KREISEL-Interview mit Ingrid Beier

Wie würdest du es denn machen?

Ingrid Beier

Ingrid Beier wurde am 19. Juni 1930 in Dresden geboren. In wenigen Tagen feiert sie also ihren 90. Geburtstag. Für uns Grund genug, ein paar Stück Kuchen in der benachbarten Bäckerei zu kaufen und uns auf einen Kaffee bei der Frau einzuladen, die alle nur als „Dynamo-Omi“ kennen.

Zum 90. Ehrentag eines Menschen muss es schon ein besonderes Gespräch geben. Soweit zum Vorsatz für dieses Interview. Also versuchen wir uns an einer journalistischen Kunstform, die es so in unserem Stadionheft noch nicht gegeben hat. Ob es funktionieren wird und ob wir der guten Frau vielleicht zu viel mit unserer Idee zumuten, wissen wir vor dem Gespräch selbst nicht ganz genau.

Aber Ingrid, also die „Dynamo-Omi“, zieht mit und hat sichtlich Freude dabei. Sie wirkt konzentriert, mal lächelt sie milde, mal wischt sie sich still eine Träne aus dem Auge – und beantwortet letztlich jede Frage. Das Diktiergerät stoppen wir nach 50 Minuten und 38 Sekunden. Wir stellen 90 Fragen zum 90. Geburtstag und bewegen uns dabei inhaltlich durch die Vergangenheit, verweilen in der Gegenwart und schauen zusammen in die Zukunft.

1) Danke dir für den Kaffee. Wie viel Zeit haben wir für das Gespräch, Ingrid?
Bis morgen früh. (lacht)

2) Trinkst du gerne Kaffee?
Sehr gern. Morgens. Mittags. Abends. Und auch nachts.

3) Und du schläfst trotzdem gut?
Um 22 Uhr koche ich mir meistens den letzten Kaffee des Tages. Danach lege ich mich ins Bett und kann normalerweise gut schlafen. Ich bin eben eine echte Kaffeeliebhaberin.

4) Was glaubst du, wie lange werden wir für das Gespräch brauchen, um alle 90 Fragen zu beantworten?
Bis morgen früh. (lacht)

5) Magst du Spitznamen?
Es kommt doch darauf an, wie der Spitzname zu einem Menschen passt.

6) Wie wurdest du in deiner Kindheit von deinen Eltern gerufen?
Weißt du, wie lange das her ist? 90 Jahre ungefähr! (lacht) Das ist eine verdammt lange Zeit und Erinnerungen verblassen, umso älter man wird. Ich glaube, dass meine Eltern mich manchmal „Mausi“ gerufen haben.

7) Wie findest du eigentlich deinen Kosenamen „Dynamo-Omi“?
Ich mag meinen Spitznamen.

8) Wer hat ihn erfunden?
Wenn ich mich richtig erinnere, kam Uwe Karte (MDR-Journalist und langjähriger Dynamo-Begleiter, Anm. d. R.) vor vielen Jahren im Stadion einmal auf mich zu und meinte: „Die Dynamo-Omi ist wieder da ...“. Seitdem nennen mich die Leute so.

9) Was darf bei einem perfekten Start in den Tag nicht fehlen?
Kaffee und Brötchen.

10) Schinken oder Käse – was kommt bei dir aufs Brötchen?
Nee, also meistens keines von beidem. Manchmal Käse, aber im Großen und Ganzen genügt mir ein Stück Butter.

11) Hat der Appetit bei dir im Alter abgenommen?
Nein, ich habe noch einen genau so großen Appetit wie vor fast 90 Jahren. (lacht)

12) Wie oft denkst du über das Alter nach?
Es gibt Momente, da denke ich sehr viel darüber nach, weil man im Alter nicht mehr so kann, wie man eigentlich möchte.

13) Welches Lebensalter war das Schönste?
Die Kindheit war bis zum Beginn des Krieges die schönste Zeit in meinem Leben.

14) Welche Phase in deinem Leben war die anstrengendste?
Das Kinderkriegen war ganz sicher das Anstrengendste, was ich in meinem Leben erlebt habe. (lacht) Aber dafür sind meine Kinder auch das größte Geschenk, was mir das Leben gemacht hat. Und sie waren sehr pflegeleicht und haben es mir als Mutter leicht gemacht.

15) Am 19. Juni 1930 war es in Berlin wolkenlos, sonnig. Dein Lieblingswetter?

Nicht zu heiß und nicht zu feucht. Tropenwärme mag ich im Sommer gar nicht, weil sie meinem Kreislauf nicht bekommt.

16) Regen oder Schnee?
Dann lieber Regen! Kein Schnee und kein Glatteis bitte, denn dafür sind meine Beine inzwischen viel zu wackelig.

17) Bist du schon mal durch den Regen getanzt?
Ich war ja auch mal jung. (schmunzelt) Ja, das haben wir als Kinder sehr, sehr gern gemacht. Wir mussten die Kleider ja nicht waschen. (lacht)

18) Meer oder Berge?

Ich kann mich beim besten Willen nicht festlegen. Ich mag die Berge und war immer gern in Bayern im Urlaub, um ein paar Touren zu machen. An der See war ich aber auch immer gern, weil meine Schwester in der Nähe von Rostock gelebt hat.

19) Welche Geburtstagsfeier war die wildeste?
(überlegt lange) Ich kann mich beim besten Willen an keine wilde Geburtstagsfeier erinnern. Zumindest an keine eigene.

20) Bäckst du gern?

Früher habe ich gern für andere gebacken.

21) Isst du gerne Kuchen?
Ich bin zuckerkrank, daher muss ich mich zügeln. Aber Eierschecke oder Erdbeertorte sind immer eine Versuchung wert.

22) Ist das Leben mit Diabetes anstrengend?
Mitunter ist das anstrengend, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an die Abläufe und bekommt dadurch eine Routine im Umgang mit der Krankheit.

23) Hast du deinen Blutzuckerspiegel unter Kontrolle?

Es ist alles unter Kontrolle. Hier in meinem Wohnheim wird sich vorsorglich um mich gekümmert. Morgens und abends wird gemessen und gespritzt.

24) Wann hast du dich zum letzten Mal so richtig aufgeregt?
Das kann ich so gar nicht sagen. Aufregen tue ich mich jeden Tag. (lacht)

25) Was war heute der Grund für die Aufregung?
Ich hatte keinen Grund mich aufzuregen und tue es manchmal eben doch. Die Aufregung geht, wie sie kommt. Daran habe ich mich im Laufe meines Lebens gewöhnt.

26) Was ist deine Antwort auf die Aufregung?

Gelassenheit! Aber die fehlt mir in manchen Situationen noch heute.

27) Magst du emotionale Menschen?
Ich mag Menschen, die mich zum Lachen bringen. Aber laut müssen sie dabei nicht sein, auch wenn ich nicht mehr ganz so gut höre.

28) Wer hat dich zuletzt zum Lachen gebracht?
Während der Corona-Zeit gab es regelmäßig Konzerte für die Bewohner im Innenhof unserer Unterkunft. Bei der Abschlussveranstaltung habe ich vor Freude mit meinem Rollator und der Band getanzt. (lacht)

29) Was macht Menschen aus, die du gerne hast?
Sie müssen ehrlich, treu und da sein, wenn man sie wirklich braucht. Das ist das Wichtigste!

30) Wird man gelassener im Alter?

Ich nicht! (schmunzelt)

31) Auf welche ungeliebte Alterserscheinung würdest du gern verzichten?
Auf meine schlimmen Beine, die mir das Leben inzwischen wirklich schwer machen.

32) Wie fühlt sich das an?
Es tut alles permanent in meinen Beinen weh. An schlechten Tagen ist jeder Schritt eine kleine Qual. Dadurch wird die Selbstständigkeit immer mehr eingeschränkt. Das macht mich oft traurig.

33) Der Tod ist in unserer Gesellschaft für viele Menschen ein Tabu. Sprichst du mit anderen Menschen über den Tod?
Nein, darüber spreche ich nicht mit anderen Menschen. Der Tod kommt doch im Leben meistens viel zu früh.

34) In welchen Momenten denkst du über den Tod nach?
Meistens spät abends kurz vor dem Einschlafen, wenn draußen alles ganz ruhig ist und ich allein in meinem Bett liege. Wenn es mir zu ruhig wird, dann schalte ich den Fernseher ein. Das kann auch mal halb drei Uhr am Morgen sein.

35) Hast du Angst vor dem Tod?
Nein. Daran kommt ja niemand vorbei. Wir müssen alle irgendwann wieder gehen.

36) Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Nein, daran glaube ich nicht. Für mich ist mit dem Tod mein Weg auf dieser Welt zu Ende. Ich komme irgendwann in die Erde und dann fressen mich die Maden auf. Klingt nicht schön, ist aber so. Am Ende ist eben alles ein großer Kreislauf.

37) Als was würdest du am liebsten wiedergeboren werden, wenn du es dir aussuchen könntest?
Am liebsten als Mensch. Dann würde ich wohl in meinem Leben ein paar Sachen anders machen.

38) Was würdest du anders machen?
(überlegt lange) Frag‘ mich mal was Leichteres. Eben anders, genauer kann ich es gerade nicht sagen. Wie würdest du es denn machen?

39) Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Wann hast du das letzte Mal geweint?

Vor fünf oder sechs Jahren.

40) Warum hast du geweint?
Weil mir in diesem Moment bewusst wurde, dass ich nicht mehr so kann, wie ich gern möchte. Und anderen möchte man auch nicht zur Last fallen. Das hat mich traurig gemacht. Aber ohne Hilfe geht es eben nicht mehr.

41) Können Tränen heilsam sein?
Manchmal ja. Richtig weinen und dann eine Nacht drüber schlafen, kann tröstlich sein und manchmal auch Dinge lösen, die einen vorher beschäftigt haben. Aber es kommt eben ganz auf die Situation an.

42) Hast du dich schon mal für deine Tränen geschämt?

Nein, für seine Tränen darf man sich nie im Leben schämen. Wir sind Menschen mit Gefühlen und die Tränen sind letztlich eine Sprache unserer Seele.

43) Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Wo verbringst du in Gedanken die meiste Zeit?
In der Vergangenheit. Vor allem dann, wenn ich allein bin.

44) Wird man mit den Jahren einsamer im Leben?

Das muss nicht sein. Es liegt an jedem selbst. Ich bin im Grunde nicht einsam, weil ich mir hier in meiner Unterkunft auch ganz bewusst neue Kontakte gesucht habe.

45) Was hast du vor Augen, wenn du an deine Kindheit denkst?
Wie wir als Kinder miteinander gespielt, uns auch mal gegenseitig verkloppt oder die Haare geschnitten haben. Lauter solche Scherze.

46) Hattest du als Kind ein Lieblingsspielzeug?
Wir hatten vor allem Puppen und Puppenwagen früher. Wir haben aber auch mal Fangen oder mit einem Kreisel im Hof gespielt und dann mit einer Peitsche am Laufen gehalten, wenn er sich gedreht hat. Spielzeug wurde in meiner Kindheit noch von Generation zu Generation vererbt. Das war natürlich alles anders als heute.

47) Wie lautet heute dein Lieblingsspiel?

Skat!

48) Hast du mal ein Haustier besessen?
Nein, leider nie. Meine Mutter wollte das nicht und später hat sich das nicht mehr ergeben. Aber ich mag Tiere.

49) Gehst du gerne in den Zoo?
Ja, auch wenn ich schon lange nicht mehr in einem Zoo war. Aber das macht mit meinen Beinen auch keinen Spaß mehr. Früher bin ich gern in Leipzig und Rostock im Zoo gewesen.

50) Hast du ein Lieblingstier?

(überlegt) Hunde finde ich toll, weil sie etwas Positives ausstrahlen und ein treuer Begleiter des Menschen sind.

51) Wovor hast du Angst?
Dass ich mal überfahren werde.

52) Woher kommt die Angst?
Die Ursache hat wohl etwas mit meinen wackeligen Beinen und zu vielen rücksichtslosen Autofahrern auf den Straßen zu tun. Es geht schon sehr hektisch zu, wenn ich den Verkehr selbst in einer Nebenstraße von meinem Balkon aus beobachte. Wenn man nicht aufpasst, dann kann es schon mal auf dem Weg zum Supermarkt gefährlich werden.

53) Du warst neun Jahre alt, als der 2. Weltkrieg 1939 begann …
In diesem Jahr ist mein Vater aufgrund eines Arbeitsunfalls gestorben. Hier begann das Ende meiner Kindheit. Der Krieg und die Folgen waren grauenvoll und haben alles verändert.

54) Welche Spuren hat der Krieg in deiner Seele hinterlassen?
Brennende Straßen und die Toten, die ich gesehen habe, sehe ich noch heute vor meinem inneren Auge. Sirenen kann ich seitdem auch nicht mehr hören … (überlegt)

55) Träumst du manchmal vom Krieg?

Ja, das ist das Schlimme daran, weil man das auch nicht mehr los wird. Die Bilder und Erinnerungen haben sich eingebrannt.

56) Wir haben uns an Frieden in Europa gewöhnt …
Trotzdem habe ich Angst davor, so wie es heute um unsere Welt steht, dass es wieder Kriege geben könnte.

57) Gibt es einen Menschen in deinem Leben, dem du alle Geheimnisse anvertraut hast?

Nein, den gibt es nicht und das ist auch gut so.

58) Ist es besser, manche Geheimnisse für sich zu behalten?
Das muss man sogar.

59) Die Jugend von heute?
Dazu fällt mir manchmal nichts und manchmal ganz viel ein. (lacht)

60) War früher alles besser?
Nö! Es kann doch gar nicht alles besser gewesen sein, auch wenn man das manchmal so sagt.

61) Darf man in der Not auch mal lügen?
Nie. Ich bin da sehr sensibel und verpöne das sehr. Wenn ich merke, dass mich jemand ganz bewusst belogen hat, dann ist er für mich Geschichte.

62) Wasser oder Wodka?
Für mich bitte Wasser. Mit Menschen, die zu viel Alkohol trinken, habe ich keine guten Erfahrungen in meinem Leben gemacht.

63) Wann hast du die letzte Zigarette in deinem Leben geraucht?

Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber es muss ungefähr 1958 vor der Geburt meiner ersten Tochter gewesen sein.

64) Tageszeitung oder ePaper?
Ich lese am liebsten die Nachrichten in meinem Handy. Aber natürlich habe ich auch noch Tageszeitungen abonniert.

65) Fahrrad oder Auto?

Jetzt Auto, früher eindeutig das Fahrrad, denn ich habe nie einen Führerschein gemacht. Heute bin ich aber eine dankbare Beifahrerin. Vor allem dann, wenn ich zum Beispiel von ganz lieben Menschen zum Stadion gebracht werde.

66) Bist du Kopf- oder Bauchmensch?
Kopfmensch!

67) Was hat dich das Leben gelehrt?
Dankbarkeit und einfach der sein, der man ist. Also sind wir wieder beim Thema Ehrlichkeit.

68) Hast du schon mal deine Füße in einer Straßenbahn auf den Vordersitzen abgelegt?
Um Gottes Willen – nein! Ich bin selbst viele Jahre Straßenbahn gefahren, da brauchtest du alle Hände und Füße, um das Gerät sicher zu steuern. Und als Fahrgast wäre mir das im Traum nicht eingefallen. Dafür habe ich schlicht kein Verständnis.

69) Flugzeug oder Schiff?
Die Antwort fällt mir leicht, weil ich Flugangst habe. Ich würde mich immer für das Schiff entscheiden, wenn ich müsste!

70) Bist du noch nie mit einem Flugzeug geflogen?
Nein, noch nie. Und das wird in diesem Leben auch nicht mehr passieren. Schon wenn ich mich einem Flugplatz nähere, steigt ein großes Angstgefühl in mir auf.

71) Deine weiteste Reise?
Die führte mich nach Süditalien.

72) Wie bist du gereist?
Das war eine Pauschalreise nach der Wende mit dem Bus.

73) Was ist Dresden für dich?
Meine Heimatstadt und Dynamo. Dresden ist eine der schönsten Städte, die ich kenne.

74) Schwarz oder gelb?
(lacht) Beides gehört zusammen.

75) Dein Lieblingstrainer bei Dynamo war ...?
Ruud Kaiser.

76) Warum hat er einen Stein bei dir im Brett?
Er war immer sehr herzlich zu mir und hat mich so wertschätzend behandelt, als wenn ich seine eigene Mutter wäre.

77) Dein liebster Dynamo-Spieler?
Ich mag die allermeisten Spieler sehr gern. Aber der liebste ist eindeutig der „Harti“ (Marco Hartmann, Anm. d. R.). Ein sehr angenehmer und höflicher Mensch, auch wenn er als Spieler immer wieder sehr viel Pech mit Verletzungen hat. Das tut mir sehr leid für ihn.

78) Du hast schon viele Dynamo-Pressekonferenzen im Stadion verfolgt …
Dafür bin ich dankbar, auch wenn ich dort nichts sagen darf. Ich finde es einfach spannend, diese ganzen Diskussionen so hautnah verfolgen zu dürfen.

79) Welche Frage wolltest du schon immer mal einem Cheftrainer von Dynamo stellen?
Mir fällt jetzt auf die Schnelle leider nichts Gescheites ein. (überlegt) Das ist Mist. (lacht) Manchmal würde ich am liebsten fragen, warum dieser oder jene Spieler wieder spielen durfte und ein anderer dafür draußen sitzen musste. Manchmal juckt es mir wirklich in den Fingern.

80) Findest du es eigentlich schön, wenn du draußen auf der Straße als „Dynamo-Omi“ erkannt wirst?
(lacht) Ja, das gefällt mir eigentlich ganz gut, denn die Menschen reagieren fast immer ganz lieb auf mich.

81) Hast du schon mal ein Autogramm schreiben müssen?
Eins? (lacht) Spaß beiseite. In all den Jahren habe ich tatsächlich schon viele Autogramme geschrieben.

82) Nervt es manchmal auch?
Nie! Wer bin ich denn, dass ich mich über diese freundliche Aufmerksamkeit von anderen Menschen ärgern müsste.

83) Du warst als „Dynamo-Omi“ sogar schon mal in der MDR-Talkshow „Riverboat“ zu Gast …
Eine große Anerkennung war das und ein ganz besonderer Abend in meinem Leben! Zusammen mit Ralf Minge war ich in der Fernsehsendung zu Gast und durfte über Dynamo Dresden plaudern. Das macht mich noch heute stolz.

84) Magst du Gedichte?
Ja, auch wenn ich mir keine mehr merken kann.

85) Dein Lieblingsgedicht?

Der Taucher von Friedrich Schiller: „Gluck, gluck, weg war er.“ (lacht laut)

86) Welchen Wunsch hast du zu deinem 90. Geburtstag?
Dass ich noch möglichst viele Jahre mit bestmöglicher Gesundheit leben darf.

87) Bist du aufgeregt vor deiner Feier?

Seit Tagen bin ich schon sehr, sehr aufgeregt.

88) Das legt man also auch als bald 90-Jährige nicht ab?

Nein, das Gefühl bleibt. Ich freue mich schon sehr auf die Feier zusammen mit meinen Gästen.

89) Wer organisiert deinen Geburtstag?

Das machen meine beiden Töchter Karin und Ursula. Die sind ganz fleißig und haben alles vorbereitet. Wenn das Wetter mitspielt, dann feiern wir draußen im Freien, mit einem herrlichen Blick über Dresden.

90) Wenn du dir jemanden als Überraschungsgast zu deinem Geburtstag wünschen dürftest – wer wäre das?
„Harti“ wäre für mich der perfekte Überraschungsgast für die Feier zu meinem 90. Geburtstag.

Danke für das Gespräch, liebe Ingrid! Feier‘ schön und bleib‘ gesund!

Interview: Henry Buschmann
Fotos: Steffen Kuttner (1,3,4,6,7,9), Dennis Hetzschold (2,5,8)