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32. Spieltag SG Dynamo Dresden - SC Paderborn 07

Fakten zum Spiel

Mit einem Heimspiel gegen den SC Paderborn geht es für die SG Dynamo Dresden am Freitagabend in den Saisonendspurt. Ein Sieg muss her, um eine drohende Relegation gegen den Tabellendritten der 3. Liga zu umgehen. Die Gäste aus Ostwestfalen sind nur auf den ersten Blick der mögliche dankbare Gegner, um vor eigenem Publikum drei Punkte einzusammeln. Denn in der 2. Bundesliga haben die Schwarz-Gelben bisher alle Heimspiele gegen Paderborn verloren. Kurioserweise gab es dagegen auswärts noch nie eine Niederlage. Die Bilanz spricht deshalb für Dynamo. In 11 Pflichtspielen konnten fünf Siege eingefahren werden, dreimal gab es jeweils ein Unentschieden und eine Pleite.

Bilanz SG Dynamo Dresden gegen SC Paderborn
Spiele Siege Remis Niederl. Torverh. Punkte
Gesamtbilanz 12 6 3 3 16:14 21
Heimbilanz 5 2 0 3 4:8 6
Auswärtsbilanz 6 3 3 0 10:6 12
Pflichtspiele 11 5 3 3 14:14 18
Die Zuschauer

105.150 Zuschauer wohnten den bisher elf Begegnungen beider Teams bei. Dynamo durfte dabei fast doppelt soviele Besucher im eigenen Stadion (68.400) begrüßen als die Gäste aus Paderborn in ihrer Spielstätte (36.750). Im Schnitt kamen knapp 10.000 Fans in die beiden Stadien. Der Rekord aus der letzten Partie in Dresden, die 25.300 Zuschauer verfolgten, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit am Freitagabend fallen.

Ewige Tabelle 2. Bundesliga

Alle Zweitliga-Spiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
53 SC Paderborn 7 235 81 66 88 283:313 -30 309
71 SG Dynamo Dresden 4 133 45 31 57 167:194 -27 166
Heimspiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
55 SC Paderborn 7 118 49 35 34 172:131  41 182
70 SG Dynamo Dresden 4 66 34 13 19 102:80  22 115
Auswärtsspiele
Platz Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederl. Tore Diff. Punkte
45 SC Paderborn 7 117 32 31 54 111:182 -71 127
73 SG Dynamo Dresden 4 67 11 18 38 65:114 -49 51
Spieler und Trainer in beiden Vereinen (inkl. Testspiele)

Pavel Dobry
begann seine Profikarriere 1998 bei Viktoria Pilsen in der ersten tschechischen Liga. Nach dem sportlichen Abstieg des Vereins kam der Stürmer zum damaligen Oberligisten FSV Hoyerswerda. Über die Station 1. FC Magdeburg landete er 2002 beim SC Paderborn. Bei beiden Vereinen sorgte er mit zahlreichen Toren für Aufsehen, bis er schließlich bei Holstein Kiel anheuerte und sich weiter einen Namen als erfolgreicher Goalgetter machen konnte. 2007 führte sein Weg an die Elbe. In drei Jahren erzielte der heute 37-Jährige in 94 Spielen für die Schwarz-Gelben 23 Tore und wurde zu einem wichtigen Stammspieler. Nach Verletzungsproblemen kam er später jedoch weniger zum Einsatz und ging nach drei Jahren in Dresden zum Chemnitzer FC. Mit den Himmelblauen gelang ihm der Aufstieg in die Regionalliga, zu dem der Tscheche mit seinen Toren maßgeblich beitragen konnte. Nach der Saison 2011/12 wechselte er zum Heidenauer SV.

Sieben weitere Spieler streiften während ihrer Karriere beide Vereinstrikots über: Thomas Bröker, Cataldo Cozza, Timo Röttger, Markus Palionis, Sebastian Schuppan, Dennis Eilhoff, Tobias Kempe

Trainer/Manager:

Höchste Siege und Niederlagen in der 2. Bundesliga
Höchster Heimsieg SC Paderborn 2005/06 Paderborn — Saarbrücken 7:1
Dynamo 2011/12 Dynamo — Karlsruhe 5:1
Höchste Heimniederlage SC Paderborn 2010/11 Paderborn — Cottbus 0:5
Dynamo 2004/05 SGD — 1860 München 0:4
Höchster Auswärtssieg SC Paderborn 2011/12 Bochum — Paderborn 0:4
Dynamo 2004/05 Trier — SGD 2:4
2011/12 1860 München — SGD 2:4
Höchste Auswärtsniederlage SC Paderborn 2007/08 Aue — Paderborn 7:0
Dynamo 2004/05  Saarbrücken — SGD 5:1
2005/06 Aachen — SGD 5:1
Sonstige Fakten
  • Dynamo hat zwar noch nie in Paderborn verloren, aber eine negative Heimbilanz gegen die Ostwestfalen. Alle drei Heimspiele in der 2. Bundesliga gingen allesamt verloren.

  • Paderborn gewann nur eines der letzten acht Spiele, ein 3:0 gegen Frankfurt am 26. Spieltag. Seit fünf Spielen sind die Ostwestfalen sieglos. In vier dieser letzten fünf Spiele holte Paderborn aber jeweils einen Punkt.

  • Nur Hertha und Braunschweig feierten auswärts mehr Siege als Paderborn, die schon sechsmal in der Fremde gewinnten konnten - zuhause hat der SCP dagegen nur vier Spiele gewonnen.

  • In den letzten sieben Pflichtspielduellen zwischen Dresden und Paderborn siegte nie das Heim-Team - den letzten Heimsieg gab es in der Saison 2003/04 in der Regionalliga in Dresden, als Dynamo mit 2:1 gewann.

  • Filip Trojan könnte bei einem Einsatz gegen Paderborn sein 100. Spiel im schwarz-gelben Trikot bestreiten.

Rückblick zum Frankfurt-Spiel
  • Florian Jungwirth bestritt gegen den FSV Frankfurt sein 50. Spiel in der 2. Bundesliga. In diesen Spielen lief er immer im Trikot der Schwarz-Gelben auf.
  • Pavel Fort erzielte in seinem 40. Pflichtspiel für Dynamo bereits sein viertes Tor als Einwechselspieler.

  • In dieser Saison war der Treffer von Pavel Fort bereits das fünfte Joker-Tor.

„Wir wissen, was zu tun ist“

„Wir müssen in unserer Situation nicht großartig um den heißen Brei reden“, sagte Peter Pacult vor dem Spiel gegen den SC Paderborn. „Wir wissen, was zu tun ist, und müssen gewinnen. Wir brauchen die drei Punkte auf unserem Konto.“ Nach 60 Sekunden hatte der Dynamo-Trainer die aus seiner Sicht wesentlichen Dinge für die Partie gegen die Ostwestfalen auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Donnerstag ausgesprochen. Beim Blick auf den Tabellenstand der Schwarz-Gelben und das restliche Saisonprogramm ist wohl auch kaum ein alternativer Blickwinkel erlaubt. Denn bei nur noch drei ausstehenden Spielen benötigt Dynamo tatsächlich am besten nur noch Siege, um den drohenden Relegationsplatz vielleicht doch noch hinter sich zu lassen. „Wir müssen uns darauf konzentrieren, die maximal noch mögliche Punktzahl zu erreichen“, meinte auch Abwehrspieler Romain Brégerie und teilte mit, dass die Mannschaft daran glaubt, eine kleine Serie starten zu können, „ um mindestens sieben, vielleicht auch neun Punkte zu holen.“

Mit zwei Heimsiegen gegen Sandhausen und Hertha sowie einem Unentschieden gegen Ingolstadt gelang dem Team dieses Vorhaben schon Ende Februar und Anfang März. Bis zur Niederlage in Frankfurt am vergangenen Samstag blieben die Schwarz-Gelben ebenfalls drei Mal ungeschlagen, konnten gegen St. Pauli und Cottbus zuhause jeweils gewinnen und bei Union Berlin immerhin einen Zähler für sich verbuchen. „Wir haben bewiesen, dass wir das können“, blickte der französische Abwehrspieler zurück. „Wir wissen genau, dass es schwer wird, aber wir arbeiten jeden Tag dafür, dass wir es schaffen.“ Gegen den SC Paderborn soll ein Sieg her – egal wie. Denn die Luft ist dünner geworden und der Druck auf die Spieler nach der Niederlage in Frankfurt nochmals gestiegen. „Damit müssen wir jetzt leben“, meinte Brégerie, „aber schlimmer wäre es, wenn wir Angst hätten.“ Davon ist allerdings beim Innenverteidiger nichts zu spüren, der selbstbewusst und kämpferisch über die derzeitige Situation spricht.

Am Freitagabend ab 18.00 Uhr treffen die Schwarz-Gelben auf die Ostwestfalen, die bisher bei allen drei Zweitliga-Partien in Dresden als Sieger vom Platz gingen. Der letzte Heimerfolg für Dynamo liegt mittlerweile fast neun Jahre zurück. Im April 2004 gewann Dresden mit 2:1 gegen Paderborn und stieg am Ende in die 2. Liga auf. Ignjac Kresic sicherte durch einen gehaltenen Elfmeter die von René Beuchel erzielte Führung, kurz darauf musste Rico Kühne mit Gelb-Rot vom Platz. Trotz Unterzahl erhöhte Christian Fröhlich in der zweiten Halbzeit auf 2:0, ehe Mahir Saglik eine Viertelstunde vor Schluss zum Anschluss traf. Mit Kampfgeist sowie einer geschlossenen Mannschaftsleistung hielt Dynamo den knappen Vorsprung und die Fans durften am Ende jubeln.

Für das anstehende Spiel am Freitag sind bereits über 28.000 Karten abgesetzt worden. Die Kulisse für ein spannendes und packendes Zweitliga-Spiel ist damit garantiert und dürfte für die Spieler zusätzlicher Ansporn sein, um alles in die Waagschale zu werfen, was das dynamische Fußballkönnen anzubieten hat. Romain Brégerie erwartet eine spielstarke Paderborner Mannschaft und sieht darin einen Vorteil: „Sie warten nicht nur ab, sondern denken offensiv. Dadurch bieten sie auch Räume, die wir nutzen können. Das ist besser für uns“, schätzte der Franzose ein.

Wen Dynamo-Coach Peter Pacult aufbieten wird, wollte er wie immer vorher nicht verraten. „Das werden wir morgen bei der Aufstellung sehen“, hielt sich der 53-Jährige bedeckt. Offene Fragen gibt es einige. Klar ist jedoch, dass Cristian Fiel als Leitwolf im defensiven Mittelfeld nach seiner fünften gelben Karte fehlen wird. Ob Pacult diese Position allerdings neu besetzt oder stattdessen vielleicht einen zweiten Stürmer bringt, ließ er sich nicht entlocken. Mit der Rückkehr von Robert Koch ins Mannschaftstraining hat der Trainer eine zusätzliche Option erhalten. Nach seinem ersten Zweitliga-Auftritt in Frankfurt hat sich offensiv auch Dmitri Khlebosolov ins Blickfeld gespielt und könnte vielleicht zu seinem Heimspiel-Debüt kommen.

Paderborn selbst muss für das Spiel in Dresden auf drei Stammkräfte verzichten. Brückner und Vrancic sitzen eine Gelbsperre ab, Naki kassierte im letzten Punktspiel gegen Aalen einen Platzverweis. Neben der Tatsache, dass die Ostwestfalen zumindest in Dresden als Angstgegner gelten, konnten sie ihre Auswärtsstärke in dieser Saison auch bei anderen Gegnern unter Beweis stellen. Auf dem Konto stehen sechs gewonnene Spiele in der Fremde. Dieser Wert wird nur von den beiden Aufsteigern Braunschweig und Hertha BSC übertrumpft. Allerdings sind die Schützlinge von Trainer Stephan Schmidt seit fünf Spielen ohne Sieg, in den letzten acht Partien gab es sogar nur einen Dreier. Im Hinspiel trennten sich beide Vereine mit 2:2. Idir Ouali und Lynel Kitambala trafen für Dynamo ins Tor.

Nach den zuletzt wenig erfreulichen Heimspielen gegen Paderborn könnte der Moment jetzt nicht besser und passender sein, um den berühmten Bock endlich umzustoßen. Mit Unterstützung der Anhänger, die wohl für einen neuen Zuschauerrekord für eine Begegnung mit den Ostwestfalen sorgen werden, ist diese Aufgabe zu meistern. Vielleicht können die Dynamo-Fans diesmal das Stadion auch aus erfreulicheren Gründen in eine besondere Stimmung versetzen. Legendär wurde die Atmosphäre am 2. November 2008. Damals kickten die Schwarz-Gelben auf einer Baustelle und mussten gegen Paderborn eine bittere 0:3-Pleite einstecken. Wer sich an dieses Spiel noch erinnern kann, wird wissen, was geschah. Ohne den Hauch einer Chance lag Dynamo mit zwei Treffern zurück, als plötzlich auf den Rängen erst von einem Einzelnen, später von den meisten der über 8.000 Zuschauer eine bis heute wohl unvergessene Atmosphäre ausging. Zur Melodie von „Kumbaya“ stimmte das ganze Stadion in einen dynamischen Dauergesang ein, der bis weit nach Abpfiff für Gänsehaut sorgte und in seiner Art bis heute fasziniert. Der Blick zurück auf diese emotionalen Momente soll die aktuelle Lage zwar nicht verklären. Er enthält jedoch diese eine unsichtbare positive Kraft, die in der Sportgemeinschaft steckt und stets dann zu Tage tritt, wenn der Verein die großen und schwierigen Herausforderungen auf seinem Weg durch den Fußballsport bestreiten muss. Das Motto bei Dynamo lautet derzeit „Abstiegskampf“, aber es ist eben genau die Aufgabe, die gemeinsam angenommen werden muss – von den Spielern auf dem Platz und den Fans auf den Rängen.

Anpfiff der Partie zwischen der SG Dynamo Dresden und dem SC Paderborn ist um 18.00 Uhr. Die Stadiontore öffnen zwei Stunden vorher, der VIP-Bereich um 16.30 Uhr. Bisher wurden 28.000 Karten für das Spiel verkauft. Aus Paderborn werden etwa 100 Gästefans erwartet. Die erste Tageskasse öffnet am Spieltag im Kassenbereich Lennéplatz ab 10.00 Uhr, alle anderen Kassen ab 16.00 Uhr. Geleitet wird die Begegnung von Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin.

Dramatischer Pflichtsieg

Es war Abstiegskampf pur und ein Spiel, das in jedem Fall nicht als nervenschonend in die schwarz-gelbe Vereinshistorie eingehen wird. Dynamo Dresden besiegte nach 90 mitreißenden und abwechslungsreichen Minuten den SC Paderborn mit 2:1. Durch den Sieg schließt die Sportgemeinschaft auf die direkten Nichtabstiegsplätze auf, die nun in unmittelbarer Reichweite liegen.

Dynamo-Coach Peter Pacult stellte seine Mannschaft für den wichtigen Heimauftritt gegen die Ostwestfalen im Gegensatz zur Partie der Vorwoche um. Mit der Doppelspitze Pavel Fort und Tobias Müller ließ der Trainer seinen Worten aus der Pressekonferenz nun Taten folgen, als er die klare Marschrichtung ausgab, drei Punkte in Dresden zu behalten. Robert Koch kehrte ins rechte Mittelfeld zurück und sollte mit Filip Trojan und Idir Oauli für Offensivdrang sorgen. Denis Streker schloss die Raute von hinten und nahm vor der Viererkette die Position des Abräumers ein.

Die Gastgeber lebten in der Anfangsphase ihre Angriffslust aus und suchten den Weg zum gegnerischen Tor. „Wir haben Dynamo zu Beginn sehr offensiv erwartet“, sagte Stephan Schmidt, Trainer von Paderborn, nach dem Spiel. Sein Dresdner Kollege schätzte die ersten zwanzig Spielminuten ähnlich ein. Allerdings gelang es den Schwarz-Gelben nicht, aus dieser Überlegenheit heraus klare Torchancen zu gestalten. Nach diesen druckvollen Minuten befreiten sich die Gäste und kamen besser ins Spiel. „Das hat uns Probleme bereitet“, beschrieb Pacult den Verlauf der Partie aus seiner Sicht. Und tatsächlich ergaben sich nun für Paderborn viele Räume, die sie immer wieder mit schnellen Vorstößen zu nutzen wussten. Nach einer solchen Gelegenheit stand Hofmann plötzlich frei vor dem Dresdner Tor, aus dem Benjamin Kirsten herausgeeilt war, um den Schuss des Stürmers abzufangen. Den zweiten Versuch klärte Romain Brégerie vor dem leeren Tor geschickt, doch mit unerlaubten Mitteln. Sein Handspiel pfiff der Schiedsrichter ab, verteilte eine Gelbe Karte und zeigte folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Dass der Referee nicht in die Gesäßtasche griff, lag daran, dass der Ball am Tor vorbeigegangen wäre und Schuppan noch hinter Brégerie stand. Meha, Paderborns Schütze für die ruhenden Bälle, trat an und wollte den Ball links unten einnetzen, doch Kirsten war zur Stelle und hielt den Strafstoß. Im Stadion sorgte diese Aktion für unendlichen Jubel.

Von diesem Rückschlag ließen sich die Gäste allerdings kaum beeindrucken. Sie hielten das Tempo hoch und zwangen Dynamo immer wieder zu Fehlern. Als überhaupt nicht damit zu rechnen war, schlugen die Hausherren dann aber eiskalt zu. Sebastian Schuppan brachte eine Flanke butterweich vor das Tor, wo Tobias Müller mit dem Kopf die Führung erzielte. Im Stadion brodelte es jedoch nicht lange, denn die tolle Stimmung auf den Rängen wurde noch vor der Pause im Keim erstickt. Schuppan brachte an der Strafraumgrenze seinen Gegenspieler zu Fall und Paderborn eine exzellente Freistoßmöglichkeit. Diese Chance ließ sich Meha mit einem direkt verwandelten Schlenzer ins linke obere Eck nicht entgehen. Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

Die ersten Minuten im zweiten Durchgang blieben ohne nennenswerte Aktion, bis es den Gästen wieder gelang, sich ein Übergewicht zu erspielen. Gleich dreimal sorgten sie mit Konterfußball für Gefahr vor dem Dynamo-Tor. „Es war ein Spiel der vergebenen Chancen“, konstatierte Paderborn-Coach Schmidt nach dem Abpfiff trocken. Peter Pacult dagegen war froh, „dass der Gegner die Löcher, die wir ihm angeboten haben, nicht nutzen konnte“. Mit Kampfgeist und einer Portion Glück überstanden die Schwarz-Gelben diese schwierige Phase.

Mit der Einwechslung von Tobias Kempe, der für Robert Koch kam, setzte Pacult einen neuen Akzent und sein Team suchte fortan wieder vermehrt den gegnerischen Strafraum auf. Es lief die 70. Spielminute, als Ouali von Schuppan angespielt wurde. Der Franzose marschierte zum wiederholten Mal in Richtung Grundlinie und legte den Ball flach nach innen. Pavel Fort ließ die Kugel mit viel Cleverness und Instinkt durchlaufen und blockte den Weg frei für den lauernden Müller. Der Youngster versenkte mit einer Direktabnahme das Leder im Kasten der Paderborner und drehte unter dem Jubel von über 28.000 Dynamo-Fans ab. Nun war eigentlich alles angerichtet, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen, doch die Gäste wollten sich noch nicht geschlagen geben. „Wir hatten nicht die nötige Ruhe, um die Führung über die Zeit zu bringen“, wies Pacult auf die Nervosität seiner Schützlinge hin, die vor allem die Konterchancen nicht zwingend genug ausspielten, um mit einem weiteren Tor die Vorentscheidung herbeizuführen.

So wurde es sechs Minuten vor dem Ende nochmal richtig nervenaufreibend, als Anthony Losilla im eigenen Strafraum einen Paderborner zu Fall brachte und Schiedsrichter Daniel Siebert erneut auf den Elfmeterpunkt zeigte. Den Zuschauern stockte der Atem, der zum Greifen nahe Sieg geriet nochmals in Gefahr. Doch die Ostwestfalen hatten am heutigen Tag wohl auch das Glück nicht gepachtet, als der eingewechselte Saglik diesmal Verantwortung übernahm, aber ebenso an Kirsten scheiterte. Der Dynamo-Keeper hatte sich den Ball geangelt und sorgte für unbeschreibliche Gefühlsausbrüche auf den vollbesetzten Rängen. Das 2:1 für die Schwarz-Gelben prangte immer noch an der Anzeigetafel und irgendwie konnte es kaum jemand glauben, aber es war Wirklichkeit. Mit den letzten Reserven sicherten sich die Schützlinge von Peter Pacult in den Schlussminuten der Partie die wertvollen drei Punkte und rissen beim Abpfiff erleichtert die Arme in die Luft.

„Für uns waren die drei Punkte wichtig, um ein ruhiges Wochenende zu haben. Wir sind dabei“, freute sich Pacult – im Rennen um den direkten Klassenerhalt. Dynamo Dresden hat durch die gleichzeitige Niederlage von Aue in Berlin nach Punkten mit den „Veilchen“ gleichgezogen und darf damit weiter Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonabschluss hegen.

90 Minuten - Der Spielverlauf

  • Siegesfeiern Die Fans feiern die zwei Helden des heutigen Spieltages. Benny und Tobi Müller bekommen ihre hochverdienten Sprechchöre.

  • Abpfiff 90.(+2) Das Spiel ist aus. Dynamo gewinnt mit 2:1.

  • Paderborn im Angriff 90.(+1) Jungwirth blockt ab und unterbindet die Gefahr. Schnell geht es jetzt nach vorn. Dynamo hat viel Platz.

  • Dynamo in Ballbesitz 90.(+1) Die Dresdner haben Einwurf, können den Ball vom eigenen Tor weghalten.

  • Stadion steht hinter dem Team 90. Von allen Seiten schallt es jetzt immer wieder "Dynamo, Dynamo".

  • Schlussphase 90. Nur noch wenige Minuten, es sind zwei, sind hier zu spielen. Dynamo bekommt nach einem Foul einen Freistoß.

  • 89. Muhamed Subasic kommt in die Partie.

  • 89. Denis Streker geht raus.

  • Streker verletzt am Boden 89. Nach einem Zweikampf bleibt der Mittelfeldspieler liegen, muss behandelt werden. Das sieht nicht unbedingt gut aus. Er muss wohl raus.

  • Dynamo will Ruhe im Spiel 88. Die Schwarz-Gelben versuchen jetzt, ein riskantes Manöver zu vermeiden und lassen den Ball laufen. Das bringt Zeit und lässt die Spieler durchschnaufen.

  • Pacult geht ab 87. Der Trainer fiebert an der Seitenlinie mit, gestikuliert wild und würde wohl am liebsten selbst auf dem Rasen mitmischen.

  • Benny und Tobi 86. Ein Spiel, zwei Männer, zwei Geschichten. Der Torwart hält zwei Elfmeter, der Youngster netzt zweimal ein. Das ist ein Spiel, was es in sich hat. Fünf Minuten müssen wir noch zittern und bibbern.

  • Gelbe Karte 84. Zeitz haut an der Seitenlinie einen Dynamo um und bekommt dafür Gelb.

  • Wahnsinn 83. Benny hält auch den zweiten Elfmeter im Spiel. Krasse Sache. Diesmal scheitert Saglik an Kirsten.

  • Elfmeter für Paderborn 82. Es gibt Strafstoß. Losilla hatte gefoult.

  • zehn Minuten noch Nervenkitzel 82. Das Spiel ist nichts für schwache Gemüter, denn die Gäste sind hier noch nicht besiegt. Alle zittern mit, auch Cristian Fiel hier auf der Pressetribüne.

  • 81. Zeitz kommt ins Spiel.

  • 81. Krösche geht raus.

  • Dynamo im Angriff 80. Müller legt den Ball vorm Strafrauf auf Kempe ab, der sofort flankt. Am langen Pfosten lauert Ouali, der in der Mitte seinen Mitspieler sucht, doch bevor Fort mit dem Kopfball netzen kann, klärt Strohdiek selbst mit seiner Rübe.

  • Schuppan klärt mit dem Kopf 79. Meha ist wieder am Ball, bringt ihn in die Mitte, wo Dynamos Linksverteidiger klärt.

  • Dynamo kämpft 79. Die Paderborner kommen nochmal, wollen sich befreien. Doch die Schwarz-Gelben sind drin und wollen alles verhindern. Losilla kann sich aber nur noch mit einem Foul helfen, es gibt Freistoß.

  • Stimmung am Kochen 77. Die Atmosphäre ist jetzt sensationell. Alle fiebern mit und hoffen, dass Dynamo hier das Spiel für sich entscheiden kann. Noch ist nichts gewonnen und noch eine Viertelstunde zu spielen, aber jeder Ballgewinn wird hier jetzt frenetisch gefeiert.

  • spannende Spiele 76. Während Dynamo wieder führt, holt Aue in Berlin auf. Nur noch 3:2 für die Hertha.

  • 75. Saglik kommt rein.

  • 75. Yilmaz geht raus.

  • Ouali mit der Vorlage 74. Es war ein toller Angriff, der die erneute Führung brachte. Der Franzose wurde schön von Schuppan geschickt, spielte dann in die Mitte, wo Fort den Torschützen schön freistellte und den Gegner abblockte. Müller nahm das Ding direkt und semmelte es an Kruse vorbei ins Tor.

  • 73. David Solga kommt rein.

  • 73. Filip Trojan wird ausgewechselt.

  • Toooooor 70. Es müllert wieder. 2:1.

  • Trojan im Strafraum 70. Auf der anderen Seite ist Dynamo wieder dran, für Gefahr zu sorgen. Der Tscheche tankt sich in den Sechzehner und will dann aber mit dem Kopf durch die Wand bzw. zwei Gegenspieler, statt lieber nochmal abzuspielen.

  • Gelbe Karte 69. Jungwirth bekommt nach einem Foul die Verwarnung.

  • Freistoß für Paderborn 69. Nach einem Zweikampf pfeift der Schiedsrichter und Meha bekommt aus dem linken Halbfeld wieder eine Möglichkeit, sein Können unter Beweis zu stellen. Allerdings landet der Ball genau in den Armen von Kirsten.

  • Spiel im Mittelfeld 68. Die Partie findet jetzt zwischen den Strafräumen statt, ohne dass sich eine Mannschaft einen Vorteil erspielen kann.

  • Zuschauer 67. 28.315 Fußballfans sind heute ins Stadion gekommen. Das ist für ein Heimspiel gegen Paderborn ein Rekordwert.

  • hektischer Spielaufbau 63. Dynamo schafft es noch nicht, den Ball in Ruhe nach vorn zu tragen. Viele Aktionen wirken sehr chaotisch und zufällig. Dadurch gehen viele Angriffe auch daneben oder bringen einfach keine echte Torgefahr.

  • Flanke von Schuppan 62. Dynamo stürmt wieder nach vorn und kann über Ouali einen Angriff einleiten. Der Franzose gibt raus auf Schuppan, dessen Flanke aber gründlich misslingt. Das sorgt für Unmut auf den Rängen.

  • 61. Tobias Kempe geht raus.

  • 61. Robert Koch geht raus.

  • Dynamo unter Druck 61. Die Gäste sind jetzt wach und lassen sich hier nicht auf ein Remis ein. Dreimal stehen sie gut vor dem Dresdner Tor und strahlen damit echte Gefahr aus.

  • Kempe steht bereit 60. Pacult wird gleich wechseln. Der Ex-Paderborner hat sich vorbereitet.

  • Konter von Paderborn 60. Und wieder gehts schnell nach vorn. Meha ist am Strafraum frei und schiebt den Ball quer, wo aber zum Glück kein Mitspieler mitgelaufen war. Sonst wäre das brandgefährlich geworden.

  • Torschuss von Kachunga 59. Jetzt kommen die Gäste gleich ein zweites Mal viel zu frei vor dem Tor zu einer Gelegenheit. Kachunga zieht aus spitzem Winkel ab. Nur knapp geht der Ball am langen Pfosten ins Aus.

  • Eckball für Paderborn 58. Der Ball kommt gefährlich nach innen, wo Hofmann mit dem Kopf zur Stelle ist. Kirsten steht aber goldrichtig und kann halten.

  • Fehlpass im Mittelfeld 58. Jungwirth will den Ball auf Streker geben, aber ein Gästespieler geht dazwischen und leitet einen Konter ein. Paderborn ist vor dem Tor in Überzahl, doch der Schuss der Gäste wird zur Ecke abgefälscht.

  • Ouali verpasst 54. Müller kann sich im Strafraum den Ball erobern und steckt quer durch auf den freien Franzosen, der aber die Kugel nicht erreicht. Müller setzt aber nach und zwingt die Gäste, den Ball zum Einwurf zu klären.

  • Bertels diskutiert 52. Der Paderborner wurde von Fort an der eigenen Grundlinie weggegrätscht und fordert dafür Gelb, doch der Schiedsrichter lässt sich darauf nicht ein und zeigt an, wer auf dem Platz die Entscheidungen fällt.

  • Freistoß von Trojan 50. Der Tscheche bringt den Ball nach innen, wo er zur Ecke verlängert wird. Die folgende Standardsituation landet auf dem Kopf von Fort, der dem Ball jedoch keinen Druck verleihen kann. Die Bogenlampe angelt sich Kruse vor Müller.

  • Gegenzug von Dynamo 49. Auf der anderen Seite kommt Fort an den Ball. Nachdem er ihn schön abschirmt und sich um seinen Gegner dreht, startet er nach vorn, wird dann aber gefoult. Es gibt Freistoß.

  • Ecke für Paderborn 48. Der Ball fliegt vor das Tor, doch Kirsten ist da und boxt ihn in die Mitte des Spielfeldes.

  • Paderborn greift an 47. Die Gäste haben die erste Aktion im zweiten Durchgang und kommen in den Strafraum, wo Brégerie im letzten Moment den Ball zur Ecke klärt. Hofmann war schon schussbereit.

  • Wiederanpfiff 46. Weiter gehts. Dynamo spielt jetzt auf das Tor vor dem K-Block. Beide Mannschaften haben nicht gewechselt.

  • Zwischenfazit Mit einem gehaltenen Elfmeter hält Kirsten seine Mannschaft im Rennen. Müller bringt Dynamo dann per Kopf in Führung, die jedoch nicht bis zur Pause hält, weil Meha einen seiner gefürchteten Freistöße direkt ins Dreiangel setzt. Noch ist aber nichts passiert und es bleibt noch eine ganze Halbzeit, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Aue liegt zur Halbzeit bei der Hertha mit 0:3 zurück.

  • Halbzeit 45. Mit einem 1:1 geht es jetzt erstmal in die Kabinen.

  • Dynamo im Angriff 44. Schuppan setzt sich auf der linken Seite durch, kommt dann aber nicht zum flanken, weil er sich technisch nicht gegen seinen Gegenspieler durchsetzen kann.

  • 1:1 43. Meha macht das ganz trocken.

  • Gelbe Karte 41. Schuppan hält an der Strafraumgrenze einen durchlaufenden Paderborner. Das ist jetzt eine ganz böse Situation für Dynamo, denn Paderborn hat mit Meha einen guten Freistoß-Schützen.

  • dramatischer Verlauf 40. Das Spiel hat jetzt schon seine erste Geschichte. Erst hält Kirsten klasse einen Elfmeter, dann bringt der Youngster die SGD in Front. Momentan läuft alles nach Plan.

  • dreckisches Tor 36. Mit seinem dritten Saisontor bringt der Youngster sein Team in Front. Schuppan flankt einen Ball butterweich in den Strafraum, wo Müller frei vor Kruse steht und köpft. Der Ball kullert am Paderborner Keeper über die Linie und das Stadion jubelt.

  • Tooooooor 36. Müller macht das 1:0.

  • Dynamo muss jetzt aufpassen 35. Die Gäste übernehmen das Spielgeschehen. Das ist eine schwierige Phase, in der sich die Schützlinge von Peter Pacult hier nicht die Butter vom Brot nehmen lassen dürfen.

  • Paderborn wacht auf 34. Die Gäste haben jetzt ein wenig Schwung genommen und sind offensiver in Aktion. Eine Flanke von der rechten Seite kann Jungwirth nur zur Ecke klären, die dann aber nichts einbringt.

  • Ecke für Paderborn 33. Die Gäste bringen den Ball nach innen. Der Kopfballversuch landet an der Seite und wird ein zweites Mal nach innen gebracht, wo Brégerie etwas unbeholfen klärt.

  • zweiter gehaltener Elfer 32. Den ersten Strafstoß hielt Kirsten beim Auswärtssieg in Duisburg am dritten Spieltag, als Dynamo mit 3:1 gewann. Ist das ein gutes Omen für heute?

  • Krösche schnürt sich die Schuhe 31. Der Kapitän der Gäste sitzt erstmal drei Minuten auf dem Rasen, um sich sein Schuhwerk zu richten. Der Schiedsrichter schaut auf die Uhr und zeigt an, dass sie tickt. Die Fans pfeifen und sind sauer, vermuten hier schon Zeitspiel.

  • Kachunga gleich zweimal unfair 28. Nach einem Dynamo-Angriff kontert Paderborn, doch Streker grätscht den durchlaufenden Stürmer ab, wird dann geschubst, doch Schuppan ist eher am Ball, wird aber von den Beinen geholt.

  • Benny hält!!!! 27. Meha läuft an und schießt links unten, doch unsere Nummer 1 ist unten und pariert. Sauber.

  • Gelbe Karte 25. Paderborn kam durch Hofmann plötzlich frei vor das Dresdner Tor, doch Kirsten pariert, den Nachschuss klärt Brégerie nicht ganz sauber.

  • Elfmeter für Paderborn 25. Brégerie klärte mit der Hand.

  • Schuss von Paderborn 25. Die Gäste wollen sich nicht ganz lumpen lassen und setzen ihren ersten Torschuss ab. Der geht allerdings irgendwo hin, nur nicht gefährlich auf das Tor. Deswegen erwähnen wir ihn nur, notieren dies aber nicht als Chance.

  • Ouali rennt wieder 24. Erneut ist der Franzose auf und davon, stürmt zur Grundlinie und flankt in die Mitte. Den Ball holt sich allerdings Kruse ohne Probleme.

  • kurze Auszeit 23. Nach zehn Sekunden steht der Stürmer der Gäste aber schon wieder und kann weitermachen. Die Heimfans quittieren das mit Pfiffen, halten den Paderborner für einen Schauspieler.

  • saubere Tacklings 21. Gleich zweimal sind die Dresdner schneller da. Erst trennt Fort per Grätsche im Mittelfeld den Ball von einer Birne, dann legt Schuppan an der Seitenlinie nach. Kachunga geht dabei zu Boden und Trojan spielt den Ball ins Aus.

  • Ouali rennt 19. Der Franzose bekommt im Mittelfeld den Ball und macht sich auf die Reise in Richtung Paderborn-Tor. Kurz vor der Grundlinie wird er jedoch von zwei Gästespielern fair abgegrätscht.

  • Handspiel? 17. Die Ecke kommt gut in den Strafraum, direkt vor das Tor der Gäste. Ein Paderborner nimmt den Ball auf und klärt, doch die Zuschauer wollen ein Handspiel gesehen haben. Der Schiedsrichter winkt aber sofort und lässt weiterspielen.

  • Eckball für Dynamo 16. Nachdem Streker im Mittelfeld geschubst wurde, kommt der Ball in den Strafraum, wo gleich zwei Mann von Paderborn den Ball per Kopf zur Ecke klären.

  • Aue spielt parallel 15. Und liegt gegen die Hertha mit 0:1 hinten. Wenn die Berliner mit 6:0 gewinnen und Dynamo heute 5:0, schieben wir uns an den Erzgebirglern vorbei.

  • Gelbe Karte 14. Bertels hält Trojan am Nikki fest und bekommt für dieses taktische Foul eine Karte.

  • Flanke von Jungwirth 13. Müller schiebt nach dem Einwurf den Ball weiter auf seinen Mitspieler, der nach innen flankt und Fort findet. Der Tscheche setzt den Kopfball allerdings neben das Tor.

  • schöner Angriff 12. Ouali erkämpft sich klasse den Ball, ermöglicht Schuppan den langen Pass auf Müller, der an der Eckfahne den Ball sichert. Paderborn klärt zum Einfwurf.

  • tolle Stimmung 11. Auch die Fans im K-Block machen ordentlich Betrieb und sorgen für die richtige Atmosphäre im Abstiegskampf.

  • Fort im Abseits 11. Der Stürmer rennt nach einem langen Pass nach vorn, aber der Linienrichter hat die Fahne oben. Dynamo präsentiert sich ingesamt sehr druckvoll, will hier gar nicht lange abwarten, um zum Erfolg zu kommen.

  • Fiel fiebert mit 9. Der Routinier steht auf der Pressetribüne und hebt die Arme, als ob er selbst ein Zeichen geben will, wohin seine Kollegen den Ball spielen sollen. Da steckt wohl echte Leidenschaft mit drin.

  • Gefahr nach Eckball 8. Der Ball kommt nach innen auf Fort, der zurück in die Mitte legt. Müller kann schießen, gibt aber nochmal ab, bis ein Paderborner dazwischen ist.

  • Dynamo in der Offensive 8. Die Schwarz-Gelben stürmen nach vorn. Koch wird im Strafraum gestoppt, doch Fort holt sich den Ball, gibt ihn in die Mitte, doch Paderborn klärt zur Ecke.

  • Schiedsrichter 5. Die Partie steht unter der Leitung von Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin. An den Linien stehen Jan Seidel und Eduard Beitinger.

  • Trojan schießt drüber 4. Fort kommt über rechts und bringt den Ball in die Mitte, wo Trojan lauert. Dessen Schuss ist aber noch nicht gut platziert.

  • Foul an Ouali 4. Hofmann, der Paderborner Stürmer, geht bei eigenem Ballbesitz zu hart in den Zweikampf. Schiedsrichter Siebert pfeift.

  • erster Freistoß für Paderborn 2. Die Gäste bringen den Ball vor den Strafraum, aber Jungwirth hat aufgepasst und trägt das Leder nach vorn, um dann die Seite zu wechseln.

  • Anpfiff 1. Dynamo gegen Paderborn läuft.

  • Dynamo bildet nochmal einen Kreis und wird den Anstoß ausführen. Zuerst geht es auf das Tor auf der Südseite.

  • Beide Mannschaften kommen ins Stadion. Dynamo wird in Schwarz-Gelb spielen, Paderborn ganz in rot.

  • Paderborn hat in der 2. Bundesliga bisher alle drei Spiele in Dresden gewonnnen. In der letzten Saison gab es ein 2:1 an der Elbe.

  • Cristian Fiel, der wegen seiner fünften Gelben Karte pausieren muss, hat sich mit seinem Sohn hier bei uns auf die Pressetribüne gesetzt. Der Routinier muss heute von draußen mitfiebern.

  • Die beiden sind auch beim Fantag am 2. Juni mit dabei, wenn ehemalige Dynamo-Aufstiegshelden gegen den FC United of Manchester antreten. Karten dafür gibt es ab sofort zu kaufen.

  • Einer, der beim letzten Heimsieg der Schwarz-Gelben gegen Paderborn schon dabei war, ist deren Kapitän Markus Krösche. Damals schossen Rene Beuchel und Christian Fröhlich beide Tore für Dynamo.

  • Dynamo verabschiedet sich nach dem Aufwärmen erstmal in die Kabine. Auf dem Weg dahin stoppt Tobias Kempe und begrüßt kurz einige Betreuer des SC Paderborn. Der Mittelfeldmann kam im Winter aus Ostwestfalen nach Sachsen.

  • In den letzten sieben Pflichtspielduellen zwischen Dresden und Paderborn siegte nie das Heim-Team - den letzten Heimsieg gab es in der Saison 2003/04 in der Regionalliga in Elbflorenz, als Dynamo mit 2:1 gewann.

  • Zurück zu alter Stärke: Dynamo gewann vier der letzten fünf Heimspiele. Allerdings ist Paderborn auswärts das drittbeste Team nach Braunschweig und Hertha, was die Anzahl der Siege angeht. Sechsmal gewannen die Ostwestfalen in der Fremde.

  • Der Gästeblock ist leer. Die Fans aus Paderborn sitzen alle links davon, es sind wohl um die 100 Ostwestfalen.

  • Die Temperaturen in Dresden sind angenehm, es ist trocken und der Rasen glänzt im satten Grün.

  • Dynamo hat in der zweiten Saisonhälfte den Relegationsplatz scheinbar abonniert. Nach zwölf der 14 Rückrunden-Spieltage belegte man Rang 16 und hat jetzt noch drei Spieltage Zeit, ihn doch noch zu verlassen.

  • Auf der Gästebank hat u.a. Markus Palionis Platz genommen, der von 2008 bis 1010 bei Dynamo kickte.

  • Paderborn spielt mit Kruse - Demme, Ziegler, Strohdiek, Wemmer - Krösche (C), Yilmaz, Meha, Bertels - Kachunga, Hofmann

  • Auf der Ersatzbank sitzen Scholz, Jänicke, Kempe, Subasic, Solga, Khlebosolov und Gueye..

  • Damit gibt der Dynamo-Coach eine klare Marschrichtung vor. Offensive ist angesagt, um die drei Punkte heute in Dresden zu behalten.

  • Mit Fort und Müller setzt Peter Pacult auf eine Doppelspitze, dahinter steht mit Trojan, Ouali und dem zurückgekehrten Koch ein Dreier-Mittelfeld. Streker ist als Solist im defensiven Mittelfeld postiert.

  • Dynamo wird mit folgender Elf auflaufen: Kirsten - Schuppan, Losilla, Brégerie (C), Jungwirth - Streker - Ouali, Trojan, Koch - Müller, Fort

  • Nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage verlor Dynamo beim FSV Frankfurt mit 1:3. Der Rückstand auf den ersten direkten Nichtabstiegsplatz beträgt drei Punkte, der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz ganze acht Zähler. In diese Richtung sollte nichts mehr anbrennen.

  • Heute ist Dynamo-Tag. Die Schwarz-Gelben empfangen um 18.00 Uhr den SC Paderborn zum Heimspiel an der Lennéstraße. Die Mission für den 32. Spieltag ist klar: Die drei Punkte müssen unbedingt in Dresden bleiben.