SV Werder Bremen

Der SV Werder Bremen wurde 1899 als "Fußballverein Werder von 1899" von Schülern gegründet, die bei einem Tauzieh-Wettbewerb einen Fußball gewonnen hatten. Der Vereinsname geht auf Stadtwerder, eine Halbinsel in der Bremer Weser, zurück, wo die Schüler mit dem Ball zum ersten Mal spielten. „Werder“ ist nichts anderes als der topografische Begriff für eine Flussinsel. Die Werderaner feierten schon 1903 ihre erste Bremer Meisterschaft und waren zwei Jahre später der erste Verein der Hansestadt, der Eintrittsgelder zu seinen Spielen verlangte. Der Club überstand den Ersten Weltkrieg trotz vieler gefallener Mitglieder und ließ 1919 erstmals auch Frauen als Mitglieder zu. 1922 ging der FV abermals neue Wege, als er als erster Bremer Verein einen hauptberuflichen Trainer engagierte, bezahlt aus dem Sportlehrerfonds.

Nach dem zweiten Weltkrieg entstand der Spitzname „Sphinx des Nordens“, weil die Oberliga-Mannschaft gern gegen stärkere Gegner gewann und umgekehrt schwächeren Gegnern unterlag, und dadurch als rätselhaft und schwer durchschaubar galt. Klare Nummer Eins im Norden war seinerzeit noch der Hamburger SV, in Bremen konkurrierte der nun als Sport-Verein firmierende Club mit dem Bremer SV und Bremerhaven um die Vorherrschaft.

1961 glückte der erste ganz große Erfolg: In Gelsenkirchen holten die Grün-Weißen gegen Kaiserslautern den DFB-Pokal. Zwei Jahre später gehörte man zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, in der Werder durch Dortmunds Timo Konietzka das historische erste Tor in der Geschichte der neu ins Leben gerufenen Spielklasse hinnehmen musste. Im ersten Bundesliga-Jahr noch Zehnter, gelang 1965 überraschend die erste Deutsche Meisterschaft. Bis heute sollten drei weitere folgen.

Ein kurioses Kapitel der Vereinsgeschichte war der Pfostenbruch vom Bökelberg 1971, als es beim Tabellenführer Borussia Mönchengladbach 1:1 stand und ein Tor wortwörtlich zu Bruch ging. Das Spiel wurde im Nachgang für Bremen gewertet, weil kein Ersatztor bereitstand, die Episode war Anlass der Einführung von Aluminiumtoren.

Bis zum Ende der Saison 2020/21 spielte Werder, das sich in den 80er Jahren zur Spitzenmannschaft entwickelte, mit Ausnahme der Saison 1980/81 immer im Oberhaus. Seinerzeit wurde man zum Hauptkonkurrenten des FC Bayern, worin die Rivalität beider Vereine ihren Anfang nahm. In der Gegenwart kann der SVW nicht an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen, seit dem sechsten und letzten DFB-Pokalsieg 2009 erreichte Bremen nur noch einmal den 3. Tabellenplatz (2009/10). Am Ende der Saison 2019/20 mussten die Werderaner als 16. der Tabelle in die Relegation, die sie gegen den 1. FC Heidenheim aufgrund der mehr geschossenen Auswärtstore mit zwei Unentschieden (0:0, 2:2) für sich entscheiden konnten. In der darauffolgenden Spielzeit 2020/21 stieg der SVW als Vorletzter in die 2. Bundesliga ab. 

Stadion

Das Weserstadion (offiziell seit Juli 2019 durch ein Sponsoring Wohninvest Weserstadion) ist das Fußballstadion des SV Werder Bremen. Es liegt in Bremen direkt am rechten Ufer der Weser in der Pauliner Marsch, einem Überflutungsgebiet vor dem Osterdeich. Der erste Vorläufer des Weserstadions, ein Sportplatz mit Holztribüne, wurde 1909 vom Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein erbaut.

Nach verschiedenen früheren Umbauten wurde das Weserstadion zuletzt von 2008 bis 2011 aus- und umgebaut sowie modernisiert. Seit der Fertigstellung zu Saisonbeginn 2011/12 hat es eine Kapazität von 42.100 Plätzen.

Quellen: Vereinswebsite und Wikipedia

Spieler (inkl. Testspieler) und Trainer in beiden Vereinen

Spieler: Onur Ayik, Justin Eilers, Dimitrios Ferfelis, Marcel Hilßner, Frank Kaiser, Tobias Kempe, Alexander Ludwig, Nico Pellatz, Heiko Scholz, Pascal Testroet, Kevin Wittke  

Trainer: Hans-Jürgen Dörner

Steckbrief

  • Gegründet: 4. Februar 1899
  • Vereinsfarben: Grün-Weiß
  • Mitglieder: 40.376 (Stand: November 2019)
  • Stadion: Weserstadion
  • Kapazität: 42.100
  • Website: www.werder.de

Erfolge

  • Deutscher Meister: 1965, 1988, 1993, 2004
  • DFB-Pokalsieger: 1961, 1991, 1994, 1999, 2004, 2009
  • Europapokal der Pokalsieger: 1992
  • Aufstieg in die Bundesliga: 1981

Ewige Zweitliga-Tabelle

PlatzJahreSpieleSiegeUnentschiedenNiederlagenTorverhältnisDifferenzPunkte
 97142308497:33+6498

Stand: 01.07.2021

Platzierungen der letzten fünf Jahre

SaisonPlatzLiga
2016/178.Bundesliga
2017/1811.Bundesliga
2018/198.Bundesliga
2019/2016.Bundesliga
2020/2117.Bundesliga