U21 feiert Turniersieg bei ZEV Hallenmasters 2026
Dynamos zweite Mannschaft gewinnt Gerd-Schädlich-Pokal als Underdog
Am Samstag, dem 10. Januar 2026, war Budenzauber angesagt für die Zweitvertretung der SGD. Bei den diesjährigen ZEV Hallenmasters in der Sparkassen-Arena Zwickau war Schwarz-Gelb dabei ausschließlich gegen höherklassige Gegner gefragt und setzte dabei ein überraschendes Ausrufezeichen.
Zum Turnier angetreten waren neben Gastgeber FSV Zwickau auch Carl Zeiss Jena, der Chemnitzer FC, der VFC Plauen sowie eine Westsachsenauswahl. Gespielt wurde über zweimal neun Minuten. Rund 3.500 Fans in der ausverkauften Sparkassen-Arena Zwickau unterstützten das Heimteam lautstark. Dynamo fand sich in der Vorrunde in einer Gruppe mit Zwickau sowie Plauen wieder und durfte so 14.30 Uhr direkt einmal gegen die Gastgeber ran. Der Titelverteidiger startete motiviert rein. Den 0:1-Rückstand konnte Schwarz-Gelb allerdings schnell ausgleichen, doch die Zwickauer legten nach und lagen 80 Sekunden vor Spielende mit 1:3 aus Dresdner Sicht in Führung. Doch Dynamos U21, welche an jenem Tag in Abwesenheit von Sebastian König, welcher im Trainingslager der Profis weilte, von Paul Biedermann, Benny Kirsten und Markus Seiler betreut wurden, steckte nicht auf. Binnen 60 Sekunden glichen die Jungs aus und hatten im Anschluss sogar noch die Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden. Die Punkteteilung beim 3:3-Endstand war schlussendlich jedoch für beide Seiten verdient.
Im zweiten Gruppenspiel wartete Plauen im Duell Schwarz-Gelb gegen Schwarz-Gelb. Den 1:2-Pausenrückstand egalisierte die SGD unmittelbar nach Wiederanpfiff und beendete die Partie mit 2:2. Dank der Schützenhilfe von Zwickau, welches Plauen mit 6:3 bezwang, genügten diese zwei Punkte zum Weiterkommen. In der zweiten Gruppe hatten sich indes Chemnitz und Jena durchgesetzt.
So kam es im Halbfinale zum Aufeinandertreffen mit den Himmelblauen, die vorher beide Spiele souverän gewonnen hatten und mit etlichen Stammspielern angereist waren. Noch vor der Pause drehte Dynamo einen zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand und ließ sich auch nach dem Seitenwechsel durch den Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen. Eine konzentrierte Leistung brachte den 4:2-Sieg ein, der den Finaleinzug bedeutete.
Dort kam es zu einem Wiedersehen mit den „Schwänen“ aus Zwickau, welche Jena im zweiten Halbfinale mit 3:1 ausgeschaltet hatten. Das Finale zwischen Freunden wurde rassig und umkämpft. Die Gastgeber gingen in Führung, Dynamo glich postwendend aus. Abermals trafen die Rot-Weißen, doch Schwarz-Gelb antwortete mithilfe der Bande zum 2:2-Pausenstand. Im zweiten Durchgang kam es zu einer Zeitstrafe für einen Zwickauer. Aus der resultierenden Überzahl schlug die Sportgemeinschaft Profit und traf über Arne Seemann zum 3:2. Es folgten wütende Angriffe des FSV. Kurz vor Schluss konnte schließlich Marlon Grafe mit einer Glanzparade den Turniersieg festhalten und seine Mannschaft vorm Neun-Meter-Schießen bewahren.
Somit wurde der Titelträger abgelöst und Dynamo konnte die Trophäe des Gerd-Schädlich-Pokals gegen 19 Uhr in die Höhe recken. Ein Achtungserfolg, bedenkt man, dass der älteste Spieler im kader gerade einmal 20 Jahre alt war. Markus Seiler, sportlicher Leiter der U21, bilanzierte: „Unsere junge Mannschaft hat sich gut in das Turnier hineingearbeitet und konnte sich schnell an die Anforderungen anpassen. Mit viel Leidenschaft und Spielfreude haben sich die Jungs gegen starke Gegner, in einen Rausch gespielt.“
Vielen Dank an die zahlreichen Fans vor Ort sowie die Organisation des gesamten Turniers, das allen Beteiligten und Zuschauenden eine gelungene Abwechslung zum Ligaalltag bot.
