SpVgg Greuther Fürth

In den Anfangsjahren des Fußballs entstanden in vielen Turnvereinen Fußballabteilungen als Spielvereinigungen, so auch beim TV Fürth 1860, deren Spieler sich am 23. September 1903 im Gasthaus Balzer zur Gründung der SpVgg Fürth einfanden. Wegen der geringen Unterstützung der neuen Abteilung durch den Hauptverein wurde am 21. November 1906 die Loslösung und Gründung eines eigenen Vereins beschlossen. Ihre größten sportlichen Erfolge feierte die SpVgg Fürth noch weit vor dem Zweiten Weltkrieg. Im dritten Anlauf gelang die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, in der Fürth 1914 im Endspiel den VfB Leipzig mit 3:2 nach Verlängerung besiegte und den Titel holte. Aufgrund des ersten Weltkrieges wurden in den folgenden Jahren keine Meisterschaftsspiele ausgetragen. Weiter ging es damit erst 1920. Fürth war als amtierender Meister automatisch für die Endrunde qualifiziert, verlor das Finale aber gegen den fränkischen Konkurrenten aus Nürnberg. Beide Mannschaften zählten damals zu den stärksten ihrer Zeit. 1926 erreichte die Spielvereinigung wieder das Finale in Frankfurt und konnten dort nach einem 4:1 gegen Hertha BSC die zweite Deutsche Meisterschaft feiern. Den letzten großen Titel konnte der Verein 1929 gewinnen. Erneut behielt man im Finale gegen die Berliner die Oberhand. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Fürth zunächst keine große Rolle mehr.

Bis 1963 spielte der Verein weiterhin in der Oberliga Süd, konnte sich aber wegen der schlechten Platzierungen nicht für die neu gegründete Bundesliga qualifizieren.Von 1997 bis 2012 gehörte die SpVgg Greuther Fürth ununterbrochen der 2. Bundesliga an. Damit war sie lange die dienstälteste Mannschaft der Liga. Den Aufstieg verfehlten die "Kleeblätter" oft nur knapp. Deshalb handelten sie sich den Ruf, „unaufsteigbar“ zu sein, ein. In der Saison 2011/12 schaffte Fürth dieses Kunststück und spielte für ein Jahr im Oberhaus. Auch im DFB-Pokal waren die Fürther in ihrer Aufstiegssaison erfolgreich: Erst im Halbfinale schied die SpVgg durch ein Gegentor, das einzige in der Pokalsaison, in der letzten Minute der Verlängerung gegen den späteren Doublegewinner Borussia Dortmund aus.

Stadion

Die SpVgg Greuther Fürth trägt ihre Heimspiele im Sportpark Ronhof Thomas Sommer aus. Das Stadion befindet sich im namensgebenden Stadtteil Ronhof. Die seit 1910 bestehende Spielstätte lässt die SpVgg (Greuther) Fürth nach den Stuttgarter Kickers (1905) und Altona 93 (1908) bundesweit Platz 3 der am längsten am selben Ort spielenden Traditionsvereine einnehmen. Derzeit wird der Sportpark Ronhof Thomas Sommer umgebaut. Es soll die Infrastruktur rund um das Stadion verbessert und die Kapazität vergrößert werden.

Quellen: Vereinswebsite und Wikipedia

Spieler (inkl. Testspieler) und Trainer in beiden Vereinen

Spieler: Rodrigues da Silva Cidimar, Dario Dabac, Markus Dworrak, Ronny Ernst, Marcel Franke, Michael Hecht, Michael Hefele, Wolfgang Hesl, Quirin Moll, Jim-Patrick Müller, Nico Patschinski, Dani Schahin, Manuel Stiefler, Dominik Stolz, Ronny Teuber, Tomas Votava

Steckbrief:

  • Gegründet: 23. September 1903
  • Mitglieder: 2.500 (Stand August 2017)
  • Vereinsfarben: Weiß-Grün
  • Stadion: Sportpark Ronhof Thomas Sommer
  • Kapazität: 18.000
  • Website: www.greuther-fuerth.de

Erfolge:

  • Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929
  • Aufstieg in die Bundesliga: 2012
  • Halbfinale DFB-Pokal: 2012

Ewige Zweitliga-Tabelle

PlatzJahreSpieleSiegeUnentschiedenNiederlagenTorverhältnisDifferenzPunkte
1. 2910244142753351522:1289+2331517

Stand: 01.07.2018

Platzierungen der letzten 5 Jahre

SaisonPlatzLiga
2013/143.2. Bundesliga
2014/1514.2. Bundesliga
2015/169.2. Bundesliga
2016/178.2. Bundesliga
2017/1815.2. Bundesliga