20120816 02rostockheader bild

2. Spieltag SG Dynamo Dresden - FC Hansa Rostock

Anzeigen:

Forts Glückstor rettet ersten Punkt

In Dresden kam es beim Aufsteigerduell zu einem schnellen Wiedersehen zwischen Dynamo Dresden und dem FC Hansa Rostock. Im ersten Heimspiel der neuen Saison musste sich Dynamo schließlich mit einem Punkt zufrieden geben. Nach einer starken Anfangsphase gerieten die Spieler von Ralf Loose in der zweiten Halbzeit durch ein Freistoßtor von Björn Ziegenbein in Rückstand, doch Pavel Fort erzwang in der 76. Minute vor 29.189 Zuschauern den 1:1-Ausgleich.

Schon kurz nach dem Anpfiff wurde das Spiel durch das Abbrennen von Pyrotechnik im Hansa-Block gestört. Wenig später stand der Fußball wieder im Mittelpunkt. In der 12. Minute war es Heller, der den  Rostocker Torwart Müller umspielte. Der Torjubel blieb dem Dresdner Publikum jedoch im Halse stecken, als Pavel Kostal den Ball kurz vor der Linie abwehrte. Zwölf Minuten später hatte Heller die nächste Riesenchance. Der Schuss des Neuzugangs aus Frankfurt ging zunächst an den linken Pfosten. Als der Ball Marcel Heller darauf hin wieder vor die Füße sprang, setzte er den Nachschuss wenige Zentimeter neben den rechten Pfosten. Abermals erstarb der Torjubel im weiten Rund. Unmittelbar danach verpasste auch noch Pavel Fort nach Zuspiel von Filip Trojan knapp mit einem Kopfball.

Abgesehen von der Chancenverwertung war der Dynamo-Coach Ralf Loose zufrieden:  „Meine Mannschaft hat von Anfang an das umgesetzt, was ich erwartet habe: zielstrebiges Spiel nach vorne. Wir konnten uns vor dem Rostocker Tor auch relativ gut durchsetzen. Heller war am Anfang kaum zu halten. Leider hat er die Chancen nicht in Treffer umgemünzt. Das war sehr schade, es wäre für den Spielverlauf wichtig gewesen.“ Filip Trojan ärgerte sich schon etwas mehr: „Wir haben drei hundertprozentige Möglichkeiten. Hätten wir die reingemacht, hätte Hansa keine Chance mehr gehabt.“

Die verpassten Großchancen der Dynamos ließen die Hanseaten wieder Morgenluft schnuppern, und in der 30. Minute war es Tobias Jänicke, der den Ball auf das Dynamo-Tor lenkte. Dennis Eilhoff konnte den direkt auf den Mann geköpften Ball jedoch parieren. Vier Minuten später war es Marek Mintal, der Eilhoff erneut prüfte. Kurz vor der Pause hatte der frühere Dresdner Tino Semmer die letzte Chance in der ersten Halbzeit, als sein Kopfball am Kasten vorbei strich. Nach der Pause brachte Trainer Loose mit Jungnickel und Jungwirth zwei frische Leute. Als Robert Koch in der 49. Minute vor Kevin Müller zum Abschluss kam, erwarteten die Anhänger der SGD einen ebenso furiosen Start ihrer Mannschaft wie in Halbzeit eins. Doch die Gäste aus der Hansestadt Rostock behielten das Spiel weitgehend im Griff, wohingegen den Hausherren die gedankliche Frische etwas abhandengekommen war.

In der 54. Minute brachte Björn Ziegenbein seine Mannschaft mit einem direkten Freistoß in Führung. Dennis Eilhoff nach dem Spiel selbstkritisch: „Der Ball geht in die Torwartecke, da darf er nicht rein.“ Anschließend zog Ziegenbein den Unmut der Dresdner auf sich, als er provozierend vor Cristian Fiel herumtanzte. Ziegenbein, der beim letzten Auftritt der Rostocker in Dresden im Oktober 2010 Fiel mit einem Foulspiel noch verletzt vom Platz geschickt hatte, entschuldigte sich nachher. Sein Trainer Peter Vollmann kritisierte die Aktion dennoch scharf und kündigte an, Ziegenbein nochmal ins Gebet zu nehmen.

Schließlich fasste sich Pavel Fort eine Viertelstunde vor Schluss ein Herz und zog einfach mal ab. Der Rettungsversuch von Wiemann landete an Müllers Hacke, von der das Spielgerät ins Tor prallte. Ralf Loose freute sich über den glücklichen „Torvorbereiter“: „Ich habe ihn kritisiert, weil er in der ersten Halbzeit zu weit weg vom Tor agiert hat. Beim 1:1 stand er am richtigen Ort. Auch wenn wir die Hilfe des Gegners gebraucht haben, war es sein Treffer.“ In der letzten Viertelstunde gab es noch Chancen auf beiden Seiten, weitere Tor fielen jedoch keine mehr, weshalb das Wiedersehen der Aufsteiger letztlich keinen Sieger fand.