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30. Spieltag SG Dynamo Dresden - TSV 1860 München

Fakten zum Spiel

Fünf Spieltage vor Saisonende kommt der TSV 1860 München nach Dresden. Am Montagabend empfangen die Schwarz-Gelben die Giesinger im eigenen Stadion. Statistisch gesehen hat Dynamo gegen die Sechziger auswärts eine bessere Bilanz als zu Hause. Nach dem Wiederaufstieg 2011 in die 2. Bundesliga konnten die Dresdner kein Heimspiel gegen die Münchner gewinnen. Den letzten "Löwen"-Dreier an der Lennéstraße holte die SGD im Februar 2006, als Thomas Bröker und Tomas Votava einen 2:0-Sieg heraus schossen.

Bilanz SG Dynamo Dresden gegen TSV 1860 München
Spiele Siege Remis Niederl. Torverh. Punkte
Gesamtbilanz 14 6 3 5 21:26 21
Heimbilanz 5 1 2 2 5:8 5
Auswärtsbilanz 7 4 1 2 13:11 13
Pflichtspiele 12 5 3 4 18:19 18

Die letzten beiden Spiele

Saison 2012/13 | 16.12.2012 | 1860 München - SG Dynamo Dresden 1:1 | 22.200
Saison 2013/14 | 03.11.2013 | 1860 München - SG Dynamo Dresden 1:3 | 23.500

Spieler und Trainer in beiden Vereinen (inkl. Testspiele)

Spieler: Lutz Braun, Michael Hecht, Ronny Ernst, Christian Fröhlich, Alexander Fröhlich, Stefan Bernhardt, Herbert Waas, Jens Jeremies, Miroslav Stevic, Peter Nowak, Uwe Wolf, Alexander Ludwig, Thomas Votava, Florian Jungwirth, Fabian Lamotte

Trainer: Peter Pacult, Olaf Janßen

Höchste Siege und Niederlagen in der 2. Bundesliga
Höchster Heimsieg München 1981/82 München — Worms 7:0
Dynamo 2011/12 SGD — Karlsruher SC 5:1
Höchste Heimniederlage München 2005/06 München — Unterhaching 1:4
2011/12 München — Fürth 1:4
Dynamo 2004/05 SGD — 1860 München 0:4
Höchster Auswärtssieg München 2011/12 Cottbus — München 0:5
Dynamo 2004/05 Eintracht Trier — SGD 2:4
2011/12 1860 München — SGD 2:4
Höchste Auswärtsniederlage München 2006/07 Unterhaching — München 5:1
2004/05 Aachen — München 5:1
Dynamo 2004/05 1. FC Saarbrücken — SGD 5:1
2005/06 Alemannia Aachen — SGD 5:1

Sonstige Fakten
  • Dynamo ist weiterhin als einziges deutsches Team im Profifußball im Jahr 2014 noch ohne Sieg.

  • Seit 13 Punktspielen warten die Schwarz-Gelben auf einen Dreier. Eine längere Serie ohne Erfolg gab es nur in der Bundesliga-Saison 1994/95 mit 21 sieglosen Spielen.

  • Dynamo die letzten vier Ligaspiele nicht verloren. Das gilt auch für die letzten vier Begegnungen gegen 1860 München.

  • Die "Löwen" haben ihre letzten drei Auswärtsspiele nicht verloren, holten zweimal ein Unentschieden und gewannen in Cottbus.

  • Idir Ouali und Anthony Losilla haben jeweils vier gelbe Karten auf ihrem Konto und müssen bei der nächsten Verwarnung ein Spiel aussetzen.

  • Anthony Losilla steht gegen München vor seinem 100. Einsatz in der 1. Mannschaft der SGD. Bisher hat der französische Mittelfeldspieler 99 Partien im schwarz-gelben Trikot bestritten.

  • Dynamo und die Montagsspiele: Zum 18. Mal tritt die SGD in der 2. Bundesliga zum Topspiel des Tages an. Nur drei dieser Partien konnten die Schwarz-Gelben gewinnen.

  • Die letzten sechs Montagsspiele konnte Dynamo nicht gewinnen. Zuletzt gab es einen Sieg im Topspiel am 16. April 2012 gegen Fortuna Düsseldorf.

Kurzer Rückblick zum Cottbus-Spiel
  • Benjamin Kirsten hat gegen Cottbus sein 150. Spiel im Trikot der ersten Mannschaft bestritten.

  • Marvin Stefaniak stand erstmals in einem Pflichtspiel der SGD in der Startelf.

  • Gegen Cottbus holte Dynamo das 16. Unentschieden in dieser Saison. Das ist ein neuer Vereinsrekord. Der lag bisher bei 14 Punkteteilungen in der Saison 1993/94.

  • Zum siebten Mal blieb Dynamo in dieser Saison ohne Gegentor.

  • Seit seiner Rückkehr ins Tor hat Benjamin Kirsten noch keinen Gegentreffer aus dem Spiel hinnehmen müssen. Überwunden wurde er nur zweimal durch einen Elfmeter.

  • Idir Ouali verschoss den zweiten Strafstoß in dieser Saison. Den ersten Elfmeter konnte Cristian Fiel in St. Pauli nicht verwandeln. In der vorangegangenen Spielzeit vergab Dynamo sogar sechs Strafstöße.

  • Dynamo und die Unentschieden: In der Geschichte der Bundesliga und der 2. Liga (mit jeweils 18 Vereinen) gab es am Saisonende bisher 13 Mannschaften mit 16 Unentschieden oder mehr.

  • Zuletzt teilte sich Arminia Bielefeld in der Saison 2008/09 in der 2. Bundesliga in 16 Spielen die Punkte.

  • Rekordhalter sind der 1. FC Kaiserslautern mit 18 Unentschieden in der Saison 1995/96 (Bundesliga) und der FSV Zwickau mit 17 Unentschieden in der Saison 1994/95 (2. Bundesliga).

  • Alle diese Serien reichten am Saisonende mit einer Ausnahme mindestens für Platz 16. Einzig Bielefeld musste nach nur vier Siegen und 16 Punkteteilungen in der Saison 2008/09 als Schlusslicht aus der Bundesliga absteigen.

Endlich die Sehnsucht nach einem Sieg stillen

Die SG Dynamo Dresden ist als einzige Mannschaft im deutschen Profi-Fußball im Jahr 2014 noch ohne Sieg und hat am Montagabend nach 13 Spielen ohne Dreier die nächste Gelegenheit, endlich wieder zu gewinnen. Im Topspiel des 30. Spieltages empfangen die Schwarz-Gelben den TSV 1860 München. Im Hinspiel feierte die SGD einen wichtigen und viel umjubelten Auswärtssieg und ist in ihrem zweiten Wohnzimmer, der Allianz Arena in München, damit immer noch ungeschlagen. Ganz anders sieht die Bilanz gegen die „Löwen“ im eigenen Stadion aus. Hier konnte Dynamo in fünf Partien nur einmal als Sieger vom Platz gehen, kassierte vor neun Jahren im April 2005 sogar mit 0:4 die bis heute höchste Heimniederlage in der 2. Bundesliga.

Cheftrainer Olaf Janßen kann für die Begegnung mit den „Löwen“ auf alle Spieler aus seinem Kader zurückgreifen und muss lediglich auf die drei langzeitverletzten Spieler Amine Aoudia (Kreuzbrandriss), Markus Scholz (Kapselriss) und Marco Hartmann (Sprunggelenk) verzichten. Die zuletzt angeschlagenen Tobias Müller (Bronchitis), Tobias Kempe und Toni Leistner (beide Oberschenkel),  Romain Brégerie (Sprunggelenk), Marvin Stefaniak und Alban Sabah (beide Wade) stehen nach kurzen Trainingspausen wieder zur Verfügung.

Janßen nutzte die lange Trainingsphase seit dem letzten Spiel in Cottbus für harte und intensive Einheiten, um seine Schützlinge noch einmal richtig zu quälen. „Dabei haben alle gut mitgezogen. Jetzt können die Spieler topfit in das Duell mit München gehen und sind auch für die wichtige Partie in Aue, die nur drei Tage später stattfindet, gewappnet“, fasste der 47-Jährige das Geschehen auf dem Trainingsplatz zusammen.

Dass die Giesinger zu bezwingen sind, bewiesen die Schwarz-Gelben in einer ähnlich schwierigen Situation wie jetzt bereits im Abstiegskampf der Saison 2005/06. Damals kämpfte die Mannschaft von Peter Pacult nach der Winterpause um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze, hatte 13 Spiele vorher nicht gewinnen können und benötigte einen Heimsieg, den Thomas Bröker und Tomas Votava durch ihre beiden Treffer zum 2:0 sichern konnten. Immerhin ist Dynamo seit vier Spielen auch ohne Niederlage, stellte durch das vierte Remis in Folge mit nunmehr 16 Unentschieden in einer Saison einen neuen Vereinsrekord auf.

Für den TSV 1860 München ist die Saison mehr oder weniger gelaufen. Mit 38 Punkten ist der Abstand nach unten und oben zu groß, um berechtigte Hoffnungen auf einen spannungsvollen Abschluss der Spielzeit zu hegen. Aus den letzten vier Spielen fuhren die Sechziger nur drei Punkte ein, gewannen auswärts in Cottbus knapp mit 2:1, verloren allerdings ihre drei Heimspiele gegen Kaiserslautern, Köln und Karlsruhe. Nach der deutlichen Niederlage gegen den KSC (0:3) beendeten die Münchner die Zusammenarbeit mit Trainer Friedhelm Funkel frühzeitig. Markus von Ahlen übernahm die Funktion als Coach und wird die „Löwen“ bis zum Saisonende betreuen.

Olaf Janßen erwartet von den Gästen aus München nicht, „dass sie uns die Punkte schenken werden. Sie haben ihre Saisonziele verfehlt, werden aber in den ausbleibenden Partien versuchen, noch etwas gerade zu rücken.“ Der Dynamo-Coach schätzt die „Löwen“ als eine der spielstärksten Mannschaften der Liga ein. „Sie verfügen über gute Einzelspieler und lieben den Kombinationsfußball.“ Die offensivschwachen Münchner verstärkten sich im Winter u.a. mit Yuya Osako. Der Neuzugang aus Japan ist mit vier Treffern der erfolgreichste Stürmer der Löwen im neuen Jahr. Das blieb auch Olaf Janßen nicht verborgen. Der Dynamo-Trainer bezeichnet ihn sogar als komplettesten Angreifer der Liga.

Nach nur zwei Gegentoren in den letzten vier Spielen will Janßen am Montagabend in 90 Minuten zuerst aus einer stabilen Abwehr heraus das flexible Offensivspiel des Gegners unterbinden und dem Geschehen auf dem Rasen den eigenen Stempel aufdrücken. „Jeder Fan im Stadion soll spüren, dass unten auf dem Platz elf Spieler stehen, die unbedingt gewinnen wollen, um die Sehnsucht nach einem Sieg zu erfüllen“, sagte Janßen am Sonntagnachmittag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Die Mannschaft muss die Vorlage bringen, damit der Funke auf die Ränge überspringt. Mit der Unterstützung der letzten Wochen wollen wir die entscheidenden Tore erzwingen, um diese Sehnsucht genießen zu können, wenn der Schiedsrichter die Partie abpfeift.“

Der Schiedsrichter am Montagabend heißt Daniel Siebert und kommt aus Berlin. Der Anpfiff ertönt um 20.15 Uhr. Die Stadiontore öffnen wie gewohnt zwei Stunden vorher. Ab 10 Uhr öffnet der Kassenbereich Lennéplatz links neben dem Fanshop, alle weiteren Kassen um 18.15 Uhr. Bisher wurden 23.500 Karten verkauft. Etwa 150 Fans werden 1860 München im Stadion unterstützen.

Endlich wieder gewonnen

Vor 27.344 Zuschauern konnte Dynamo Dresden zum Abschluss des 30. Spieltages in der 2. Bundesliga nach dreizehn sieglosen Spielen endlich wieder einen Dreier einfahren. Wie auch im Hinspiel waren die Dresdner gegen 1860 München die bessere Mannschaft und gewannen nach einem wahren Offensivspektakel mit 4:2 (4:1). Unter Flutlicht am Montagabend waren Tobias Kempe, Idir Ouali und Robert Koch als Doppeltorschütze erfolgreich. In der ersten Halbzeit mussten sich beide Abwehrreihen einige Unsicherheiten ankreiden lassen, die von Dynamo jedoch deutlich resoluter genutzt wurden. Unter dem Strich stand ein verdienter Erfolg, der Dresden etwas Luft nach unten verschafft und den Abstand auf einen direkten Nichtabstiegsplatz auf drei Punkte verringerte.

Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Cottbus nahm Cheftrainer Olaf Janßen eine Veränderung vor. Mickael Poté rückte neben Robert Koch in die Spitze, Christoph Menz musste dafür weichen. Das Innenverteidigerduo vor Torwart Benjamin Kirsten bildeten Romain Brégerie (K) und Toni Leistner, auf den Außenverteidigerpositionen spielten Thorsten Schulz und Cheikh Gueye. Im defensiven Mittelfeld starteten Tobias Kempe und Anthony Losilla, Idir Ouali und Marvin Stefaniak besetzten die Außenbahnen.

Den ersten offensiven Vorstoß hatten die Hausherren nach wenigen Sekunden. Koch wurde auf der rechten Seite freigespielt und lief in den Sechzehner, konnte aber im letzten Moment fair gestoppt werden. Vier Minuten später kam Koch vor dem Strafraum der Gäste wieder an den Ball, diesmal konnten sich die Münchner aber nur mit einem Foul behelfen. Kempe legte sich den Ball hin und zirkelte das Spielgerät aus 18 Metern unhaltbar zur frühen 1:0-Führung ins Tor (5.). Sechzig-Schlussmann Gabor Kiraly hatte keine Abwehrchance, der Ball senkte sich über die Mauer ins kurze Eck.

Mit der Führung im Rücken spielte Dynamo weiter nach vorne. Nach starkem Einsatz von Stefaniak auf Höhe der Mittellinie kam Poté an den Ball, ging einige Meter uns passte auf Ouali. Der Mittelfeldspieler ging mit Tempo in den Strafraum, zog nach innen und setzte den Ball zum 2:0 für die Janßen-Elf exakt und wuchtig ins rechte Dreiangel (11.).

Nur zwei Minuten später folgte fast eine Kopie des Spielzuges. Diesmal legte Koch für Ouali auf, Kiraly konnte den Ball aber zur Ecke klären. Nach einer Viertelstunde kam die Mannschaft von Trainer Markus von Ahlen besser ins Spiel und hatte erste Offensivszenen. Die Schüsse von Andreas Ludwig und Moritz Volz brachten aber nichts ein. Starker Regen setzte nun ein – und schien nach weniger als 20 Minuten alle Hoffnungen der Gäste schon hinwegzuspülen. 1860-Verteidger Vallori brachte seinen Schlussmann mit einem zu kurzen Rückpass in Bedrängnis. Poté lief Kiraly an und störte dessen Klärungsversuch entscheidend. Der Ball landete vor den Füßen von Robert Koch, der aus etwa 25 Metern ohne lange zu fackeln flach abzog und so auf kuriose Weise das 3:0 erzielte (19.). Vergeblich hechtete Kiraly nach dem einschlagenden Ball, das Stadion tobte.

Doch Dynamos Defensive offenbarte nun auch Schwächen und die Löwen kamen sieben Minuten später zum 3:1-Anschlusstreffer. Kirsten sah eine Flanke aus dem Halbfeld erst spät und konnte den Ball nicht entscheidend klären. Anthony Losilla stieg im Fünfmeterraum zum Kopfball, um zu retten, was nicht zu retten war. Unter Bedrängnis lenkte er den Ball ins eigene Tor (26.). Nach nur 26 Minuten war das Hinspielergebnis hergestellt.
 
Gefährlich wurde es vor dem Dresdner Tor auch in der 33. Minute. Adlung kam nach einer Hereingabe von der rechten Seite am langen Pfosten zum Kopfball, der aber im letzten Moment von der Dresdner Hintermannschaft geklärt werden konnte. Die Blau-Weißen wurden nun aktiver und kamen immer wieder gefährlich in die Nähe des Dresdner Strafraums. Stoppelkamp zog aus 20 Metern halblinker Position ab und setzte den Ball nur wenige Zentimeter über den Querbalken (35.). Auf der Gegenseite passte Gueye von rechts in den Strafraum, wo die Direktabnahme von Poté ebenso knapp über das Tor ging (37.).

Praktisch mit dem Pausenpfiff sahen die Zuschauer ein Sahnestück von Ouali. Auf der linken Mittelfeldseite tanzte er seinen Gegenspieler schwindelig und flankte perfekt in die Mitte, wo Robert Koch per Kopf zur Stelle war und mit dem 4:1 den Dreitorevorsprung wiederherstellte (44.).

Mit diesem wichtigen Treffer ging es in die Pause. Die Dynamo-Fans waren aus dem Häuschen und verabschiedeten die Mannschaft mit lautem Beifall in die Kabine. Zuletzt hatte Dynamo gegen Fortuna Chemnitz am 6. Dezember 2000 vier Tore in einer Halbzeit erzielt.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Olaf Janßen. Vincenzo Grifo spielte für Stefaniak nun auf der rechten Mittelfeldseite. Dynamo ließ sich jetzt etwas zurückfallen, um dann mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Losilla nahm an der Mittellinie Fahrt auf, konnte aber vorm Strafraum noch gestoppt werden (49.). Gueye zog eine Minute später aus der Distanz ab, der Ball ging aber deutlich neben das Tor. Auf der anderen Seite passte Adlung von rechts in die Strafraummitte, wo Ludwig vor Kirsten an den Ball kam, aber knapp am linken Pfosten vorbeischoss (53.).

Vor allem beim Direktpassspiel der Dresdner bekamen die Münchner keinen Zugriff. Poté wurde nach einer solchen schnellen Kombination freigespielt und Schindler konnte die Torgefahr nur auf Kosten eines Fouls und einer Gelben Karte verhindern (56.). In der 59. Minute wurde Poté im Sechzehner angespielt, sein Schuss blieb aber in der vielbeinigen Gästeabwehr hängen. Grifos Abschluss aus 19 Metern ging über das Tor (62.). Die Torschüsse von Wood (71., 73.) verfehlten das Ziel.  Leistner erhielt nach einem Foul kurz vorm eigenen Strafraum den gelben Karton, der darauffolgende Freistoß brachte keine Gefahr für Kirsten.

Der fünfte Treffer für die Hausherren lag in der Schlussviertelstunde eher in der in der Luft, als ein zweites Tor der Bayern. Ouali schlenzte haarscharf am langen Pfosten vorbei (77.), ehe Poté eine Eingabe von Koch vorm leeren Tor verpasste (79.). Wieder nur sechzig Sekunden später scheitere Schulz im Eins-gegen-Eins mit Kiraly (80.). Unter lautstarkem Applaus durfte Ouali das Feld verlassen, Cristian Fiel kam nun ins Spiel. Auch Zlatko Dedic durfte nochmal ran, Poté verließ das Feld.

In der 88. Minute konnte Dynamo den Ball nach einer Ecke nicht klären und Daniel Adlung drückte das Spielgerät zum 4:2 über die Linie (88.). Der Treffer war aber nur noch Ergebniskosmetik, denn kurz darauf war Schluss. Dynamo holt nach dreizehn Spielen ohne Sieg endlich wieder einen Dreier und hat den Anschluss zum 15. Platz hergestellt. Am Donnerstag steht das Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge an.

Olaf Janßen: "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt. Ich habe ihr gesagt, dass jeder im Stadion und zuhause am Fernseher heute von Anfang an die Sehnsucht nach einem Erfolg sehen muss. Diese Forderung haben meine Spieler überragend umgesetzt, haben sehr gut nach vorn gespielt. Mit dem Defensivverhalten war ich in der ersten Halbzeit nicht zufrieden. Aber in der zweiten Halbzeit waren wir dann sehr stabil, keiner war sich zu schade, die Lücken zu schließen. Deshalb haben wir das Spiel am Ende verdient nach Hause gebracht. Aber diese Momente sind jetzt schon wieder Geschichte. Am Donnerstag sind wir in Aue, dort steht nicht nur ein Derby an, sondern auch die Tabellenkonstellation ist sehr brisant. Wir werden unseren Weg weiter gehen und werden dann nach 34 Spieltagen sehen, wo er uns hingeführt hat."

90 Minuten - Der Spielverlauf

  • Blick nach vorn Aus dem K-Block schallt ein "Auswärtssieg, Auswärtssieg" auf den Rasen. Schon am Donnerstag rollt der Ball wieder. Dann muss Dynamo ins Erzgebirge und kann dort weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.

  • So sehen Sieger aus Die Mannschaft dreht im Stadion die Ehrenrunde und bedankt sich bei den Fans für die Unterstützung. Die Anhänger applaudieren und honorieren die gute Leistung der Jungs am heutigen Abend.

  • Abfiff 90.(+1) Endlich wieder gewonnen! Das Spiel ist aus. 4:2 siegt Dynamo gegen 1860 München. Was für ein tolles Spiel.

  • 4:2 89. Adlung kann nach einer Ecke den Ball mit der Hacke aus dem Gewühl direkt vor dem Tor über die Linie schieben. Macht aber nichts mehr aus.

  • 89. Zlatko Dedic kommt nochmal rein.

  • 89. Mickael Poté geht nach einer guten Partie vom Platz.

  • gefährliche Flanke 89. Stoppelkamp bringt den Ball von der Seite vor das Tor von Kirsten, der die Kugel mit den Fingern gerade noch so über die Latte lenkt.

  • Schulz gegen den Co-Trainer 88. Nach einem langen Ball will unser Linksverteidiger ans Leder, aber er erreicht es nicht mehr, bevor die Kugel ins Seitenaus rollt. Beim Versuch kommt er dem Co-Trainer von München sehr nah, aber der Zweikampf wird freundschaftlich beendet.

  • München spielt, Dynamo steht 85. Die Gäste lassen den Ball weiter laufen und suchen den Weg nach vorn, aber unsere Jungs machen das jetzt ganz souverän. Die Uhr läuft für uns.

  • Oh, wie ist das schön 82. Die Fans singen schon und glauben fest an den Sieg. Wir auch und eigentlich brennt hier nichts mehr an, aber wir warten auf den Schlusspfiff.

  • 79. Cristian Fiel kommt für die letzten zehn Minuten rein.

  • 79. Idir Ouali, der Schütze zum 2:0, geht raus. Die Fans applaudieren.

  • Micka verpasst 79. Koch setzt sich im Strafraum der Löwen stark durch, schiebt den Ball in die Mitte, wo Poté haarschaft an der Kugel vorbei rutscht.

  • Ouali verzieht 77. Ein Raunen geht durch das Stadion, als Idir mit links schießt und das Tor von München nur um Zentimeter verfehlt.

  • Gelbe Karte 76. Jetzt wird doch wohl kein Skat gespielt? Schiedsrichter Siebert zeigt den nächsten Karton, nachdem Steinhöfer etwas unsanft zu Koch war.

  • Dynamo souverän 76. Obwohl die Löwen immer wieder den Angriff suchen, steht unser Team hinten gut. Alle helfen sich gegenseitig und bereinigen gefährliche Situationen ohne Hektik.

  • Gelbe Karte 74. Nach einem taktischen Foul im Mittelfeld bekommt Wood die dritte Verwarnung im Spiel.

  • Kopfball von Wood 71. München spielt trotz deutlichem Rückstand immer wieder nach vorn. Nach einer Flanke kommt der eingewechselte Löwen-Stürmer an das Leder, setzt es aber neben das Tor.

  • keine Gefahr 70. Die Mauer steht und das Tor von Kirsten bleibt unbeschadet, weil der Ball hoch und weit fliegt, direkt in den K-Block.

  • Gelbe Karte 68. Toni Leistner stoppt Bobby Wood im Zweikampf und bekommt dafür die nächste Verwarnung. Jetzt Freistoß für München zentral vor dem Strafraum.

  • Info aus dem Archiv 68. Erstmals seit dem 14.10.2000 hat Dynamo in einem Punktspiel wieder vier Tore in einer Halbzeit erzielt. Damals hieß es gegen Anhalt Dessau 5:1.

  • 65. Bobby Wood kommt für die Löwen ins Spiel.

  • 65. Andreas Ludwig muss bei München das Feld verlassen.

  • Zuschauerzahl 64. 27.344 Fans sind heute im Stadion und haben abzüglich der Löwen-Fans momenten mal richtig gute Laune.

  • Grifo mit dem Schuss 63. Dynamo kommt immer wieder vor dem Tor des Gegners an den Ball, aber Kiraly muss beim Versuch von Vincenzo nicht eingreifen.

  • Micka als Sturmtank 60. Nach einem Zuspiel von Kempe kämpft Poté bissig um das Leder, setzt sich schön durch, aber sein Schuss wird abgeblockt. Unsere Nr. 10 setzt nach, aber der Ball landet im Aus. Trotzdem gut gemacht.

  • Ball im Block 58. Kempe will das Ding aus 30 Metern versenken, aber der Freistoß fliegt hoch und landet im Zuschauerbereich.

  • Gelbe Karte 57. Schindler stoppt Poté im Vorwärtsgang und bekommt dafür die erste Verwarnung im Spiel.

  • Schuss von Ouali 56. Nach einem Foul und dem folgenden Freistoß kommt unser Dribbelkönig an den Ball, zieht dann aber etwas übermotiviert aus 25 Metern ab. Kiraly schnappt sich die Murmel.

  • Ludwig knapp vorbei 54. Dynamo verliert im Vorwärtsgang den Ball und München kann schnell umschalten. Nach einer Flanke kommt der Sechziger an den Ball und schiebt ihn unter Bedrängnis zur Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

  • Eckball für München 52. Mit vereinten Kräften gehen die Schwarz-Gelben im eigenen Strafraum zu Werke, lassen den Löwen keinen Raum für Entfaltung. Das sieht richtig gut aus.

  • Gueye mit dem Schuss 52. Mit Anlauf marschiert unser Rechtsverteidiger nach vorn und schießt mutig aus der Distanz, aber der Ball geht weit drüber.

  • Losilla am Boden 51. Nach einem Zusammenstoß mit einem Löwen-Spieler bleibt Anthony liegen, der Schiedsrichter unterbricht. Nach zwei Minuten gehts aber weiter, mit Toto.

  • Abwehrarbeit gefragt 50. Die Gäste wollen jetzt schnell zu Anschluss kommen, daher muss die Mannschaft von Olaf Janßen erstmal hinten gut stehen und nichts anbrennen lassen.

  • 46. Vincenzo Grifo übernimmt jetzt die rechte Außenbahn im Mittelfeld.

  • 46. Marvin Stefaniak ist bei Dynamo rausgegangen.

  • 46. Yannick Stark ist jetzt neu im Spiel.

  • 46. Dominik Stahl blieb bei München in der Kabine.

  • Wiederanpfiff 46. Es geht weiter. Bei beiden Mannschaften gab es einen Wechsel.

  • bevorstehender Wechsel Vincenzo Grifo steht bereit, spielt sich bereits mit Trikot auf dem Rasen ein, wird wohl aller Wahrscheinlichkeit nach jetzt gleich zu Beginn der zweiten Hälfte eingewechselt.

  • krasse Sache Wir können es noch nicht so richtig glauben und noch ist eine ganze Halbzeit zu spielen. Aber ein 4:1 zur Pause gab es wohl sehr sehr lange bei Dynamo nicht mehr. Wir werden das mal recherchieren.

  • Halbzeit 45.(+1) 4:1 nach dem ersten Durchgang, das kann man schon mal so machen. Super, Jungs!

  • Vorlage von Ouali 45. Eine butterweiche Flanke von Idir nahm Robert Koch mit dem Kopf wenige Meter vor dem Tor auf und hämmerte den Ball mit seiner Rübe über die Linie.

  • TOOOOOOOOOR 44. Koch macht mit dem Kopf das 4:1.

  • Dynamo wieder ruhiger 44. Nach dem Gegentor war etwas Nervosität ins Spiel gekommen, aber unsere Mannschaft hat sich wieder gefangen und setzt wieder eigene offensive Akzente.

  • Ecke nach Freistoß 41. Einen ruhenden Ball klären die Löwen ins Aus. Kempe schlägt den Ball in den Strafraum, aber München klärt per Kopf.

  • Konter für Dynamo 40. München bietet jetzt Platz, so dass Koch nach vorn gehen kann. Seine weite Flanke in die Mitte findet aber keinen Abnehmer. Ouali bleibt dran und bringt die nächste Hereingabe, die aber keinen erreicht.

  • gute Chance für Poté 38. Ouali schickt Gueye auf der rechten Seite mit einem Pass auf die Reise. Die Flanke nimmt Micka im Strafraum direkt und legt das Leder knapp über den Kasten von Kiraly.

  • Janßen ist sauer 36. Weil gerade immer wieder gegen Dynamo gepfiffen wird, beschwert sich unser Trainer lautstark beim Assisten und muss vom vierten Offiziellen mächtig eingebremst werden.

  • Freistoß für München 35. Wieder wird es gefährlich, nachdem Losilla diesmal richtig mit dem Kopf klären kann. Stoppelkamp setzt aber zum Distanzschuss an und lässt den Ball über die Querlatte streifen.

  • Glück vor dem eigenen Tor 34. Ein Freistoß segelt gefährlich in den Dynamo-Strafraum. Keiner kann den Ball wirklich klären, bis sich Kempe waghalsig in den Nachschuss der Löwen wirft. Gueye schlägt das Leder schließlich nach vorn.

  • München angefressen 33. Die Löwen sind wütend und spielen sich jetzt immer wieder konsequent nach vorn. Dynamo hat in der Abwehr viel Arbeit zu verrichten und kann immer wieder nur durch Fouls die gegnerischen Angriffe stoppen.

  • vier Tore in 30 Minuten 31. Eine halbe Stunde ist gespielt und es durfte schon ordentlich gejubelt werden. Dynamo agiert nach vorn sehr effektiv und holt sich einen 3:0-Vorsprung raus. München bleibt aber dran und kommt mit etwas Glück zum Anschlusstreffer. Hier muss weiter gut gearbeitet werden, das ist klar.

  • Eigentor 26. Nach einer Flanke kann Kirsten klären, aber der Ball kommt als Bogenlampe zurück. Losilla versucht mit dem Kopf zu klären, aber der Ball landet im eigenen Netz.

  • gemeinsame Abwehrarbeit 26. Leistner, Losilla und Gueye unterstützen sich hinten, können einen Angriff der Löwen klären, wenn auch auf Kosten einer Ecke.

  • Stoppelkamp vorbei 25. München spielt nach vorn nicht schlecht. Wieder kommen die Gäste zum Schuss, aber treffen das Tor von Kirsten nicht.

  • Toooooooor 20. Koch schiebt zum 3:0 ins leere Tor ein. Sauber!

  • Volz schießt vorbei 19. München kommt immer wieder vor das Dynamo-Tor und zu Chancen, die aber bisher allesamt noch keine Wirkung entfalten. Unter Bedrängnis schießt der Abwehrspieler vorbei.

  • Kirsten hält 17. Nach einem Schuss eines Löwen, der völlig frei steht, muss unser Keeper gut parieren. Er wehrt den Ball zu Seite ab, wo Leistner da ist und absichert.

  • Regenwetter 16. Jetzt öffnet der Himmel seine Schleusen und sorgt für ein richtiges Sauwetter. Das dürfte den Rasen rutschig machen, aber damit müssen beide Mannschaften klarkommen.

  • Ouali wieder mit dem Schuss 15. Nach einem Fehler der Löwen ist Koch dazwischen, schiebt den Ball auf seinen Mitspieler ab, der Kiraly in die kurze Ecke schickt. Der Keeper der Gäste kann den Ball nur zur Ecke klären.

  • Micka mit der Vorlage 12. Nach einem Freistoß klärte Stefaniak mit dem Kopf, den Nachschuss blockte Schulz mit dem Rücken. Im direkten Gegenzug marschiert Poté nach vorn spielt ab auf Ouali, der nach innen zieht und den Ball traumhaft in den Winkel setzt.

  • Toooooooor 11. 2:0. Ouali in den Winkel. Was ist hier los?

  • nächste Dynamo-Chance 9. Kempe bringt den Ball auf der linken Seite nach vor, spielt dann zurück auf Ouali, der sich in den Strafraum spielt und abzieht, aber das Leder geht am Tor vorbei.

  • Fans sind da 8. Die frühe Führung sorgt für einen deutlichen Schwung auf den Rängen. Besser hätte der Auftakt in diesem wichtigen Spiel nicht verlaufen können.

  • Toooooooooor 5. Kempe mit dem rechten Fuß. 1:0.

  • Freistoß für Dynamo 5. Kurz vor dem Strafraum wird Koch von den Beinen geholt, als er sich nach vorn durchsetzen will. Das ist eine gute Möglichkeit.

  • Doppelspitze 3. Robert Koch und Mickael Poté bilden heute das Angriffsduo. Dahinter bilden Kempe zentral, Losilla defensiv und Stefaniak sowie Ouali das Mittelfeld.

  • Dynamo auf den K-Block 2. Die Schwarz-Gelben legen sofort los. Koch stürmt in den Löwen-Strafraum, kann sich aber nicht durchsetzen. Der Ball rollt über die Grundlinie, es gibt Abstoß.

  • Anpfiff 1. Poté und Koch beginnen mit dem Anstoß.

  • Schiedsrichter der heutigen Partie ist Daniel Siebert. Seine Assistenten heißen Stefan Lupp und Robert Schröder.

  • Die Fans im K-Block singen sich bereits warm. Aus den Lautsprechern dröhnt Dolly D. "Shalalalala, Oh Oh Oh, SGD!"

  • Zum 18. Mal spielt Dynamo in der 2. Bundesliga an einem Montagabend. Nur drei dieser Spiele konnten gewonnen werden. Wir sind uns sicher, dass es heute trotzdem klappt.

  • Mehr als 25.000 Zuschauer werden heute live im Stadion die Mannchaft nach vorn schreien. Aus München sind etwa 150 Fans mit dabei.

  • Vor dem Spiel gibt es ein Interview mit Stürmer-Idol Torsten Gütschow: "Unbedingter Siegeswille! Wer es nicht kapiert hat, ist fehl am Platze!"

  • Beide Mannschaften haben jetzt den Rasen betreten und absolvieren ihr Aufwärmprogramm.

  • Bei den Löwen sitzen Eicher, Bülow, Bierofka, Lauth, Hertner, Wood und Stark auf der Bank.

  • München läuft mit dieser Elf auf: Kiraly - Volz, Vallori, Steinhöfer, Schindler - Stahl, Stoppelkamp, Weigl, Ludwig, Adlung - Osako

  • Auf der Wechselbank sitzen Fromlowitz, Susac, Schuppan, Grifo, Trojan, Fiel und Dedic.

  • So spielt Dynamo heute: Kirsten - Schulz, Leistner, Brégerie, Gueye - Losilla, Kempe, Ouali, Stefaniak, Koch - Poté

  • Im Vergleich zum Cottbus-Spiel nimmt Olaf Janßen eine Veränderung in der Startelf vor. Für Christoph Menz steht Mickael Poté wieder von Beginn an auf dem Platz.

  • Mit einem Sieg können die Schwarz-Gelben heute auch den Abstand nach vorn auf nur noch drei Zähler verkürzen. Das ist für den heutigen Abend ein gutes Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt.

  • Dynamo liegt auf dem Relegationsplatz und wird ihn heute auch nicht verlassen, aber die Möglichkeit ist da, den Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz auf drei Punkte zu vergrößern.

  • Seit vier Spielen ist Dynamo ungeschlagen, allerdings gab es nur vier Punkte aus diesen Partien. Heute zählt nur ein Sieg, um wichtigen Boden im Kampf um den Klassenerhalt gut zu machen.

  • Eine längere Serie ohne Sieg gab es nur in der Bundesliga 1994/95, als Dnamo 21 Spiele auf einen Erfolg warten musste.

  • Seit 13 Ligaspielen gab es für Dynamo keinen Sieg mehr. Eine ähnliche Serie legten die Schwarz-Gelben 2006 schon hin, bis die "Löwen" nach Dresden kamen.

  • Als einziges Team im deutschen Profifußball ist Dynamo im Jahr 2014 noch ohne Sieg. Diese Besonderheit, auf die nicht soviel Wert gelegt wird, wollen die Schwarz-Gelben heute ablegen.

  • Montagabend, Flutlicht und endlich der erste Sieg im Jahr 2014? Alle Infos zum Spiel zwischen der SG Dynamo Dresden und 1860 München gibt es hier bei uns im Liveticker.