Verein

Der 1. FC Magdeburg hat seine Vorgeschichte im System der Betriebssportgemeinschaften (BSG) und wurde am 22. Dezember 1965 als Ausgliederung aus dem Sportclub Magdeburg gegründet. Bereits in den 50er Jahren wurde in Magdeburg Fußball in der zweithöchsten Spielklasse geboten, 1960 stiegen die Bördestädter in die DDR-Oberliga auf, im Sachsen-Anhalt-Derby sicherte man sich den zweiten Aufstiegsrang durch ein 1:1 gegen Spitzenreiter SC Chemie Halle.

Bereits in der ersten Oberliga-Spielzeit wichen die Magdeburger – damals noch als Aufbau Magdeburg – bei Spitzenspielen ins 1955 errichtete Ernst-Grube-Stadion aus, da das Germerstadion mit einer Kapazität von 22.000 Plätzen nicht mehr ausreichte. Im Grube-Stadion fanden mehr als 40.000 Menschen Platz, der Zuschauerschnitt pendelte jedoch bis Ende der 70er Jahre um die 10.000. Der 1. FCM etablierte sich als feste Größe im Oberhaus des DDR-Fußballs und war vom Aufstieg 1960 bis zur Eingliederung des Ost-Fußballs nach der Wiedervereinigung mit Ausnahme der Saison 1966/67 erstklassig.

1974 feierten die Blau-Weißen den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte: Als einzige Mannschaft der DDR gewann Magdeburg einen Europapokal. Den Grundstein legte die Mannschaft um Jürgen Sparwasser am 1. Mai 1973, als man den 1. FC Lokomotive Leipzig in Dessau mit 3:2 bezwang. Im Europapokal der Pokalsieger setzte man sich dann gegen NAC Breda (Niederlande), Baník Ostrava (Tschechien), Beroe Stara Sagora (Bulgarien) und Sporting Lissabon durch, bevor im Finale in Rotterdam am 8. Mai 1974 der AC Mailand wartete. Das Duell der beiden Trainer Heinz Krügel und Giovanni Trapattoni wurde durch ein Eigentor der Italiener und einen Treffer des 21-fachen DDR-Nationalspielers Wolfgang Seguin zugunsten der Sachsen-Anhaltiner entschieden. Gerade einmal 4.641 Zuschauer sahen die Partie im Feijenoord-Stadion.

Da Magdeburg in der Abschlusstabelle der NOFV-Oberliga 1990/91 nur Rang zehn belegte, startete man in der drittklassigen Oberliga ins wiedervereinigte Fußballdeutschland. Bis 1996/97 verließ der Verein die – seit 1994/95 nur noch viertklassige – Oberliga nicht, 1997 gelang der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga. Bis zum Drittliga-Aufstieg 2015, der die erstmalige Teilnahme am Profi-Fußball bedeutete, folgten zehn Jahre in der dritthöchsten Spielklasse sowie acht Spielzeiten in der Viertklassigkeit. 2015 setzte sich der Verein in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen Kickers Offenbach durch. Seit der Saison 2015/16 spielte der 1. FC Magdeburg in der 3. Liga. Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga als Meister der 3. Liga gelang dem FCM 2018 der größte sportliche Erfolg seit der Wiedervereinigung.

Stadion

Der 1. FC Magdeburg trägt seine Heimspiele in der 2006 eröffneten MDCC-Arena aus. Das reine Fußballstadion bietet ein maximales Fassungsvermögen von 27.250 Plätzen, davon 4.500 Stehplätzen. Es wurde am Standort des ehemaligen Ernst-Grube-Stadions errichtet.

Quellen: Vereinswebsite und Wikipedia

Spieler (inkl. Testspieler) und Trainer in beiden Vereinen

Spieler: Sören Holz, Detlef Schößler, Uwe Jähnig, Uwe Rösler, Frank Lieberam, Uwe Kirchner, Mario Lau, Dirk Losert, Andreas Narr, Klaus Dietrich, Sebastian Hähnge, Dietmar Hempel, Hermann John, Ronny Scholze, Günther Thorhauer, Kurt Zernecke, Pavel Dobry, Christian Person, Shergo Biran, Jens Ramme, Christoph Menz, Dennis Erdmann, Gerrit Müller, Benjamin Bolze

Trainer: Ruud Kaiser

Steckbrief

  • Gegründet: 22. Dezember 1965
  • Vereinsfarben:  Blau-Weiß
  • Mitglieder: 7.125 (Stand: Mai 2018)
  • Heimspielstätte: MDCC-Arena
  • Website: www.1fcm.de

Erfolge

  • Europapokal der Pokalsieger 1974
  • DDR-Meister 1972, 1974, 1975
  • 7 Mal FDGB-Pokalsieger
  • Aufstieg 3. Liga 2015
  • Aufstieg 2. Bundesliga 2018

Ewige Zweitliga-Tabelle

PlatzJahreSpieleSiegeUnentschiedenNiederlagenTorverhältnisDifferenzPunkte
-000000:000

Stand: 15.04.2018

Platzierungen der letzten fünf Jahre

SaisonPlatzLiga
2013/142.Regionalliga Nordost
2014/151.Regionalliga Nordost
2015/164.3. Liga
2016/174.3. Liga
2017/181.3. Liga