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1. Spieltag SG Dynamo Dresden - 1.FC Köln

Fakten zum Spiel

Die Sommerpause ist vorbei. Am 1. Spieltag der neuen Zweitliga-Saison 2013/14 empfangen die Schwarz-Gelben im heimischen Stadion den 1. FC Köln. Anstoß der Partie ist um 15.30 Uhr. In der abgelaufenen Saison hatten die "Geißböcke" in Dresden das bessere Ende auf ihrer Seite und konnten durch zwei späte Tore von Anthony Ujah im März einen Auswärtssieg feiern. Für den damals noch möglichen Aufstieg in die Bundesliga reichte es am Ende nicht.

Bilanz SG Dynamo Dresden gegen den 1. FC Köln

Spiele Siege Remis Niederl. Torverh. Punkte
Gesamtbilanz 13 4 4 5 16:18 16
Heimbilanz 6 2 2 2 7:7 8
Auswärtsbilanz 7 2 2 3 9:11 8
Pflichtspiele 13 4 4 5 16:18 16


Die Zuschauer

Das "glücksgas stadion" ist zum Auftakt der neuen Saison ausverkauft. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine in Dresden sahen 27.300 Zuschauer. Auch beim Hinspiel in Köln war die Begegnung ein Zuschauermagnet, als 41.800 Fußballfans ins Stadion des "Effzeh" pilgerten. Beide Zahlen stellen jeweils eine Rekordmarke da, was auch deshalb bemerkenswert ist, weil beide Partien der vergangenen Saison jeweils am Montagabend ausgetragen wurden.

Spieler und Trainer in beiden Vereinen (inkl. Testspiele)

Spieler: Henry Fuchs, Ralf Hauptmann, Ronny Teuber, Klaus Welter, Claudio Marasa, Joshua Kennedy, Thomas Bröker, Markus Dworrak, Sebastian Helbig

Trainer/Manager:

Höchste Siege und Niederlagen in der 2. Bundesliga

Höchster Heimsieg 1. FC Köln 2004/05 Köln — Regensburg 8:1
Dynamo 2011/12 Dynamo — Karlsruhe 5:1
Höchste Heimniederlage 1. FC Köln 2002/03 Köln — Mainz 1:4
1989/99 Köln — St. Pauli 1:4
Dynamo 2004/05 SGD — 1860 München 0:4
Höchster Auswärtssieg 1. FC Köln 1998/99 Oberhausen — Köln 0:4
Dynamo 2004/05 Trier — SGD 2:4
2011/12 1860 München — SGD 2:4
Höchste Auswärtsniederlage 1. FC Köln 1998/99 Hannover — Köln 6:1
Dynamo 2004/05  Saarbrücken — SGD 5:1
2005/06 Aachen — SGD 5:1

 
Sonstige Fakten

  • Dynamo holte in allen bisherigen Zweitliga-Auftaktspielen nur einen Sieg, während zuletzt drei Niederlagen zu Buche stehen. Nur das erste Zweitliga-Spiel aller Zeiten wurde 2004 gegen den MSV Duisburg mit 3:1 gewonnen.

  • Dynamo hat die letzten fünf Pflichtspiele im eigenen Stadion alle gewonnen. Der Vereinsrekord steht bei 23 Heimsiegen in Folge und wurde in der Saison 1976/77 aufgestellt)

  • Unsere Rekordspieler in der 2. Bundesliga: Christian Fröhlich (62), Romain Brégerie (60), Joshua Kennedy (60)

  • Unsere Rekord-Torschützen in der 2. Bundesliga: Mickael Poté (18), Klemen Lavric (17), Joshua Kennedy (16)

  • Unsere besten Vorbereiter in der 2. Bundesliga: Filip Trojan (16), Joshua Kennedy (12), Cristian Fiel (10)


Rückblick zu den Vorbereitungsspielen (ohne Döbeln)

  • Während der Vorbereitung absolvierten Sebastian Schuppan sein 150. Spiel, Romain Brégerie und Filip Trojan ihr 100. Spiel und Toni Leistner sein 50. Spiel in der 1. Mannschaft.

  • Die Bilanz der Vorbereitungsspiele ist positiv: Es gab neun Spiele mit sechs Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen.

  • Bester Torschütze in den Vorbereitungspartien war Mickael Poté mit neun Treffern.

  • In allen Spielen kamen Sebastian Schuppan, Romain Brégerie, Mickael Poté, Anthony Losilla, Tobias Müller, Idir Ouali und Soufian Benyamina zum Einsatz.

Zweitliga-Auftakt gegen Köln - hinein in ein neues Dynamo-Abenteuer.

Es ist gerade einmal acht Wochen her, als Dynamo Dresden mit einem 2:0-Sieg über den VfL Osnabrück den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga perfekt gemacht hat. Wie wichtig dieser Erfolg war, wird man spätestens am Samstagnachmittag tief verinnerlichen können, wenn zum Auftakt der neuen Saison der 1. FC Köln im heimischen Stadion begrüßt wird und weiterhin der Zweitliga-Fußball in Dresden rollt. Die Geißböcke sind der erste Gegner im neuen Spieljahr und kommen als großer Aufstiegsanwärter an die Elbe. Zur Bundesliga-Zeit um 15.30 Uhr wird Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Ergolding das nächste Dynamo-Kapitel im Profifußball anpfeifen.

Nur vier Wochen hatten die Schwarz-Gelben nach dem furiosen wie nervenaufreibenden Saisonfinale zuletzt Zeit, um sich für den erneuten Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse fit zu machen. „Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht“, sagte Cheftrainer Peter Pacult einen Tag vor der Partie, obwohl der Österreicher gern eine längere Vorbereitung absolviert hätte. „Uns fehlen zehn Tage im Vergleich zu den anderen, aber wir können uns den Saisonstart nicht aussuchen“ wies der 53-Jährige wiederholt darauf hin, dass seine Mannschaft zwar bereit ist für den ersten echten Auftritt der neuen Saison. „Aber einige Spieler sind erst später hinzugekommen oder waren verletzt, so dass noch nicht alles zu 100 Prozent passen wird.“ Um diesen Nachteil auszugleichen, fordert der Trainer, andere Tugenden in die Waagschale zu werfen. Dazu zählt Pacult vor allem Einsatzwillen, Laufbereitschaft und Euphorie. Diese positiven Faktoren haben sich im schwarz-gelben Umfeld unter anderem deshalb wieder breit gemacht, weil die Offensive mit Rückkehrer Zlatko Dedic und dem nach schwerer Verletzung wieder einsatzbereiten Mickael Poté sowie weiteren Neuzugängen wesentlich variabler besetzt ist, als noch im ersten Halbjahr 2013. In dieser Zeit hatte die SGD immer wieder Punkte einbüßen müssen, weil das Tor nicht getroffen wurde.

Vor allem Poté brennt auf seinen Einsatz: „Es war nicht einfach, mich wieder an die Mannschaft heran zu kämpfen“, berichtete der Stürmer, der die letzten Monate als die schwierigsten seiner bisherigen Karriere bezeichnete. Mit Unterstützung seiner Familie und auch der Teamkollegen überstand er diese Phase aber und ist nun zurück. „Ich fühle mich jetzt gut und will dem Team jetzt wieder helfen“, verspricht der 28-Jährige. Ob er am Samstag gegen Köln mit der Kapitänsbinde auflaufen darf, die er bis zu seiner Verletzung getragen hatte, konnte der Angreifer noch nicht beantworten. „Es ist eine Ehre für mich, eine Mannschaft wie Dynamo auf das Spielfeld zu führen, aber unabhängig davon gebe ich immer mein Bestes für den Verein.“ Dass er sich die Verletzung ausgerechnet im letzten Duell mit den Domstädtern am 18. März (0:2) zugezogen hatte, spielt für den Beniner keine Rolle mehr.

So wird neben der offenen Frage um den zukünftigen Mannschaftskapitän auch die Besetzung der Startelf noch bis zum Spiel für Spannung bei den Fans sorgen. Obwohl sich in den Testspielen durchaus eine Stammformation herauskristallisierte, dürfte Peter Pacult seinem Prinzip treu bleiben, nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch die Spieler ein wenig zappeln zu lassen. Lassen wir uns also alle überraschen, wer zum Saisonauftakt das neue Dynamo-Trikot tragen wird, und welcher der insgesamt zwölf Neuzugänge gleich von Beginn an mit dabei sein wird.

Nicht als Nachteil empfindet Pacult den Umstand, dass mit dem 1. FC Köln gleich ein Favorit auf den Aufstieg nach Dresden kommt. „Wir treffen auf einen starken Gegner, sind darauf aber vorbereitet und haben zudem noch ein Heimspiel“, sagte der Wiener und schätzt die Auftakthürde sogar als positiv ein. „Das ist gut für unsere Anspannung und die Motivation, so dass wir hoffnungsvoll die trotzdem nicht einfache Aufgabe angehen werden.“

Die SG Dynamo Dresden geht am Samstag in ihre fünfte Zweitliga-Saison und hat zum zweiten Mal nach dem erstmaligen Aufstieg 2004 im ersten Spiel das Heimrecht auf ihrer Seite. Damals gab es einen 3:1-Sieg gegen den auch als Aufstiegskandidaten angereisten MSV Duisburg. In den weiteren Spielzeiten mussten die Schwarz-Gelben dann immer auswärts ran und kamen jedes Mal ohne Punkte wieder zurück.

Die Kölner kommen fast runderneuert in die sächsische Landeshauptstadt. Peter Stöger, wie Pacult auch ein Österreicher, übernahm als Coach das Ruder am Rhein und soll die „Geißböcke“ zusammen mit dem neuen Sportdirektor Jörg Schmadtke zurück in die Bundesliga führen. Beide Trainer kennen sich laut Pacults Aussage seit 25 Jahren und kickten in Österreich jeweils bei den beiden großen Wiener Vereinen. Während der Dynamo-Coach aber eher mit Rapid erfolgreich war und als Trainer die Meisterschaft gewann, gelang dieses seltene Kunststück seinem Landsmann mit der Austria als Spieler und als Übungsleiter. Der „Effzeh“ musste mit Christian Clemens (Schalke 04) einen Leistungsträger ziehen lassen, und lange schien es auch so, dass mit Anthony Ujah der beste Torschütze der abgelaufenen Saison das FC-Trikot nicht mehr trägt. Am Ende fand der aus Mainz ausgeliehene Stürmer jedoch den Weg zurück und wurde für eine Millionensumme fest verpflichtet. Mit Daniel Halfar (1860 München), Marcel Risse (FSV Mainz) und Maurice Exslager (MSV Duisburg) holten sich die Domstädter weitere zweitligaerfahrene Spieler ins Team.

Die Partie beginnt am Samstag um 15.30 Uhr. Die Stadiontore öffnen zwei Stunden vorher, der VIP-Bereich um 14 Uhr. Das Stadion ist ausverkauft, so dass keine Tageskarten mehr verkauft werden. An allen Kassenbereichen sind lediglich Aufwertungskarten und das Stadionmagazin DYNAMO-Kreisel erhältlich. Erwartet werden insgesamt über 29.000 Zuschauer, davon etwa 1.900 Kölner Fans.

<media 6464 _blank external-link-new-window "DVB-Info">An alle, die mit dem ÖPNV zum Stadion kommen: Bitte beachtet die hier verlinkte Anreise-Info! Die Linie 13 verkehrt aufgrund von Bauarbeiten nur eingeschränkt.</media>

Verdienter Punktgewinn zum Auftakt

Der erste Punkt der neuen Zweitliga-Saison ist unter Dach und Fach. In einem spannenden und abwechslungsreichen Spiel trennen sich die SG Dynamo Dresden und der 1. FC Köln mit einem gerechten Unentschieden. Anthony Ujah brachte die Gäste vom Rhein in der 61. Minute in Führung. Dynamo steckte danach jedoch nicht auf und kam durch den eingewechselten Tobias Kempe nach 78 Minuten zum Ausgleich.

Eine Stunde vor dem Anpfiff wanderte der Aufstellungsbogen durch die Katakomben des Stadions und nach einem ersten Blick auf die Anfangsformationen beider Teams wurde eifrig diskutiert. Dynamo-Trainer Peter Pacult überraschte damit, dass er Neuzugang Zlatko Dedic nicht als Sturmpartner von Mickael Poté aufstellte, sondern zunächst auf die Bank beorderte. Stattdessen hatte der Österreicher sich für eine schon in den Testspielen ausprobierte Variante mit zwei defensiven und drei offensiven Mittelfeldspielern entschieden. Anthony Losilla und Neuzugang Christoph Menz bildeten das Duo auf der Sechser-Position, während Idir Ouali und Filip Trojan auf Außen sowie Cristian Fiel im zentralen Mittelfeld für Angriffsschwung sorgen sollten. Die Viererkette der Schwarz-Gelben bestand auf den Außenpositionen aus Cheikh Gueye und Sebastian Schuppan, in der Innenverteidigung bekam Romain Brégerie mit Adam Susac einen weiteren neuen Spieler im Dynamo-Trikot an die Seite gestellt. Im Tor stand Benjamin Kirsten, der nach Abpfiff der Partie für den meisten Gesprächsstoff sorgen sollte.

Die Kölner waren als Aufstiegsaspirant und folglich mit Ambitionen auf einen Sieg nach Dresden gereist. Sie bewiesen vor allem in der Anfangsphase, dass sie es in der neuen Saison mit ihrem Vorhaben durchaus ernst meinen, in die Bundesliga zurück zu kehren. Mit schnellen Vorstößen und Gefahr bei Standardsituationen übernahmen die „Geißböcke“ das Geschehen. Die Schwarz-Gelben hatten zunächst in der eigenen Abwehr gut zu tun, um gegnerische Chancen zu unterbinden. Brégerie war in diesen ersten Minuten der auffälligste Dresdner, weil er mehr als einmal zur Stelle war und Tormöglichkeiten der Gäste entschärfte. Dynamo leistete sich im Spielaufbau zu viele leichte Fehler und machte sich damit in der Verteidigung selbst das Leben schwer. Nur zaghaft erfolgten nach etwa 20 Minuten die ersten Bemühungen, den Weg zum Kölner Tor zu suchen. Peter Pacult meinte nach dem Abpfiff dazu: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie haben sich immer mehr in das Spiel gekämpft und sind dadurch auch mit dem Gegner besser zurecht gekommen.“

So war es dann Mickael Poté, der mit einem Schuss aus Nahdistanz für das erste Raunen auf den vollbesetzten Rängen sorgte. Nach einem Abspiel von Losilla auf Ouali ließ der Passgeber im Strafraum den Ball durchlaufen und brachte dadurch seinen Mannschaftskapitän in Stellung. Der erste Versuch verfehlte jedoch das Tor von Kölns Keeper Timo Horn. Glück hatte der Torwart der Gäste kurz darauf, als ein direkter Freistoß von Cristian Fiel nur knapp über die Querlatte flog. Sein Können konnte Horn dann zeigen, als erneut Poté freistehend aus wenigen Metern an den Ball kam, seinen Schuss aber nicht platziert genug absetzte. Auf der anderen Seite war es Anthony Ujah, der nach einem ruhenden Ball für einen kurzen Schreckmoment sorgte, doch sein Kopfball landete neben dem Pfosten. Köln blieb danach am Drücker und hatte nochmals zwei gute Gelegenheiten, in Führung zu gehen. Kirsten behielt jedoch beide Male die Oberhand. So ging es nach 45 Minuten mit einen zu diesem Zeitpunkt gerechten Unentschieden in die Kabinen, und die 29.308 Zuschauer hatten bei sommerlichen Temperaturen und guten Bedingungen keinesfalls einen Grund, unzufrieden zu sein.

Ohne Wechsel ging es in den zweiten Durchgang, in dem beide Mannschaften da weitermachten, wo sie aufhörten. Nach Ballgewinn ging es auf beiden Seiten schnell nach vorn in Richtung gegnerisches Tor. Thomas Bröker setzte das erste Zeichen und zwang mit seinem Drehschuss aus zentraler Position Dynamo-Keeper Kirsten zu einer starken Reaktion. Vor dem anderen Gehäuse war es Poté, der einen Kopfball mustergültig platzieren konnte, aber Horn war weiter nicht zu überwinden.

In der 60. Minute kam es dann zur wohl strittigsten Szene des Nachmittags. Nach einer Flanke wurde Benjamin Kirsten im eigenen Strafraum von Roman Golobart angegangen. Schiedsrichter Wolfgang Stark pfiff diese Aktion ab, doch anschließend kam es zwischen den beiden Spielern zum Gerangel, in dem sich unser Torwart dazu hinreißen ließ, seinen Gegner energisch wegzuschubsen. Stark nahm sich die beiden Streithähne zur Brust und sprach jeweils eine Ermahnung aus. Für Köln-Trainer Stöger war diese Unsportlichkeit jedoch nicht zu entschuldigen, und auch Pacult verwies bei der Pressekonferenz nach dem Spiel bei einer Nachfrage nur auf die Fernsehbilder, als er die Szene kommentieren sollte.

Auf dem Platz lief das Spiel dann wieder und es sollte sich ein echter Schlagabtausch entwickeln. Dynamo stand zu diesem Zeitpunkt auf Augenhöhe mit dem 1. FC Köln und hatte durch Losilla die nächste Einschussmöglichkeit, doch der Franzose zögerte zu lange, statt freistehend abzuschließen. Auf der anderen Seite schlug dann Ujah zu. Der Stürmer der Rheinländer brachte mit einem Kopfball seine Mannschaft mit 1:0 in Front. Mit diesem Treffer erzielte der Torschütze die letzten vier Treffer der Kölner gegen Dynamo. Jajalo hatte im Strafraum Brecko in Stellung gebracht. Dessen Schuss konnte Kirsten noch parieren, gegen den anschließenden Kopfstoß von Ujah war er aber machtlos. Die Schwarz-Gelben gingen sofort in die Gegenoffensive. Der kurz vorher eingewechselte Kempe und der offensiv sehr aktive Gueye kamen bei ihren Aktionen jedoch nicht zum erfolgreichen Abschluss.

Peter Pacult brachte nun Zlatko Dedic, der zum Anpfiff überraschend noch fehlte, obwohl er als Sturmpartner von Poté fast schon gesetzt schien. Der Dynamo-Trainer erklärte im Nachhinein jedoch die Gründe für diese Entscheidung: „Ich war mir nicht sicher, ob einige meiner Spieler nach der kurzen Vorbereitung die Luft für mehr als 60 Minuten haben, und wollte deshalb bei dem starken Gegner nicht das Risiko eingehen, zu früh gleich dreimal wechseln zu müssen.“ Mit der Einwechslung des Slowenen, für den Menz Platz machte, stellte Dynamo das System wieder auf zwei Spitzen um. Auf dem Platz blieb das Spielgeschehen weiterhin spannend, denn die Kölner beschränkten sich jetzt schon auf das Konterspiel, während die Schwarz-Gelben bissig agierten und auf den Ausgleich drängten. Gueye auf der einen und Jajalo auf der anderen Seite konnten jedoch die vorhandenen Chancen nicht nutzen.

Nach einem Kölner Angriff blieb dann Torschütze Ujah im Dresdner Strafraum liegen und zeigte eine Verletzung an. Kirsten bat ihn aus dem Sechzehner und auch Schiedsrichter Stark ließ die Partie weiterlaufen. Der folgende Angriff sorgte dann auf Seiten der „Geißböcke“ für richtig Ärger. Der Gästekeeper nahm einen Rückpass an und sah sich plötzlich mit dem heranlaufenden Poté konfrontiert. Der Versuch, den Dynamo-Kapitän gleich mehrfach auszuspielen, misslang gründlich. Mit robustem, aber fairem Körpereinsatz erkämpfte sich Poté das Leder und eröffnete seinem Mitspieler Tobias Kempe freie Schussbahn auf das leere Tor. Mit einem sehenswerten und gefühlvollen Heber traf der Mittelfeldspieler in der 78. Minute zum umjubelten Ausgleich.

Die letzten Minuten wollten beide Teams dann noch für den Entscheidungsschlag nutzen, doch trotz einiger Versuche blieb es bis zum Abpfiff beim 1:1. Köln-Coach Peter Stöger zeigte sich anschließend mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden, mit dem Ergebnis allerdings nicht. Sein Kollege auf der anderen Seite sprach seinen Schützlingen ein Lob für diese Leistung aus und schätzte den ersten Punkt der neuen Saison als verdient und positiv ein.

90 Minuten - Der Spielverlauf

  • gerechtes Unentschieden Der erste Punkt der neuen Zweitliga-Saison ist unter Dach und Fach und mehr als verdient. Köln ging gut uns Spiel, danach kam Dynamo aber ran und hatte auch gute Chancen für das erste Tor. Nach einer guten Stunde traf dann aber Ujah für Köln. Der eingewechselte Tobias Kempe glich in der 79. Minute aus. Danach folgte ein kurzer Schlagabtausch, aber es blieb am Ende beim Unentschieden. Der ausführliche Spielbericht folgt...

  • Abpfiff 90.(+2) 1:1 trennen sich Dynamo und der 1. FC Köln.

  • Ecke für Dynamo 90.(+1) Nach einer abgefälschten Flanke von Dedic auf Poté gibt es nochmal Ecke, aber Hartmann geht zu hart in den Zweikampf. Das pfeift der Schiri ab. Es gibt zwei Minuten Nachspielzeit.

  • Maroh auch mit Gelb 89. Der Kölner Innenverteidiger hatte unseren Stürmer provoziert und dafür auch eine Verwarnung kassiert.

  • Gelbe Karte 88. Poté bekommt nach einem Schubser an Maroh die Verwarnung.

  • Eckball für Köln 88. Jetzt kommen die Gäste nochmal zu einer Chance. Gueye blockt den Ball ab, aber kann dann nur noch ins Aus klären. Die Dynamo-Abwehr ist aber da und passt auf.

  • Exslager schießt 86. Bröker kann vorm Strafraum nicht vom Ball getrennt werden so dass der neue Mann der Kölner das Tor anvisiert, aber Kirsten ist unten und fischt sich den Ball.

  • Kulisse ist da 84. Die Fans sind jetzt heiß und wollen mehr, peitschen das Team nach vorn. Gueye wird auf der Außenbahn angespielt, gibt nach innen auf Poté, aber ein Kölner kann im letzten Moment den Ball wegschlagen.

  • 82. Der Ex-Duisburger Exslager kommt auf den Platz.

  • 82. Ujah muss draußen bleiben.

  • 82. Marco Hartmann kommt rein.

  • 82. Cristian Fiel geht raus.

  • verdienter Ausgleich 81. Die Partie ist absolut ausgeglichen und das Ergebnis damit auch gerecht.

  • Kempe mit dem Heber 81. Ujah lag vor Kirsten im gegnerischen Strafraum und zeigte eine Verletzung an. Doch Stark ließ weiterspielen. Nach einem Rückpass konnte Horn den Ball nicht aufnehmen und vertändelte ihn an Poté, der nachsetzte. Mit Glück kam Kempe dran und hob den Ball von der Strafraumecke ins leere Tor, wo sich noch ein paar Kölner beim Klären gegenseitig umrannten. Kurioses Ding.

  • Toooooor 78. Kempe trifft zum Ausgleich. Was für ein Tor.

  • 76. Lehmann kommt ins Spiel.

  • 76. Jajalo geht raus.

  • Jajalo scheitert 76. Der Mittelfeldspieler der Kölner setzt sich durch, kann schießen, aber Kirsten reagiert und und wehrt ab.

  • super Angriff 75. Fiel bekommt durch einen guten Trick von Dedic den Ball und wechselt die Seite auf Kempe. Der bringt Gueye hervorragend ins Spiel. Der Linksverteidiger ist frei im Strafraum, kann schießen oder Übersicht beweisen, aber er vertändelt. So wird das aber nichts mit dem Ausgleich.

  • Zuschauerzahl 72. Es sind 29.308 Fußballfans ins Stadion geströmt. Davon sind etwa 2.000 Kölner dabei.

  • Köln kontert schon 71. Die Gäste versuchen jetzt, immer wieder schnell nach vorn zu spielen. Dynamo ist bissig und will nach vorn, doch die Aktionen wirken etwas überhastet.

  • Ujah als Dynamo-Schreck 69. Der Stürmer hat die letzten vier Kölner gegen Dynamo geschossen.

  • 68. Daniel Halfar kommt ins Spiel.

  • 68. Yannick Gerhard geht raus.

  • 66. Zlatko Dedic kommt rein.

  • 66. Christoph Menz geht raus.

  • Dynamo kämpft 66. Die Dresdner starten sofort die Gegenoffensive, haben durch Kempe und Gueye, die beide mit ihren Schüssen aber nicht durch die Kölner Abwehr kommen.

  • blödes Tor 64. Nach einem Angriff kommt Ujah frei zum Schuss, den Kirsten aber noch halten kann. Der Ball landet aber wieder beim Kölner Stürmer, der diesmal per Kopf rankommt und den Ball über die Linie drückt. Kirsten kommt mit seiner Rettungstat zu spät, die Kugel war hinter der Linie.

  • 0:1 für Köln 61. Ujah macht das Tor für die Gäste.

  • Losilla vergibt Chance 61. Da muss er gleich schießen, der Junge. Der Franzose wird von Kempe angespielt, hat im Strafraum nach einem Aussteiger freie Bahn, aber er zögert und wird dann in die Mangel genommen.

  • 59. Tobias Kempe kommt ins Spiel.

  • 59. Filip Trojan geht raus.

  • Wrestling im Strafraum 59. Kirsten ringt mit Golobart im eigenen Strafraum, wird gehalten und schubst den Kölner dann weg. Benny gewinnt nach Punkten und Schiedsrichter Stark holt beide zu sich und ermahnt sie.

  • Fiel flankt 57. Der Rotiniert, der übrigens mit 271 Einsätzen aktueller noch aktiver Rekordspieler der 2. Bundesliga ist, bringt den Ball nach innen, doch am langen Pfosten kommt Schuppan nicht dran, der Ball geht ins Aus.

  • Freistoß für Dynamo 56. Langsam arbeiten sich die Schwarz-Gelben nach vorn. Ouali wird von Hector zu Fall gebracht. Der Ball liegt an der Strafraumecke.

  • Kopfball von Poté 54. Einen Freistoß aus dem Halbfeld bringt Fiel nach innen. Dort steigt Poté mustergültig hoch und trifft den Ball perfekt, doch Horn ist zur Stelle und kann halten.

  • Kirsten gegen Bröker 52. Der Kölner dribbelt sich vor den Strafraum, kommt zunächst aber nicht durch. Als er dann doch die Lücke findet und aus der Drehung abzieht, steht Kirsten gut und faustet den straffen Schuss zur Ecke.

  • Schlagabtausch 51. Beide Mannschaften sind sofort wieder im Spiel und lassen sich im Angriffsspiel nicht lange bitten. Schnell gehts nach vorn, auch wenn sich vorerst keine Erfolge abzeichnen.

  • Pacult gegen Stöger 48. Die beiden Trainer der heutigen Vereine sind die einzigen ausländischen Übungsleiter in der 2. Bundesliga. Sie sind ehemalige Weggefährten aus der Nationalmannschaft ihres Landes.

  • Wiederanpfiff 46. Köln fängt an und Dynamo stürmt jetzt mit den Fans im Rücken. Auf gehts.

  • Mannschaften wieder da Nach einem ersten Blick gab es keine Wechsel.

  • Halbzeit 45.(+1) Jetzt gehts in die Pause.

  • Kopfball von Poté 45. Nach einer Flanke von Schuppan kommt unser Kapitän an den Ball, der aber knapp über der Latte auf dem Tornetz landet.

  • Kirsten hält 45. Jetzt wurde es wieder doppelt brenzlig. Gueye lässt sich überlaufen, so dass Risse nach innen geben kann. Da steht Gerhardt, der zentral schießen kann. Benny holt sich aber die Kugel.

  • starke Innenverteidigung 44. Beide Spieler, Brégerie und Susac, stehen hinten ihren Mann und räumen bisher alles ab, was auf sie zukommt. Einige Spieler haben aber auch noch deutlich ihre Probleme auf dem Platz.

  • Gelbe Karte 42. Menz spielt im Mittelfeld den Ball mit Hand, unterbindet damit einen Angriff und kassiert zurecht die Verwarnung.

  • Trojan ohne Glück 42. Dynamo startet gute Angriffe vor allem über rechts. Gueye ist wieder vorn im Strafraum, gibt in die Mitte ab, wo Trojan schießen will, aber den Ball nicht richtig trifft.

  • Fiel umarmt den Linienrichter 41. Der Routinier geht einem Ball nach, erkämpft ihn sich auch unter dem Applaus der Fans, doch dann rutscht die Kugel über die Linie ins Aus. Und der Linienrichter zeigt Eckball für Köln an, was auch richtig war.

  • Bröker schießt drüber 39. Der Ex-Dynamo setzt sich in der gegnerischen Hälfte durch, zieht vor dem Strafraum in die Mitte und dann ab, aber sein Versuch geht weit über das Tor. Das ärgert ihn auch sichtbar. Uns nicht.

  • fieser Aufsetzer 37. Den dritten Ball bringen die Kölner mit einem Fernschuss auf das Tor. Die Kugel setzt zweimal auf, so dass Kirsten etwas unkonventionell zur Seite abwehren muss. Da steht dann zwar ein Kölner, aber im Abseits.

  • Kirsten mit der Faust 36. Den hohen Ball in den Strafraum klärt unser Keeper mit einem Flug durch die Luft. Es gibt noch eine Ecke. Diesmal irrt unser Keeper ein wenig orientierungslos umher.

  • abgefälschter Ball 35. Nach einer unnötigen Unkonzentriertheit verliert Dynamo den Ball und Bröker kann in den Strafraum durchstarten, aber wieder ist Brégerie da, der zur Ecke klärt.

  • knappe Sache 33. Da war grad das Herz bei einigen in die Hose gerutscht. Nach einem Foul von Gueye gibt es wieder Freistoß gegen Dynamo. Der Ball findet im Strafraum Ujah, der nur um Zentimeter am Pfosten vorbeiköpft.

  • Eckball für Köln 28. Im Gegenzug gibt es den nächsten Standard, doch Poté ist auch hinten zur Stelle und köpft den Ball am kurzen Pfosten aus der Gefahrenzone.

  • Dynamo rollt an 27. Wieder ein toller Angriff über rechts. Gueye lässt den Gegner aussteigen, flankt sofort nach innen, wo Poté flach schießen kann, aber Horn im Kölner Tor ist unten und hält.

  • Fiel knapp drüber 26. Der Routinier schießt den fälligen Freistoß aus halbrechter Position direkt auf das Tor und verpasst das Ziel nur um wenige Zentimeter.

  • Gelbe Karte 25. Golobart stoppt einen schnellen Angriff vor dem Strafraum mit einem Foul und kassiert dafür die erste Verwarnung im Spiel.

  • erste gute Chance 24. Das war ein klasse Angriff von Dynamo. Losilla bekommt im Mittelfeld den Ball, spielt sofort raus auf Ouali. Der geht vor, gibt in die Mitte, wo Losilla durchlässt, aber Poté semmelt die Kugel aus Nahdistanz über das Tor.

  • Freistoß in die Mitte 22. Gleich mehrere Dynamo-Spieler verpassen den heranfliegenden Ball. Im zweiten Versuch kommt Susac ran, aber seine Bogenlampe wird von den Kölnern geklärt.

  • Dynamo rappelt sich auf 21. Jetzt gehts das eine und andere Mal schon nach vorn. Trojan wird gefoult, Fiel wird den ruhenden Ball in die Mitte bringen.

  • Ouali startet 17. Der Franzose bekommt den Ball von Fiel und marschiert los, aber dann legt er sich das Leder zu weit vor. Schade, denn Zusammenspiel vorher sah gut aus.

  • Brégerie hinten ein Turm 15. Erneut ist der Franzose letzter Mann und steht nach einem Schuss der Kölner goldrichtig. Wieder ging es schnell nach vorn, nachdem im Mittelfeld durch Trojan der Ball vertändelt wurde.

  • Kölner besser im Spiel 13. Den Gästen gehört die Anfangsphase. Immer wieder starten sie Angriffe auf das Dynamo-Tor, aber die letzten Zuspiele finden noch keinen Abnehmer. Die Schwarz-Gelben selbst haben erstmal hinten genug zu tun, so dass nach vorn nicht viel geht.

  • Freistoß für Köln 12. Wieder kommt ein ruhender Ball vor das Tor. Diesmal fliegt die Kugel aber am langen Pfosten zu hoch vorbei. Da kam niemand mehr ran.

  • Risse mit dem Schuss 9. Nach einem Fehler von Menz schalten die Kölner schnell um. Der Ball wechselt die Seite, landet beim Neuzugang aus Mainz. Nach drei Schritten zieht er ab, verfehlt aber das Dynamo-Tor.

  • Ujah angriffslustig 7. Der Toptorschütze der Kölner setzt sich im Strafraum durch, aber Brégerie geht mit und kann an der Grundlinie den Ball zur Ecke klären.

  • Dynamo jetzt vorm 6. Susac spielt den Ball schön in den Lauf von Fiel, der freistehend in die Mitte abgibt. Bevor Poté aber dran ist, grätscht ein Kölner dazwischen.

  • Freistoß für Köln 4. Das erste Mal wird es brenzlig. Jajalo bringt einen ruhenden Ball direkt vor das Tor. Keiner geht dran, so dass Kirsten halten kann, aber er bekommt das Leder nicht zu fassen. Brégerie klärt die Situation.

  • Auf gehts 2. Das Spiel läuft. Köln ist zuerst im Angriff und sucht den Weg vor das Dynamo-Tor. Nach einem Einwurf landet der Ball im Strafraum, aber Brégerie kann klären.

  • Anpfiff 1. Dynamo hat Anstoß, spielt zuerst auf das Tor vor dem K-Block.

  • Die Mannschaft bildet nochmal einen Kreis, um sich zu motivieren. Im K-Block wurde wieder unsere große Blockfahne hochgezogen.

  • Die Kicker stehen im Spielertunnel. Das Wetter ist sonnig, die Stimmung heiß und alles ist angerichtet für einen tollen Fußballnachmittag.

  • Der Countdown läuft. Peter Hauskeller sagt unsere Aufstellung an. Die Fans sind schon gut in Stimmung.

  • Im Stadion gibt es jetzt eine Schweigeminute für die kürzlich verstorbenen beiden ehemaligen Dynamo-Spieler Arnolf Pahlitzsch und Bernd Hofmann.

  • Schiedsrichter der Partie ist Wolfgang Stark aus Ergolding. Er pfiff auch das letzte Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine im März (0:2). An den Linien stehen Eduard Beitinger und Jan Hendrik Salver.

  • Beide Mannschaften wärmen sich gerade aus. Die Sonne scheint, es ist leicht bewölkt und der Rasen sieht zumindest optisch ganz vernünftig aus.

  • Im ersten Spiel am Sonnabend gewinnt der 1. FC Kaiserslautern in Paderborn mit 1:0.

  • Köln startet offensiv in die 2. Bundesliga. Mit Risse, Ujah und Ex-Dynamo Bröker stehen gleich drei nominelle Stürmer im Aufgebot. Das könnte ein angrifflustiges 4-3-3 werden.

  • Mit dieser Aufstellung hat wohl niemand so richtig gerechnet. Jedenfalls wird um uns herum eifrig diskutiert. Wir lassen uns mal überraschen, wie das Team gemeinsam ins Spiel kommt.

  • Im defensiven Mittelfeld sind Menz und Losilla am Start, als Innenverteidiger spielen Brégerie und Susac.

  • Peter Pacult setzt wohl erstmal nur auf einen Stürmer (Poté), hinter dem mit Trojan und Ouali außen und Fiel im Zentrum ein Dreier-Mittelfeld agiert.

  • Auf der Bank nehmen Pellatz, Hartmann, Sabah, Kempe, Dedic, Schulz und Müller ihren Platz ein.

  • Dynamo startet mit dieser Elf ins Spiel: Kirsten - Gueye, Brégerie, Susac, Schuppan - Fiel, Losilla, Menz, Trojan, Ouali - Poté (C)

  • Noch etwas mehr als 60 Minuten müssen wir auf den Anpfiff warten, doch schon jetzt spürt man im und um das Stadion das schwarz-gelbe Fieber, das in Dresden wieder ausgebrochen ist.

  • 15.30 Uhr rollt ab heute wieder der Zweitliga-Fußball in Dresden. Dynamo empfängt den 1. FC Köln am 1. Spieltag und wir sind nachher live für euch dabei.