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Trainingslager SG Dynamo Dresden - TSV 1860 München

Trainerkandidat Eriksson sagt 1860 kurzfristig ab

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen trifft Dynamo Dresden auf den TSV 1860 München. Im letzten Pflichtspiel des vergangenen Jahres holte Dynamo bei Peter Pacults Ex-Club ein 1:1-Unentschieden und konnte damit nicht nur dem sportlichen Abwärtstrend etwas entgegensetzen, sondern auch im dritten Spiel in der Allianz Arena ungeschlagen bleiben. Am Samstag findet die Partie im Wintertrainingslager in der Türkei auf neutralem Boden statt.

Die „Sechzger“ haben turbulente Tage hinter sich. Wegen seiner massiven Differenzen mit Vereinsvertretern über den künftigen sportlichen Kurs der Löwen rankten sich zuletzt Spekulationen um einen möglichen Ausstieg des jordanischen Geschäftsmannes und Gesellschafters des TSV, Hasan Ismaik. Im Mittelpunt der Kontroverse standen die Bestrebungen Ismaiks, den ehemaligen englischen Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson nach München-Giesing zu lotsen. Am Dienstag dieser Woche gab 1860 bekannt, dass Eriksson künftig zum Trainerteam um Chefcoach Alexander Schmidt stoßen und dieses ergänzen wird. Wie genau das aussehen sollte, wollte man in gemeinsamen Gesprächen erörtern. Von der Verpflichtung des illustren Schweden erhoffte sich wohl vor allem der potente Investor Ismaik einen Impuls für die Rückrunde. Erhoffte - denn am Freitagnachmittag wurde bekannt, dass Eriksson den Münchnern überraschend doch noch eine Absage erteilt hat. Auch Ismaik, so heißt es, habe ihn nicht mehr umstimmen können.

Der Jordanier dürfte mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden gewesen sein – vorausgesetzt, er möchte mit den Münchnern die Rückkehr in die Bundesliga noch in diesem Jahr bewerkstelligen. Die Chancen auf einen direkten Aufstiegsplatz sind vergleichsweise gering, ganze 15 Punkte wären hierfür wettzumachen. Auf den Relegationsplatz 3 fehlen derzeit nur fünf Zähler, allerdings müssten die Blau-Weißen dazu neben dem VfR Aalen auch Energie Cottbus und den 1. FC Kaiserslautern hinter sich lassen. Sobald sich abzeichnet, dass die Löwen dieses Ziel verfehlen, dürfte es (wieder) spannend werden, wie die Konstellation zwischen Verein, Teilhaber und – dem Trainer Alexander Schmidt darauf reagiert.

Starke Schlussphase bringt verdienten Sieg.

Die SG Dynamo Dresden knüpft auch im Duell gegen den TSV 1860 München an ihre guten Auftritte in den Testspielen an der türkischen Mittelmeerküste an und besiegt die Löwen mit 2:1. Die Bedingungen in Belek waren dabei alles andere als optimal, denn der Wind mischte sich mit unter die Aktiven auf dem Rasen und sorgte zumindest in der Anfangsphase für einige Schwierigkeiten, an die sich beide Teams erst gewöhnen mussten.

Dynamo-Trainer Peter Pacult hatte bis auf Lynel Kitambala, der sich die Partie von der Seitenlinie anschaute, alle Spieler in den Kader berufen. Im Tor begann Benjamin Kirsten und vorn blies Stürmer Mickael Poté zunächst zur Solo-Attacke. Hinter ihm agierte mit Filip Trojan in der Zentrale, Tobias Jänicke auf rechts und Idir Ouali über links ein Dreier-Mittelfeld. Anthony Losilla und David Solga, der die Kapitänsbinde trug, übernahmen als Sechser die Defensivarbeit und unterstützten die Viererkette mit Subasic, Thoelke, Brégerie und Gueye.

Mit München trafen die Schwarz-Gelben auf einen Gegner, gegen den in der aktuellen Zweitliga-Saison in zwei Aufeinandertreffen kein Sieg gelang. Unbeachtet vom Trubel in der Führungsriege des Traditionsclubs ließen auch die Löwen ihre erste Reihe auflaufen und deuteten damit ihre Absicht an, das Duell als Härtetest ernst zu nehmen.

Es brauchte lange, bis sich beide Mannschaften auf die äußeren Bedingungen eingestellt hatten. Lange Zeit mussten die etwa 50 Zuschauer – darunter ca. 20 Dynamo-Fans – darum fürchten, überhaupt ein Tor zu sehen, denn gefährliche Strafraumaktionen waren Mangelware. Das erste Achtungszeichen setze der Grieche Makos, der Kirsten mit einem abgefälschten Schuss zu einer Glanztat zwang. Mit den Fingerspitzen verhinderte Benny das Gegentor. Im Anschluss drehten die Giesinger dann auf und übernahmen das Kommando. Dynamo tat sich schwer, aus der eigenen Hälfte heraus zu spielen. Erst zum Ende der ersten Halbzeit besann man sich der eigenen Stärken und suchte das Glück in der Offensive. Die größte Gelegenheit hatte Jänicke, der seinem Gegenspieler mit dem Ball entlaufen war. Allein vor Eicher ließ er sich jedoch die gute Torchance entgehen. Seinen Schuss parierte der Löwen-Keeper mit Cleverness. Fast hätte Solga mit dem Pausenpfiff durch einen direkten Freistoß für ein Tor gesorgt, aber sein Schlenzer pfiff um Haaresbreite am Pfosten vorbei.

In der Halbzeit wechselte Pacult zweimal. Für Kirsten rückte Fromlowitz ins Tor, Fort kam für Gueye ins Spiel. Jänicke wurde auf die rechte Verteidigerpostion beordert und musste sich in dieser für ihn ungewohnten Rolle probieren. Schwierigkeiten machte nach wie vor der Wind, der weiterhin über den Rasen wehte. Zunächst schienen die Löwen damit besser klarzukommen. Der eingewechselte Bobby Wood hätte mit einem satten Schuss aus elf Metern nach einer guten Stunde fast das Tor erzielt, doch Fromlowitz reagierte stark. Für Dynamo kam es schließlich doppelt schlimm. Pavel Fort, der im zweiten Durchgang als Nebenmann von Poté für mehr Offensivkraft sorgen sollte, musste nach einem Schlag auf das Schienbein wieder ausgewechselt werden. Für ihn kam Tobias Müller. Die kurze Überzahlphase  nutzen die Löwen zur Führung: Im schwarz-gelben Mittelfeld war ein wenig die Ordnung verloren gegangen und Volz bot sich eine gute Schussmöglichkeit. Fromlowitz konnte den strammen Ball noch abwehren, gegen den Nachschuss von Wood aus 16 Metern war er aber chancenlos.

Als Stahl schließlich aus 30 Metern einen Distanzschuss nur knapp am Dreiangel vorbeiwuchtete, wachten die Dynamo-Spieler auf. Das Flutlicht und Schwarz-Gelb zündeten jetzt. Mit Pressing und hoher Laufbereitschaft gelangen nun wieder offensive Aktionen. Nach einem Eckball fiel der Ausgleich: Mickael Poté reagierte bei einem Lattenkopfball von Savic am schnellsten drückte das Leder entgegen der Laufrichtung von Eicher hinter die Linie. Nun war Dynamo obenauf und versprühte Angriffslust. Die wurde keine fünf Minuten nach dem 1:1 belohnt. Tobias Müller bewies seine jugendliche Lockerheit, indem er einfach mal aus 18 Metern abzog und die Kugel mit Übersicht und Gefühl im langen Eck unhaltbar einnetzte.

Innerhalb weniger Minuten hatten die Schwarz-Gelben so einen Rückstand gedreht und damit Moral und Selbstbewusstsein demonstriert. Mit allen Spielern wurde nun der Vorsprung gegen die anrückenden Löwen verteidigt und ins Ziel gebracht. Damit setzte die Mannschaft ein wichtiges Signal für die Rückrunde, in der mit Einsatz und Teamgeist der Sprung aus dem Tabellenkeller gelingen soll.

90 Minuten - Der Spielverlauf

  • Testspiel gegen Split Am Montag melden wir uns wieder, wenn Dynamo gegen Hajduk antritt. Wir wünschen allen Dynamo-Fans ein schönes Wochenende. Bis dahin viele Grüße aus der Türkei.

  • klasse Vorstellung Nach Rückstand dreht Dynamo die Partie gegen den Zweitliga-Konkurrenten und setzt die "Löwen" dabei nochmal richtig unter Druck. Ein wichtiges Zeichen für die Rückrunde, in der die Schwarz-Gelben angreifen wollen.

  • Abpfiff 90. Jetzt ist Schluss. Hörman pfeift ab

  • letzte Minute 90. Müller wird nochmal böse von den Beinen geholt, aber es scheint nicht so schwerwiegend zu sein. Es geht nochmal weiter.

  • Freistoß für München 90. Poté hilft hinten aus und kann den Ball mit dem Kopf zur Ecke klären. Das Spiel nimmt jetzt in den letzten Zügen nochmal richtig an Fahrt auf. Das hätten wir uns am Anfang nicht träumen lassen.

  • Solga als Kapitän 89. Der Mittelfeldspieler trägt heute übrigens wieder die Binde.

  • Flanke von Jänicke 88. Der Ball kommt auf den langen Pfosten, wo ihn Müller allerdings nicht mehr auf das Tor drücken kann.

  • Dynamo jetzt stark 88. München kommt nicht mehr raus, weil die Dresdner wieder starkes Pressing spielen.

  • Neuverpflichtung 87. Wenn Müller so weitermacht, kommt die erste Neuverpflichtung in diesem Winter aus dem eigenen Nachwuchs. Tolle Sache.

  • Ausrufezeichen 86. Der Youngster setzt Zeichen und macht seinen zweiten Treffer im Trainingslager. Aus 18 Metern nimmt er sich ein Herz und zirkelt den Ball mit Auge und viel Gefühl ins lange Eck.

  • 2:1 für Dynamo 84. Toooooor, Müller trifft zur Führung.

  • Eckball für München 82. Losilla kann die Flanke klären und leitet den Ball auf Ouali weiter. Der Franzose startet den großen Lauf und schließt die Aktion nach 60 Metern aber leider erfolglos ab.

  • Regenwetter 82. Als Dank für dieses tolle Tor schickt uns der liebe Gott jetzt nach Wind auch noch nasse Tropfen vom Himmel. Man könnte meinen, er ist ein Sechziger und sauer über den Ausgleich.

  • 1:1 81. Nach einem Eckball kommt der Ball in den Strafraum geflogen. Savic köpft die Kugel in den Fünfmeterraum, wo Poté entgegen der Laufrichtung des Torwarts das Leder über die Linie köpft.

  • Toooooor 80. Poté macht den Ausgleich.

  • Flanke von Müller 79. Der eingewechselte Youngster bringt eine Flanke nach innen, die Eicher aber problemlos abfangen kann.

  • Schlussoffensive 79. Die Dresdner starten jetzt nochmal ins Spiel, wollen nicht das zweite Mal in Folge mit einer Niederlage zurück ins Hotel fahren.

  • Wechsel bei München 78. Halfar geht raus, Maier kommt ins Spiel.

  • Ouali nimmt Fahrt auf 78. Jetzt ist der Franzose plötzlich wach. Er ist im Strafraum zur Stelle und schließt einen Schuss ab, den Eicher nicht sicher fangen kann.

  • Dynamo will Ausgleich 77. Erst flankt Ouali, dann Schuppan, doch der Ball kommt einfach nicht durch. Wenigstens gibt es aber für das Bemühen einen Eckball.

  • Platzwart knipst Flutlicht an 76. Jetzt erhellen die Lichter hier den Rasen. Vielleicht hilft es den Schwarz-Gelben, das gegnerische Tor nochmal genauer ins Visier zu nehmen.

  • einsetzende Dämmerung 76. Der Wind nimmt nochmal zu. Langsam können wir dem Spiel hier den Beinamen "Vom Winde verweht in Anatolien" geben.

  • Angriff von Dynamo 75. Ouali flankt von links auf die andere Seite zu Koch, der den Ball dann aber mit einem Schuss neben das Tor setzt.

  • Fort verletzt raus 74. Müller ist für den Tschechen ins Spiel gekommen, der nach einem Schlag auf das Schienbein nicht mehr weitermachen kann.

  • gute Chance für München 72. Wieder haben die "Löwen" eine Gelegenheit. Stahl legt sich den Ball selbst vor und holt aus 30 Metern zum Distanzschuss aus. Der Ball flattert einen halben Meter am Dreiangel vorbei.

  • München jetzt besser 68. Die Sechziger sind jetzt im Spiel und setzen Dynamo arg unter Druck. Die Schwarz-Gelben haben Schwierigkeiten, an das bisher gute Spiel anzuknüpfen.

  • Doppelwechsel bei Dynamo 68. Savic und Schuppan kommen für Thoelke und Subasic.

  • dynamisches Mittelfeld 67. Koch spielt jetzt auf der rechten Seite, Ouali auf links. Der kleine Franzose hat heute noch keinen guten Tag, von seinen gefürchteten Dribblings war bisher kaum etwas zu sehen.

  • Dynamo liegt hinten 67. Ohne Fort geht die Ordnung verloren. München nutzt die Gelegenheit, erhöht die Schlagzahl. Fromlowitz kann zunächst einen Schuss von Volz klären, gegen den Nachschuss von Wood aus 16 Metern ist er dann aber machtlos.

  • Tor für München 65. Wood erzielt die Führung für die "Löwen".

  • Wechsel bei Dynamo 65. Trojan geht raus, es kommt Robert Koch.

  • Fort am Boden 65. Der Tscheche wird gefpult und muss behandelt werden. Humpelnd verlässt er den Platz. Dynamo muss vorerst zu zehnt weitermachen.

  • Schrecksekunde 59. Fast hätte es jetzt im eigenen Tor geklingelt. Volz tankt sich gegen Subasic durch und legt den Ball auf den Elfmeterpunkt zurück. Mit großen Schritten marschiert Wood zur Kugel und schießt platziert ins Eck, doch Fromlowitz reagiert stark und wehrt ab. Starke Parade.

  • Konter von Dynamo 58. Jetzt rollt der schwarz-gelbe Angriffsfußball. Poté startet und schickt Fort los, doch der Tscheche bekommt den Ball nicht unter Kontrolle und verliert ihn kurze Zeit danach.

  • keine Chance für München 54. Die Abwehrkette mit Thoelke, Brégerie, Subasic und Jänicke verrichtet gute Arbeit und hat den Laden hinten dicht gemacht. So kommen die "Löwen" nicht zu Chancen.

  • Jänicke auffälligster Dynamo 53. Der Mittelfeldspieler, der jetzt hinten rechts agiert, war in der ersten Halbzeit der beste Spieler bei den Schwarz-Gelben. Mal sehen, wie er sich aus der Abwehr heraus schlägt.

  • Wechsel bei München 52. Der Grieche Makos geht raus, für ihm kommt Bobby Wood.

  • München nun mit Rückenwind 51. Es weht immer noch, der Vorteil liegt jetzt bei 1860. Dynamo bestimmt aber die ersten Minuten im zweiten Durchgang und macht da weiter, wo man vor der Pause aufgehört hat.

  • taktische Formation 50. Die Wechsel bringen auch einige neue Positionen der Spieler mit sich. Pacult testet Jänicke als Rechtsverteidiger, Ouali spielt im rechten Mittelfeld, Trojan links und Fort unterstützt im Sturm seinen Kollegen Poté.

  • Dynamo wechselt zweimal 48. Fort ist für Gueye im Spiel, Fromlowitz für Kirsten.

  • keine Wechsel bei München 48. Die "Löwen" spielen unverändert weiter.

  • Wiederanpfiff 46. Das Spiel geht weiter.

  • Halbzeit 45. Jetzt gibt es den Pausenpfiff, für uns gibt es erstmal Tee, denn der Wind ist ganz schön frisch.

  • Solga machts 45. Der Mittelfeldspieler schlenzt den Ball über die Mauer und verpasst haarscharf den Treffer. Schade, das wäre ein schönes Tor gewesen.

  • Dynamo wird stärker 44. Kurz vor der Pause besinnen sich die Dresdner auf ihre Stärken. Trojan bekommt einen Schlag auf das Schienbein, wird mit einem Freistoß entschädigt.

  • Wechsel bahnen sich an 43. Nach der Halbzeit wird es wieder einige Auswechslungen geben. Die Spieler machen sich schon mal bereit.

  • beste Dynamo-Chance 42. Kurz sind wir hier aufgesprungen, weil Jänicke seinem Gegenspieler einfach mal davon rennt. Nicu kann dem Ball nur noch nachschauen, doch Jänicke kann die gute Gelegenheit allein vor Eicher nicht nutzen. Der hält und es bleibt torlos.

  • noch keine Tore 40. Wenn das Spiel so weiter läuft, geht es am Ende 0:0 aus. Gilt dieser Satz schon als Fußballweisheit? Wir haben ihn gerade neben uns vernommen. Hoffen wir, dass noch Tore fallen.

  • Eckball für Dynamo 39. Mit einem Standard können die Schwarz-Gelben jetzt mal für Entlastung sorgen, denn aus dem Spiel heraus passiert nach vorn nicht wirklich viel.

  • Konter 38. Die Münchner starten über Lauth einen Vorstoß. Der Stürmer wartet geschickt auf Bierofka und lässt ihn durch die Gasse laufen. Der findet dann bei Gegenwind aber nicht den Zug zum Tor, so dass Dynamo mit Glück die Situation überstehen kann.

  • Brégerie mit Freistoß 35. Es sindzwar 27 Meter bis zum Tor, doch der Franzose will es wie in Hannover machen. Sein Ball landet aber in der Magengrube eines Löwen-Spielers, der sich tapfer in die Mauer gestellt hatte.

  • Gelbe Karte 33. Stahl bekommt nach einem harten Foul an Trojan eine Verwarnung.

  • schlappe Stürmer 33. Beide Angreifer, Poté und Lauth, sind bisher vorn auf sich allein gestellt. Das Spiel läuft im Moment an beiden vorbei.

  • Druck der "Löwen" 31. Die Münchner übernehmen jetzt das Kommando auf dem Platz und verlagern das Spielgeschehen in die Dresdner Hälfte. Wir sind gespannt, wie sich das auswirken wird.

  • gute Chance für München 30. Subasic pennt auf seiner Seite und vergisst den Gegenspieler dahinter. Halfar macht sich blitzschnell auf die Reise und flankt auf den langen Pfosten, wo Tomasov schießen kann. Der Ball geht aber über das Tor.

  • Rettungstat von Kirsten 27. Makos, der Münchner Grieche, schießt aus dem Hinterhalt. Losilla verändert die Flugbahn des Balles, so dass sich Benny im Tor strecken muss, um zur Seite abzuwehren.

  • Fachmeinung 26. Ex-Dynamo Florian Weichert, der jetzt als MDR-Reporter unterwegs ist, steht neben uns und gibt seinen Kommentar zum Wetter ab: "Schöner Sch..., hier bei dem Wind zu spielen." Wir grinsen und sagen nichts dazu.

  • Freistoß für München 24. Solga und Losilla nehmen Bierofka nacheinander in die Mangel, was unserem Sportsfreund Hörman nicht gefällt. Er pfeift und gibt Vorteil für München.

  • Löwen-Fans sind da 22. Auch ein paar Schlachtenbummler der Sechziger sind vor Ort. Sie verhalten sich aber ruhig aufmerksam, während die Dynamo-Fans immer mal wieder mit Dynamo-Rufen für Unterstützung sorgen.

  • torlose Nummer 21. Bisher ist das hier ein Testspiel, wie es im Buche steht. Wahre Freude dürften daran maximal diejenigen haben, die entweder ein frisches Efes trinken können oder im Auftrag des Ballherstellers dessen Flugeigenschaften bei starken Windverhältnissen prüfen sollen.

  • Dynamo startet Angriff 18. Gueye erobert stark den Ball an der Mittellinie und schickt den pfeilschnellen Jänicke auf die Reise, dessen Flanke für Trojan aber etwas zu hoch ist.

  • Peter Pacult 18. Für den Dynamo-Trainer ist der heutige Gegner kein Unbekannter. Von 1993 bis 1995 schnürte er als Stürmer die Schuhe für die Giesinger, ab 1996 war er erst als Co-Trainer, später als Chefcoach für die Münchner bis 2003 tätig.

  • Solga flankt 16. Diesmal darf ein anderer ran. Der Ball wird zunächst geklärt, doch aus dem Hintergrund müsste Losilla schießen, was er auch beherzigt, doch trifft er die Murmel nicht voll.

  • Eckball für Dynamo 14. Trojan tritt den Ball nach innen und bringt damit Eicher im Löwen-Tor in arge Bedrängnis. Der Keeper fliegt unter dem Flatterball durch, es gibt die nächste Ecke.

  • Mannschaften tasten sich ab 14. Beide Teams wollen sich erstmal an die äußerlichen Bedingungen gewöhnen. Keiner möchte hier den Klassenvergleich verlieren, deshalb gibt es auch kaum torgefährliche Szenen.

  • Jänicke im Dribbling 13. Der Mittelfeldspieler schickt sich an, mal etwas zu zeigen. Doch auch hier macht der Wind einen Strich durch die Rechnung, denn der Ball wird immer schneller und geht schließlich ins Aus. Trost für Jänicke: Den hätte nicht mal Usain Bolt in Weltrekordzeit erreicht.

  • große Probleme 12. Die Münchner haben enorme Schwierigkeiten mit dem Wind. Bei hohen Befreiungsschlägen fällt der Ball wie eine Kerze zu Boden. Vielleicht sollten sie das Motto verinnerlichen, dass es hier besser ist, flach zu spielen, um hoch zu gewinnen. Uns kann es jedenfalls so wie jetzt ganz recht sein.

  • Dynamo-Fans 9. Es sind von den etwa 50 Zuschauern knapp die Hälfte als Schwarz-Gelbe erkennbar. Am Zaun hängen auch wieder an prominenter Stelle ihre Fahnen, die ihre Treue und Verbundenheit ausdrücken.

  • Wind als Mitspieler 8. Eicher will einen Abstoß ausführen, doch er braucht eine Minute, bis der Ball endlich mal liegen bleibt. Als er ihn tritt, fliegt er nicht mal bis zur Mittellinie. Was sagt uns das? Dynamo spielt in der ersten Halbzeit mit dem Wind im Rücken.

  • Eckball für München 7. Die "Löwen" haben die erste Gelegenheit. Bierofka bringt den Ball nach innen, der vom Wind verweht unberechenbar vor das Tor kommt. Dort wird Thoelke dann aber gefoult, es gibt Freistoß für Dynamo.

  • Lauth einzige Spitze 6. München spielt ein ähnliches System wie Dynamo. Hinter dem Stürmer ist Bierofka aktiv und hat scheinbar alle Freiheiten im Spiel nach vorn.

  • München mit Angriff 5. Die Sechziger starten die erste Offensivaktion. Der Rechtverteidiger geht einen weiten Weg nach vorn, bis zur Grundlinie, wo ihn Ouali aber stoppt, der den Ball gut abgeschirmt hat.

  • Schiedsrichter 4. Gencay Hörman ist zum vierten Mal als Referee im Einsatz. Das gab es noch nie. Scheinbar hat er Gefallen an den Schwarz-Gelben gefunden und pfeift nun jedes Spiel.

  • taktische Formation 3. Poté ist die einzige Spitze, dahinter spielt etwas hängend Filip Trojan. Solga und Losilla agieren als Doppelsechs.

  • Balltest 2. Die Löwen lassen das Leder erstmal durch die eigene Abwehrreihe laufen. Jeder Spieler darf einmal berühren.

  • Anpfiff 1. Das Spiel beginnt, München hat Anstoß.

  • Die Dynamo-Fans sind heute mit dabei, direkt neben dem Platz haben sie auf ein paar Plastestühlen ihre Sitzgelegenheit gefunden. Die Stahlrohrtribüne hinter ihnen ist sturmgeschädigt, die Überreste des Daches wedeln noch wild umher.

  • In Belek weht auch eine ordentliche Brise, aber die Spielbedingungen sind in Ordnung und angenehm. Unsere Platzbegehung ergab keine Beanstandungen. Hier ist ein Fußballspiel möglich.

  • Die Löwen spielen mit einigen Stammspielern wie Lauth, Bierofka, Vallori, nutzen die Gelegenheit aber auch, ihrer zweiten Reihe eine Chance zu geben. Kiraly ist auf der Bank, dafür steht Eicher im Tor.

  • Beide Teams nehmen diesen Test ernst, denn in der aktuellen Saison traf man schon zweimal aufeinander, so dass jeder die Stärken des anderen kennen dürfte.

  • Alle anderen Spieler, außer Kitambala, haben auf der Ersatzbank ihren Platz eingenommen. Ob heute nochmal alle Kicker einen Einsatz bekommen, werden wir sehen.

  • Dynamo wird mit folgender Startelf ins Rennen gehen: Kirsten - Gueye, Brégerie, Thoelke, Subasic - Jänicke, Losilla, Solga, Ouali, Trojan - Poté

  • Beide Mannschaften machen sich auf dem gut bespielbaren Rasenplatz des Hotels "Maxxroyal" warm.

  • Wir sind jetzt auf dem Sportplatz angekommen, auf dem in 20 Minuten der Ball rollt.

  • Im Bus nach Belek sitzen alle Spieler außer Kitambala, der nach seiner Verletzung noch ein Sonderprogramm absolviert.

  • In der Nacht gab es im Hotel ein mächtiges Pfeifkonzert. Wir sprechen aber nicht von den hier untergebrachten Aue-Fans, die uns ärgern wollten, sondern vom Wind, der durch jede mögliche Ritze pfiff. Das war schon Wahnsinn, als die Fenster hier gewackelt haben.

  • Gespielt wird wieder in Belek. Das Wetter passt, zum ersten Mal nach 48 Stunden scheint die Sonne wieder. Gestern war es noch durchgehend bewölkt. Zwischendurch regnete es teilweise sehr heftig.

  • Dynamo bestreitet heute das nächste Testspiel gegen den Zweitliga-Kontrahenten 1860 München. Das Spiel beginnt um 14:30 Uhr deutscher Zeit. Wir sind wieder live dabei.