KREISEL-Interview mit Andreas "Lumpi" Lambertz

„Die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.“

Andreas "Lumpi" Lambertz

Im Sommer 2015 wechselte er nach 13 Jahren bei Fortuna Düsseldorf zu Dynamo Dresden. Erstmals spielte der gebürtige Dormagener in seiner Profi-Karriere für einen anderen Verein. Mit der Sportgemeinschaft schaffte er in seiner ersten Saison für Schwarz-Gelb die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Nach drei ereignisreichen Jahren und insgesamt 117 Einsätzen stehen am Ende der Saison die Weichen auf Abschied.

Vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf verabredeten wir uns mit Andreas „Lumpi“ Lambertz zum KREISEL-Interview. Während der Autofahrt von seiner Heimat Korschenbroich Richtung Dresden sprachen wir mit dem 33-Jährigen über seine Zeit bei Dynamo Dresden, ein mögliches Karriereende und das Modegeschäft seiner Frau Stefanie. Außerdem verriet uns „Lumpi“, welche Duelle zwischen Dynamo und der Fortuna bis heute hängen geblieben sind, wieso Vereinstreue für ihn wichtig ist und wie es zu einer besonderen Eintragung im Personalausweis kam.

Lumpi, wir erwischen dich gerade telefonisch an deinem freien Tag. Wie oft schaffst du es während der Saison in die Heimat?
Das kommt ganz auf die Spiele und die Wochenenden an. Mal eben für 24 Stunden nach Düsseldorf zu fahren, dafür ist die Strecke mit 620 Kilometern zu weit. Das muss sich dann schon irgendwie lohnen. In letzter Zeit war ich natürlich etwas öfter in der Heimat, da ich für den Kader nicht berücksichtigt wurde. Nach Rücksprache mit dem Trainer mache ich dann meine Trainingseinheiten in der Heimat. Während einer Saison schaffe ich es vielleicht zehnmal. Andersherum besucht mich die Familie natürlich auch.

Deine Familie ist vergangenen Sommer zurück nach Düsseldorf gezogen, daher heißt es nun die meiste Zeit: „Lumpi allein zu Haus“. Wie können wir uns das vorstellen?
Wir haben uns dafür entscheiden, weil meine Tochter im Sommer eingeschult wurde und mein Sohn auf die weiterführende Schule kam. Wir wollten den Kindern nicht zumuten, dass sie nach einem Jahr wieder die Schule wechseln müssen. Deshalb haben wir uns gemeinsam dafür entscheiden, dass die Familie schon mal dorthin zurückkehrt, wo wir unsere Wurzeln haben und unsere Zukunft sehen. Damit ich nicht ganz allein bin, ist unser Hund bei mir geblieben.

Wer kümmert sich um ihn, wenn du mit der Mannschaft unterwegs bist?

Wir haben in Dresden Freunde gefunden, die auch gerne einen eigenen Hund hätten, aber nicht die Zeit dafür finden, weil beide berufstätig sind. Umso mehr freuen sie sich, wenn Hector zu Besuch kommt. Das passt für beide Seiten wunderbar.

Du hast extra eine Futtermaschine für deinen Hund besorgt.
Mein Hund hatte einen Bandscheibenvorfall, damit ging es ihm eine Zeit lang nicht so gut. Bei der Maschine geht es weniger ums Füttern. Der Automat hat eine installierte Kamera, über die ich mit ihm sprechen kann. Damit konnte ich während dieser Zeit immer ein Auge auf ihn werfen, auch wenn ich nicht zu Hause war.

Was hat sich geändert seitdem du allein wohnst?
Ich bekomme nun öfter Besuch aus der Mannschaft.

Was macht ihr dann?

Bei dem schönen Wetter zuletzt haben wir gegrillt, die Sonne genossen oder Champions League geguckt. Hausparty in einem Acht-Parteien-Haus ist für die Nachbarn nicht so cool. (lacht)

Der Umzug im Sommer, die Einschulung der Kinder. Das klingt alles nach gut überlegten Vorbereitungen für einen Abschied bei Dynamo. Wie geht’s nach der Saison für dich weiter?
Dass die Zeichen auf Trennung stehen, ist kein Geheimnis mehr. Wie es aber genau weitergeht, kann ich noch nicht sagen. Natürlich machen wir uns darüber Gedanken und schauen, was für alle Beteiligten das Beste ist. Diese Entfernung mit 600 Kilometern haben wir zwar gut hinbekommen, ist aber schon eine enorme Strecke. Der Anspruch ist, dass es wieder Näher in Richtung Heimat geht.

Du bist nun 33 Jahre alt. Du sagtest mal, du willst „Fußball spielen so lange die Knochen halten“. Halten sie noch?
Man merkt mit der Zeit den Verschleiß. Aber es funktioniert alles noch. Mit der Zeit verhält man sich etwas cleverer. Früher bin ich vogelwild durch die Gegend gelaufen.  Die unnötigen Wege, die man gemacht hat, läuft man heute nicht mehr. Aber ich würde schon gerne noch ein, zwei Jahre auf dem Platz stehen.

Gibt es ab und zu schon den Gedanken: „Das tu ich mir nicht mehr an. Ich mache Schluss?“
(lacht) Ich glaube, dieser Punkt, an dem man für sich denkt, ich hänge die Schuhe an den Nagel kommt noch früh genug. Natürlich denkt man sich nach einer Doppeleinheit oder der Vorbereitung: Warum? Aber sobald die Kugel wieder rollt, kann ich nicht anders. Dagegen kann ich mich nicht wehren.

Dein Freund Jens Langeneke ist aktuell U23-Trainer bei Fortuna. Willst du da noch ein bisschen kicken?
Jens war lange Zeit mein Vize-Kapitän. Wir haben über Jahre hinweg Hand in Hand gearbeitet, sind zusammen bis hoch in die Bundesliga aufgestiegen. Man kann sich über alles unterhalten, wenn das Paket passt, wäre das sicher auch eine interessante Option.

Ausland war für dich nie ein Thema?
Doch, war es. Meine Frau wäre sogar gerne ins Ausland gegangen. Auch weil sie es gut gefunden hätte, wenn die Kinder früh eine andere Sprache lernen. Aber das hat sich irgendwie nicht ergeben.

Also Ausklang der Karriere nochmal ins Ausland?

Da muss schon was ganz wildes passieren, damit wir als Familie das machen. Alleine gehe ich sicher nicht mehr.

Eines Tages wirst du zur Fortuna zurückkehren. Du hast mit der Fortuna eine Vereinbarung, dass du nach deiner aktiven Laufbahn in den Verein zurückkehren kannst. Ein zweiter Karriere-Start in der 1. Bundesliga wäre doch sicher reizvoll...
Das muss man dann sehen. Es steht nicht fest, in welcher Funktion es dann weitergehen soll. Die Entscheidung, ob man die Trainerschiene fährt oder eher Richtung Marketing etwas macht, ist einschneidend für den Rest des Lebens. Macht man als Trainer weiter, ändert sich das Leben im Grunde gar nicht. Geht man Richtung Marketing, ist man komplett weg vom Fußballplatz. Die Entscheidung ist nicht so einfach.

Würde dich denn ein Job in der Geschäftsstelle reizen?
Das ist eine verdammt gute Frage. Um das entscheiden zu können, muss man erstmal überall reinschnuppern können. Ich kann nicht ad hoc sagen, ich mach jetzt Marketing und hantiere mit Sponsoren rum. Das ist nicht so einfach, wenn man immer nur auf dem Trainingsplatz stand.

Social Media-Manager wirst du aber sicher nicht, oder?

Ich glaube eher nicht. (lacht) Facebook und Co. sind nicht meine Welt, dafür bin ich nicht aktiv genug.

Deine Frau hat eine Mode-Boutique in der Nähe von Düsseldorf eröffnet. Wie oft sieht man dich im Laden?
Es gab ja Zeitungsartikel mit der Überschrift „Lumpi verkauft jetzt Damenmode“. Das ist völliger Quatsch! Es ist nicht so, dass ich regelmäßig hinter dem Tresen stehe und berate. Damenmode ist auch nicht ganz meine Welt. (lacht) Wenn ich in der Heimat bin und meine Frau arbeiten muss, bin ich schon mal dort, um gemeinsam Zeit zu verbringen.

Wirst du von deiner Frau in Sachen Mode beraten?
Meine Frau hat ja erst in Dresden mit der Sache angefangen. Dort hat sie das Thema Mode für sich entdeckt und gemerkt, dass ihr das richtig Spaß macht. Aber generell ist es ja so, dass wenn man gemeinsam durch die Stadt geht, irgendwann der Zeitpunkt kommt, wo die Frau sagt: „Das gefällt mir. Zieh das doch mal an.“ Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie in der Modebranche aktiv ist. Das ist ein generelles Frauen-Ding.

Am Samstag kommt die Fortuna nach Dresden. Bringen sie deine Familie gleich mit?
Meine Frau muss am Samstag arbeiten. Wir haben vereinbart, dass sie zum letzten Heimspiel gegen Union Berlin ins Stadion kommt. Mir und ihr ist wichtiger, dass sie beim letzten Spiel für Dynamo dabei sein kann.

Du hast bisher 11 Duelle zwischen Dynamo und Fortuna auf dem Feld aktiv miterlebt. An welches hast du noch besondere Erinnerungen?
Das sind zwei Duelle aus der älteren Vergangenheit. Als wir mal mit Düsseldorf in Dresden gespielt haben, hatten wir nicht eine einzige Torchance. Als Team hatten wir keine Möglichkeit untereinander zu kommunizieren, weil dieser Hexenkessel in Dresden so laut war. Das war beeindruckend. Wir wurden von den Dresdnern damals überrannt.

Und die andere?
Natürlich die erste Partie im Dynamo-Trikot in Düsseldorf. Es herrschte ein riesen Hype um die Partie und die Fans bescherten mir einen wunderschönen Empfang. Wir haben mit Dynamo eine tolle Leistung abgeliefert und Fortuna 3:0 geschlagen. Das war für mich persönlich die bestmögliche Rückkehr.

Du bist nun die dritte Saison bei Dynamo, es wird vermutlich die letzte sein. Wie blickst du auf die Zeit zurück?
Es war nach meiner Zeit in Düsseldorf die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich hab mich die ganze Zeit richtig wohlgefühlt. Zwei Jahre sehr erfolgreicher Fußball, der direkte Aufstieg mit einer richtig geilen Truppe. Ich habe super lustige und gute Fußballer kennengelernt. Auch abseits des Vereins habe ich viele tolle Leute kennenlernen dürfen. Ich hoffe, dass der Kontakt noch lange bestehen bleibt. Die Zeit in Dresden will ich niemals missen.

Es gab nach deiner Zeit bei der Fortuna sicher viele Optionen für dich. Warum damals die Entscheidung für Dynamo?
Ich hatte schon vor meiner Zeit bei Dynamo einen Draht zu Uwe Neuhaus. Er hatte bereits zu seiner Zeit bei Union Berlin Interesse an mir. Nachdem feststand, dass er Trainer bei Dynamo wird und ich Düsseldorf verlasse, waren seine Bemühungen um mich enorm. Ich hatte das Gefühl, dass er mich unbedingt haben wollte. Ich wusste, dass ich zu einem Traditionsverein komme. Das vorhin genannte Spiel war dabei auch noch im Hinterkopf. Man wusste, dass die Fans positiv verrückt sind. Bei Dynamo hatte ich direkt ein gutes Gefühl.

Du sprichst die Fans an. Brauchst du solch ein emotionales Umfeld als Spieler?
Das bewirkt in einem schon etwas und beflügelt die Leistung noch mehr. Mal ganz ehrlich, wenn ich vor diesen 30.000 Fans auf den Platz gehe, habe ich Gänsehaut.

In dieser Saison bist du erst zwölfmal zum Einsatz gekommen, warst zuletzt nicht mehr so oft dabei. Wie gehst du damit um?
Der Trainer und ich gehen offen und ehrlich miteinander um. Natürlich ist es nicht so schön, wenn man nicht helfen darf, wenn es nicht so gut läuft. Aber ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich besser damit umgehen kann. Ich habe dem Trainer gesagt, dass ich mich trotzdem weiter einbringe und da bin, wenn er mich braucht. Auch wenn ich nicht spiele, stehe im engen Kontakt zu Harti oder setze mich ins Trainerbüro und sage meine Meinung. Das was ich an Erfahrung mitbringen kann, versuche ich einzubringen.

Du bist einer von nur zwei Spielern in Deutschland, der mit einem Verein von der vierten in die erste Liga aufgestiegen ist. Was bedeutet dir Vereinstreue?
Ich glaube, dass es für einen selbst ein gutes Gefühl gibt, wenn man mit dem Verein etwas bewegen konnte. Es ist leichter in drei Jahren etwas aufzubauen, als in einem. Hier ein Jahr, da ein Jahr ist nichts für mich. Ich bin stolz auf meinen Werdegang.

Aufsteigen liegt dir anscheinend im Blut. Mit Dynamo bist du einmal aufgestiegen, mit der Fortuna sogar dreimal. Welcher war der wichtigste für dich?
Der Aufstieg mit Düsseldorf in die 2. Liga war für mich der bedeutendste. Ganz einfach, weil ich für mich sagen konnte, dass ich im Profi-Fußball angekommen bin. Es wurde ja oft gesagt, dass ich gut bin, aber in der nächsthöheren Liga nicht bestehen könne. Dadurch konnte ich allen beweisen, dass ich es packe.

Nach 13 Jahren war 2015 für dich Schluss bei der Fortuna. Wie schwer fiel es dir, die alte Liebe zu verlassen?
Das letzte Jahr in Düsseldorf verlief für mich eher unschön. Es hatte sich angedeutet, dass die Zeichen auf Trennung stehen, obwohl andere Verantwortliche vorher gesagt haben, dass ich meine Karriere in Düsseldorf beenden werde. Der Abschied fiel mir trotzdem sehr schwer. In 13 Jahren baut man eine enge Beziehung zu gewissen Leuten auf. Ich hatte zwölf Jahre denselben Co-Trainer. So eine gemeinsame Zeit vergisst du einfach nicht. Das letzte Spiel gegen den FSV Frankfurt, bei dem übrigens auch Florian Ballas und Manuel Konrad dabei waren, war extrem emotional. Als Schiedsrichter Peter Sippel damals in der 87. Minute zu mir kam und sagte: „Lumpi, jetzt ist es soweit“, wäre ich ihm ab liebsten in die Arme gefallen.

Ist für dich mit Dynamo mittlerweile eine ähnlich emotionale Bindung entstanden?
Ja, definitiv! Klar kann man 13 Jahre nicht mit drei vergleichen. Aber ich bin mit einer ganz anderen Reife nach Dresden gekommen. Ich hatte direkt ein anderes Standing, alle kamen von sich aus auf mich zu. Aber ich habe mit den Jahren gelernt, dass sich die Leute freuen, wenn man selbst mal auf sie zugeht. Dadurch habe ich viele Leute kennen und schätzen gelernt. Der Erfolg in den ersten zwei Jahren hat natürlich maßgeblich dazu beigetragen, dass es eine sehr schöne Zeit hier war.

Du bist bei Dynamo und der Fortuna gleichermaßen Publikumsliebling. Wieso ist das so?
Ich denke, es ist die Art, wie ich an den Fußball heran gehe. Ich weiß, was ich kann und was nicht. Ich habe immer versucht vorne weg zu gehen und die Mannschaft mitzureißen, auch durch aggressives Anlaufen. Das hat vielleicht Anerkennung bei den Fans gefunden. Die Leute wollen sehen, dass man sich den Arsch aufreißt, bis man nicht mehr kann.

Dresden mag dich. Was magst du an Dresden?
Ich fühle mich in Dresden sehr wohl. Es ist wunderschön am Elbradweg mit dem Hund spazieren zu gehen. Am Wasser, abends, in Ruhe spazieren gehen zu können, bringt eine gewisse Lebensqualität mit sich, die die Stadt ausmacht.

Brauchst du diese Ruhe für dich?
Auf jeden Fall. Es gibt Tage, an denen ich auf nichts mehr Bock habe. Dann genieße ich es für mich in Ruhe im Garten zu sitzen oder mit dem Hund Fahrrad zu fahren.

Was wirst du an Dynamo vermissen?
Die ganzen Jungs, die ich mit der Zeit kennengelernt habe. Es ist eine geile und lustige Truppe, da sind richtig gute Typen dabei. Aber auch die Fanszene hat mich in den letzten Jahren beeindruckt. Diese Stimmung wird mir fehlen.

Alle kennen dich unter deinem Spitznamen „Lumpi“. Spricht dich überhaupt noch jemand mit Andreas an?
So richtig nennt mich keiner mehr beim richtigen Namen. Höchstens mal meine Mutter, aber selbst mein Vater sagt Andi.

Du hast „Lumpi“ sogar als Künstlernamen im Personalausweis eintragen lassen.
Das muss man machen, wenn man es auf dem Trikot stehen haben will.

Du hast es nur gemacht, weil du es auf dem Trikot stehen haben wolltest?
Das ist anders gelaufen. Wir hatten in der Familie darüber gesprochen, den Namen auf das Trikot zu schreiben. Als sich herausstellte, dass man dafür den Künstlernamen im Ausweis beantragen musste, hatte sich das Ganze für mich erstmal erledigt.

Jetzt steht er aber doch drin.

Meine Frau wollte mich überraschen und hat sich dann bei der Stadt Korschenbroich nach der Möglichkeit den Künstlernamen im Ausweis aufzunehmen erkundigt. Die meinten aber, das ginge nicht.

Du warst wahrscheinlich der erste Bürger von Korschenbroich mit Künstlernamen.

Sie haben sich dann dazu erst schlau machen müssen. Später haben sie angerufen und gesagt, dass man aufgrund meines „überregionalen Bekanntheitsgrades“ mit einem Dreizeiler die Aufnahme des Künstlernamens beantragen könnte. Meine Frau kam dann irgendwann zu mir und fragte, ob ich ihr vertrauen und ein leeres Blatt unterschreiben würde.

Und hat die Überraschung geklappt?
Sie hat einen Rückzieher gemacht, weil sie Angst hatte sich wegen Urkundenfälschung strafbar zu machen. Schließlich wusste ich nicht, was ich da unterschreibe. Letztlich musste ich selbst beim Amt vorbeigehen, den Antrag stellen und einen neuen Perso kaufen. (lacht) Bei Dynamo hatte ich dann erstmals offiziell „Lumpi“ auf dem Trikot stehen.

Woher kommt der Spitzname?
Ich hieß tatsächlich nicht immer so. Als ich aus der A-Jugend hoch kam, haben mich alle noch „Lampe“ genannt. Mein Mitspieler Michael Rösele hat in mir Ähnlichkeit zu Harald Spörl gesehen. Ob optisch oder aufgrund meiner Spielweise weiß ich allerdings nicht. Spörl wurde früher auch „Lumpi“ genannt. Die anderen fanden es lustig und haben es übernommen. Später hat es die Presse mitbekommen. Damit war der Name gesetzt.

In einem früheren KREISEL-Interview hast du uns verraten, dass deine Kinder Collin und Caitlin kein Interesse am Fußball haben. Hat sich das mittlerweile gebessert?
Daran hat sich nichts geändert. Es herrscht dem Fußball gegenüber immer noch eine absolute Gleichgültigkeit.

Lumpi, danke dir für großartige drei Jahre und deinen unermüdlichen Einsatz. Wir wünschen dir von Herzen alles Gute!

Interview: Steffen Wunderlich
Fotos: Steffen Kuttner (1,3,7); Frank Dehlis (2,4,5,6)