wurden von der Jury aus insgesamt 24 Vereinen, Verbänden, Initiativen und Unternehmen ausgewählt und mit einem der fünf vergebenen Preise ausgezeichnet. Der mit insgesamt 6000 Euro dotierte Sächsische Integrationspreis wird seit 2009 vom Sozialministerium und dem Ausländerbeauftragten vergeben.

Dynamos U23 wirbt eine Saison für „LOVE DYNAMO - HATE RACISM!“

In der Saison 2011/12 spielte Dynamos U23 fast eine komplette Spielzeit in der NOFV-Oberliga Süd mit dem Schriftzug „LOVE DYNAMO - HATE RACISM!“ auf den Spielertrikots. Der Verein unterstreicht so sein Engagement und wird dieses mit immer weiteren Aktionen ausbauen. Thomas Köhler, Trainer von Dynamos U23, unterstrich die Wichtigkeit solcher Statements auch auf dem Fußballplatz: „Ich persönlich halte es für wegweisend, dass wir als Verein unmissverständlich und offensiv unsere Position zur Geltung bringen. Denn wir haben eine Vorbildfunktion unseren Anhängern gegenüber. Wenn wir als Sportler und multikulturelle Gemeinschaft für Respekt, Akzeptanz und Offenheit einstehen, werden wir so hoffentlich auch die wenigen unserer Anhänger erreichen, die unsere Haltung so noch nicht verinnerlicht haben.“

In der 3. Liga begann die Zusammenarbeit mit „1953international“

2010 begannen die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden die Zusammenarbeit mit der antirassistischen Faninitiative „1953international“. Seit diesem Jahr treten die Spieler der Profi-Mannschaft mit Vertretern der Vereins-Gremien geschlossen mit einer Fahne und der Aufschrift „LOVE DYNAMO - HATE RACISM!“ zur alljährlichen Menschenkette am 13. Februar anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges rund um das Dresdner Rathaus mit Tausenden Bürgern der Stadt gemeinsam auf.