Holstein Kiel

Verein

Die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V., kurz Holstein Kiel, ging 1917 aus der Fusion des 1. Kieler Fußball-Vereins von 1900 mit dem FV „Holstein” von 1902 hervor. Im Verein sind über 1.300 Mitglieder in verschiedenen Sportarten organisiert. Die Vereinsfarben sind entsprechend den schleswig-holsteinischen Landesfarben Blau, Weiß und Rot.

Die ersten und größten Erfolge der Vereinsgeschichte feierte Holstein Kiel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nachdem der Verein in der Deutschen Meisterschaftsendrunde 1910 im Finale gegen den mit zahlreichen Nationalspielern besetzten Karlsruher FV noch knapp mit 0:1 nach Verlängerung unterlag, konnte Holstein Kiel 1912 gegen die Karlsruher mit 1:0 gewinnen und die Deutsche Meisterschaft feiern. Es war bis heute der größte Erfolg der Vereinshistorie.

Nach dem Ersten Weltkrieg blieb Holstein Kiel eine der stärksten Mannschaften in Deutschland. 1930 erreichte die KSV Holstein zum dritten Mal das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Im Finale unterlagen die Störche, wie der Verein im Volksmund auch genannt wird, Hertha BSC in einem der spannendsten und torreichsten Endspiele der deutschen Fußballgeschichte mit 4:5. Drei weitere Male stand Holstein Kiel bis 1945 im Finale, fünfmal schied das Team im Halbfinale aus – zuletzt 1943 gegen den späteren Meister Dresdner SC. 

Seit 1947 gehörte der Verein stets der höchsten Spielklasse an, verpasste aber 1963 die Qualifikation zur 1. Bundesliga. Bis 1974 liefen die Kieler in der zweitklassigen Regionalliga auf, ab der Saison 1974/75 sogar nur noch drittklassig. 1978 gelang schließlich der Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord, wo man bis 1981 blieb. Durch die Zweitliga-Reform zur Saison 1981/82 wurde die KSV wieder drittklassig und blieb bis 1996 in der dritthöchsten Spielklasse des Landes.

Seit 1996 pendelt der Verein zwischen der Viert-und Drittklassigkeit. Im Sommer 2009 stieg Kiel in die neugegründete 3. Liga auf. Die Kieler Sportvereinigung spielte damit zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in einer deutschlandweiten Liga. Nach dem Abstieg 2010 folgte der Wiederaufstieg 2013. Im DFB-Pokal feierten die Störche in der Saison 2011/12 mit dem Erreichen des Viertelfinals gegen Borussia Dortmund den größten Erfolg.

Stadion

Seit 1911 trägt der KSV Holstein seine Heimspiele am Holstein-Platz – dem heutigen Holstein-Stadion – aus. Die Spielstätte gehört zu den zwanzig ältesten in ganz Deutschland und ist die älteste in Schleswig-Holstein. 1922 fasste das Stadion 8.000 Zuschauer. Seit dem Stadion-Umbau 2006 liegt das Fassungsvermögen bei 11.386 Plätzen und kann auf 15.000 erweitert werden – genug um die Bedingungen einer Zweitliga-Lizenz zu erfüllen.

Quellen: Vereinswebsite und Wikipedia

Spieler (inkl. Testspieler) und Trainer in beiden Vereinen

Spieler: Frank Paulus, Thomas Neubert, Daniel Ernemann, Patrick Würll, Pavel Dobry, Christian Mikolajczak, Maik Kegel, Mathias Fetsch, Marcel Gebers, Luca Dürholtz

Trainer: Stefan Böger, Karsten Neitzel

Steckbrief

  • Gegründet: 7. Oktober 1900
  • Mitglieder: 1.725 (Stand 01.07.2017)
  • Vereinsfarben: Blau-Weiß-Rot
  • Stadion: Holstein-Stadion
  • Kapazität: 11.386
  • Website: www.holstein-kiel.de

Erfolge

  • Deutscher Meister 1912
  • Deutscher Amateurmeister 1961
  • Deutscher Vizemeister 1910 und 1930
  • Aufsteiger in die 2. Bundesliga 1978, 2017

Ewige Zweitliga-Tabelle

PlatzJahreSpieleSiegeUnentschiedenNiederlagenTorverhältnisDifferenzPunkte
66.4152523763220:254-34193

Stand: 01.07.2018

Platzierungen der letzten fünf Jahre

SaisonPlatzLiga
2013/201416.3. Liga
2014/20153.3. Liga
2015/201614.3. Liga
2016/20172.3. Liga
2017/20183.2. Bundesliga