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11. Spieltag FC St. Pauli - SG Dynamo Dresden

Herausforderung am Millerntor: Dynamo will sich positiv zeigen

Die SG Dynamo Dresden zu Gast beim FC St. Pauli – dieses Duell war vor gut einem Jahr ein Fußballspiel zwischen dem Aufsteiger aus Sachsen und dem Bundesliga-Absteiger aus der Hansestadt, das die Kiez-Kicker trotz Rückstand am Ende noch mit 3:1 für sich entscheiden konnten. Nun treffen die beiden populären Traditionsvereine erneut aufeinander, doch die Vorzeichen sind diesmal ein wenig anders verteilt. Gemeinsam haben beide Mannschaften, dass sie aktuell tief im Tabellenkeller der 2. Bundesliga stecken und wäre es nicht erst der 11. Spieltag der laufenden Saison, würde man ziemlich sicher von einem Abstiegsduell mit wegweisendem Charakter sprechen können. Für den FC St. Pauli führt der Weg bei einem Heimsieg an Dynamo vorbei, für die Schwarz-Gelben könnte er in diesem Fall steinig und schwierig werden. Nach der Niederlage im eigenen Stadion gegen den Spitzenreiter wartet auf Dynamo am Millerntor eine neue Chance, sich positiv zu präsentieren und vor allem dafür zu sorgen, dass im manchmal zu erwartungsvollem Umfeld des Vereins keine Unruhe aufkommt.

Dynamo-Trainer Ralf Loose muss für die Partie auf einige wichtige Akteure verzichten, doch als Problem will er das nicht gelten lassen: „Wir müssen diesen Umstand als Herausforderung annehmen, weil es in der Meisterschaft dazugehört, dass jemand nicht zum Einsatz kommen kann“, sagt der Coach und verweist auf seinen Kader, der groß genug ist, um die Ausfälle von Robert Koch, Romain Brégerie (beide nach Platzverweis gesperrt) und Filip Trojan zu verkraften. Der Tscheche erlitt im Trainingsbetrieb eine schmerzhafte Prellung am Schienbein und fehlt gegen seinen ehemaligen Club. „Wir können mit elf Spielern beginnen und ein Team nominieren, dass hochmotiviert und konzentriert zu Werke geht“, sagt Loose, der sich noch nicht sicher sein kann, ob sein bester Stürmer mit nach Hamburg reisen kann. Mickael Poté laboriert an einem Magen-Darm-Infekt und musste eine Trainingspause einlegen. „Wir warten ab“, sagt der Coach und sieht den möglichen Ausfall des Torjägers nicht als Hindernis. „Wenn er nicht dabei sein kann, bekommen die eine Chance, die sonst nicht spielen.“ Vor allem im offensiven Bereich besitzt der 49-Jährige verschiedene Optionen und kann variabel reagieren. In der Innenverteidigung hat Bjarne Thoelke die besten Karten, um den gesperrten Romain Brégerie zu ersetzen. „Er hat in der ganzen Zeit seit seinem Wechsel nach Dresden hervorragend trainiert und schon in Sandhausen eine solide Leistung abgeliefert“, lobt ihn Ralf Loose. „Nachdem ihn die Verletzung ein Stück zurückgeworfen hat, ist er jetzt wieder im Kommen.“ Der Abwehrspieler selbst freut sich auf den Kick am Millerntor, sieht darin aber kein besonderes Spiel, auf das er sich besonders vorbereiten will. „Jede Partie ist wichtig und ich werde wie immer meine Konzentration hochhalten und alles geben.“ Neben der Startelf steht auch noch ein Fragezeichen hinter dem Amt des Kapitäns, über das sich Ralf Loose noch keine Gedanken machen wollte: „Ich traue mich noch nicht an dieses Thema ran, weil sonst die Gefahr besteht, dass derjenige vielleicht auch noch krank wird“, meinte er nur mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Die Kiez-Kicker stehen derzeit nach einer guten letzten Saison und dem knapp verpassten Aufstieg nur auf dem vorletzten Tabellenplatz und wechselten nach der Heimniederlage am 7. Spieltag gegen den VfR Aalen ihren Trainer aus. Michael Frontzeck übernahm das Ruder von Andre Schubert, blieb in seinen bisherigen drei Punktspielen allerdings noch sieglos. Nur einmal konnte der FC St. Pauli in dieser Saison bisher gewinnen, am 4. Spieltag gab es einen 2:1-Heimsieg gegen Aufsteiger Sandhausen. Das Millerntor gilt trotzdem als Festung, aus der von den letzten 15 Gegnern nur die Aalener vor wenigen Wochen alle drei Punkte entführen konnten. Positives für Dresden verspricht die gemeinsame Bilanz ingesamt, denn in bisher sechs Duellen konnten die Kiez-Kicker nur einmal siegreich sein.

Die Partie zwischen dem FC St. Pauli und der SG Dynamo Dresden wird am Sonntag um 13:30 Uhr von Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin angepfiffen. Die Stadiontore öffnen um 12 Uhr. Die Tageskassen bleiben geschlossen, weil das Stadion ausverkauft sein wird. Insgesamt erwartet der Kiez-Klub über 24.000 Zuschauer, davon etwa 2.400 schwarz-gelbe Fans.

Bittere Niederlage: Dynamo verschenkt souveränen Vorsprung

Was für ein Spiel, was für ein bitterer Verlauf. Nach 30 Minuten hatte sich die SGD einen komfortablen und souveränen Vorsprung erspielt, führte gegen die Kiez-Kicker mit 2:0, doch am Ende wollte man kaum einen Blick auf die Anzeigetafel werfen, die aus Sicht der Schwarz-Gelben ein 2:3 präsentierte.

Ralf Loose baute seine Mannschaft auf drei Positionen um. Wegen Sperren fehlten Romain Brégerie und Robert Koch, verletzungsbedingt musste auch Filip Trojan pausieren. Bjarne Thoelke übernahm in der Innenverteidigung den Platz von Brégerie, im defensiven Mittelfeld kam Florian Jungwirth zum Einsatz. Anthony Losilla rückte ins zentrale Mittelfeld. Auf der linken Seite sollte im Mittelfeld Idir Ouali für Betrieb sorgen, was ihm in der ersten Halbzeit auf vortreffliche Art und Weise auch gelang. Auf der anderen Seite erhielt Tobias Jänicke die Gelegenheit, sein Können zu beweisen. Sebastian Schuppan führte die Dynamo-Elf auf den Rasen.

Nach einer unspektakulären Anfangsphase suchte Dynamo das Erfolgserlebnis in der gegnerischen Hälfte und sorgte vor allem über links für jede Menge Offensivkraft. Nachdem Ouali zweimal am Gegenspieler hängen blieb, setzte er sich beim dritten Mal durch und schob mit etwas Glück den Ball schließlich freistehend durch die Beine von Philipp Tschauner ins Tor. Kurz darauf erkämpfte sich Ouali im gegnerischen Strafraum die Kugel, die als Abpraller bei Losilla landete. Mit einem klugen Pass legte der Franzose raus auf Jänicke, der flach nach innen schoß, wo Poté aus fünf Metern nur noch den Fuß hinhalten brauchte, um seinen sechsten Saisontreffer zu markieren.

Die Gastgeber präsentieren sich in dieser Phase des Spieles schwach und ließen dabei jegliche Tauglichkeit für den Profisport vermissen. Dynamo wusste diese Präsentation der Paulianer aber effektiv zu nutzen und führte zu diesem Zeitpunkt verdient. Doch wie schnell sich ein Spiel drehen kann, erlebte man nicht nur in den letzten Wochen auf internationaler Bühne, sondern am heutigen Tag auch im Millerntor-Stadion. Bevor es für beide Mannschaften in die Halbzeitpause ging, gab es einen Eckball für die Hausherren, die noch ungefährlich blieb, doch der Ball kam zurück vor das Tor, wo sich Fabian Boll die Kugel schnappte, sich um die eigene Achse drehte und mit rechts flach aus acht Metern den Anschlusstreffer erzielte.

Mit dem Wiederanpfiff sorgten die St. Paulianer für ordentlich Wind in der Offensive. Jegliches Daumendrücken und Hoffen half den Schwarz-Gelben in dieser Phase aber nicht. Nur vier Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als ein Eckball der Kiez-Kicker zum Ausgleich führte. Innenverteidiger Christoper Avevor hatte sich in den Strafraum geschlichen und konnte per Kopf die Kugel im Tor unterbringen. Dynamo stand jetzt unter Druck und hatte Mühe, wieder Ordnung in das eigene Spiel zu bringen. Mit der Nervosität im Nacken konnte das Team schließlich nicht verhindern, dass Daniel Ginczek nach einem Pass in die Lücke frei vor Benjamin Kirsten auftauchte und keine Mühe hatte, St. Pauli in Führung zu bringen.

Die Spieler der Schwarz-Gelben und die 2.400 Fans im Gästeblock rieben sich verwundert die Augen und konnten es wohl kaum fassen, wie schnell und einfach die eigene Führung mit zwei Toren aus der Hand gegeben wurde. Dynamo-Trainer Ralf Loose reagierte sofort mit zwei Wechseln, brachte mit Lynel Kitambala für Jänicke und David Solga für Fiel zwei frische Kräfte. Obwohl sich die Schwarz-Gelben aufrappeln und wieder nach vorn spielen konnten, während St. Pauli aus einer passiven Stellung heraus auf Konter lauerte, gelang es den Dresdnern nicht mehr, sich solche Chancen herauszuarbeiten, um das dritte wichtige Tor zu erzielen.

Trotz Einsatz und Kampfbereitschaft musste sich Dynamo schließlich mit einer mehr als bitteren Niederlage abfinden und geht nun mit diesem durchaus psychologischen Knacks in das schwere Pokalspiel beim Bundesligisten Hannover 96. Aufgeben gilt aber nicht, also kneifen wir gemeinsam die Arschbacken zusammen und stehen wieder auf.

90 Minuten - Der Spielverlauf

  • Ende 90.(+2) Das Spiel ist aus, die Hausherren gewinnen nach 0:2-Rückstand mit 3:2 und Dynamo ist geschlagen.

  • nächster Dynamo-Angriff 90.(+2) Wieder wird der Ball aus der Abwehr weit nach vorn geschlagen, abe Sliskovic kann nur mit der Hand den Ball unter Kontrolle bringen, so dass der Schiedsrichter pfeifen muss.

  • Gelb für Thoelke 90.(+1) Bartels hatte sich im Mittelfeld den Ball erkämpft und war allein auf weiter Flur auf dem Weg vor da Tor, doch Thoelke ist dazwischen und bekommt eine Verwarnung. Es hätte durchaus auch Rot wegen einer Notbremse sein können.

  • Nachspielzeit 90. Die Gastgeber müssen noch drei Minuten zittern, während Dynamo alles nach vorn wirft.

  • Dynamo nochmal vorn 89. Es gibt einen Einwurf, den Poté zurück auf Gueye ablegt, doch der Abwehrspieler vertändelt den Ball und St. Pauli kontert, doch Thoelke klärt und bekommt dann noch einen Freistoß zugesprochen.

  • Standardsituation bringt Zeit 87. Stattdessen bekommen die Paulianer nach einem Foul von Jungwirth einen Freistoß, der ihnen Luft zum Durchatmen verschafft. Gefahr bringt der Ball in die Mitte allerdings nicht, weil Savic mit dem Kopf klärt.

  • Schlussphase 86. Noch sind wenige Minuten zu spielen, aber es scheint aktuell keine Gelegenheit mehr zu geben, für Dynamo den Ausgleich zu erzielen.

  • kein Tor 85. Nach einem Freistoß für die Gastgeber pfeift der Schiedsricher mit seiner Trillerpfeife, während zwei Kiez-Kicker in gemeinsamer Aktion den Ball ins Tor befördern und die Zuschauer zum Jubeln bringen. Doch die haben sich zu früh gefreut.

  • Solga aus der Distanz 84. Der Ball landet über zwei Stationen beim eingewechselten Mittelfeldspieler, der beherzt abzieht, aber sein Schuss kann der Kategorie "aus Verzweiflung" zugeordnet werden.

  • Jungwirth klärt im Sitzen 82. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft kämpft. Jungwirth bleibt im Zweikampf gegen zwei Paulianer verbissen und sichert den Ball im Sitzen, wühlt und schiebt ihn dann zu Losilla, der den nächsten Dynamo-Angriff einleitet.

  • 81. Mohr verstärkt jetzt die Abwehr der Paulianer.

  • 81. Kringe geht aus dem Spiel.

  • Dynamo geht nach vorn 80. Die Dresdner geben nicht auf, spielen weiter offensiv. Poté holt sich im Mittelfeld den Ball, spielt ihn raus auf Gueye, der von rechts flankt, aber Tschauner macht seine Arme lang und boxt den Ball aus dem Strafraum.

  • Nix klappt mehr in der Offensive 79. Gueye mischt sich in das Angriffsspiel mit ein, will mit einem Pass den durchlaufenden Poté bedienen, doch der Ball ist viel zu lang und geht über die Grundlinie.

  • Kirsten ist draußen 78. Die Hausherren kontern jetzt, Daube erläuft über die linke Seite fast den langen Ball, aber der Dresdner Keeper ist da und spitzelt mit den Händen die Kugel von den Füßen des eingwechselten St. Paulianer.

  • Eckball für St. Pauli 76. Die Gastgeber haben wieder einen Eckball, aber der wird diesmal im ersten Versuch geklärt, der Nachschuss geht am kurzen Pfosten ins Aus.

  • taktisches Foul 75. Losilla hält den Gegenspieler im Mittelfeld fest und bekommt dafür eine Verwarnung

  • 75. Daube ist neu in der Partie.

  • 75. Gogia darf raus.

  • intensive Partie 74. Der Ball wird auf beiden Seiten sehr viel laufen gelassen. Auch die Zweikämpfe werden verbissen und hart geführt, so dass zumindest hier keine Anhängerschaft ihrer Mannschaft vorwerfen kann, sich nicht zu bemühen.

  • St. Pauli im Angriff 73. Die Gastgeber haben die aktive Arbeit eingestellt, verwalten jetzt auch erstmal die Führung, setzen aber immer wieder Nadelstiche nach vorn, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

  • 72. Sliskovic, der letztes Jahr noch am Millerntor aktiv war, ist jetzt drin.

  • 72. Ouali darf nach einer starken Laufleistung raus.

  • Poté vorn allein 71. Schuppan schlät einen langen Ball nach vorn auf den Stürmer, der aber brutal hart in die Mangel genommen wird und so keine Chance hat, sich selbst oder seine Mitspieler in Szene zu setzen.

  • bittere Augenblicke 68. Der aktuelle Spielstand ist nicht zu fassen. Mit zwei Toren führten die Schwarz-Gelben und hatten bis dahin alles richtig gemacht, die Schwäche der Gastgeber überzeugend für sich genutzt. Doch innerhalb weniger Minuten geben sie den Vorsprung aus den Händen. Da fehlen uns die Worte.

  • Dynamo bleibt offensiv in Aktion 66. Ouali kann wieder flanken, läuft seinem Gegenspieler davon, aber in der Mitte verpasst Poté nur knapp den Ball, der anschließend aus der Gefahrenzone befördert wird.

  • Ouali jetzt über rechts 64. Kitambala spielt links, der Franzose auf der anderen Seite. Dort probiert er den Vorstoß in den Strafraum und flankt flach nach innen, aber der Ball landet nur bei Tschauner am kurzen Pfosten.

  • Solga macht Betrieb 63. Der Wechsel macht sich bemerkbar. Der neue Mann sorgt im Mittelfeld für mehr Schwung nach vorn, holt jetzt einen Freistoß raus, der aber keine Gefahr mit sich bringt.

  • Dynamo hält dagegen 62. Die Dresdner rappeln sich auf, spielen jetzt wieder nach vorn. Ouali bekommt von Losilla im Mittelfeld den Ball und wagt den Schuss aus der Distanz. Leider geht sein Versuch zwei Meter am Tor vorbei.

  • Freistoß für Dynamo 59. Ouali wird beim Vorstoß von Thorandt hart von den Beinen geholt, der dafür Gelb kassiert. Doch Kitambala schlägt den Standard direkt in die Arme von Tschauner.

  • 58. Solga kommt neu ins Spiel.

  • 58. Fiel geht ebenso raus aus der Partie.

  • 57. Kitambala soll offensiv für neuen Schwung sorgen.

  • 57. Jänicke geht aus dem Spiel.

  • zu einfaches Gegentor 56. Der Pauli-Stürmer bekommt einen tödlichen Pass auf dem Mittelfeld, steht frei in er Lücke der Innenverteidigung und lässt mit seinem Schuss unserem Keeper keine Abwehrchance.

  • 3:2 55. Das Spiel läuft jetzt irgendwie nach hinten los. St. Pauli geht durch Ginczek in Führung.

  • Angriff ist die beste Verteidigung 54. Das sagt sich Losilla, der in die Mitte zieht, Jänicke anspielt, der aber dann den Ball zu weit vor die eigenen Füße legt.

  • nächster Eckball für St. Pauli 53. Diesmal ist Poté hinten zur Stelle und köpft den Ball zur Seitenlinie, aber die Gastgeber machen jetzt Druck und sehen sich im Vorteil. Dynamo muss jetzt hier mal Eier zeigen und dagegen halten.

  • St. Pauli wieder da 51. Nicht nur die Mannschaft ist zurück im Spiel, auch die Fans lassen jetzt hier spüren, wer der Herr im Hause ist. Dynamo steht plötzlich vor einer völlig neuen Situation, nachdem man bis zum Anschluss eigentlich kaum etwas befürchten musste.

  • Karten werden neu gemischt 50. So verkündet es der Stadionsprecher und damit liegt er richtig. Das Spiel ist wieder im Gleichstand. Der Innenverteidiger der Paulianer kommt nach dem Eckball mit dem Kopf an den Ball und legt ihn ins Tor. Bitter aus Dynamo-Sicht.

  • Eckball für St. Pauli 49. 2:2, der Ball ist im Tor. Avevor trifft.

  • Drückt die Daumen 47. Dynamo hat in Hamburg bisher eine tolle erste Halbzeit gespielt, sich mit dem Gegentor ein wenig unter Zugzwang gebracht. Jetzt sind die Gastgeber am Drücker, wollen den Ausgleich.

  • 46. Gyau ist jetzt neu im Spiel.

  • 46. Schindler bleibt in der Kabine.

  • Wiederanpfiff 46. Jetzt gilt es, den Vorsprung und das Spiel nicht mehr aus der Hand zu geben.

  • Halbzeit 45.(+1) Es geht in die Kabine.

  • Anschlusstreffer 45. Die Ecke ist noch ungefährlich, doch der Ball bleibt vor dem Tor, wo sich Boll die Kugel schnappt, sich um die eigene Achse dreht und mit rechts flach aus acht Metern ins Tor schießt.

  • 1:2 45. St. Pauli erzielt den Anschlusstreffer durch Boll.

  • Jungwirth kann weitermachen 44. Der Dynamo-Spieler steht wieder und ist aktiv im Einsatz. Eine Flanke von links klärt er zur Ecke, obwohl dahinter Kirsten bereits mit seinen Armen auf den Ball wartete, doch beide muntern sich auf.

  • Angriff von St. Pauli 43. Kein Foul, sagt der Schiedsrichter und die Paulianer kommen, angefeuert von ihrem Publikum. Von rechts kommt die Flanke in den Strafraum, wo Kringe vor Savic mit dem Kopf am Ball ist, aber die Kugel geht zwei Meter über das Tor.

  • Foul an Jungwirth 42. Der Mittelfeldspieler wird im Mittelfeldkreis von den Beinen geholt, muss liegen bleiben.

  • Dynamo kann hier alles machen 40. Nur eines dürfen die Schwarz-Gelben in dieser Partie nicht: nachlässig werden. Denn sie haben die Begegnung hier eigentlich scho souverän im Griff, lassen hinten nichts anbrennen und versuchen vorn geschickt ein Angriffsspiel aufzuziehen.

  • ein Schussversuch 38. Kringe probiert es jetzt mal aus gut 20 Metern, doch sein Ball geht weit über das Tor von Benjamin Kirsten.

  • Dynamo hat sich zurückgezogen 37. Die Schwarz-Gelben lassen die Paulianer jetzt ein wenig spielen, haben sich aktuell auf Abwehrarbeit eingestellt, um vielleicht einen Konter zu setzen. Doch die Hausherren wissen diese Passivität nicht zu nutzen.

  • erneut Eckball für St. Pauli 35. Kirsten beordert Jungwirth zur Absicherung an den kurzen Pfosten, Poté bringt sich ebenso in Stellung. Alle elf Dynamo-Spieler sind im eigenen Strafraum versammelt und was passiert? Der Ball geht schon im Flug wieder ins Aus, so dass keine Gefahr drohte.

  • Gastgeber in schwacher Verfassung 33. Der aktuelle Tabellenplatz scheint bei der auch heute an den Tag gelegten Spielweise, zumindest bisher, keine Überraschung zu sein. Dynamo weiß die Schwäche der Paulianer aber effektiv auszunutzen und führt verdient.

  • Ouali heute bärenstark 32. Der Franzose scheint momentan richtig aufzublühen, zieht von der linken Seite erneut nach innen und von der Strafraumgrenze einfach mal ab, aber Tschauner kann den Ball halten.

  • Fans feiern trotzdem 30. Das kennt man von St. Pauli. Die Fans singen trotzdem noch und lassen ihr bekanntes langgezogenes "Wir sind daaaaa - St.Pauli" ertönen.

  • toller Angriff 29. Ouali erkämpft sich im gegnerischen Strafraum! den Ball, der als Abpraller bei Losilla landet. Mit einem klugen Pass legt er raus auf Jänicke, der flach nach innen schießt, wo Poté aus fünf Metern nur noch den Fuß hinhalten braucht.

  • 0:2 28. Und der nächste Angriff bringt das nächste Dynamo-Tor. Poté macht seinen sechsten Saisontreffer.

  • Schuppan verzieht knapp 27. Die bringt auch gleich wieder Gefahr. Der lange Ball landet bei Schuppen, der mit einem Schlenzer seinen Gegenspieler verlädt, abzieht, aber knapp neben den Pfosten zielt.

  • Unsicherheiten 26. In der Abwehr geht es weiter. Eine Flanke von Ouali an den langen Pfosten bringt keine Gefahr, doch statt die Pauli-Abwehr locker klärt, köpft einer von ihnen den Ball unbedrängt zur Ecke.

  • St. Pauli zu ungenau 25. Die Hausherren versuchen irgendwie, nach vorn zu kommen, doch entweder ist es fehlendes Können oder Unsicherheit, denn viele Abspiele landen im leeren Raum oder bei einem Dynamo-Spieler.

  • nächster Eckball 24. Ginczek ist mit dem Kopf dran, Schuppan aber auch, so dass es die nächste Ecke gleich dazu gibt. Doch diesmal ist Kirsten zur Stelle und boxt das Leder aus dem Strafraum.

  • Eckball für St. Pauli 22. Jungwirth ist dran am Mann, kann aber die Flanke nur durch einen verursachten Eckball verhindern.

  • Dynamo spielt sicher 20. Die Schwarz-Gelben können ihr eigenes Spiel in Ruhe aufbauen, werden selten von den Hausherren energisch gestört. Daraus ergeben sich dann immer wieder vereinzelte Angriffe.

  • Das ist die Dynamo-Führung 18. Eben wollten wir euch vermitteln, dass es den Gastgebern nicht gelingt, im eigenen Stadion sowas wie Druck aufzubauen. Just in dem Moment wird Ouali über seine linke Seite geschickt. Diesmal setzt er sich gegen einen letzten Abwehrspieler durch und schiebt mit etwas Glück den Ball schließlich freistehend durch die Beine von Tschauner ins Tor.

  • 0:1 18. Ouali trifft!!!!

  • Ouali wieder im Mittelpunkt 15. Jetzt kommt doch mal eine Flanke vom Franzosen in den Strafraum, wo Tschauner und Poté zum Ball gehen. Der Keeper der Paulianer haut dabei jedoch seinen Innenverteidiger Thorandt um, der kurz liegenbleibt, aber nach einer Minute der Erholung weitermachen kann.

  • Ouali kommt wieder nicht durch 13. Erneut könnte sich der Franzose auf der linken Seite vor der Strafraumgrenze durchsetzen, aber statt am Gegenspieler vorbeizugehen, fällt er über ihn drüber. Das sah ein wenig ungeschickt aus.

  • Ouali gestoppt 11. Schade. Fiel spielt auf der linken Seite einen Pass auf den startenden Franzosen, der sich aber nicht durchsetzen kann.

  • Gastgeber ohne Druck 10. Eines lässt sich nach zehn Minuten feststellen. Eine stürmische Heimmannschaft erleben wir hier nicht, so dass sich Dynamo hier gut ins Spiel hineinfinden kann.

  • Stimmung in beiden Blöcken 8. Die Atmosphäre in diesem ansprechendem Stadion ist spitze. Die Dynamo-Fans präsentieren sich positiv und lautstark, die Heimfans zeigen sich ebenso stimmgewaltig.

  • Schachten marschiert nach vorn 7. Der Linksverteidiger der Gastgeber läuft Cristian Fiel weg und schlägt dann eine halbe Flanke, einen halben Schuss in Richtung Dynamo-Tor, aber Kirsten hat keine Mühe, den Ball aufzunehmen.

  • ausgeglichener Beginn 6. Beide Teams versuchen, ein Angriffsspiel aufzuziehen, doch die Aktionen sind jeweils noch von viel Hektik und Ungenauigkeit geprägt, so dass sich der Ball momentan viel im Mittelfeld aufhält.

  • erster Eckball für Dynamo 4. Die Dresdner stoßen nach vorn in die Offensive, Jänicke leistet viel Laufarbeit und will den Strafraum flanken, doch der Ball wird abgewehrt.

  • Thoelke klärt sicher 2. Die Gastgeber gehen das erste Mal in die Offensive, doch der neue Mann in der Innenverteidigung kann den Paulianer mit einer abgeklärten Grätsche am Vorstoß hindern. Sah brachial aus, war aber kein Foul.

  • Kirsten vor dem Heim-Ultras 1. Die Dresdner spielen zuerst auf das Tor vor den eigenen Fans, Benny hat in der ersten Halbzeit den harten Kern der Pauli-Fans hinter sich.

  • Anpfiff 1. Jetzt gehts aber los!

  • Papierrollen bei den Heimfans: Auf der anderen Seite werfen die Fans schon wieder mit weißen Rollen, die aber Bestandteil ihrer Choreo sind. Die Fetzen müssen nun erstmal entsorgt werden, was den Anpfiff für wenige Sekunden verzögert.

  • Die Leidenschaft des Fußballs: Danach wechseln die Farben und es wird schwarzgelb, ein Dynamo-Logo ist zusätzlich in der Mitte zu sehen.

  • Choreo im Gästeblock: "Die hässliche Seite des Fußballs" steht zuerst auf einem Spruchband, dazu werden weiße Zettel mit einem DFB-Logo in der Mitte hochgehalten.

  • die Glocken ertönen: Die berühmte Einlaufmusik der Paulianer sorgt immer wieder für Gänsehaut. Auch diesmal rockt das Stadion dazu ab.

  • neuer Trainer: Die Kiez-Kicker wechselten nach dem 7. Spieltag ihren Trainer. Andre Schubert musste gehen, für ihm kam Michael Frontzeck. Damit setzen die Paulianer ihre Serie fort und verpflichteten nach Stanislawski und Schubert den nächsten Coach mit bescheidenem Kopfhaar.

  • Ebbers auf der Bank: Der Stürmer hat in sechs Zweitligaspielen gegen Dynamo Dresden vier Tore erzielt und vier Mal gewonnen. Heute sitzt der Offensiv-Routinier aber erstmal nur auf der Bank. Das könnte ein gutes Omen für Dynamo sein.

  • Verletzungssorgen am Kiez: Neben Sören Gonther (Kreuzbandriss) werden Lennart Thy (Kniereizung), Patrick Funk (Oberschenkel) und Mahir Saglik (Fuß) nicht zur Verfügung stehen.

  • erst ein Sieg für St. Pauli: Die Hausherren konnten in dieser Saison erst einen Sieg einfahren, ein 2:1 gegen Sandhausen am 4. Spieltag.

  • Erinnerungen: Die ersten beiden Aufritte der Schwarz-Gelben am Millerntor sind legendär. 2003 feierte man nach 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden und feierte danach in den Straßen des Viertels mit über 2.000 mitgereisten Fans bei einer Uffta und Gesängen diesen Punkt.

  • Dynamo mit positiver Bilanz: Bei sechs Aufeinandertreffen beider Teams konnten die Kiez-Kicker nur einmal gewinnen - letztes Jahr vor eigenem Publikum. Die Heimspiele in Dresden gewann allesamt die SGD.

  • heimstarke Gastgeber: Dynamo steht vor keiner leichten Aufgabe. St. Pauli verlor nur eines der letzten 15 Heimspiele, am 7. Spieltag mit 0:1 gegen den Aufsteiger aus Aalen.

  • Stadionsprecher begrüßt Dynamo-Fans: Die Fans der Schwarz-Gelben werden hier herzlich und nett begrüßt. Wie beim letzten Mal läuft auch jetzt wieder der "Zwölfte Mann" und der ganze Gästeblock singt kräftig mit.

  • Schiedsrichter: Die Partie steht unter der Leitung von Manuel Gräfe, der an den Linien von Markus Häcker und Thomas Frank unterstützt wird.

  • noch 20 Minuten: Die Spannung steigt langsam an, beide Mannschaften sind noch zum Warmmachen auf dem Rasen. Aus den Boxen schallt AC/DC und wenn man sich so im Rund umschaut, dann entdeckt man viele kultige Ecken und den einen oder anderen kreativen St.Pauli-Fan.

  • Gästeblock diesmal in Schwarz-Gelb: Vor einem Jahr fand das Spiel zumindest offiziell unter Ausschluss der Dynamo-Fans statt. Diesmal sind unsere Vereinsfarben würdig und zahlreich vertreten. Insgesamt sind ca. 2.400 Anhänger der SGD anwesend.

  • Millerntor-Stadion im Umbau: Das Stadion der Paulianer befindet sich immer noch im Umbau. Die alte kultige Gegengerade wurde abgerissen, mittlerweile steht die neue Tribüne schon und wird von den Fans zur Hälfte genutzt. Es fehlt oben nur noch das Dach.

  • Schuppan als Kapitän: Nach Koch, Brégerie und Trojan darf heute Sebastian Schuppan die Dynamo-Elf auf den Rasen führen. Eine große Verantwortung, die ihm hoffentlich Ansporn gibt. Wir drücken die Daumen und wünschen allen Kickern ein gutes und erfolgreiches Spiel.

  • Ersatzbank: Auf der Wechselbank haben Fromlowitz, Subasic, Solga, Franke, Sliskovic, Leistner und Kitambala Platz genommen.

  • Umstellungen: Thoelke übernimmt in der Innenverteidigung den Platz von Brégerie, im defensiven Mittelfeld wird Jungwirth zum Einsatz kommen. Losilla rückt vermutlich ins zentrale Mittelfeld. Auf der linken Seite wird im Mittelfeld Ouali für Betrieb sorgen, auf der anderen Seite erhält Jänicke die Gelegenheit, sein Können zu beweisen.

  • Aufstellung: Die Schwarz-Gelben treten mit folgenden Spielern an: Kirsten - Gueye, Savic, Thoelke, Schuppan - Fiel, Jungwirth, Losilla, Ouali, Jänicke - Poté

  • veränderte Dynamo-Elf: Ralf Loose muss seine Mannschaft auf drei Positionen umbauen. Wegen Sperren fehlen Brégerie und Koch, verletzungsbedingt muss Trojan pausieren.

  • Herzlich Willkommen: Wir melden uns live aus Hamburg. Die Sonne lacht, das Wetter ist bombastisch und in einer guten halben Stunde gehts im Millerntor-Stadion los.

  • 11. Spieltag der 2. Bundesliga: Dynamo Dresden ist am Millerntor zu Gast und trifft ab 13:30 Uhr im Kellerduell auf den gastgebenden FC St. Pauli.