Profis
18. Oktober 2026 // 15.45 Uhr

Derbysieg im Sondertrikot

Torjubel von Dynamo Dresden
Vorm K-Block bejubelte das Team das 2:0 durch Simon Straudi.

Spielbericht: SG Dynamo Dresden – 1. FC Magdeburg 2:0 (1:0)


Am 16. „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“-Aktionsspieltag empfing die Sportgemeinschaft den 1. FC Magdeburg. Vor 30.651 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie einer eindrucksvollen Kulisse brachte Niklas Hauptmann die SGD früh vom Punkt in Führung (9.), bevor Simon Straudi kurz nach Wiederanpfiff der zweiten Hälfte den 2:0-Endstand markierte.

Cheftrainer Thomas Stamm vertraute von Beginn an derselben Startelf wie in der Vorwoche gegen den VfL Osnabrück. Die Partie begann ohne lange Anlaufphase: Bereits nach 25 Sekunden setzte ein langer Abschlag von Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann vorn Mateusz Zukowski in Szene, der aus 16 Metern jedoch deutlich verzog. Kurz darauf war Lennart Grill gefordert: Emmanuel Iyoha setzte sich im Strafraum durch und kam nach einem geblockten Versuch erneut zum Abschluss, doch der Dynamo-Keeper parierte stark mit dem Bein.

9. Minute: Hauptmann trifft vom Punkt

In der fünften Minute wurde Ben Bobzien mit viel Zug zum Tor in halblinker Position zu Fall gebracht. Der anschließende Freistoß führte zu einer strittigen Szene im Strafraum, die Schiedsrichter Braun noch einmal überprüfte. Nach Ansicht der Bilder entschied er auf Foul an Nicolai Rapp und damit auf Elfmeter für die Sportgemeinschaft. Niklas Hauptmann übernahm die Verantwortung und verwandelte in der neunten Minute präzise mithilfe des Innenpfostens zum 1:0. Sein erster Strafstoß in der 2. Bundesliga wohlgemerkt!

Auch nach der Führung blieb die Begegnung intensiv. Hauptmanns Treffer gab den Dresdnern zusätzliche Sicherheit, und wenig später bot sich Tobias Raschl sogar die große Chance zum zweiten Tor: Der Sechser eroberte den Ball in der letzten Magdeburger Linie und lief allein auf Reimann zu, schloss jedoch zu schwach ab.

Dynamo verteidigte aufmerksam, ließ den Gästen kaum Raum zur Entfaltung und hielt die Partie über weite Strecken von beiden Strafräumen fern. Eine der wenigen Magdeburger Möglichkeiten hatte Moritz Kwarteng in der 24. Minute, dessen Schlenzer am langen Pfosten vorbeiging.

In der Folge setzte Dynamo auch offensiv weitere Akzente. Bobzien trieb den Ball in der 34. Minute bei einem schnellen Konter nach vorn, Raschl nahm Covic mit, dessen Querpass am Fünfmeterraum im letzten Moment geklärt wurde. Zwar lag Magdeburg bei Ballbesitz, Zweikampfquote und Passsicherheit leicht vorn, doch die Schwarz-Gelben überzeugten mit höherer Laufleistung, mehr Torschüssen und schnellen Balleroberungen. Beide Mannschaften schenkten sich in einer umkämpften Schlussphase der ersten Hälfte nichts, klare Abschlüsse blieben jedoch rar. Kurz vor der Pause holte Atik am linken Strafraumeck noch einen Freistoß heraus, setzte den Direktversuch aber über das Tor. So ging die Sportgemeinschaft nach einer konzentrierten und souveränen ersten Halbzeit mit einer verdienten 1:0-Führung in die Kabine.

Zweite Halbzeit: Druck aufs zweite Tor wird früh belohnt

Dynamo kam druckvoll aus der Kabine und erspielte sich direkt erste Chancen: Raschl prüfte Reimann kurz darauf mit einem Außenristversuch, ehe Bobzien und Sterner mit ihren Hereingaben nur knapp Vermeij verfehlten.

50. Minute: Straudi erhöht auf 2:0

In der 50. Minute belohnte sich die Sportgemeinschaft für ihren schwungvollen Wiederbeginn: Magdeburg klärte eine Flanke von Sterner genau vor die Füße von Simon Straudi, der nicht lange zögerte und den Ball an Reimann vorbei ins lange Eck zum 2:0 setzte.

Magdeburg reagierte mit wütenden Angriffen, doch die sich öffnenden Räume boten Dynamo zugleich gute Umschaltmöglichkeiten. Nach einer starken Balleroberung von Straudi verpasste Vermeij den eigenen Abschluss, bevor Atik aus der zweiten Reihe erneut vorbeischlenzte.

In der 68. Minute lag das dritte Dresdner Tor in der Luft: Vermeij lief nach einem Konter über 30 bis 40 Meter allein auf Reimann zu, scheiterte im direkten Duell jedoch am Magdeburger Schlussmann. Wenig später fehlte dem Niederländer nach einem feinen Zuspiel von Covic am Fünfmeterraum nur eine Fußspitze, ehe sich die Gäste nach der folgenden Ecke mit Mühe befreien konnten.

Magdeburg erhöhte dann noch einmal den Druck. Grill hatte einen Kopfball von Zukowski im Nachfassen sicher, während Atik aus zentraler Position knapp verzog. In den letzten Minuten behielt die Sportgemeinschaft die Nerven, sodass die Schwarz-Gelben den Derbysieg sicher über die Zeit brachten.

Nun geht es am kommenden Wochenende in den hohen Norden, wo die ‚Störche‘ aus Kiel am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, ab 13.30 Uhr auf die Sportgemeinschaft warten.

Aufstellungen:

SG Dynamo Dresden: Grill – Straudi, F. Müller, Rapp (81. Muhamedbegovic), Sterner – Raschl, Hauptmann (87. Herrmann), Wagner – Bobzien (72. Lemmer), Covic (87. Inanoglu), Vermeij (81. Fröling)

1. FC Magdeburg: Reimann – Garcia Mac-Nulty, T. Müller, Bockhorn (55. Nollenberger), Nadjombe – Hyryläinen (55. Chavez), Müsel, Kwarteng (77. Baars) – Atik, Zukowski (87. Simic), Iyoha

Tore: 1:0 Hauptmann (9./Strafstoß), 2:0 Straudi (50.)

Gelbe Karten: Muhamedbegovic (85.)
Gelb-Rote Karten:  -
Rote Karten: -


 

Tabelle

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