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Trainingslager SG Dynamo Dresden - HNK Hajduk Split

Sie stürmten ohne anzuklopfen ins Büro...

Am Montag hat Dynamo Dresden mit HNK Hajduk Split zum zweiten Mal binnen dreier Tage einen kroatischen Verein vor der Brust. Nachdem sich die Mannschaft von Cheftrainer Peter Pacult am Freitag gegen den Serienmeister aus der kroatischen Hauptstadt, Dinamo Zagreb, mit 0:2 geschlagen geben musste, wartet mit Split der zweite große Traditionsverein aus dem Land am Adriatischen Meer.

Hajduk, das im Februar seinen 102. Geburtstag begehen wird und damit zwei Monate älter ist als Dinamo Zagreb, feierte seine erste Meisterschaft 1927 im königlichen, sogenannten „ersten Jugoslawien“. Bis heute kamen 37 nationale Titel hinzu: 17 weitere Meisterschaften, 14 Pokalsiege und sechs Triumphe im kroatischen Supercup. Einzig auf internationaler Ebene blieben den Blau-Weißen die großen Erfolge bisher versagt. Zwei Halbfinalteilnahmen in den europäischen Wettbewerben in den 1970er und -80er-Jahren stellen die besten Platzierungen dar. Gegenwärtig  steht Split auf Platz zwei (33 Punkte nach 19 Spielen) in der höchsten Spielklasse Kroatiens, der1. HNL („Hrvatska Nogomentna Liga“) und belegt damit den ersten der beiden Qualifikationsplätze für die Europa League. Allerdings sitzen der Mannschaft von Trainer Miso Krsticevic drei Spieltage vor Saisonschluss noch vier Vereine im Nacken, die mit einem Sieg vorbei- oder nach Punkten gleichziehen könnten. Split darf sich deshalb im Schlussspurt keine echte Blöße mehr geben, will man sich die Chance auf die Geldtöpfe der UEFA wahren.

Der Verein, der in seiner Geschichte stets erstklassig gespielt hat, behielt in insgesamt fünf politischen Systemen immer seinen Namen. Die Namensfindung hat anekdotischen Charakter: „Hajduk“ steht für „Räuber“ oder „Gesetzlose“, als „Heiducken“ bezeichnete man im Osmanischen Reich und insbesondere auf dem Balkan eben solche und auch Wegelagerer und Plünderer. Freilich haben die Mannen aus Split diese Bezeichnung nicht auf dem herkömmlichen Weg erworben. Vielmehr ist der Name auf einen scherzhaften Ausspruch eines Gelehrten zurückzuführen, in dessen Büro 1911 jene vier Studenten gestürmt kamen, die den Verein dazumal gegründet haben. Ihnen fiel kein Name ein und sie suchten Rat bei ihrem Professor. Der meinte süffisant, sie sollten sich doch „Hajduk“ nennen, so wie sie – ohne anzuklopfen – in sein Büro gestürmt waren.

Traditionsreich ist auch die Fanvereinigung von HNK, die „Torcida“. Sie wurde 1950 gegründet und gilt als älteste organisierte Fanvereinigung Europas. Aktuell hat sie etwa 8.000 Mitglieder und ist legendär für ihre Choreografien.

Zwei Spieler haben bisher in beiden Vereinen gespielt. Neben Klemen Lavric, der von Hajduk über NK Inter Zapresic nach Dresden kam, war auch dessen unglücklicher Nachfolger Tomislav Stanic, der aus der Jugend von Split stammt, 2005 ein halbes Jahr für Schwarz-Gelb aktiv.

Drei Torhüter und ein verhexter Elfmeterpunkt

Nach Dinamo Zagreb am Freitag traf Dynamo Dresden im letzten der insgesamt fünf Testspiele im türkischen Trainingslager nun auf den zweiten Spitzenclub aus Kroatien. Gegen HNK Hajduk Split, den derzeitigen Tabellenzweiten der kroatischen Liga, mussten sich die Elbestädter mit 0:1 geschlagen geben.

Erneut war der etwa 25 Kilometer vom Teamhotel entfernte Badeort Belek als Austragungsort für den Vergleich ausgewählt wurden. Bei guten äußeren Bedingungen ließ Dynamo-Trainer Peter Pacult fast alle seine Schützlinge mit in den Bus steigen. Zurück blieben nur Romain Brégerie (Adduktorenprobleme), Pavel Fort (Knöchelprellung) und Lynel Kitambala (Aufbautraining). Mit einem Fingerzeig auf eine mögliche Stammformation für das erste Punktspiel nach der Sommerpause gegen den MSV Duisburg war seine Startelf jedoch nicht versehen, denn im Tor begann mit Markus Scholz zunächst der dritte Torwart im Kader der Dresdner. Bereits vor dem Anpfiff war allerdings klar, dass jeder der drei Keeper auf einen 30-minütigen Einsatz im Spiel gegen Hajduk Split hoffen konnte.

Im Sturm setzte Pacult mit Mickael Poté erst einmal auf eine Solo-Spitze, beorderte aber mit Filip Trojan als „falschem Neuner“ eine weitere offensiv ausgerichtete Planstelle nach vorn. David Solga führte die Mannschaft als Kapitän auf den gut bespielbaren Rasen.

Mit sieben Meisterschaften und fünf Pokalsiegen gehört Split zu den erfolgreichsten Vereinen in Kroatien. Diese Klasse stellte der Gegner in den Anfangsminuten sofort unter Beweis, in denen die Schwarz-Gelben vorwiegend mit eigener Abwehrarbeit beschäftigt wurden. Zwar hatten die Kroaten wie Dynamo mit dem Mazedonier Ivan Vukovic auch nur einen nominellen Stürmer aufgeboten, allerdings setzte dieser die Abwehrreihe mit Subasic, Thoelke, Savic und Gueye immer durch brandgefährliche Einzelaktionen mächtig unter Druck. Nach einer Viertelstunde lief Vukovic im Rücken von Thoelke in den Strafraum und konnte vom Innenverteidiger nur durch ein gestrecktes Bein gestoppt werden. Dynamo hatte Glück, dass die Pfeife des Referees in diesem Moment stumm blieb. Wenige Minuten später zeigte der türkische Schiedsrichter doch auf den Punkt. Wieder war es Thoelke, der einen schnellen Hajduk-Angriff nur durch einen Schubser mit dem Arm unterbinden konnte. Markus Scholz, der im Testspiel gegen Darmstadt bereits einen Strafstoß parierte, konnte sich nun erneut als Elfmeterkiller beweisen. Zu halten hatte er diesmal jedoch nichts, denn Vukovic bewies keine Nervenstärke und ballerte das Leder am Tor-Eck vorbei.

Der missglückte Elfmeter war für die Schwarz-Gelben dann wie ein Weckruf. Mit fortschreitender Spieldauer kam Dynamo besser in die Partie und erarbeitete sich nach und nach auch Chancen. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. In einer kurzen Drangphase glückte den Kroaten der Führungstreffer. Nachdem der in der 30. Spielminute eingewechselte Florian Fromlowitz einen straffen Schuss noch abwehren konnte, zog er gegen den nachsetzenden Vukovic den Kürzeren. Mit diesem Rückstand ging es für Dynamo in die Halbzeitpause, die Peter Pacult für ein längeres Gespräch mit seiner Mannschaft nutzte.

Drei Spielerwechsel sorgten bei den Schwarz-Gelben für neue Offensivkraft, auch weil mit Müller nun ein zweiter Stürmer neben den vorher kaum sichtbaren Poté ins Aufgebot rückte. Die taktische Umstellung brachte Dynamo einen spürbaren Vorteil und die Chancen auf den Ausgleich ergaben sich nun fast im Minutentakt. Angetrieben von einem nicht müde werdenden Losilla, der gemeinsam mit Solga das Spiel nach vorn dirigierte, kamen die Dresdner zu mehreren guten Einschussmöglichkeiten. Das Prädikat „Bester Mann im zweiten Abschnitt“ verdiente sich Idir Ouali, der plötzlich aufdrehte und gleich mehrfach seine Klasse bewies. Einzig ein erfolgreicher Torabschluss blieb dem quirligen Franzosen trotz toll herausgespielter Gelegenheiten vergönnt. Von Split war nach der Pause wenig zu sehen. Nach einer guten Stunde erfolgte der abgesprochene zweite Wechsel auf der Torhüter-Position, für Fromlowitz stellte sich nun Kirsten in den Kasten. Ins Spiel kam auch Cristian Fiel, der zehn Minuten vor dem Ende die wohl größte Chance auf den Ausgleich hatte. Nach einem rüden Foul an Poté, der sich über das ansteigende harte Zweikampfverhalten der Kroaten mit Recht beschwerte, durfte der Routinier vom Elfmeterpunkt antreten. Doch der Elfmeterpunkt, von dem schon Vukovic in Hälfte eins verschossen hatte, war heute anscheinend verhext: Fielos Schuss ging rechts am Tor vorbei. Die Schwarz-Gelben mobilisierten nun noch einmal alles, um sich mit einem längst verdienten Treffer für ihre gute Leistung im zweiten Durchgang zu belohnen, doch diese Freude sollte ihnen verwehrt bleiben. Kurz vor dem Abpfiff musste Kirsten nach einem Konter nochmals zwei brenzlige Situationen mit Glanztaten bereinigen.

So blieb es am Ende beim 0:1 aus Dresdner Sicht. Die etwa 75 anwesenden Dynamo-Fans dürften sich trotz der Niederlage mit der Leistung der Mannschaft zufrieden gezeigt haben. Vor allem in der zweiten Halbzeit bliesen Pacults Männer mit viel Laufbereitschaft und Einsatz zur Sturmoffensive. Nur das Tor blieb wie versiegelt.

90 Minuten - Der Spielverlauf

  • Ende des Trainingslagers Nach fünf Testspielen an der türkischen Mittelmeerküste beenden die Schwarz-Gelben morgen ihren Aufenthalt und kehren zurück nach Elbflorenz. Wir fliegen mit und melden uns dann aller Voraussicht nach am Freitag, wenn ab 18 Uhr in Kesselsdorf gegen Lyngby Kopenhagen gespielt wird.

  • Fazit Dynamo kassiert auch im zweiten Spiel gegen einen kroatischen Spitzenclub eine Niederlage, kann sich aber vor allem im zweiten Durchgang steigern. Viele Chancen, darunter sogar ein Elfmeter, reichen jedoch nicht zum Ausgleich.

  • Abpfiff 90.(+1) Das Spiel ist aus. Dynamo verliert mit 0:1

  • harte Partie 90. Hajduk versucht jetzt, die Offensive der Dresdner zu zerstören.

  • leise Dynamo-Fans 89. Die Anhänger am Spielfeldrand sind heute nicht besonders lautstark. Scheinbar ist das Trainingslager und die Hotelbar nicht ganz spurlos an ihnen vorbeigegangen.

  • Glanztat von Kirsten 89. Lange Zeit war er ohne Beschäftigung, doch wenn er gebraucht wird, ist er da. Gleich zweimal kurz nacheinander muss er brenzlige 1:1-Situationen vor seinem Tor klären.

  • Losilla wieder bärenstark 88. Der Mittelfeldspieler legt wieder ein gutes Tempo hin und treibt seine Kollegen nach vorn. Mit seinem Pässen sorgt der Franzose für Gefahr.

  • Freistoß für Dynamo 85. Fiel bringt den Ball in die Mitte vor das Tor, wo gleich zwei Dynamo-Spieler die Kugel knapp verpassen.

  • böses Foul an Losilla 84. Jetzt wird es hart. Der Franzose wird von den Beinen geholt. Dafür zückt der Schiedsrichter völlig zurecht die gelbe Karte.

  • Stadion 84. Hajduk spielt seit 1979 im städtischen Stadion Poljud in Split, welches in Form einer geöffneten Muschel erbaut wurde und heute knapp 35.000 Sitzplätze bietet.

  • Dynamo ordnet sich 83. Die Schwarz-Gelben starten neue Angriffsaktionen, wollen unbedingt noch ein Tor erzielen.

  • Hoffnung auf den Ausgleich 83. Mal schauen, ob die Jungs hier noch einen Treffer erzielen, denn der wäre nicht nur verdient, sondern würde auch die gezeigte Leistung honorieren.

  • Fiel schießt vorbei 82. Mist. Der Schuss des Routiniers geht rechts am Tor vorbei.

  • Poté beschwert sich 81. Der Stürmer ist aufgebracht und ärgert sich über das harte Einsteigen. Es folgen hitzige Diskussionen.

  • Elfmeter für Dynamo 81. Poté wird im Strafraum zu Fall gebracht, bleibt erstmal liegen. Fiel schnappt sich die Kugel.

  • rechte Außenbahn 80. Viele Angriff laufen über Jänicke und Jungwirth, die das Spiel nach vorn beleben.

  • kein Regenwetter 79. Die dunklen Wolken sind an uns vorbeigezogen und wir wurden vom kühlen Nass verschont. Jetzt brennt auch das Flutlicht, denn langsam bricht die Dämmerung herein.

  • Entlastung für Hajduk 78. Die Kroaten sorgen jetzt mal für einen eigenen Angriff, der aber kein Problem für die dynamische Defensive wird.

  • Blick in die Fanszene 77. Die Fanvereinigung von Split nennt sich Torcida und gilt als die älteste organisierte Fanvereinigung in Europa. 2011 feierten die Fans den 100. Vereinsgeburtstag in der ganzen Stadt mit einem emotionalen Feuerwerk. Wer bei YouTube nach "100 Jahre Hajduk Split" sucht, wird dazu fündig.

  • Schiedsrichter 76. Wir haben jetzt auch den Namen des Unparteiischen herausgefunden. Heute pfeift: Arif Kaya.

  • Wechsel bei Split 75. Jozinovic geht raus, es kommt Tomas neu rein.

  • Dynamo immer besser 74. Die Schwarz-Gelben dominieren die zweite Halbzeit deutlich und schnüren den Gegner in dessen Hälfte ein. Die Torgelegenheiten werden immer intensiver, einzig der erfolgreiche Abschluss fehlt leider noch. Der Ausgleich wäre längst verdient.

  • Wechsel bei Dynamo 73. Fiel kommt für Solga ins Spiel, übernimmt die Rolle als Kapitän.

  • riesige Aktion von Ouali 72. Auch wenn man dahinter brotlose Kunst vermuten könnte, weil das Tor noch fehlt, so zeigt der Franzose jetzt seine ganze Klasse. Zwei Gegenspieler dribbelt er aus, ist damit frei im Strafraum. Aus zehn Metern geht sein Schuss an die Latte und dann über das Tor. Pacult muntert seinen Schützling nach dieser Aktion auf.

  • Hajduk mit zehn Spielern 67. Einer der Split-Spieler muss am Spielfeldrand eine Weile behandelt werden, aber es geht für ihn weiter.

  • Wechselspielchen 65. Peter Pacult rotiert jetzt am Seitenrand. Jänicke kommt für Koch.

  • Dynamo wechselt 64. Franke kommt für Thoelke ins Spiel.

  • Spiel mit der Hacke 64. Müller nutzt das Hinterteil seines Fußes, um in den Lauf von Ouali zu passen. Im letzten Moment wird der Franzose aber noch gestoppt. Er ist aktuell der beste Mann auf dem Platz.

  • Eckball für Dynamo 63. Jetzt schalten sich auch immer öfter die Außenverteidiger mit ins Angriffsspiel ein. Jungwirth kann eine Ecke rausholen, die aber nichts einbringt.

  • Kirsten jetzt im Tor 62. Jetzt ist er drin, im Kasten der Schwarz-Gelben.

  • Ouali jetzt der Spielgestalter 62. Der Franzose ist wieder vorn aktiv, flankt nach innen, wo Müller zwar mit dem Kopf zur Stelle ist, aber den Ball nicht druckvoll auf das Tor bringen kann.

  • Kirsten macht sich bereit 59. Gleich gibt es den zweiten Wechsel im Tor.

  • Losilla als Stehauf-Männlein 59. Der Franzose wird im Laufduell gleich dreimal! gefoult und geht trotzdem nicht zu Boden. Der Schiri hat aber dann doch ein Einsehen und gibt den Freistoß für Dynamo.

  • Poté im Aufwärtstrend 58. Der Stürmer ist jetzt wesentlich aktiver und wird mehr eingebunden, weil er fast immer anspielbar ist. Leider fehlt im Moment noch der letzte Pass.

  • Dynamo wird besser 57. Die Schwarz-Gelben sind jetzt im Spiel voll dabei. Vor allem über die linke Seite geht jetzt viel nach vorn, wo Ouali immer stärker auftritt.

  • Wechsel bei Split 55. Die Kroaten nehmen ihren Torschützen Vukovic vom Feld, dafür kommt Abwehrspieler Barisic. Wollen die jetzt etwa mauern?

  • starke Aktion 53. Ouali tankt sich links energisch durch und legt sich den Ball auf seinen rechten Fuß. Mit Schwung zieht er ab und das runde Leder streift knapp am gegnerischen Tor vorbei.

  • langes Pausengespräch 52. Peter Pacult hat mit seinen Schützlingen hinter dem Tor gesprochen und ihnen scheinbar eine offensive Marschroute für die zweite Halbzeit mitgegeben.

  • Dynamo mit Entschlossenheit 51. Die Schwarz-Gelben legen los wie die Feuerwehr und spielen jetzt mit mehr Pressing, um die Kroaten noch mehr unter Druck zu setzen.

  • Freistoß für Dynamo 49. Solga bringt den Ball über die Mauer zum Tor, aber getroffen wird nur das Außennetz. Das war trotzdem eine knappe Angelegenheit.

  • Doppelspitze 49. Dynamo spielt jetzt mit zwei Stürmern. Neben Poté darf Youngster Müller wieder ran. Ob er heute vielleicht sein drittes Tor machen kann?

  • weitere Wechsel bei Dynamo 47. Außerdem ist Jungwirth für Gueye und Schuppan für Subasic gekommen.

  • Wechsel bei Dynamo 46. Trojan geht raus, dafür kommt Müller neu in die Partie.

  • Wiederanpfiff 46. Jetzt geht es schon weiter.

  • Zwischenfazit Bisher ist es nicht das Spiel der Dynamo-Elf. Der Gegner präsentiert sich besser und lässt die Schwarz-Gelben oft dem Ball nachlaufen. So fehlt der Zugriff auf die Partie. Sieht man davon ab, dass die Kicker mittlerweile schon vier Testspiele in wenigen Tagen und kraftzehrende Trainingseinheiten in den Knochen haben, lässt sich die Qualität des Auftretens ins richtige Verhältnis setzen.

  • Halbzeit 45. Es geht jetzt erstmal in die Pause.

  • Eckball für Split 45. Hajduk kontert jetzt und bekommt wieder einen ruhenden Ball zugesprochen. Der bringt aber nichts mehr ein.

  • Entlastungsangriff 44. Dynamo nutzt mal wieder die Chance, um nach vorn etwas zu zeigen. Solga und Losilla kurbeln das Spiel an, aber es fehlt offensiv an Anspielstationen.

  • Poté auf Abwegen 43. Der Stürmer ist bisher noch nicht im Spiel, wirkt abgekämpft und hat Probleme, seine Aktionen und Ideen auf den Platz zu bekommen.

  • Hajduk jetzt mit Dampf 41. Die Kroaten wollen sofort nachlegen. Ein Fernschuss zischt über das Gehäuse. Das war knapp. Fromlowitz nutzt den Moment und fordert von seinen Leuten mehr Konzentration und Einsatz.

  • Split geht in Führung 41. In einer kurzen Drangphase fällt das erste Tor im Spiel. Der erste Pass ging noch ins Niemandsland, dann hielt Fromlowitz bärenstark, doch der Nachschuss brachte schließlich noch den Treffer.

  • Tor für Split 38. Jetzt ist es doch passiert. Vukovic trifft für Hajduk.

  • Dynamo besser, aber müde 38. Die Aktionen der Dresdner werden intensiver, es ergeben sich mehr offensive Möglichkeiten, aber insgesamt wirkt es fast so, als ob die Mannschaft etwas müde ist. Wir stellen viele kleine technische Fehler fest.

  • Eckball für Dynamo 35. Diesmal ist es Koch, der für Gefahr sorgt. Er verzögert den Zweikampf und kann auf Poté oder Ouali abspielen. Er entscheidet sich für den kleinen Franzosen, der unter Bedrängnis den Ball aber nicht verwerten kann. Es gibt aber Ecke.

  • Bedeutung des Vereinsnamen 34. Der Verein erhielt seinen Namen von einem Professor aus Split, zu dem die Studenten ins Büro gestürmt waren, weil ihnen kein Name für den Verein eingefallen war. Auf die Frage, ob er einen passenden Namen für ihren Verein wüsste, antwortete dieser, dass sie ihn Hajduk [von türk. haydut, Räuber, Gesetzloser] nennen sollten, mit der Begründung, dass sie wie diese in sein Büro gestürmt seien.

  • fehlende Präzision 34. Beide Teams setzen ihre langen Bälle und Flanken oft hinter das Tor oder bedienen damit den Gegner. So kommt man allerdings nicht zu guten Möglichkeiten.

  • Wechsel im Tor 33. Jetzt kommt Fromlowitz für Scholz. Der dritte Keeper hat im Trainingslager eine tolle Quote. Zweimal musste er sich beim Elfmeter messen, zweimal blieb er ohne Gegentreffer vom Punkt. Dafür gibt es zwar weder Punkte noch einen Weltrekord, aber unerwähnt bleiben sollte dies nicht.

  • lange Historie 31. Die Geschichte von Hajduk beginnt 1911, als vier kroatische Studenten im Prager Lokal U Fleků den Verein gründeten und den Fußball erstmals nach Split brachten.

  • Eckball für Dynamo 29. Die zweite Ecke führt direkt zur dritten Ecke. Trojan und Solga spielen kurz den Doppelpass und verwirren damit ihre Gegenspieler auf engem Raum. Doch wieder ist nach der Flanke noch ein kroatisches Bein dazwischen. Dynamo wird aber jetzt besser.

  • Konter von Dynamo 28. Ouali nimmt die Füße in die Hand und läuft seinen Gegenspielern davon. Seine Eingabe auf Poté klären die Kroaten zur Ecke.

  • Wetter 27. Der Himmel zieht jetzt etwas zu und es sieht wohl so aus, als ob wir später gleich nass werden.

  • Solga wird gefoult 27. An der Mittellinie wird der Mittelfeldspieler von den Beinen geholt. Der Kapitän bringt den Ball dann selbst auf Gueye, der das Leder aber nicht richtig trifft.

  • kein Tor 24. Scholz konnte im ersten Testspiel bereits einen Elfmeter halten, diesmal muss er gar nicht erst eingreifen, denn Vukovic legt den Ball klassisch über das linke Eck vorbei.

  • Elfmeter für Split 23. Wieder ist Thoelke zu ungestüm, schubst seinen Gegner im Strafraum mit dem Arm. Diesmal pfeift der Schiedsrichter, wohl aus Konzession für den ersten nicht gegebenen Strafstoß.

  • Freistoß für Dynamo 22. In der Nähe der Eckfahne bringt Solga den ruhenden Ball nach innen, aber der Torwart von Split kann die Kugel mit den Armen auffangen.

  • Split mit langer Tradition 21. Der Verein ist in seiner Geschichte weder aus der ersten Liga abgestiegen, noch hat er je seinen Namen geändert, obwohl er in fünf verschiedenen Staaten existierte: Österreich-Ungarn, den „beiden“ Jugoslawien, dem Unabhängigen Staat Kroatien und dem heutigen, souveränen Kroatien.

  • Dynamo im Angriff 21. Jetzt sind die Schwarz-Gelben vorn. Trojan ist mit dem Ball im Strafraum, legt auf Ouali ab. Der kleine Franzose schließt entschlossen ab, doch sein Schuss landet nur im Fangzaun.

  • Viererkette steht 19. Die Abwehrreihe rückt weit auf und lässt die Offensivspieler von Hajduk immer wieder ins Abseits laufen. Hoffentlich geht das nicht schief.

  • Split überlegen 18. In der Anfangsphase ist der kroatische Club deutlich besser drauf als Dynamo. Die Schwarz-Gelben können keine eigenen Angriffsaktionen starten, sind hinten zu sehr beschäftigt.

  • Dynamo im Glück 17. Vukovic läuft unserem Abwehrspieler Thoelke im Rücken davon und ist schon im Strafraum, als ihm der Verteidiger dann doch noch ein Bein stellt und den Stürmer aus Montenegro stoppt. Die Pfeife des Schiedsrichters bleibt stumm.

  • Schiedsrichter 14. Wir vermissen heute unseren bisherigen Lieblingsschiri Gencay Hürman, der bisher alle vier Testspiele der Dynamos in der Türkei gepfiffen hat. Diesmal ist es ein anderer Referee, dessen Namen wir später nachreichen.

  • Eckball für Split 13. Vrsajevic marschiert auf der Außenbahn nach vorn und wird mit einer Ecke belohnt, die aber keine Gefahr mit sich bringt.

  • kompaktes Spielverhalten 13. Beide Teams lassen dem Gegner wenig Räume und verschieben ihre Positionen immer wieder konsequent, so dass ein flüssiges Kombinationsspiel nicht möglich ist. Es fehlen die Anspielstationen.

  • Spielbeobachter 10. Wie bei den bisherigen Testspielen üblich, haben sich hinter dem Tor wieder zahlreiche Vermittler und Spione eingefunden, um den Auftritt von Dynamo und Hajduk zu verfolgen.

  • Reservespieler 9. Alle Bankdrücker von heute sind bereits hinter dem Dresdner Tor, um sich warm zu machen. Peter Pacult wird heute zudem allen drei Keepern eine Einsatzzeit von jeweils 30 Minuten einräumen.

  • Trojan als Spielmacher 8. Der Tscheche zeigt sich heute wieder offensiv als der Maradona Dynamos, agiert als zentraler Mittelfeldspieler hinter der einzigen Spitze, die Poté bildet.

  • knappe Sache 7. Vukovic, der einzige Stürmer der Kroaten, nimmt den Ball nach einer Flanke freistehend per Dropkick und semmelt ihn nur um Zentimeter am Gehäuse von Scholz vorbei.

  • Split mit Ballbesitz 6. Die Kroaten halten das runde Leder in ihren Reihen, aber Torraumszenen sind bisher auf beiden Seiten noch Mangelware.

  • Dynamo-Fans 6. "Ob um Punkte oder im Pokal, wir Fans sind da in großer Zahl" - das gilt auch für das heutige Testspiel in Belek. Etwa 75 schwarz-gelbe Schlachtenbummler unterstützen die Mannschaft heute hier vor Ort.

  • Losilla mit gutem Spiel 5. Der Franzose hat gegen 1860 im letzten Testspiel einen starken Auftritt hingelegt und sich als Antreiber und Ballverteiler ins Szene gesetzt.

  • Dynamo am Ball 4. Direkt mit dem Anpfiff holen sich die Schwarz-Gelben das Spielgerät. Solga und Losilla bilden gemeinsam wieder den defensiven Part im Mittelfeld.

  • Anpfiff 1. Los gehts, Hajduk hat Anstoß.

  • Ruhestörer auf dem Platz: Hinter dem Tor bringt die Fangruppe noch schnell ihre Zaunfahne an.

  • Gleich geht es hier los. Beide Mannschaften haben ihre Trikots übergezogen. Solga wird Dynamo als Kapitän auf das Feld führen, bei Split trägt Oremus die Binde.

  • Im ehemaligen Jugoslawien war Hajduk mit elf Meisterschaften und neun Pokalsiegen sogar der erfolgreichste Club dieser Zeit.

  • Split ist derzeit Tabellenzweiter in Kroatien und mit sieben Meisterschaften und fünf Pokalsiegen ein erfolgreicher Traditionsverein.

  • Drei Spieler haben die Busfahrt nicht mit angetreten: Brégerie (Adduktoren), Fort (Fußprellung) und Kitambala (Aufbautraining).

  • Dynamo-Aufstellung: Scholz - Gueye, Savic, Thoelke, Subasic - Solga, Losilla, Ouali, Koch, Trojan - Poté

  • Beide Teams absolvieren jetzt ihr Aufwärmprogramm. Peter Pacult lässt nochmal einige Übungen durchführen.

  • Vor einer guten Stunde sind wir mit der Mannschaft im Bus losgefahren. Die Bedingungen sind heute besser als zuletzt. Die Sonne scheint bei leichter Bewölkung und es weht ein sachter Wind.

  • Gespielt wird heute wieder in Belek, auf dem Sportplatz des Hotels "Papillon".

  • Ihr habt es sicher schon gemerkt. Der Anpfiff verzögert sich noch um einige Zeit. Wir mussten den Platzwart erst aus der Mittagspause holen, um das Sportplatzgelände aufzuschließen. Los gehts jetzt um 14:30 Uhr, also in 30 Minuten.

  • Dynamo bestreitet heute im türkischen Trainingslager das letzte Testspiel gegen Hajduk Split. Anstoß gegen das kroatische Spitzenteam ist um 14 Uhr. Wir sind für Euch wieder dabei.