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29. Spieltag 1. FC Union Berlin - SG Dynamo Dresden

Fakten zum Spiel

Die SG Dresden feiert Geburtstag und reist zum Jubiläum nach Berlin. Am 12. April 2013 empfängt der 1. FC Union Berlin am 29. Spieltag der 2. Bundesliga die Schwarz-Gelben im "Stadion an der Alten Försterei". Die Köpenicker erwiesen sich in den letzten Jahren als schwieriger Gegner. Obwohl die Gesamtbilanz aus 71 Spielen insgesamt in jeder Kategorie für Dynamo positiv ausfällt, gelang den Dresdnern insbesondere nach der Jahrtausendwende nur noch vor heimischer Kulisse ein Erfolgserlebnis. Der letzte Auswärtssieg datiert vom 5. Mai 1998, als Dynamo mit 3:0 gewann. Ende der 1990er Jahre konnten die Schwarz-Gelben noch zweimal einen Punkt aus Köpenick entführen, danach gab es durchweg Niederlagen. Und auch das Hinspiel in Dresden ging mit 0:2 verloren.

Bilanz SG Dynamo Dresden gegen Union Berlin
Spiele Siege Remis Niederl. Torverh. Punkte
Gesamtbilanz 71 37 17 17 129:70 128
Heimbilanz 31 21 4 6 70:27 67
Auswärtsbilanz 31 10 13 8 40:33 43
Pflichtspiele 58 29 15 14 109:59 102
Die Zuschauer

831.000 Zuschauer kamen bisher zu den 71 Aufeinandertreffen zwischen Union und Dynamo. Im Schnitt pilgerten 12.055 Besucher in die Stadien. Das letzte Duell in Dresden markiert bis dato den Höchstwert. Den 2:0-Erfolg der "Eisernen" sahen 29.500 Fans. Das Rückspiel wird vorraussichtlich auch einen neuen Bestwert hervorbringen. Seit Februar 2013 verfügt das "Stadion an der Alten Försterei" über eine Kapazität von 21.704 Plätzen. Weil das Spiel am Freitagabend als ausverkauft gilt, dürfte der bestehende Rekord für einen Dynamo-Auftritt in Köpenick, der bei 18.450 Besuchern liegt, übertrumpft werden.

Ewige Tabelle 2. Bundesliga

Alle Zweitliga-Spiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
52 Union Berlin 7 232 81 66 85 321:330  -9 309
72 SG Dynamo Dresden 4 130 44 30 56 165:191 -26 162
Heimspiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
52 Union Berlin 7 116 55 33 28 183:127  56 198
73 SG Dynamo Dresden 4 65 33 13 19 101:80  21 112
Auswärtsspiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
50 Union Berlin 7 116 26 33 57 138:203 -65 111
75 SG Dynamo Dresden 4 65 11 17 37 64:111  -47 50
Spieler und Trainer in beiden Vereinen (inkl. Testspiele)

Daniel Ernemann, der aus Amberg (Oberpfalz) stammt, kickte von 1997 bis 1999 bei den Amateuren des FC Bayern München und wechselte über die kurze Zwischenstation FC Augsburg zum 1. FC Union Berlin. Zwei Jahre später gelang ihm mit den "Eisernen" der Aufstieg in die 2. Bundesliga und der Einzug ins DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04 (0:2). In der Folgesaison kam der Abwehrspieler international in den UEFA-Cup-Spielen der Köpenicker gegen Haka Valkeakoski und Litex Lovech zum Einsatz. Nach dem Abstieg der Unioner ging es 2004 zu Austria Lustenau. Zwei Jahre später erfolgte der Wechsel zur SG Dynamo Dresden. Bei den Schwarz-Gelben absolvierte der heute 37-Jährige 54 Partien und schoss zwei Tore. Nach zwei Jahren in Dresden zog es ihn zurück nach Österreich. In Lustenau beendete er 2010 seine aktive Karriere und wurde dort Manager und Trainer.

weitere Spieler: Toni Jelen, Frank Kaiser, Ronny Teuber, Steffen Büttner, Nico Patschinski, Robert Kovacic, Daniel Petrowsky, Sven Förster, Dario Dabac, Lars Heller, Werner Heine, Ronny Nikol, Halil Savran, Mirko Soltau, Shergo Biran, Cristian Fiel

Trainer: Werner Voigt, Harry Nippert, Fritz Gödicke

Höchste Siege und Niederlagen in der 2. Bundesliga
Höchster Heimsieg Union Berlin 2001/02 Union — Reutlingen 5:0
2001/02 Union — Ahlen 5:0
Dynamo 2011/12 Dynamo — Karlsruhe 5:1
Höchste Heimniederlage Union Berlin 2001/02 und 2011/12 Union — E. Frankfurt 0:4
2011/12 Union — Fürth 0:4
Dynamo 2004/05 SGD — 1860 München 0:4
Höchster Auswärtssieg Union Berlin 2011/12 Rostock — Union 2:5
Dynamo 2004/05 Trier — SGD 2:4
2011/12 1860 München — SGD 2:4
Höchste Auswärtsniederlage Union Berlin 2002/03 Köln — Union 7:0
Dynamo 2004/05  Saarbrücken — SGD 5:1
2005/06 Aachen — SGD 5:1
Sonstige Fakten
  • Dynamo ist seit 13 Pflichtspielen auswärts ohne Sieg (davon ein Pokalspiel). Der negative Vereinsrekord liegt bei 16 Spielen aus der Saison 1992/93. Zuletzt gab es 13 Auswärtsspiele ohne Sieg in der Saison 2004/05.

  • Dynamo stand nach Abschluss des Spieltages das erste Mal seit dem 17. Spieltag, dem Auswärtsspiel in Regensburg (0:0) im Dezember 2012, wieder auf einem Nichtabstiegsplatz.

  • Gegen den FC St. Pauli bestritt Dynamo das 2222. Pflichtspiel seit 1950. Alle Rekordspieler, - torschützen und - ergebnisse gibt es in der Sonderausgabe des Dynamo-KREISEL zum Vereinsjubiläum.

  • Dynamo ist seit 1998 bzw. seit fünf Partien bei Union Berlin ohne Auswärtssieg.
Rückblick zum St. Pauli-Spiel
  • Zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte wurde ein Rückstand von zwei Toren aufgeholt und noch in einen Sieg gewandelt (79/80 beim 4:2 gegen Aue in 24 Minuten, 82/83 beim 3:2 gegen Jena in 39 Minuten, 11/12 beim 4:3 n.V. gegen Leverkusen in 49 Minuten). Gegen St. Pauli gelang das damit in einer neuen Rekordzeit von nur 15 Minuten.
  • Zwölfmal wurde dagegen in der Vereinsgeschichte ein 2:0-Vorsprung verspielt (u.a. beim 3:7 in Uerdingen). Zuletzt passierte das beim 2:3 am Millerntor in dieser Saison. Ein 3:2 nach 0:2 sowohl im Hinspiel als auch im Rückspiel gab es in der Geschichte der 2. Bundesliga noch nie.

  • Es war eines der kampfbetontesten Zweitliga-Spiele mit Dynamo-Beteiligung. Schiedsrichter Kinhöfer pfiff 52 Foulspiele. Das sind die drittmeisten Fouls in einem Dynamo-Zweitligaspiel. Davon wurden 28 durch die Schwarz-Gelben begangen. Damit wurde der Vereinsrekord in der 2. Bundesliga eingestellt.

  • Anthony Losilla markierte beim 2:2-Ausgleich das 100. Heimtor der dynamischen Zweitliga-Historie.

Jubel zum Jubiläum?

Es passierte in den letzten Jahren nicht allzu oft, dass die SG Dynamo Dresden wie schon im Gründungsjahr 1953 am Vereinsgeburtstag auch ein Pflichtspiel bestreiten durfte. Vor 60 Jahren fand nach der feierlichen Übergabe der neuen SGD-Fahne im Filmtheater Schauburg am Nachmittag auf dem Fußballplatz eine Partie gegen Aktivist Brieske-Ost statt. Es gab ein torloses Unentschieden. 49 Jahre später kickten die Schwarz-Gelben in der vierten Liga und holten im Kampf um den Aufstieg einen souveränen und vorentscheidenden 2:0-Sieg beim Mitkonkurrenten Carl Zeiss Jena. Über 4.000 Dynamo-Fans brachten das Abbe-Sportfeld an diesem Tag stimmungstechnisch zum Beben, die Mannschaft um die Torschützen Volker Oppitz und Steffen Heidrich die Gastgeber spielerisch zur Verzweiflung.

Ein Jahr später wiederholte sich das Szenario. Dynamo wurde 50, ein halbes Jahrhundert alt, und traf auswärts auf die Amateure des Bundesligisten Bayer Leverkusen. Weltmeister Lucio und weitere Spieler, die sich später im Oberhaus etablieren konnten (Adler, Vranjes, Callsen-Bracker, Brdaric) ließen den Auftritt in der Bay-Arena zur schwarz-gelben Herausforderung werden. Nach 80 Minuten Fußball-Magerkost servierte Rene Beuchel den 3.000 eigenen Anhängern im Stadion die Geburtstagstorte. Mit einem herrlichen Treffer aus der Distanz unter die Latte brachte „Bauch“ auch die übermüdeten 1.000 Fans in Exstase, die 14 Stunden vorher mit dem „Feldi-Express“ in Dresden aufbrachen und „24 Stunden Fahrt für 90 Minuten wegen 50 Jahre Dynamo“ auf sich nahmen.

Im 60. Jahr der Sportgemeinschaft dürfen sich die Fans nun erneut auf einen Leckerbissen zum Geburtstag freuen. Die Schwarz-Gelben treten auswärts beim 1. FC Union Berlin an. In der Woche nach dem emotionalen Spiel gegen St. Pauli war die Laune in der Mannschaft sehr gut, wie Filip Trojan beschrieb: „Wir haben uns gefreut, dass wir endlich gewonnen und Tore geschossen haben“, sagte der Tscheche, der mit seinem Fallrückzieher die Wende gegen die Kiez-Kicker einleiten konnte. Zu lange feiern wollte die Schützlinge von Trainer Peter Pacult jedoch nicht, wie Trojan versicherte. „Die Konzentration lag auf dem anstehenden Spiel, das für uns nicht einfach wird“, machte der frisch gebackene Vater eines Sohnes deutlich und sprach dabei von einem gestärkten Selbstvertrauen, das sich die Mannschaft mit dem Sieg gegen St. Pauli zurückgeholt hat. „Ich bin mir sicher, dass wir das auch gegen Union zeigen werden“, ließ er noch wissen, ohne zuviel zu versprechen. „Ich kann jetzt viel erzählen, aber wir müssen es dann auf dem Platz auch machen.“ Dabei stellte er auch klar, dass die Spieler den Geburtstag des Vereins nicht so sehr im Fokus haben, wie die Fans. „Das ist eine tolle Sache, aber das Wichtigste für uns sind die Punkte“, sagte der Mittelfeldspieler, der mit einem guten Gefühl nach Berlin fährt. „Man hat gesehen, dass wir gegen St. Pauli vielleicht nicht spielerisch geglänzt, dafür aber läuferisch und kämpferisch überzeugt haben“, blickt er zurück und spricht von Leben in der Mannschaft, in der jeder kapiert hat, dass es nicht anders geht. „Ich habe so ein Gefühl, dass es bei jedem angekommen ist.“

Auf ein mögliches Geburtstagsgeschenk der Gastgeber wird Dynamo in der „Alten Försterei aber vergeblich hoffen. Die „Eisernen“ gehören zu den fünf besten Heimteams der Liga. Zwar scheint der zwischenzeitliche Sprung auf den Platz 3 außer Reichweite, doch Trojan hat das passende Argument parat, weshalb die Berliner das Spiel genauso gewinnen wollen: „Letztes Jahr waren wir selbst auch schon durch und haben trotzdem bis zum Schluss alles gegeben und gegen gute Gegner noch unsere Punkte geholt.“ Auch Peter Pacult erwartet in der „Alten Försterei“ einen Kontrahenten, der wie St. Pauli aggressiv auftreten wird, „um die Räume eng zu machen und draufgeht“. Der Coach will sich zudem nicht von der positiven Stimmung im Umfeld beeinflussen lassen und sieht nach dem fulminanten letzten Sieg keinen Grund, in Jubel auszubrechen: „Ich habe das nach dem Hertha-Spiel nicht getan und immer gesagt, das wird ein harter Weg.“ Der Österreicher hat seine Meinung nicht geändert und möchte alles ausblenden, „was ich selbst nicht beeinflussen kann, was war und was noch kommt.“

Im Mannschaftskader sieht er keine Veranlassung, etwas zu verändern. Alle 20 zur Verfügung stehenden Spieler der Vorwoche könnten auch diesmal mit dabei sein, wenn Dynamo in der Wuhlheide das Unterfangen antritt, endlich mal wieder Punkte mit nach Dresden zu nehmen. Zuletzt gelang das 1999 mit zwei Unentschieden, der letzte Sieg liegt dagegen sogar noch ein Jahr länger zurück. Neben diesem gibt es weitere gute Gründe, gegen Union zu gewinnen. An erster Stelle steht natürlich der nach wie vor brisante Kampf um den Klassenerhalt, wo jeder Punkt am Ende Gold wert sein kann. Dynamo feiert Geburtstag, nicht irgendeinen, sondern den 60. Ein Geschenk in Form eines Dreiers käme da wie gerufen, zumal es die Serie der erfolgreichen Spiele am 12. April, an einem Tag wie diesem, fortzusetzen gilt. Die Schwarz-Gelben bestritten bisher in ihrer Zweitliga-Geschichte insgesamt 65 Auswärtsspiele, von denen sie elf gewannen. Es wird also Zeit für den zwölften Sieg am 12.4., passend zum runden Jubiläum. Das hätte einen weiteren symbolischen Effekt zur Folge. Gewinnt Dynamo am Freitagabend in der „Alten Försterei“, wären das die Zweitliga-Auswärtspunkte 51 bis 53.

Schiedsrichter der Partie wird Dr. Jochen Drees aus Münster-Sarmsheim sein. Der Anpfiff erfolgt um 18.00 Uhr, die Stadiontore werden bereits 16.30 Uhr geöffnet. Das Stadion ist restlos ausverkauft. Etwa 2.080 Dynamo-Fans werden ihre Mannschaft vor Ort unterstützen. Im Sonderzug nach Berlin und im Gästebereich wird im Rahmen des Vereinsjubiläums eine Sonderausgabe des Dynamo-KREISEL verkauft.

Geburtstagsfeier mit Punktgewinn

Die SG Dynamo Dresden hat den sportlichen Teil der Feierlichkeiten zum 60. Vereinsgeburtstag trotz eines torlosen Unentschieden im Duell gegen den 1. FC Union Berlin mit Bravour bestanden. Obwohl es für beide Fanlager im "Stadion an der Alten Försterei" über die 90 Minuten keinen emotionalen Gefühlsausbruch durch einen Torerfolg gab, durften sich zumindest die Dresdner am Ende über einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt freuen. Unter anderem mit einem Sonderzug angereist und in Mottoshirts präsent, zeigte sich der Dynamo-Anhang nach Abpfiff in Feierlaune und zelebrierte gemeinsam mit der Mannschaft vor dem eigenen Block eine "Uffta". Bis zu diesem Augenblick der unbekümmerten Fröhlichkeit stand jedoch für Fans und Spieler ein hartes Stück Arbeit.

Dynamo-Trainer Peter Pacult musste vor Spielbeginn die erste Hiobsbotschaft entgegen nehmen. Mittelfeldspieler Robert Koch verletzte sich beim Aufwärmen (Oberschenkel) und musste auf seine Nominierung verzichten. Tobias Jänicke rückte kurzfristig in die Startelf, die im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen St. Pauli eine weitere Veränderung erfuhr. Cristian Fiel erhielt den Vorzug gegenüber David Solga.

Die Gastgeber hatten im Vorfeld der Begegnung angekündigt, dass es für die Schwarz-Gelben zum Geburtstag keine Geschenke zu verteilen gab. Was die Hausherren dann jedoch über weite Strecken der ersten Halbzeit boten, hätte allerdings das Gegenteil vermuten lassen. Torchancen der Köpenicker blieben an diesem sonnigen Aprilabend bis zur Halbzeit absolute Mangelware. Dynamo verstand es, die Offensivbemühungen der "Eisernen" frühzeitig unter Kontrolle zu bringen. Union-Spielmacher Mattuschka stand permanent unter persönlicher Bewachung von Denis Streker und ein gutes Stellungsspiel im Verbund mit enger Manndeckung zog den Union-Stürmern Nemec und Terodde den Zahn und gewann mit jeder Minute mehr und mehr an Selbstvertrauen und Sicherheit. Das spiegelte sich vor allem in eigenen Angriffen wieder, die mutig und ansehenswert nach vorn getragen wurde. Wiederholt setzte vor allem Idir Ouali sehenswerte Akzente. Was fehlte, war ein gut postierter und schneller Vollstrecker, der die Vorlagen des Franzosen hätte verwandeln können. Zudem fehlte in einigen Situationen diesmal leider auch das Glück, das notwendig gewesen wäre, um die sich überraschend oft bietenden Chancen in Tore umzumünzen. Filip Trojan und Romain Brégerie ließen Gelegenheiten genauso aus, wie auch der nicht immer spritzig wirkende Pavel Fort.

"Seit 60 Jahren mit dir verbunden - in guten wie in schlechten Stunden!" prangte als Spruchband während der ersten Halbzeit am Zaun vor dem Gästeblock und die anwesenden 2.000 schwarz-gelben Schlachtenbummler erlebten bis zum Pausenpfiff eine wahrlich ansprechende Vorstellung ihrer Lieblinge. Allein ein Tor fehlte für den Jubelrausch zum Jubiläum. Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Köpenicker ihre bis dahin größte Möglichkeit, als Mattuschka nach einem Querpass im Strafraum plötzlich freistehend zum Schuss kam. Der Routinier scheiterte jedoch an Benjamin Kirsten, der parieren konnte.

Mit dem Wiederanpfiff erwarteten vor allem die Heimfans eine verbesserte Union-Mannschaft, doch ein Sturmlauf der Gastgeber war nicht zu verzeichnen. Stattdessen wussten sich die Schwarz-Gelben mit viel Einsatz und erfolgreichen Zweikämpfen zu helfen. Die einzige nennenswerte Chance für die "Eisernen" hatte Nemec in der 60. Minute auf der Hacke, als er eine flache Hereingabe an Kirsten technisch fein vorbeispitzeln wollte. Der Dynamo-Keeper ließ sich allerdings nicht überwinden und wehrte mit dem Fuß ab. Auch der nächste Angriff der Hausherren hatte das Potenzial für einen Torerfolg. Der Ball rollte quer vor dem Tor entlang, ohne dass ihn ein Unioner fußballgerecht verwandeln konnte. Statistisch hatten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt schon längst die höheren Spielanteile, aber die besseren Zweikampfwerte sprachen für ein effektives Auftreten der Dynamo-Elf, zumindest in der eigenen Hälfte.

Im Offensivspiel blieb der entscheidende Moment leider aus, obwohl sich immer wieder Chancen zum Kontern ergaben. Dabei fehlte schlussendlich allerdings der letzte Mut und ein konsequentes Nachsetzen aus dem Mittelfeld, um vorn die Abwehr der Köpenicker bedeutend in Verlegenheit zu bringen. Auch die Einwechslung von Youngster Tobias Müller, der für Pavel Fort auf den Rasen kam, brachte keine Wirkung mehr. Nur noch einmal mussten die Dresdner hochkonzentriert zu Werke gehen, als Union drei Eckbälle in Folge zugesprochen bekam. Mit Glück und Geschick überstand die Mannschaft diese Situationen. Und weil auch in den letzten Minuten der Partie bei beiden Teams keine Impulse mehr zu verzeichnen waren, stand am Ende die Null unter jedem Vereinswappen auf der Anzeigetafel. Die Reaktionen der Zuschauer nach dem Abpfiff verdeutlichen dann den Wert dieser Punkteteilung. Die Fans der "Eisernen", die ohnehin nicht dafür bekannt sind, ihr eigenes Team den Strapazen einer monotonen Pfeiferei auszusetzen, spendierten ihren Sportsmännern den verdienten Applaus für ihre Schinderei auf dem Rasen, obwohl die Erwartungen in der Wuhlheide vor der Begegnung wohl höher flogen, als diejenigen der Dynamo-Gemeinschaft. Die konnte nämlich im Angesicht der weniger erfolgreichen Auftritte im "Stadion an der Alten Försterei" in den vergangenen Jahren mit dem schwer erkämpften und verdienten Zähler weit aus mehr zufriedener sein. Und dies auch offen zeigen, indem die Mannschaft zu einer "Geburtstags-Uffta" vor dem Fanblock eingeladen wurde. Es war immerhin der erste Punkt seit 1999, den Dynamo den Unionern in Berlin entreißen konnte. Und der am Ende in der Tabelle schon deshalb etwas wert ist, weil sich durch die gleichzeitige Niederlage des SV Sandhausen gegen Braunschweig (1:3) der Abstand auf den ersten direkten Abstiegsplatz auf nunmehr fünf Punkte vergrößerte.

Am nächsten Spieltag empfängt die SGD zum nächsten Ostduell den FC Energie Cottbus in Dresden.

90 Minuten - Der Spielverlauf

  • Uffta im Dynamo-Block Die Mannschaft hat sich vor den Fans auf den Rasen gesetzt und erhält für ihren Auftritt in der "Alten Försterei" ein großes Dankeschön der mitgereisten Anhänger.

  • erkämpfter Punktgewinn Es ist am Ende nur ein Zähler, der für Dynamo aber nicht nur verdient, sondern auch wichtig ist. Mit viel Einsatz zeigen die Schwarz-Gelben, dass sie für den Abstiegskampf gerüstet sind und werden heute belohnt.

  • Abpfiff 90.(+2) Das Spiel ist vorbei. 0:0 lautet da Ergebnis.

  • Kirsten wie Kresic 90.(+2) Einen langen Ball vor das Tor holt sich unser Keeper und legt sich erstmal auf den Rasen, so wie früher unser Ignjac.

  • Aufregung bei Dynamo 90.(+1) Von der Bank springen alle auf, weil der Linienrichter einen Einwurf angezeigt hat, zurecht. Doch der Schiedsrichter gibt Freistoß für Union.

  • Dynamo am Ball 90.(+1) Kirsten macht den Abstoß, lässt sich schon etwas mehr Zeit. Zwei Minuten gibt es oben drauf.

  • Dynamo kämpft 90. Die Schwarz-Gelben verdienen sich das Ergebnis hier, wenn gleich vielleicht auch mehr drin gewesen wäre. Sie sind aber immer noch konzentriert und gehen jedem Ball nach.

  • Dynamo im Angriff 89. Kempe bekommt den Klärungsversuch der Berliner vor die Füße, legt auf Müller ab, der zur Grundlinie zieht, dann eine Ecke rausholen will, was aber nicht klappt.

  • Puncec köpft daneben 88. Dynamo hat diese Phase überstanden, weil der Innenverteidiger der Unioner den Ball neben das Tor setzt.

  • dritte Ecke in Folge 88. Dynamo muss jetzt eine schwierige Phase überstehen, denn Union kommt nochmal.

  • Eckball für Union 87. Streker springt für Jungwirth hinten rechts ein, der vorher zu spät kam, kann den heranstürmenden Berliner gerade noch stoppen.

  • Erinnerungen an Jena 85. 2002 gastierte Dynamo auch am 12.4. auswärts an den Kernbergen. Wer erinnert sich daran noch? 2:0 gewannen die Schwarz-Gelben durch Tore von Oppitz und Heidrich. Und vor der Kurve standen zwei Wasserwerfer. Die sind heute nicht zu sehen, dafür aber jetzt aus irgendwelchen Gründen eine beachtliche Zahl an Polizisten.

  • Handspiel 83. Die Zuschauer hier rufen danach, doch wir haben nichts gesehen. Der Schiedsrichter auch nicht.

  • Distanzschuss von Jungwirth 83. Nachdem Trojan den Ball vorn verloren hatte, attackiert Dynamo sofort wieder und erkämpft sich den Ball zurück. Der Rechtsverteidiger nimmt Maß, verzieht aber deutlich.

  • 81. Göhlert kommt rein.

  • 81. Menz geht raus.

  • Chance für Union 81. Nemec kann jetzt doch einmal mit einem Kopfball so etwas wie Gefahr heraufbeschwören, aber sein wuchtiger Stoß geht knapp am Pfosten vorbei.

  • Schlussphase 80. Die letzten Minuten brechen an und momentan sieht es eigentlich nach einem 0:0 aus. Union kommt nicht dazu, sich echte Torchancen zu erspielen, Dynamo ist nach vorn zu ungenau und vergibt die Konter.

  • 77. Tobias Kempe kommt zum Einsatz.

  • 77. Tobias Jänicke geht raus.

  • Zeigt eure Mottoshirts 77. Im Gästeblock zeigt die eine Hälfte die gelbe Seite des heutigen Shirts, die andere Hälfte die schwarze. Vorn sind die Jahre 1953 und 2013 angegeben, dazwischen steht eine große 60. Hinten drauf ist der Spruch, der in der ersten Halbzeit auf der großen Zaunfahne prangte.

  • neuer Schwung in der Offensive 76. Müller wird sicherlich etwas mehr nach vorn zeigen, als es Fort in den letzten Minuten tun konnte. Ein guter Wechsel des Trainers. Mal sehen, ob der Youngster hier als Joker sogar auch zustechen kann.

  • 74. Tobias Müller ist jetzt drin.

  • 74. Pavel Fort geht aus dem Spiel.

  • Kirsten boxt den Ball 74. Nach einem Freistoß von Union in den Strafraum macht sich unser Torwart groß und klärt die Situation. Dabei wird er behindert, es gibt sogar noch den Freistoß.

  • 73. Quiring kommt rein.

  • 73. Özbek geht raus.

  • Müller kommt 73. Endlich hat Pacult ein Einsehen mit Fort, der die sich bietenden Konterchancen einfach nicht ausnutzen kann. Der Wechsel kommt richtig.

  • Spiel wird offen 71. Die Unioner haben jetzt Schwierigkeiten, zuhause ihre Rolle zu übernehmen. Dynamo wird wieder offensiver und bekommt Offensivaktionen, aber es fehlt sowas wie ein Aperol Spritz, um vorn mal die Bude zu machen.

  • Konter von Dynamo 69. Streker schiebt den Ball nach Gewinn schön auf Ouali weiter, der nach vorn startet und sich durchsetzt, aber nach dem zweiten Schlenker bleibt er hängen und sein Schussversuch wird abgeblockt.

  • Jungwirth verletzt 68. Parensen grätscht an der Seitenlinie unseren Rechtsverteidiger weg, der mit Schmerzen liegen bleibt. Das sah böse aus, aber es geht für Jungwirth weiter.

  • Spiel ausgeglichen 66. Dynamo hat jetzt die Partie wieder besser im Griff, kann die Angriffe der Unioner eher stören und die Gefahr vorm eigenen Tor wegschieben. Nach vorn geht aber zu wenig, um selbst ein Tor zu machen.

  • Blick zurück 63. Vor zehn Jahren, am 12.4.2003, als Dynamo seinen 50. Geburtstag feiern konnte, gastierten die Dresdner in Leverkusen und besiegten deren Amateure durch einen Treffer von Rene Beuchel in der 80. Minute mit 1:0.

  • Spielwerte 62. Union hat mehr Anteile an der Partie, dafür ist Dynamo zweikampfstärker und verzeichnet bis jetzt mehr Torschüsse.

  • Doppelchance für Union 61. Gleich im nächsten Angriff rollt der Bal flach vor das Dresdner Tor, wo gleich zwei Berliner den Torschuss verpassen. Einer senst über die Kugel und verschafft den Heimzuschauern verzweifelte Gesichter.

  • Glanztat von Kirsten 60. Nemec nimmt einen flachen Ball von der Seite mit der Hacke und will ihn ins Tor spitzeln, aber Benny passt auf und klärt.

  • 58. Skrzybski kommt rein.

  • 58. Terodde geht raus.

  • Statistik 58. In unserem Liveticker gibt es unten drei Reiter, wo ihr auch ständig die aktuelle Aufstellung und vor allem die aktuellen Statistikdaten abrufen könnt.

  • Fort stürmt 56. Der Tscheche bekommt einen langen Ball und geht nach vorn, setzt dann den Flachpass in die Mitte an, aber niemand ist da, der ihn gebrauchen kann. Auf der anderen Seite des Spielfeldes gibt es deshalb Einwurf für Union.

  • Zuschauerzahl 55. Das Stadion ist ausverkauft, es sind 21.244 Fans da, etwas mehr als 2.000 drücken Dynamo die Daumen.

  • Dynamo in der Abwehr 54. Die Schwarz-Gelben verrichten hier gewissenhafte und kompromisslose Verteidigung. Losilla zieht den Fuß nicht zurück und wird beim Klärungsversuch getroffen. Es gibt Freistoß für Dynamo aus der eigenen Hälfte.

  • Eckball für Union 52. Die Hausherren bekommen die zweite Ecke in kurzer Folge. Diesmal klärt Brégerie, aber die Berliner machen nichts daraus.

  • Jungwirth grätscht 51. Die Berliner bestimmen das Geschehen, Dynamo kann aber immer wieder dazwischen gehen. Noch ist hier alles im grünen Rahmen, der erste Sturmlauf der Gastgeber ist ausgeblieben.

  • Wechselspieler 49. Die schwarz-gelben Banksitzer machen sich vor der Fanwand der Unioner warm. Spannend dürfte die Frage sein, ob unser Dmitri heute vielleicht zu seinem ersten Einsatz kommen könnte. Wir sind gespannt, ihr hoffentlich auch alle.

  • Spielverlauf 48. Wir sind gespannt, wie sich das Geschehen auf dem Platz jetzt entwickelt. Kann Dynamo weiter im Spiel bleiben oder dreht Union auf? Tun sie das nicht, dann muss der Sieg hier erzwungen werden.

  • Anpfiff 46. Dynamo hat jetzt Anstoß. Es gibt keine Wechsel.

  • Zwischenfazit Dynamo zeigt sich zum Geburtstag hellwach und ist im Spiel gegen Union mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar den Tick besser. Hinten passt die Abwehrarbeit, aber nach vorn wurden die vorhandenen guten Chancen leider noch nicht genutzt. Wenn sich in dem Bereich etwas tut, dann ist hier mehr als nur ein Auftritt in der Wuhlheide drin.

  • Halbzeit 45.(+1) Dieses Vorhaben funktioniert, so dass Herr Drees jetzt die erste Halbzeit abpfeifen kann.

  • Nachspielzeit 45.(+1) Wir befinden uns in der einen Minute oben drauf. Union ist jetzt da und setzt mehr auf Offensive. Dynamo muss hinten nochmal dicht machen, bevor es zum Pausentee geht.

  • Eckball für Union 45. Die "Eisernen" sind jetzt munter geworden, nachdem die Fans hier lauf "Aufwachen" gerufen haben. Dynamo hat hinten mehr zu tun, kann sich aber bis jetzt gut aus der Affäre schlagen. Die Ecke bringt nichts ein.

  • Fiel angeschlagen 45. Der Routinier muss den zweiten Ball der Unioner im Strafraum mit vollem Körpereinsatz klären, bleibt nach dem Zweikampf liegen. Union spielt den Ball raus, Fiel kann behandelt werden und kommt zurück ins Spiel.

  • erste Union-Chance 43. Nachdem Dynamo den Ball hinten nicht rausspielen kann, steht Mattuschka nach einem Querpass plötzlich frei vor Kirsten, doch unser Keeper wirft sich in den Schuss und kann parieren.

  • Freistoß für Dynamo 42. Jetzt hat Pavel mal den Vorteil auf seiner Seite, wird von drei Unionern in die Mangel genommen, es gibt Freistoß. Der wird schnell ausgeführt, aber die spätere Flanke fällt direkt in die Arme von Haas.

  • Diskussionen um Fort 41. Neben uns wird eifrig über einen möglichen Wechsel zur Halbzeit gesprochen, zumal Pacult und Däbritz nach der Szene von Fort ebenso scheinbar erste Überlegungen angestellt haben.

  • Fort vergibt Chance 39. Nach einem Fehler der Unioner spielt Trojan schön auf Fort, doch der Stürmer kommt zu weit nach draußen und sein Schuss ist alles andere als zweitliga-tauglich. Er rackert und müht sich, wirkt aber kaum spritzig.

  • Gelbe Karte 37. Schuppan wird im Vorstoß gehalten, ein taktisches Foul. Das gibt zurecht die erste Verwarnung im Spiel, nachdem im gleichen Angriff ein zweiter Dresdner schon am Trikot gezogen wurde. Mattuschka war der Übeltäter.

  • zweiter Ball im Spiel 36. Niemand merkt es, dass von der Seite ein weiteres Spielgerät auf das Feld rollte. Während Union im Angriff ist, weist Däbritz den vierten Assistenten darauf hin. Quiring springt von der Union-Bank auf und erweist sich als Ballholer.

  • Schuppan schießt 31. Dynamo dreht jetzt auf. Der Linksverteidiger kommt im Strafraum an den Ball, will wie bei seinem Tor gegen St. Pauli auf das Tor schießen, doch es wird eher eine Flanke, die aber keinen Nutzen bringt.

  • erneut Dynamo gefährlich 30. Jetzt gehts scheinbar los. Jemand hat das erste Bier gefunden. Wieder ist Ouali angriffslustig, macht sich an die Unioner ran, flankt, aber Haas holt sich das Leder.

  • gute Chance für Dynamo 29. Ouali dribbelt die Unioner besoffen und schiebt den Ball vor dem Tor nach innen, aber dort steht niemand, der das Ding verwandeln kann.

  • interessante Taktik bei Dynamo 28. Pacult setzt hinten bei Ballbesitz des Gegners scheinbar auf eine Fünferkette, die von Streker verstärkt wird. Davor agiert eine Viererkette mit Fiel und den drei Mittelfeldspielern, Fort hängt lauert vorn auf die Bälle

  • Sportgemeinschaft Dynamo Dresden 27. Vor dem Gästeblock hängt jetzt eine lange Zaunfahne, darauf steht: "Seit 60 Jahren tief mit dir verbunden - in guten wie in schlechten Stunden!"

  • Dynamo wird gefährlicher 25. Erneut können die Schwarz-Gelben angreifen. Ouali geht schön zentral in die Mitte, legt auf Fort ab. Der Tscheche sucht seinen Landsmann, flankt nach innen, aber Trojan verpasst haarscharf die Kugel mit dem Fuß.

  • Eckball auf Brégerie 24. Der Ball kommt an den langen Pfosten auf den Franzosen, der freistehend köpfen kann. Leider macht er daraus zu wenig und Haas kann den Ball problemlos aufnehmen.

  • Trojan im Strafraum 23. Nach dem Freistoß von Fiel, der geklärt wird, legt Streker auf den durchlaufenden Tschechen ab. Bevor der aber schießen kann, klären die Berliner zur Ecke.

  • Foul von Union 22. Wenn es Dynamo schafft, mal schnell nach vorn zu spielen, können sich die Berliner immer wieder nur mit unfairem Spiel weiterhelfen. Jetzt erwischt es Fort.

  • geile Atmosphäre 21. Die Unioner fühlen sich jetzt herausgefordert und legen nochmal an Lautstärke zu. Das Stadion wird zum stimmungsvollen Partytempel. So macht Fußball richtig Spaß.

  • Wo bleibt der Startschuss? 19. Hier ist er. Der Gästeblock erwacht und scheint jetzt so aufgestellt zu sein, um hier jetzt das Stadion zu rocken. Schade, dass es scheinbar vor dem Stadion wieder unorganisierte Kollegen gab. Aber noch ist nichts verloren.

  • Dynamo steht hinten gut 17. Die Schwarz-Gelben lassen die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. In der Abwehr gibt es kein Durchkommen, im Mittelfeld wird frühzeitig attackiert.

  • Spiel noch sehr gemäßigt 15. Beide Mannschaften sind noch nicht in Fahrt gekommen. Hier fehlt der erste Schnaps auf dem Feld. Torchancen sind jedenfalls bisher noch keine zu sehen gewesen.

  • Einlassprobleme 13. Scheinbar dauert es am Einlass immer noch und viele Fans sind noch nicht im Block. Deswegen wartet man, bis alle da sind. Berlin kann scheinbar nicht nur Flughafen nicht. Schade, denn das drückt gerade auf unser Gemüt.

  • Stille 12. Unsere Fans sind weiterhin komisch leise. Gibt es hier einen Boykott? Zum Geburtstag? Eigentlich unvorstellbar. Könnte auch Strategie sein. Ab Spielminute 19:53 Uhr steppt der Bär? Wir dürften nicht die Einzigen im Stadion sein, die sich wundern.

  • Freistoß für Dynamo 10. Fiel bringt den Ball nach innen, doch Union klärt. Im Nachsetzen steht Trojan dann im Abseits, so dass der Angriff abgebrochen wird.

  • Foul an Ouali 9. Fiel spielt den Ball hinten raus, schickt den Franzosen über links nach vorn, aber Puncec geht rustikal dazwischen. Der Schiedsrichter pfeift.

  • entspannte Anfangsphase 7. Wie es sich für eine Geburtstagsfeier gehört, nimmt man erstmal gemütlich im Wohnzimmer Platz und sucht sich die Getränke aus. Beide Teams scheinen Wasser bestellt haben. Ohne Sprudel.

  • erste Ecke für Dynamo 4. Ouali kommt über links in den Strafraum, will sich gegen zwei Mann durchsetzen, wird aber abgeblockt. Die gleiche Situation gibt es nach Ausführung der Ecke erneut.

  • Stille im Gästeblock 4. Irgendwas stimmt da nicht. Keine Zaunfahnen, keine Gesänge und immer noch kommen Fans ins Stadion.

  • Union am Ball 3. Die Gastgeber sind dran und übernehmen das Geschehen auf dem Platz. Dynamo ordnet sich, spielt das übliche System wie zuletzt mit einer Spitze, die Pavel Fort inne hat.

  • Anpfiff 1. Die Berliner haben den Ball ins Spiel gebracht. Es geht los.

  • Dynamo wird zuerst mit den Fans im Rücken spielen. Union hat Anstoß.

  • Dynamo läuft in den Jubiläumstrikots auf, Union wird in Rot-Weiß spielen.

  • Die Mannschaften laufen ein. Nina Hagen heult aus den Boxen, die Union-Fans machen Choreographie. ""Hier feiert nur einer - Union! Sonst keiner"

  • Das Intro der "Eisernen" startet und erzählt über die Jungs aus Oberschöneweide aus den 20er Jahren. Dabei halten die Fans im Stadion alle ihre Schals nach oben. Der Gästeblock braucht noch etwas, um sich zu formieren.

  • Die Union-Fans haben eine Choreo vorbereitet. Unter dem Blockdach hängen rote und weiße Luftballons. Vor dem Block hängt ein großes Spruchband "Eisern Union".

  • Beide Aufstellung sind vorgelesen, der Gästeblock nimmt langsam seine Fülle an und in wenigen Minuten gehts los. Die Spannung steigt.

  • Dynamo muss kurzfristig wechseln. Robert Koch hat sich beim Aufwärmen verletzt, für ihn rückt Tobias Jänicke in die Startelf.

  • Das Stadion an der Alten Försterei ist so gut wie ausverkauft. So viele Zuschauer wie heute waren in Berlin bei Union gegen Dynamo noch nie.

  • Der Routiniert feiert übrigens heute seinen ersten Hochzeitstag. Für unsere Nummer 40 heißt das heute, gleich doppelt Geschenke zu organisieren.

  • Unions Stadionsprecher Christian Arbeit, der stets mit seinem Feingefühl zu punkten weiß, gratuliert der SGD zum Geburtstag und begrüßt Heim- wie Gästefans. Und ganz besonders Cristian Fiel.

  • Noch ist der Gästeblock nicht gefüllt, denn scheinbar müssen die Zugfahrer am Einlass noch warten.

  • Schiedsrichter der Partie wird Dr. Jochen Drees sein. An den Linien arbeiten mit ihm Torsten Bauer und Christian Gittelmann.

  • Beide Mannschaften bereiten sich auf dem Platz vor. Die Dynamo-Spieler tragen dabei das heutige Mottoshirt.

  • Gerade eben sind die etwas über 700 Zugfahrer am Stadion angekommen. Kurz nach 12 Uhr ging es in Dresden los. Mit an Bord auch ein Team der Geschäftsstelle, Gremienvertreter und Geschäftsführer Christian Müller.

  • Wir wechseln jetzt unseren Platz und schauen mal, was im Stadion so los ist. In jedem Fall strahlt der Gästeblock im Dynamo-Gelb. Ein tolles Bild.

  • Klare Verhältnisse zu DDR-Zeiten: In 36 Duellen in der DDR-Oberliga gab es 23 Dresdner Siege bei nur drei Erfolgen für Union.

  • Union wird mit einem 4-4-2-System auflaufen: Haas steht im Tor, außerdem auch Mattuschka und der doppelte Torschütze vom Hinspiel, Schönheim, mit dabei.

  • Insgesamt hat Union sieben der letzten acht Pflichtspiele gegen Dresden gewonnen.

  • Dynamo Dresden und Union Berlin trafen in der letzten Saison erstmals in der 2. Bundesliga aufeinander, beide Teams gewannen dabei ihr Heimspiel mit 4:0 - in der Hinrunde dieser Saison ließen die Berliner dann einen 2:0-Sieg folgen.

  • Auf der Ersatzbank sitzen heute Scholz, Gueye, Kempe, Solga, Jänicke, Müller und Khlebosolov.

  • Peter Pacult nimmt eine Änderung in der Mannschaft vor. Für Solga rückt Fiel in die Stammformation.

  • Dynamo wird mit folgender Elf ins Jubiläumsspiel gehen: Kirsten - Schuppan, Jungwirth, Brégerie, Losilla - Streker, Fiel, Koch, Trojan, Ouali - Fort

  • Die Sonne lacht über Berlin und der Wuhlheide und der Mannschaftsbus ist vor etwa 20 Minuten ins Stadion eingefahren. Die Spieler sind konzentriert und Benjamin Kirsten rief uns ein "Auf gehts" entgegen.

  • Dynamo wird 60 und wir feiern den Geburtstag mit euch in der "Alten Försterei". Ab 18 Uhr rollt der Ball, wenn die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden auf den 1. FC Union Berlin trifft.