Hallescher FC

Verein

Die historischen Wurzeln des HFC reichen bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Zu dieser Zeit war in der sowjetischen Besatzungszone der Sportbetrieb bereits neu organisiert worden, die Sportgruppen wurden von sogenannten Trägerbetrieben übernommen und in Betriebssportgemeinschaften umgewandelt. So sollte auch mit dem SC Chemie Halle-Leuna verfahren werden. Parallel zum SC Chemie war in Halle auch noch der SC Wissenschaft Halle gegründet worden. 1958 wurden beide Sportklubs zum SC Chemie Halle zusammengelegt.

1965 ging eine neue Welle der Umstrukturierung durch den DDR-Sport, die leistungsstärksten Fußballsektionen wurden aus ihren Sportklubs herausgelöst und als Fußballklubs neu gegründet. Auf diese Weise wurde am 26. Januar 1966 der Hallesche FC Chemie gegründet. Seine Farben sind rot und weiß. Als SC Chemie Halle-Leuna konnte der Verein 1956 den FDGB-Pokal durch ein 2:1 im Finale gegen ZSK Vorwärts KVP Berlin gewinnen. 1962 konnte die Mannschaft den Pokal ein zweites Mal gewinnen. Im Finale besiegte Halle den SC Dynamo Berlin mit 3:1. Von 1965 bis 1984 und von 1987 bis 1991 spielte der HFC fast durchweg in der höchsten Spielklasse der DDR. Als größter sportlicher Erfolg gilt ein dritter Platz in der Saison 1970/71, mit dem sich die Saalestädter für den UEFA-Cup qualifizieren konnten.

1991 beendeten die Hallenser die letzte Oberliga-Saison als Vierter, spielten abermals im Europapokal mit und erhielten das Startrecht in der gesamtdeutschen 2. Bundesliga. Nach einer Spielzeit stieg der Verein wieder ab und rutschte in den Folgejahren bis in die die fünfte Liga ab. Seit der Saison 2000/01 spielte der HFC acht Jahre lang in der Südstaffel der Oberliga Nordost. Bei der Neueinteilung des Ligasystems 2008 konnten sich die Saalestädter für die Regionalliga Nord qualifizieren. Knapp scheiterte man zweimal in Folge am Aufstieg in die 3. Liga. In der Saison 2011/12 gelang dem Verein dann endlich der Sprung nach oben. Im ersten Drittliga-Jahr kämpften die Hallenser lange um den Klassenerhalt, etablierten sich in den vergangenen Jahren aber in der Liga, ehe der Verein aus Sachen-Anhalt in der abgelaufenen Saison erst spät den Klassenerhalt sichern konnte.

Stadion

Bis Sommer 2010 trug der HFC seine Heimspiele im Kurt-Wabbel-Stadion aus. Die Spielstätte war im Besitz der Stadt Halle und lag im Zentrum der Stadt. Sie war mit einem Rasenplatz, zwei überdachten Zuschauertribünen, einer 400-m-Leichtathletiklaufbahn sowie einer Flutlichtanlage ausgestattet und hatte ein Fassungsvermögen von 23.860 Zuschauern. Am 2. Juni 1971 gewann die SGD dort den FDGB-Pokal durch ein 2:1 gegen den BFC Dynamo.

Da die Spielstätte aufgrund des Neubaus einer reinen Fußballarena abgerissen wurde, musste der Verein vorübergehend in das Stadion im Bildungszentrum im Hallenser Stadtteil Neustadt ausweichen. Das neue Stadion trägt den Namen Erdgas Sportpark und dient dem HFC seit der Saison 2011/12 als Heimstätte. Es fasst 15.057 Plätze und wurde mit einem Freundschaftsspiel gegen den Hamburger SV eröffnet.

Quellen: Vereinswebsite und Wikipedia

Spieler (inkl. Testspieler) und Trainer in beiden Vereinen

Spieler: Alexander Gleis, Andreas Wagenhaus, Karsten Neitzel, Laszlo Kardos, Enrico Keller, Velibor Kopunovic, Maik Wagefeld, Lutz Schülbe, Jan Rziha, Robert Pietsch, Fred Mecke, Thomas Neubert, Denis Koslov, Horst Walter, Sebastian Hartung, Karsten Oswald, Darko Horvat, Pavel David, Reimund Linkert, Sascha Pfeffer, Tony Schmidt, Christian Person, Philipp Zeiger, Christoph Klippel, Marcel Franke, Toni Leistner, Marco Hartmann, Tobias Müller, Daniel Ziebig, Niklas Landgraf, Pascal Sohm

Trainer: Reinhard Häfner, Sven Köhler

Steckbrief

  • Gegründet: 16. Januar 1966
  • Vereinsfarben: Rot-Weiß
  • Mitglieder: 2.150 (Stand: Dezember 2019)
  • Stadion: Erdgas Sportpark
  • Kapazität: 15.057
  • Website: www.hallescherfc.de

Erfolge

  • FDGB-Pokalsieger 1956, 1962 (als SC Chemie Halle)
  • Qualifikation zur 2. Bundesliga 1991
  • Aufstieg in die 3. Liga 2012

Ewige Drittliga-Tabelle

PlatzSpieleSiegeUnentschiedenNiederlagenTorverhältnisDifferenzPunkte
730210881113380:396-16405

Stand: 01.09.2020

Platzierungen der letzten fünf Jahre

SaisonPlatzLiga
2015/1613.3. Liga
2016/1713.3. Liga
2017/1813.3. Liga
2019/204.3. Liga
2020/2115.3. Liga