Profis
09. August 2026 // 15.45 Uhr

Dreifacher Zoma vermiest Saisonstart

Spielfeld im Max-Morlock-Stadion bei der Partie 1. FC Nürnberg gegen die SG Dynamo Dresden.

1. FC Nürnberg - SG Dynamo Dresden 3:0 (2:0)


Die SG Dynamo Dresden ist mit einer 0:3 (0:2) Niederlage beim 1. FC Nürnberg in die Zweitligasaison 2026/27 gestartet. Bereits nach neun Minuten traf Mohamed Ali Zoma zum ersten Mal. Kurz vor der Pause folgte nach einem Freistoß der zweite Streich (45.+3), im zweiten Durchgang traf er im Nachschuss eines gehaltenen Elfmeters zum dritten Mal.

9. Minute: Schneller Zoma mit der Führung für den Club

Dynamo erwischte beinahe den perfekten Start: Schon nach 15 Sekunden setzte sich Ben Bobzien bis zur Grundlinie durch und legte quer auf Jakob Lemmer, der im Fallen einen Aufsetzer knapp über das Tor setzte. Allerdings hätte die Szene wohl ohnehin wegen einer möglichen Abseitsstellung überprüft werden müssen. Nürnberg tastete sich anschließend immer näher an den Dresdner Strafraum heran. Schreiber musste eine scharfe, flache Hereingabe von Markhiev im Nachfassen sichern, ehe Mohamed Alì Zoma die Partie erstmals entscheidend prägte. In der neunten Minute startete der Flügelspieler nach einem Pass in die Schnittstelle schneller als Sterner, zog im Strafraum scharf aufs kurze Eck ab und ließ Tim Schreiber keine Abwehrchance – das 1:0 für den Club. Dynamo hätte praktisch im Gegenzug antworten müssen, doch nach einer Flanke von Niklas Hauptmann vertändelte Lemmer den Ball am Fünfmeterraum.

Die Dresdner ließen sich vom Rückstand nicht entmutigen und hielten gut dagegen. Vor allem über den Kapitän gingen viele Aktionen nach vorn. Gleichzeitig blieb Nürnberg immer dann gefährlich, wenn Zoma Tempo aufnehmen konnte. Insgesamt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie.

45.+3: Zoma bestraft SGD vor der Pause

In der Schlussphase der ersten Hälfte zog Nürnberg wieder an. Der bittere Nackenschlag folgte tief in der Nachspielzeit. Nürnberg erhielt noch einmal einen Freistoß in guter Position. Der erste Versuch blieb in der Mauer hängen, den Nachschuss lenkte Schreiber an die Latte – doch Zoma stand goldrichtig und staubte zum vermeintlichen 2:0 ab. Weil zunächst die Fahne oben war, musste Schiedsrichter Jarno Wienefeld die Szene noch einmal überprüfen. Die Entscheidung fiel knapp aus, doch der Treffer zählte. So ging Dynamo nach einer engagierten, über weite Strecken offenen ersten Hälfte mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine, weil Nürnberg in den entscheidenden Momenten effizienter war und Mohamed Alì Zoma mit seinem Doppelpack den Unterschied machte.

Zweite Halbzeit: Der Club verwaltet, Dynamo sucht die Lücke

Nach dem Seitenwechsel brauchte Dynamo erneut einen schnellen Impuls und suchte weiter nach dem Anschluss. Über Vermeij kam Schwarz-Gelb immerhin zu einem Kopfball, den der Angreifer jedoch nicht entscheidend auf den Kasten drücken konnte. Auch Lemmer drang in den Strafraum ein und entschied sich nach kurzem Zögern für den Abschluss – ein Abspiel wäre in dieser Szene wohl die bessere Option gewesen.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm reagierte nach einer Stunde und brachte mit Kaan İnanoğlu und Christoph Daferner frische Kräfte für die Offensive. In dieser Phase war der Anschluss durchaus möglich. Nürnbergs Torhüter Reichert spielte den Ball in die Füße von Hauptmann, der querlegte auf Daferner. Der eingewechselte Stürmer hatte das 2:1 auf dem Fuß, zögerte aber zu lange, sodass Nürnberg klären konnte. Das hätte die Partie noch einmal öffnen müssen. Stattdessen blieb der Club im Umschalten brandgefährlich: Nach einem Dresdner Angriff konterte Nürnberg über Zoma und nur mit viel Glück sprang für Schwarz-Gelb ein Abstoß heraus.

75. Minute: Zoma verwandelt Elfmeter-Nachschuss

Die endgültige Entscheidung fiel eine Viertelstunde vor Schluss. Der eingewechselte Lubach wurde im Strafraum von Straudi ungestüm zu Fall gebracht. Schiedsrichter Jarno Wienefeld zeigte Gelb und entschied auf Elfmeter. Schreiber parierte den Strafstoß zunächst in die Mitte, doch dort lauerte erneut Zoma. Der Nürnberger Angreifer setzte nach und erzielte im Nachschuss seinen dritten Treffer des Tages – das 3:0 und damit die Vorentscheidung.

Der FCN spielte die Partie danach souverän herunter. Dynamo musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Wiedergutmachung kann die SGD am Sonntag, dem 16. August 2026, leisten, wenn der SV Darmstadt 98 ab 13.30 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion gastiert.

Aufstellungen:

SG Dynamo Dresden: Schreiber - Rossipal, Müller, Keller, Sterner (46. Straudi) - Rapp (78. Herrmann), Wagner, Hauptmann - Bobzien (78. Fröling), Vermeij (61. Daferner), Lemmer (İnanoğlu)

1. FC Nürnberg: Reichert - Otto, Kalogeropoulus, Porstner (66. Hess), Janisch (72. Masouras) - Markhiev, Becker, Fernandez - Zoma (85. Ghrieb), Scobel (85. Grimaldi), Justvan (72. Lubach)

Tore: 1:0 Zoma (9.), 2:0 Zoma (45.+3), 3:0 Zoma (75.)

Gelbe Karten: Keller (74.), Straudi (74.)
Gelb-Rote Karten: -
Rote Karten: -


 

Tabelle

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