Der Ehrenrat der SG Dynamo Dresden

Nachfolgend werden hier die Bestimmungen aus der Satzung der SG Dynamo Dresden e.V. zum Handeln und Wirken des Ehrenrates aufgezeigt.

§ 31 Stellung

(1) Die Tätigkeit des Ehrenrates ist unabhängig und frei von Weisungen anderer Vereinsorgane.

(2) Der ordentliche Rechtsweg von Gremien und Mitgliedern in Vereinsangelegenheiten gegen andere Gremien oder Mitglieder darf nur beschritten werden, wenn der Kläger dem Ehrenrat zuvor diese Absicht schriftlich mitgeteilt hat und der Ehrenrat sich für nicht zuständig erklärt, oder eine interne Klärung für unmöglich hält oder eine interne Klärung innerhalb von drei Monaten nicht herbeiführen kann.

§ 32 Zusammensetzung

(1) Der Ehrenrat besteht aus fünf gewählten Mitgliedern, die dem Verein seit mindestens drei Jahren angehören und über 35 Jahre alt sind. Mindestens ein Mitglied soll die Befähigung zum Richteramt haben.

(2) Der Ehrenrat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter, von denen einer die Befähigung zum Richteramt haben soll.

(3) Der Ehrenrat ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind.

§ 33 Wahl

(1) Die Mitglieder des Ehrenrates werden einzeln durch die Mitgliederversammlung gewählt.

§ 34 Entscheidungsbefugnisse

(1) Die Verletzung der Satzung oder von Ordnungen des Vereins, Vereinsstreitigkeiten zwischen Gremien und Mitgliedern, vereinsschädigendes Verhalten und die Anfechtung von Entscheidungen der Gremien sind vereinsintern unter Anhörung der Betroffenen in einem Ehrenratsverfahren zu behandeln. Die Weitergabe von Sondervorteilen, die ausschließlich Mitgliedern gewährt werden, mit Gewinnerzielungsabsicht an vereinsfremde Dritte gilt als vereinsschädigend i. S. d. Satzes 1. Der Ehrenrat entscheidet nach Maßgabe des Absatzes (4) über mögliche Ahndungen.

(2) Der Ehrenrat entscheidet in mündlicher Verhandlung, kann aber ein schriftliches Verfahren durchführen, sofern dem kein Verfahrensbeteiligter binnen 14 Tagen ab Zugang der Anordnung widerspricht.

(3) Der Ehrenrat kann auf Antrag von betroffenen Vereinsmitgliedern an die Geschäftsführung eine Empfehlung über die Veränderung der Dauer oder die Aufhebung von Stadionverboten aussprechen.

(4) Folgende Strafen zur Ahndung sind zulässig:
      a) Verweis          
      b) Ordnungsgelder bis 1.000,00 Euro, die zweckgebunden im  Nachwuchsbereich einzusetzen sind   
      c) Befristeter oder dauerhafter Entzug von an die Vereinsmitgliedschaft gebundenen Sonderrechten
      d) befristete oder dauerhafte Enthebung aus Gremien
      e) befristete oder dauerhafter Ausschluss aus dem Verein.

§ 35 Rechts- und Verfahrensordnung

(1) Der Ehrenrat wird von Amts wegen tätig, wenn er von Satzungsverstößen sowie von vereinsschädigendem Verhalten Kenntnis erlangt. Im Übrigen wird der Ehrenrat nur auf Antrag eines Betroffenen tätig.

(2) Der Ehrenrat kann
      a)  vor der Verhandlung Maßnahmen anordnen und dafür Fristen setzen
      b)  das persönliche Erscheinen von Verfahrensbeteiligten anordnen
      c)  Zeugen und Sachverständige, auf die sich eine Partei bezogen hat, vorladen.

(3) Verfahrensbeteiligte sind zur mündlichen Erörterung oder Verfahrensführung schriftlich unter Angabe des Verfahrensgegenstandes durch eingeschriebenen Brief vom Ehrenratsvorsitzenden vorzuladen.

(4) Ordnet der Ehrenrat das persönliche Erscheinen an und ist das Antrag stellende Mitglied trotz Ladung zum Verhandlungstermin ohne ausreichende Entschuldigung nicht anwesend, gilt ein Antrag als zurückgenommen. In Verfahren kann auch bei Nichterscheinen eines Betroffenen verhandelt und entschieden werden.

(5) Ist der Ehrenrat auf Antrag eines Betroffenen gegen einen Geschäftsführerbeschluss tätig geworden, darf die Entscheidung nicht zum Nachteil des Antragstellers vom Geschäftsführerbeschluss abweichen.

(6) Der Ehrenrat kann die Neufassung von Beschlüssen oder anderen Maßnahmen anordnen, soweit dies zur Herstellung satzungsgemäßer Zustände erforderlich ist. Die Erteilung zusätzlicher Auflagen ist  zulässig.

(7) Der Ehrenrat muss unentschuldigte Verstöße gegen seine Anordnungen ahnden.

(8) Die Entscheidungen des Ehrenrates sind endgültig, bei einer Änderung der Sach- oder Rechtslage kann die Wiederaufnahme eines Verfahrens beantragt werden. Bis zur Aufhebung durch die Mitgliederversammlung behält die Entscheidung ihre Wirkung.

(9) Der Ehrenrat hat alle Entscheidungen schriftlich unter Angabe der Gründe zu dokumentieren. Die Entscheidungen sind den Verfahrensbeteiligten und der Geschäftsführung mitzuteilen.

(10) Die Entscheidungen des Ehrenrates sind von der Geschäftsführung zu vollziehen.