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28. Spieltag SG Dynamo Dresden - FC St. Pauli

Fakten zum Spiel

Der FC St. Pauli kommt am 28. Spieltag der 2. Bundesliga nach Dresden. Vor heimischer Kulisse empfangen die Schwarz-Gelben die Kiez-Kicker zum Duell, in dem es vor allem um drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geht. Die statistischen Vorzeichen für einen vollen Erfolg stehen dabei gar nicht so schlecht, denn den Hamburgern gelang es in ihren bisherigen drei Gastspielen in Elbflorenz nicht, einen Treffer zu erzielen oder wenigstens einen Punkt zu erreichen. Unvergessen dürfte der Last-Minute-Sieg im Februar 2004 sein, als die alte Hornbach-Tribüne unter dem Jubelschrei der Fans mächtig ins Wanken kam, weil Ranisav Jovanovic in der Nachspielzeit den Ball zum 1:0 über die Linie stocherte. Auch die letzte Begegnung beider Mannschaften in Dresden gewann die Schwarz-Gelben durch ein Kopfballtor von Robert Koch. Das Hinspiel im Oktober ging nach einer komfortablen 2:0-Führung allerdings am Ende mit 2:3 verloren.

Bilanz SG Dynamo Dresden gegen FC St. Pauli
Spiele Siege Remis Niederl. Torverh. Punkte
Gesamtbilanz 8 4 2 2 14:11 14
Heimbilanz 3 3 0 0 5:0 9
Auswärtsbilanz 5 1 2 2 9:11 5
Pflichtspiele 7 3 2 2 12:10 11
Die Zuschauer

Acht Spiele gab es bisher zwischen Dynamo und St. Pauli, die von insgesamt 144.350 Zuschauern besucht wurden. Im Schnitt kamen dabei 18.044 Fans in die beiden Stadien am Millerntor und an der Lennéstraße. Das letzte Duell der beiden Vereine in Dresden setzte die bisherige Rekordmarke von 29.200 Besuchern. Eine "Minuskulisse" gab es im bisher einzigen Freundschaftsspiel gegeneinander. Drei Monate vor dem Mauerfall gewann Dynamo auswärts ein Match gegen die Hamburger am 9. August 1989 vor 2.500 Fans mit 2:1.

Ewige Tabelle 2. Bundesliga

Alle Zweitliga-Spiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
7 FC St. Pauli 21 749 305 220 224 1147:978  169 1135
74 SG Dynamo Dresden 4 129 43 30 56 162:189 -27 159
Heimspiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
9 FC St. Pauli 21 374 205 107 62 675:381 294 722
74 SG Dynamo Dresden 4 64 32 13 19 98:78  20 109
Auswärtsspiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
6 FC St. Pauli 21 375 100 113 162 472:597 -125 413
75 SG Dynamo Dresden 4 65 11 17 37 64:111  -47 50
Spieler und Trainer in beiden Vereinen (inkl. Testspiele)

40 Spiele absolvierte Dirk Zander zwischen 1991 und 1993 für Dynamo Dresden. Als die Schwarz-Gelben sich für die Bundesliga qualifiziert hatten, wechselte der Stürmer vom Absteiger St. Pauli elbaufwärts. Zwei Jahre später ging es zurück ans Millerntor. Ins Herz des Kiez-Viertels schoss sich der heute 47-Jährige 1988 durch seinen 1:0-Siegtreffer gegen den SSV Ulm, der St. Pauli den Aufstieg ins Oberhaus brachte. Im Dienst der Hamburger gelang ihm drei Jahre später auch der damals schnellste Treffer in einem Spiel. Nach zwölf Sekunden traf er ins Netz, nach vier Minuten legte er ein zweites Mal nach. Damit ist Zander noch heute der Rekordhalter für den schnellsten Doppelpack der Bundesliga-Geschichte. Der langjährige Kapitän des FC St. Pauli musste 1994 frühzeitig seine Karriere an den Nagel hängen. Bis August 2007 war er Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, davor trainierte er de A- und B-Jugend des Vereins.

weitere Spieler: Christian Fröhlich, Rico Hanke, Rene Müller, Nico Patschinski, Alexander Ludwig, Richmar Siberie, Filip Trojan, Davidson Drobo-Ampem, Petar Sliskovic

Trainer: Helmut Schulte

Höchste Siege und Niederlagen in der 2. Bundesliga
Höchster Heimsieg FC St. Pauli 1974/75 St. Pauli — Wolfsburg 10:2
Dynamo 2011/12 Dynamo — Karlsruhe 5:1
Höchste Heimniederlage FC St. Pauli 1984/85 St. Pauli — Solingen 1:5
Dynamo 2004/05 SGD — 1860 München 0:4
Höchster Auswärtssieg FC St. Pauli 1974/75 Barmbeck-Uhlenhorst — St. Pauli 0:6
Dynamo 2004/05 Trier — SGD 2:4
2011/12 1860 München — SGD 2:4
Höchste Auswärtsniederlage FC St. Pauli 2002/03 Lübeck — St. Pauli 6:0
Dynamo 2004/05  Saarbrücken — SGD 5:1
2005/06 Aachen — SGD 5:1
Sonstige Fakten
  • Dynamo ist seit 13 Pflichtspielen auswärts ohne Sieg (davon ein Pokalspiel). Der negative Vereinsrekord liegt bei 16 Spielen aus der Saison 1992/93. Zuletzt gab es 13 Auswärtsspiele ohne Sieg in der Saison 2004/05.

  • Die Partie gegen St. Pauli könnte bereits das 11. ausverkaufte Saisonspiel (Heim/Auswärts) werden. Nur in der Saison 2011/12 gab es mit 14 mehr.

  • Alle drei Heimspiele gegen die Kiez-Kicker endeten für Dynamo bisher mit Zu-Null-Siegen.

Rückblick zum Braunschweig-Spiel
  • Zum dritten Mal in dieser Saison wurde eine Führung verspielt. Zuletzt passierte das beim FC St. Pauli (2:3 nach 2:0). Ein schwarz-gelber Sieg nach Rückstand gelang in dieser Spielzeit noch nicht.
  • Idir Ouali gelang in seinem 25. Zweitligaspiel sein fünfter Treffer.

Startschuss zur Aufholjagd?

Nach drei punktlosen Spielen stehen die Schwarz-Gelben am 28. Spieltag der 2. Bundesliga am Sonnabend um 13.00 Uhr vor einer richtungsweisenden Aufgabe. Zu Gast in Dresden ist der FC St. Pauli und vertraut man auf die Statistik, kommt mit den Hamburgern ein guter Gegner für Dynamo. Denn die Kiez-Kicker blieben bislang in Elbflorenz tor- und punktlos.  Abwehrspieler Romain Brégerie will diese Serie allerdings nicht überbewerten: „Es wäre schön, wenn wir sie ausbauen können, aber in erster Linie geht es für uns um die drei Punkte, die wir unbedingt brauchen“.

Im Hinspiel am Millerntor hatten die Dresdner nach einer 2:0-Führung den Dreier vermeintlich schon im Sack, nachem Idir Ouali und Mickael Poté jeweils trafen. Am Ende ging das Spiel mit 2:3 verloren. Brégerie musste damals gesperrt von draußen mit ansehen, wie St. Pauli die Partie drehte. „Ich weiß nicht, was passiert ist. Irgendwas hat am Ende gefehlt. Vielleicht hat die Stimmung im Stadion die Hausherren beflügelt“. Diesmal treten die Schwarz-Gelben selbst als Gastgeber an. „Unsere Fans stehen hinter uns, so dass wir den Vorteil jetzt auf unserer Seite haben“, glaubt der Franzose. „Wenn wir diesmal 2:0 vorn liegen sollten, werden wir nicht noch mal verlieren.“

Dynamo-Coach Peter Pacult kann bis auf die Langzeitverletzten Mickael Poté und Vujadin Savic auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Wer am Ende auflaufen darf, wollte der Trainer aber erst nach der am Nachmittag stattgefundenen Übungseinheit entscheiden. Seinen Schützlingen attestierte der 53-Jährige wie schon die Wochen zuvor eine fleißige und gute Trainingsarbeit, in der vor allem das Torschusstraining im Vordergrund stand. Zwar ließ die Trefferquote laut Pacult einige Wünsche offen, doch diesbezüglich kann man wohl ohne schlechtes Gewissen die alte Fußballregel zitieren: „Entscheidend ist auf dem Platz.“ Nicht viel besser sind auch die Gäste im offensiven Bereich bestellt. Nur acht Tore gelangen ihnen auf fremden Plätzen, einzig Stürmer Daniel Ginczek ragt mit zwölf Treffern insgesamt im Angriff heraus und steht nach seiner Rot-Sperre gegen Dynamo den Paulianern wieder zur Verfügung. Marius Ebbers fällt dagegen verletzungsbedingt aus, genauso wie der etatmäßige Linksverteidiger Sebastian Schachten, der nach seiner fünften Gelben Karte nicht mitspielen darf.

Am Sonnabend wollen die Schwarz-Gelben ein Erfolgserlebnis feiern. Damit das gelingt, sieht Romain Brégerie vor allem Verbesserungspotenzial in beiden Strafräumen: „Wir kassieren zu viele Gegentore, schießen selbst zu wenige“, analysiert der Innenverteidiger glasklar, „aber das ist kein Kopfproblem“. Er sieht im Team viel Potenzial und spricht von Qualität in der Mannschaft. „Außerdem kämpfen wir, das kann man sehen“, ergänzt er selbstbewusst. Brégerie kennt die Situationen des Abstiegskampfes aus Frankreich, sieht statt Unterschieden vor allem Parallelen: „Es ist nicht anders, denn der Druck ist gleich. Als Profi muss jeder damit umgehen können und Angst wäre fehl am Platz“, sagt der designierte Kapitän für das Spiel gegen St. Pauli. „Ich denke jede Minute darüber nach, denn es ist die schwierigste Saison meiner Karriere“, lässt er wissen und zaubert schließlich den Hoffungsschimmer aus dem Ärmel. „Wir glauben an uns, die Fans tun es und ich hoffe, dass wir das auf dem Platz auch zeigen werden“, sagt Brégerie, der als Spieler noch nie abgestiegen ist. „Ich habe es immer geschafft.“

Den Optimismus auf den Klassenerhalt hat auch Peter Pacult stets betont und bisher nicht verloren. „Uns fehlen einfach die Tore“ sagt der Österreicher, „weil wir keinen Spieler haben, der mal aus dem Nichts einfach trifft.“ Damit spielt er auf den Treffer des Braunschweigers Kumbela an, der aus einer wenig aussichtsreichen Position den Ball in den Kasten beförderte. „Deshalb müssen wir unsere Chancen anders herausarbeiten und noch etwas bissiger werden“, fordert Pacult, der seinen Spielern trotz fehlender Treffer keine Vorwürfe machen will: „Vergessen wir nicht, dass wir unten drin stehen. Die größeren Spielanteile sprechen für die Mannschaft, auch wenn der Abschluss fehlt.“ Als ehemaliger Stürmer weiß der Trainer, dass vorn die Partien entschieden werden. Aufgrund fehlender Alternativen will er bei der Aufstellung im Angriff und auch der Abwehr aber nicht großartig experimentieren. Bei dieser Antwort hatte er vor allem die offensiven Fähigkeiten von Anthony Losilla im Kopf. „In den letzten Spielen hat das mit ihm ganz gut da hinten funktioniert“, verweist Pacult auf die Vorteile dieser ungewohnten Rollenübernahme, aber „man könnte was ändern. Das muss ich mir aber in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.“ Damit ließ der Chefcoach am Ende doch noch offen, ob er vielleicht nicht doch über neue Überraschungen nachdenkt, um vor allem die Gäste aus Hamburg vor die unlösbare Aufgabe zu stellen, aus Dresden möglicherweise etwas mitzunehmen.

In den bisherigen sieben Pflichtspielen gegeneinander gelang es noch keinem Team, einen Auswärtssieg einzufahren. Und das ein Schwarz-Gelber mindestens einmal ins Tor von Philipp Tschauner trifft, der zuletzt selbst als Torschütze beim späten 2:2 gegen Paderborn in Erscheinung trat, ist statistisch ebenso ein gutes Omen. Denn in allen Spielen gegen St. Pauli traf Dynamo immer mindestens einmal.

Um 13.00 Uhr ertönt der Anpfiff von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aus Herne. Die Stadiontore öffnen um 11.00 Uhr, der VIP-Bereich um 11.30 Uhr. Auf Heimseite ist das Spiel ausverkauft. Es werden keine Tageskassen mehr geöffnet. Dynamo erwartet insgesamt 29.000 begeisterungsfähige Anhänger sowie bis zu 2.000 Gästefans.

Dynamo sendet ein Lebenszeichen

Die SG Dynamo Dresden hat ihren Fans im Heimspiel gegen den FC St. Pauli mal wieder einen unvergesslichen Fußballnachmittag beschert. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge besiegten die Schwarz-Gelben am 28. Spieltag der 2. Bundesliga nach einer furiosen Aufholjagd den Kiez-Club mit 3:2, nachdem sie kurz nach der Halbzeit mit 0:2 in Rückstand geraten waren.

Ausgerechnet der sächsische Rivale aus dem Erzgebirge hatte einen Tag zuvor mit einem deutlichen Auswärtssieg in Bochum den Dresdnern die Möglichkeit eröffnet, mit einem Dreier gegen St. Pauli den Relegationsplatz zu verlassen. Dynamo-Trainer Peter Pacult stellte seine Mannschaft im Gegensatz zur Vorwoche auf einer Position um. Für Tobias Müller kam Pavel Fort von Beginn an zum Einsatz, Romain Brégerie übernahm die Rolle des Kapitäns. Schon in den ersten Minuten der Partie wurde deutlich, dass auf die über 29.000 Zuschauer ein kampfbetontes und intensives Zweitliga-Spiel wartet. Zweimal stießen die Gäste nach einem Fehler im Spielaufbau der Gastgeber nach vorn, nutzten aber diese Gelegenheit nicht für ein frühes Führungstor. Auf der anderen Seite hatte Pavel Fort in aussichtsreicher Position einen Treffer auf dem Fuß, doch er traf den Ball nicht richtig und vergab somit die genaue Hereingabe von Sebastian Schuppan.

Nach einer Viertelstunde erspielte sich St. Pauli die bis dahin beste Gelegenheit. Gyau kam im Strafraum freistehend zum Schuss und  verfehlte das Tor nur knapp. Bis dahin war es eine Partie auf Augenhöhe, in der beide Teams ihre Anteile und Chancen verzeichneten. Wenige Minuten später setzte sich Filip Trojan bis in den Strafraum durch, wurde dabei zu Fall gebracht, doch ein Pfiff des Schiedsrichters blieb wohl zurecht aus. Kein Glück hatte Fort unmittelbar danach, als er nach einem Freistoß per Kopf nur die Unterkante der Querlatte traf. Dynamo erspielte sich in der Folge weitere Chancen. Robert Koch wollte seinen Kollegen im Offensivdrang nicht nachstehen und prüfte Tschauner mit einem Distanzschuss. Der Keeper der Gäste lenkte das Leder um den Pfosten.

Bei den Schwarz-Gelben war der zuletzt sehr agile Idir Ouali abgemeldet und nach einer halben Stunde dominierten zunehmend die Zweikämpfe im Mittelfeld das Spiel. Die Partie fand in dieser Phase zwischen den Strafräumen statt, ohne das sich ein Team ein Übergewicht und damit auch Chancen erarbeiten konnte. So ging es nach unterhaltsamen und intensiven 45 Minuten mit einem 0:0 in die Pause. „Sie haben gesagt, dass sie dieses Spiel nicht verlieren“, sagte Peter Pacult nach dem Abpfiff zum Verhalten seiner Mannschaft in der Kabine. Die Spieler sollten mit ihrem Vorhaben am Ende Recht behalten, auch wenn es erstmal ganz anders kam. Unverändert ging es für beide Teams weiter. Acht Minuten waren gespielt, als der Nachmittag einen bitteren Beigeschmack angenommen hatte. Mohr erzielte nach einem Freistoß der Gäste den ersten Treffer per Kopf, zwei Minuten später ließ Ginczek mit seinem 13. Saisontor Benjamin Kirsten keine Abwehrchance. Dynamo lag plötzlich mit 0:2 hinten und irgendwie waren die Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis verflogen. „Das war ein großer Schock“, gab auch Pacult nach dem Spiel ehrlicherweise zu, doch was danach folgte, verdient sich in jedem Fall einen Eintrag in die 60-jährige Vereinschronik.

Geschichte wiederholt sich im Fußball manchmal und der eine oder andere Fan im Stadion, der noch Hoffnungen in sich trug, dachte an das Hinspiel, als Dynamo mit 2:0 vorn lag und am Ende noch mit einem 2:3 vom Platz gehen musste. Pacult änderte das Spielsystem und wechselte zweimal aus, brachte Fiel und Müller für Solga und Streker. „Das war ein hohes Risiko, den defensiven Verbund im Mittelfeld aufzulösen“, sagte der Coach, „weil dadurch die Gefahr für Konter der Gäste größer wurde.“ Sein Mut sollte sich jedoch innerhalb von wenigen Minuten auszahlen. Dynamo hatte den Doppelschlag der Paulianer weggesteckt und spielte nun wieder offensiv nach vorn. Ouali konnte sich endlich mal in Szene setzen und gab den Ball nach innen, wo Müller zunächst den Torschuss verpasste. Sein hohes Weiterspiel wurde für Trojan zur perfekten Vorlage. Der Tscheche stand mit dem Rücken zum Tor und setzte zum Rückfallzieher an. Aus zehn Metern konnte er auf artistische Weise den wichtigen Anschlusstreffer erzielen.

Nun lebten auch die Fans auf den Rängen wieder auf und man spürte das Feuer auf dem Rasen. Die Schwarz-Gelben rannten stetig auf das Tor der Gäste zu und wurden dabei teilweise unsanft gestoppt. Ein Foul an Müller brachte eine Freistoßgelegenheit für Fiel. Der Routinier trat an und fand in der Mitte mit Losilla einen Abnehmer. Der Franzose war nach vorn gerückt und scheiterte im ersten Versuch mit seinem Kopfball noch an Tschauner, hatte dann aber das Glück auf seiner Seite, als ihm der Ball direkt vom Knie über die Linie sprang. Im insgesamt 65. Zweitliga-Spiel der Vereinsgeschichte markierte der Innenverteidiger in diesem Augenblick nicht nur den Ausgleich, sondern auch das 100. Heimtor für die Schwarz-Gelben in der 2. Bundesliga.

Jetzt tobten die Fans auf den Rängen und das schwarz-gelbes Adrenalin kochte über. Das Stadion glich fortan einem „Hexenkessel“, wie es Pacult formulierte. Angetrieben von der Stimmung machten sich die Dresdner auf, das Spiel zu drehen. Die Gäste blieben aber gefährlich und kamen nach einem Angriff erneut vor das Dynamo-Tor. Losilla hatte am Strafraum den Gegenspieler geblockt und kassierte dafür neben einer Gelben Karte auch einen Freistoß. Doch die schwarz-gelbe Mauer stand und verteidigte mit viel Einsatz das Ergebnis. Auf der anderen Seite erhielt Fiel die Möglichkeit, bei einem Standard sein Können zu zeigen. Mit Glanz und Gloria setzte er den Freistoß an und Tschauner lenkte den Ball an die Querlatte. Das brachte die Abwehrreihe der Paulianer mächtig ins Schwitzen. Deren Klärungsversuch blieb bei Sebastian Schuppan hängen, der außerhalb des Sechzehners gelautert hatte. Der Linksverteidiger legte sich die Kugel in aller Ruhe zurecht und ballerte sie mit Wucht in die Maschen. Ein Abwehrspieler der Gäste fälschte das Leder noch unhaltbar ab, doch der Ärger darüber wurde vom Dynamo-Jubel und frenetischer Begeisterung überollt. Innerhalb von 15 Minuten konnten die Schwarz-Gelben den Rückstand in eine Führung umwandeln. Drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt waren zum Greifen nah.

Doch noch war das Spiel nicht entschieden. Erneut erhielten die Gäste eine hervorragende Möglichkeit, zentral vor dem Strafraum per Freistoß ihr drittes Tor zu erzielen. Irgendwo in der Mauer blieb der Ball aber hängen. Trotzdem rutschte den Dynamo-Fans das fröhliche Herz fast noch in die Hose, als Ginczek nach einem Abwehrfehler allein auf Kirsten zulief. Bange Sekunden vergingen, doch Benny blieb stehen und warf sich im richtigen Moment auf den Ball. Tausende Steine fielen in diesem Augenblick zu Boden und als Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer kurz darauf mit einem Pfiff diese emotionsgeladene Achterbahn der Fußballgefühle beendete, war der Sieg perfekt und die Erleichterung im schwarz-gelben Lager groß.

Die über 27.000 Dynamo-Fans durften gemeinsam mit der Mannschaft über einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt jubeln. Dynamo rückte durch den Sieg in der Tabelle an Bochum vorbei und verließ zum ersten Mal nach langer Zeit den Relegationsplatz.

Für Michael Frontzeck war es „ein bitterer Nachmittag“, der ihn an das Hinspiel erinnerte, als die Paulianer nach einem 0:2 den Spieß noch drehen konnten. „Bis zur 60. Minute hatte ich nichts auszusetzen, dann hat Dynamo gut gewechselt und alles auf eine Karte gesetzt“, zog er sein Fazit. Mit nur 17 Spielern waren die Hamburger angereist und mussten sich am Ende geschlagen geben. Peter Pacult sprach seinem Team ein Kompliment aus: „Wir haben nie aufgegeben“, freute er sich über die Moral seiner Truppe. „Das Ergebnis ist für uns Gold wert und Motivation für die nächsten Spiele“, schätzte der Österreicher ein.

Mit dem Dreier im Rücken kann die Mannschaft nun in das symbolträchtige Geburtstagsspiel am 12. April bei Union Berlin gehen, um zum 60. vielleicht das passende Geschenk auf den Tisch zu legen.

90 Minuten - Der Spielverlauf

  • Fans jubeln Die Mannschaft dreht die Ehrenrunde und erhält begeisternden Applaus für diesen Kraftakt und die kämpferische Leistung. Danke Fans, Danke Dynamo.

  • fünf Tore Was sehen wir für eine zweite Halbzeit? Im Hinspiel vergeigte Dynamo die 2:0-Führung, heute sind es die Gäste aus Hamburg, die sich auf der Siegerstraße wähnten. Dynamo schafft den Sprung vom Relegationsplatz.

  • Abpfiff 90.(+3) Dynamo gewinnt. Geschichte wiederholt sich. Nach 0:2 steht am Ende 3:2.

  • Freistoß für Dynamo 90.(+2) Müller wird im Vorstoß gestoppt und bekommt den Pfiff. Das bringt Zeit.

  • Stadion steht 90.(+1) Pauli setzt nochmal einen Kopfball neben das Tor, nachdem der Freistoß in den Strafraum der Dynamos flog. Nun stehen alle Zuschauer und erwarten den Abpfiff.

  • Gelbe Karte 90.(+1) Müller bekommt die Karte, obwohl er selbst im Zweikampf auf den harten Beton des Umlaufes fällt.

  • 90. Kitambala kommt rein.

  • 90. Koch geht raus.

  • Nachspielzeit 90. Drei Minuten gibt es mehr. Drückt alle Daumen. Wir zittern hier mit.

  • keine Entlastung für Dynamo 90. Die Gäste drücken jetzt, Kitambala steht bereit zum Wechsel und immer wieder müssen die Bälle aus der Gefahrenzone nach vorn geschlagen werden.

  • Herzattackengefahr 89. Ginczek kann nach einem Fehler der Abwehr frei und allein auf Kirsten zulaufen. Allen Fans im Stadion stockt der Atem, aber Benny wirft sich vor den Ball und bekommt ihn zu fassen.

  • Freistoß für Dynamo 87. Fiel versucht den langen Ball auf den langen Pfosten, aber der Versuch geht zu weit daneben.

  • Gelbe Karte 86. Thorandt stoppt Koch unrechtsmäßig und bekommt dafür Gelb.

  • St. Pauli bleibt dran 86. Die Gäste sind noch nicht geschlagen, schlagen weiter die Bälle nach vorn, um die eigene Chance auf den Ausgleich zu erhalten. Dynamo muss kämpfen.

  • zehn Minuten noch 83. Dynamo muss jetzt diesen möglichen Sieg festhalten und die Führung verteidigen, mit allen Mitteln, die das Fußballspiel so bietet. Drückt bitte auch alle die Daumen.

  • Freistoß für St- Pauli 82. Wieder gibt es zentral vor dem Strafraum an der Linie eine gute Gelegenheit für die Gäste. Wieder dauert es, bis die Mauer richtig steht, wieder geht der Ball direkt ins Dynamo-Bollwerk.

  • 79. Gogia kommt.

  • 79. Bartels geht raus.

  • sensationelle Viertelstunde 78. Es waren 15 Minuten, die Dynamo brauchte, um hier das Spiel in einer wahnsinnig aufregenden und mitreißenden Art und Weise zu drehen. Krasse Gefühlsachterbahn.

  • Schuppan trifft mit Schuss 77. Es war unser Linksverteidiger, der nach einem fulminanten Freistoß von Fiel an die Latte die zweite Chance wahrnimmt und den Ball ins Tor befördert.

  • Toooooooor 77. 3:2 - Schuppan versenkt den Ball im Kasten. Wir jubeln.

  • spannende Partie 76. Die Emotionen sind hier im Stadion förmlich zu spüren. Dynamo drückt und ein Tor liegt immer wieder in der Luft. Die Schwarz-Gelben sind zurück, haben den Rückschlag weggesteckt.

  • Zuschauerzahl 75. Es sind heute 29.193 Fans im Stadion, davon etwa 1.800 Paulianer.

  • Freistoß für Dynamo 75. Fiel bringt den Ball nach vorn und wieder wird es gefährlich. Brégerie ist dran, schießt nach innen, wo die Abwehr der viel Mühe hat, den Ball zu klären.

  • 73. Boll kommt rein.

  • 73. Gyau geht raus.

  • Freistoß für St. Pauli 72. Kinhöfer braucht eine Weile, bevor die Mauer nach seinen Vorstellungen steht. Dann kommt der Schuss und Trojan wirft sich mit allem Mut dazwischen.

  • 71. Daube kommt rein.

  • 71. Kringe geht raus.

  • Gelbe Karte 71. Losilla rempelt an der Strafraumgrenze Bartels um, bekommt dafür die Karte.

  • Aufregung im Spiel und auf den Rängen 70. Wir müssen uns erstmal beruhigen, denn das war gerade ein mächtig geiler Dynamo-Flash. Jetzt ist alles wieder drin und die Schwarz-Gelben machen weiter Dampf.

  • Wahnsinn 68. Damit hat wohl vor wenigen Minuten noch niemand gerechnet. Dynamo macht den Ausgleich. Losilla ist der Torschütze. Die Flanke kam von Fiel. Per Kopf scheitert der Franzose noch, dann macht er es im Nachschuss.

  • Toooooooooor 66. Dynamo lebt. Losilla trifft zum Ausgleich.

  • hitzige Atmosphäre 66. Jetzt geht es scharf zur Sache. Müller spielt den Doppelpass mit Koch, dann wird der Youngster hart von den Beinen geholt. Es gibt Freistoß.

  • Feuer im Spiel 65. Nein, keine Pyro, aber ein Dynamo-Sturmlauf bahnt sich an. Hier ist noch nichts entschieden. Die Schwarz-Gelben drängen jetzt auf das nächste Tor.

  • wichtiges Tor 64. Ouali konnte sich diesmal über links in den Strafraum schleichen. Seine Eingabe landet bei Müller, der zunächst den Ball nicht richtig trifft. Die zweite Ablage auf Trojan wird zur Vorlage, die der Tscheche kunstvoll verwandelt.

  • Gelbe Karte 63. Filip Trojan bekommt eine Verwarnung.

  • Anschlusstreffer 62. Trojan machts per Rückfallzieher.

  • Dynamo rennt an 62. Die Schwarz-Gelben wollen sich hier nicht geschlagen geben und übernehmen die Offensive, aber es gibt einfach kein Durchkommen. Ouali startet, aber steht leider im Abseits.

  • Pacult ändert System 58. Im Mittelfeld übernimmt Fiel jetzt allein die Sechser-Position, Müller geht neben Fort mit in den Angriff.

  • 56. Müller kommt rein.

  • 56. Streker geht raus.

  • 56. Fiel kommt rein.

  • 56. Solga geht raus.

  • Wechsel 56. Fiel und Müller stehen bereit.

  • Doppelschlag 55. Eiskalt schlagen die Gäste nach der Pause zu und nehmen Dynamo jetzt in die Mangel. Zwei Gegentore innerhalb von drei Minuten sind eine bittere Zutat für den heutigen Nachmittag.

  • 0:2 53. Jetzt wird es bitter. Ginczek trifft per Schuss flach ins Tor.

  • Schuss von Losilla 52. Dynamo geht sofort in den Angriff über. Der Franzose ist jetzt vorn dabei und zieht ab, trifft aber Trojan. Den abgeprallten Ball nimmt Ouali auf, aber seine scharfe Eingabe geht nur ans Außennetz.

  • Freistoß für St. Pauli 50. Die Gäste gehen in Führung. Mohr trifft per Kopf

  • Gäste im Angriff 49. St. Pauli ist aktiver in die zweite Hälfte gestartet und drückt Dynamo in die eigene Hälfte. Die Schwarz-Gelben müssen jetzt zunächst hinten mehr Arbeit verrichten.

  • Wiederanpfiff 46. Es gab keine Wechsel.

  • Gitta Müller wurde 70 Die langjährige "gute Seele" der "Baracke" feierte letzte Woche ihren runden Geburtstag. Das Präsidium überreicht einen Blumenstrauß und gratuliert herzlich. Die Fans im K-Block stimmen mit ein.

  • Zwischenfazit Das Spiel wird offen geführt, beide Teams spielen hier auf und haben auch Chancen. Noch steht es aber 0:0. Ein Sieg ist auf jeden Fall für Dynamo drin, aber die Gäste zeigen, dass sie durchaus auch nach vorn gefährlich werden können.

  • Abpfiff 45.(+1) Kurz darauf pfeift Kinhöfer zur Pause.

  • Eckball für St. Pauli 45. Kirsten kann den Ball wegfausten, Ouali holt ihn sich und flankt nach vorn. Dort startet Jungwirth zum Schnetzler-Gedenklauf und hätte fast das Solo hingelegt, doch ein Abwehrspieler verhindert das.

  • Flanke von Trojan 44. Der Tscheche hat sich vorher im Zweikampf durchgesetzt, wobei sich Avevor verletzt. Der scharfe Ball nach innen wird von Tschauner vor dem bereitstehenden Fort weggefangen.

  • Spruchband im K-Block 42. "Rote Karte für Faninitiativen, die von Sponsoren bezahlt werden."

  • zweite Ecke der Gäste 41. Wieder kommt der Ball in den Strafraum geflogen, aber diesmal klärt Ouali spielerisch auf Trojan, der durchstarten will, aber noch abgeblockt wird.

  • Eckball für St. Pauli 40. Die Gäste haben im Mittelfeld zu oft viele Räume und kontern gefährlich nach vorn. Daraus ergibt sich jetzt eine Ecke, die zunächst keine Gefahr bringt.

  • Streker verzieht 38. Jetzt probiert es der defensive Mittelfeldspieler und drückt den Ball aus gut 20 Metern auf das Tor. Der Versuch geht knapp drüber.

  • Ouali am Ball 38. Vorher hatte der Dribbelkönig im Strafraum die Chance, konnte sich endlich mal durchsetzen, nachdem Streker den Ball weitergereicht hatte. Doch der Franzose wird abgeblockt.

  • Gelbe Karte 37. Solga muss im Mittelfeld einen Gästespieler stoppen, grätscht ihn voll ab. Dafür bekommt er die Karte gezeigt.

  • Schuss von Solga 35. Nach einem Sturmlauf von Ouali, der jedoch keinen Mitspieler für den Pass fand, kommt unsere Nr. 24 an den Ball. Aus der Distanz nimmt er Maß, verzieht aber über das Tor.

  • Dynamo zweimal im Glück 34. Die Gäste tauchen im Strafraum auf, können aber die vielen freien Räume nicht nutzen. Ginczek stand zweimal allein und bekam den Pass, fand jedoch den Abschluss nicht.

  • 65. Zweitliga-Heimspiel 33. Dynamo hat in den bisher vier Jahren genau die Hälfte seiner 64 Heimspiele gewonnen, nämlich 32. Und dabei 98 Tor geschossen. Dürfen sich die gut 27.000 Dynamo-Fans heute auf das 100. freuen?

  • Pässe kommen nicht an 31. Dynamo kann von hinten heraus immer wieder agieren, aber die langen Pässe nach vorn finden keinen Abnehmer oder werden von den Gästen unterbunden.

  • Zweikämpfe im Mittelfeld 29. Das Spiel findet momentan zwischen den Strafräumen statt. Beide Mannschaften suchen die Lücke, aber die Abwehrreihen stehen oder gehen so energisch dazwischen, dass Kinhöfer einschreiten muss.

  • Ouali bisher abgemeldet 26. Der wohl beste Dynamo aus dem Braunschweig-Spiel hat heute noch keine gefährliche Szene gehabt, wird von den Hamburgern gut abgeschirmt.

  • Freistoß für Dynamo 25. Koch wird im Mittelfeld gelegt. Trojan bringt den Ball an den langen Pfosten, wo ihn Fort in die Mitte köpft, doch Tschauner holt sich das Leder.

  • Koch prüft Tschauner 22. Dynamo dreht jetzt auf. Koch erkämpft sich an der Seitenlinie den Ball, zieht damit nach innen und schießt. Der Pauli-Keeper muss sich mächtig strecken, um zur Ecke zu klären.

  • Fort an die Latte 21. Der Stürmer kommt nach einem Freistoß herrlich per Kopf an den Ball und setzt ihn an die Lattenunterkante. Das Nachsetzen gegen Tschauner pfeift der Schiri ab.

  • Trojan stürmt und fällt 20. Der Tscheche macht sich am Mittelkreis auf die Reise zum Tor, spielt auf Streker ab, aber eine gegnerische Hacke verhindert das. Im Nachsetzen kommt Trojan nochmal an den Ball und umspielt im Strafraum einen Abwehrspieler, fällt dann hin. Es gibt aber keinen Elfmeter.

  • ausgeglichene Partie 18. Beide Teams begegnen sich bisher auf Augenhöhe, haben gleiche Anteile und konnten sich auch schon Chancen erarbeiten. Bei den Gästen sieht das allerdings alles etwas beständiger aus.

  • Losilla bekommt Ball ins Gesicht 17. Die Gäste flanken über Bartels nach innen, wo Brégerie nicht entscheidend in den Zweikampf kommt. Ginczek schießt und trifft unseren Innenverteidiger voll.

  • Gyau ans Lattenkreuz 15. St. Pauli kombiniert sich in den Strafraum. Nach einem Querpass steht der Paulianer frei und zieht ab. Der scharfe Ball kratzt am Gebälk.

  • Brégerie verschätzt sich 14. Einen langen Ball von Tschauner kann der Franzose nicht direkt klären, doch Losilla rettet seinen Kollegen mit einer gewaltigen Rettungstat.

  • Freistoß für Pauli 13. Der kleine Jungwirth schiebt den großen Ginczek vorm Kopfballduell. Solga klärt den Ball schließlich per Kopf aus dem Strafraum, den zweiten Versuch der Gäste nimmt Kirsten dann auf.

  • Freistoß für Dynamo 9. Nach einem Foul an Trojan bringt dieser den Ball nach innen, wo Schuppan köpfen kann. Den halben Querschläger nimmt Brégerie nochmal mit der Rübe, aber auf dem oberen Tornetz ist Endstation für das Spielgerät.

  • taktische Ausrichtung 9. Dynamo spielt ein 4-5-1-System mit Fort als einzigem Stürmer. Allerdings steht Koch als hängende Spitze weit mit vorn. Dahinter besetzen Trojan und Ouali die Außenbahnen.

  • Brégerie als Kapitän 7. Der Franzose trägt heute wieder die Binde.

  • langer Ball nach vorn 6. Trojan setzt sich im Mittelfeld durch und flankt nach vorn auf Fort, der durchstartet, aber Tschauner ist im Strafraum schneller am Ball.

  • erste Dynamo-Chance 5. Schuppan wird über links schön freigespielt, flankt von der Grundlinie flach nach innen, wo Fort freistehend den Ball direkt nehmen will, aber er schlägt drüber, so dass die Kugel ins Aus fliegt.

  • Freistoß von Ginczek 4. Nach einem Foul von Trojan bekommen die Gäste einen Freistoß zentral vor dem Strafraum zugesprochen. Der Pauli-Stürmer nimmt Anlauf und schießt genau auf Kirsten, der den Ball fängt.

  • St. Pauli gleich mit Pressing 3. Zweimal vertändeln die Schwarz-Gelben leichtfertig in der eigenen Hälfte den Ball, erst Brégerie mit ungenauem Abspiel, dann verliert Solga unnötig das Leder. St. Pauli nutzt das zum Glück nicht aus.

  • Schiedsrichter 2. Die Partie wird von Thorsten Kinhöfer geleitet. Als Linienrichter sind Detlef Scheppe und Thorben Siewer aktiv.

  • Anpfiff 1. Dynamo hat Anstoß. Die Partie läuft.

  • Zuerst stürmt Dynamo auf das Tor auf der Südseite, Benjamin Kirsten geht ins Tor vor dem K-Block.

  • Beide Mannschaften laufen unter den Klängen des "Zwölften Mann" ins Stadion. Dynamo wird in schwarz-gelb spielen, St. Pauli ganz in weiß.

  • Nach drei Niederlagen in Folge, das erste Mal unter Peter Pacult, müssen die Schwarz-Gelben heute ein gutes Ergebnis erzielen, um die Hoffnungen auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten.

  • In fünf Minuten gehts los. Dynamo könnte heute mit einem Sieg am VfL Bochum vorbeiziehen und den Relegationsplatz nach langer Zeit verlassen.

  • Auf der Südtribüne wird ein großes Spruchband hochgehalten: "Rote Karte gegen Kollektivstrafen - Pokalausschluss aufheben. Strafen soll´n für Täter sein,, nicht für Mannschaft, Fans, Verein.

  • Dynamo blieb allerdings in dieser Saison bisher am häufigsten ohne eigenen Treffer. In zwölf Partien gelang kein Dresdner Tor.

  • Tschauner sorgte gegen den SC Paderborn mit seinem Tor zum 2:2 für den Punktgewinn St. Paulis. Erstmals seit dem 22. September 1996 hat in der 2. Bundesliga wieder ein Torhüter getroffen, damals war Jörg Butt für den VfB Oldenburg beim 1:4 gegen den VfL Wolfsburg erfolgreich, allerdings per Elfmeter. Am 9. Dezember 1995 traf mit Stefan Brasas für Meppen beim 2:2 in Jena zuletzt ein Keeper aus dem Spiel heraus.

  • St. Pauli blieb gegen Dynamo noch nie ohne Gegentor. Hoffentlich wird irgendein Schwarz-Gelber heute dafür sorgen, dass Tschauner im Pauli-Tor hinter sich greifen muss.

  • Die angereisten St. Pauli-Anhänger singen im Gästeblock schon lautstark, während auf Heimseite noch ein wenig Ruhe herrscht. Es ist allerdings die Ruhe vor dem Stimmungssturm, der wohl in wenigen Minuten über das Dynamo-Stadion hereinbrechen wird.

  • Die Dynamo-Spieler machen jetzt nochmal die Probe für das Spiel und üben Torschüsse. Aus der Ferne sieht das gar nicht mal so verkehrt aus. Jungwirth hat eben erst Pfosten und im Nachschuss die Latte getroffen.

  • 500 Euro geben die Ultras Dynamo in die Ulf-Kirsten-Stiftung.

  • Auf dem Rasen steht jetzt Ulf Kirsten, der sich freut, mal wieder im Stadion zu sein. Daneben ist "Lehmi", der einen Scheck bereit hält.

  • Das sind statistisch also schon mal gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Spiel der Schwarz-Gelben. Im Vorjahr gab es einen 1:0-Erfolg durch ein Kopfballtor von Robert Koch.

  • In den sieben Pflichtspielduellen beider Teams gab es noch nie einen Auswärtssieg, Dynamo Dresden gewann dabei sogar alle drei Heimspiele gegen den FC St. Pauli zu null.

  • Pacult hat in der Startelf im Gegensatz zur Partie in Braunschweig eine Veränderung vorgenommen. Statt Tobias Müller darf Pavel Fort im Sturm beginnen.

  • Beide Mannschaften machen sich auf dem Rasen warm. Die Dynamo-Spieler üben nochmal einige lange Pässe und Benjamin Kirsten wird von Torwarttrainer Thomas Köhler warmgeschossen.

  • Die Temperaturen in Dresden sind etwas frisch, aber trotz tiefer grauer Wolken regnet es momentan nicht.

  • St. Pauli spielt mit Tschauner - Avevor, Kringe, Funk, Bruns, Ginczek, Gyau, Thorandt, Bartels, Mohr, Kalla

  • Auf der Ersatzbank sitzen heute Fromlowitz, Gueye, Kempe, Jänicke, Müller, Kitambala und Fiel.

  • Peter Pacult hat folgende Startelf nominiert: Kirsten - Schuppan, Jungwirth, Losilla, Brégerie (C) - Solga, Streker, Koch, Trojan, Ouali - Fort

  • Herzlich Willkommen zum 28. Spieltag der 2. Bundesliga. Dynamo empfängt heute den FC St. Pauli vor heimischer Kulisse.