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Vorbereitung VfL Pirna-Copitz - SG Dynamo Dresden

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Dynamo gewinnt Benefizspiel in Pirna mit 4:0

Die SG Dynamo Dresden hat ihr erstes Testspiel im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Saison 2013/14 gegen den VfL Pirna-Copitz mit 4:0 gewonnen. In der ersten Halbzeit trafen die beiden Probespieler Adam Susac (20.) und Ivan Koledic (23.) in das gegnerische Tor, im zweiten Durchgang erzielte Robert Koch (73., 87.) die weiteren Dynamo-Treffer. Vor 2.900 Zuschauern dominierten die Schwarz-Gelben die Partie über weite Strecken, ohne selbst in Bedrängnis zu geraten. Die Mannschaft der Copitzer trat gegen den Zweitligisten kämpferisch und beherzt auf, blieb aber bei eigenen Vorstößen ohne Durchschlagskraft.

Das sportliche Ergebnis war am Ende jedoch nur zweitrangig. Die Partie zwischen der SG Dynamo Dresden und dem VfL Pirna-Copitz wurde als Benefizspiel ausgetragen. Beide Klubs und die Ostsächsische Sparkasse, die als Spieltagssponsor auch für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgte, legten pro Zuschauer insgesamt zwei Euro in den großen Spendentopf, so dass am Ende zugunsten der vom Hochwasser betroffenen Sportvereine der Region insgesamt 6.000 Euro zusammengekommen sind. Die SG Dynamo Dresden bedankt sich an dieser Stelle für das Engagement der Ostsächsischen Sparkasse und des VfL Pirna-Copitz in der Vorbereitung und Durchführung dieses gemeinsamen Benefizspieles sowie bei allen, die das Anliegen mit ihrer Spende unterstützt haben.

Dynamo-Coach Peter Pacult hatte insgesamt 21 Kicker mit nach Pirna gebracht. Darunter waren mit Jure Colak (Waldhof Mannheim), Ivan Koledic (HNK Cibalia Vinkovsi), Adam Susac (NK Rijeka), Amir Spahic (Slask Wroclaw) und Slavko Brekalo (NK Siroki Brijeg) gleich fünf Probespieler, die sich gegen den Bezirksligisten allesamt beweisen durften. Dagegen fehlten Florian Fromlowitz, Marco Hartmann und Thorsten Schulz aufgrund von Knieproblemen sowie Christoph Menz mit einem Infekt.

Pacult bot zunächst bewährte Kräfte in der Startelf auf, brachte Kirsten, Brégerie, Ouali, Trojan, Losilla, Fiel und Müller von Beginn an zum Einsatz. Rückkehrer Toni Leistner und die Probanden Susac, Koledic und Spahic komplettierten das erste Aufgebot. In der Viererkette übernahm Brégerie nicht nur als Kapitän seine Verantwortung, sondern hatte auch gleich drei neue Kollegen an seiner Seite. Adam Susac übernahm die zweite Position in der Innenverteidigung, außen spielten Leistner auf rechts und Amir Spahic auf links. Davor agierte erstmals Losilla wieder neben Fiel im defensiven Mittelfeld, die Außenbahnen wurden durch die etatmäßigen Dauerläufer Idir Ouali und Filip Trojan besetzt. Müller und Ivan Koledic bildeten das Sturmduo.

Dynamo übernahm sofort das Spielgeschehen und hatte gleich in den ersten Minuten zwei gute Freistoßmöglichkeiten, nachdem Cristian Fiel beim ersten Versuch den kurzen Pfosten anvisiert und Copitz-Keeper Loose aufgepasst hatte, beim zweiten Mal die Latte ein frühes Dresdner Tor verhinderte. Ouali hatte den Ball nach Zuspiel von Fiel vor das Tor geflankt, doch der Kopfball von Koledic klatschte nur ans Aluminium. Nach 20 Minuten war es erneut der Routinier mit der 40 auf dem Rücken, der diesmal einen Eckball in die Mitte trat und den Kopf von Adam Susac fand. Der Innenverteidiger auf Probe war mit nach vorn geeilt und köpfte den Ball an den Innenpfosten, von wo er schließlich ins Tor rutschte. Nur drei Minuten später legten die Schwarz-Gelben direkt nach. Diesmal durfte sich Ivan Koledic über einen Treffer freuen, nachdem er eine Eingabe von Ouali über die Linie drücken konnte. Der Vorlagengeber hatte dann die nächste dicke Chance auf dem Fuß, traf aber nach Querpass von Fiel mit seinem Distanzschuss nur die Torstange. Pech hatte auch Tobias Müller, dessen Schuss nur den Pfosten traf. Ouali scheiterte im zweiten Versuch am Copitzer Keeper. Dynamo ließ den Gastgebern in dieser Phase wenig Möglichkeiten zum Spielen und der Klassenunterschied war unverkennbar.

Trotzdem hätten die Hausherren kurz vor der Pause fast den Anschlusstreffer erzielt. Nach einem einfachen Doppelpass und dem folgenden Flankenball tauchte Marcel Kleber plötzlich frei vor dem Tor von Benjamin Kirsten auf, köpfte das Leder aber über das Gehäuse. So ging es mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit. Die nutzte Peter Pacult zum Wechseln. Nur Benjamin Kirsten und Toni Leistner blieben auf ihren Positionen, während alle anderen Spieler ausgetauscht wurden. Schuppan, Gueye, Sabah und Brekalo bildeten jetzt die Abwehrreihe, Leistner und Jure rückten als Sechser nach vorn und Kempe sollte mit Koch auf der Außenbahn die beiden neuen Spitzen Benyamina und Poté, der nach seiner Verletzungspause sein Comeback auf dem Platz gab, mit Bällen füttern.

Der Schwung der ersten Hälfte ging jedoch verloren und während die Sonne den Rasen im Willy-Tröger-Stadion kitzelte, brauchten beide Teams ein paar Minuten, um sich wieder einzuspielen, denn auch die Gastgeber hatten fleißig durchgewechselt. Das erste Achtungszeichen setzte der Linienrichter, der seine Fahne nach einem Tor der Dresdner hob und damit eine Abseitsstellung signalisierte. Jure Colak hatte außerhalb des Strafraumes abgezogen und Poté den Ball vor dem Kasten nochmal abgefälscht. Dabei stand der im zweiten Durchgang als Kapitän agierende Stürmer allerdings im Abseits, so dass der Treffer zurecht nicht zählte. Im weiteren Verlauf der Begegnung verflachten die Aktionen zunehmend. Es gab kaum nennenswerte Szenen auf beiden Seiten und besonders den Schwarz-Gelben war die erste harte Woche der Vorbereitung deutlich anzumerken. Trotzdem durften die zahlreichen Fans am Rande dann noch zweimal jubeln. Tobias Kempe brachte den Ball auf seiner linken Seite nach vorn, um ihn dann auf Strafraumhöhe quer auf Robert Koch zu schieben. Der Mittelfeldspieler legte sich das Leder perfekt vor und konnte mit einem traumhaften Schuss ins Dreiangel das dritte Tor für seine Mannschaft erzielen. Drei Minuten vor dem Abfiff war es erneut Koch, der mit einem Distanzschuss aus zentraler Position ins linke untere Eck zum 4:0-Endstand traf.

Mit dem Abpfiff strömten die Fans dann in Scharen auf das Spielfeld, um sich mit ihren Lieblingen fotografieren zu lassen und Autogramme einzufangen.