Dynamo zwingt Darmstadt in die Knie
SG Dynamo Dresden - SV Darmstadt 98 3:1 (2:0)
Die SG Dynamo Dresden hat das Heimspiel gegen Darmstadt 98 mit 3:1 (2:0) gewonnen und gegen ein Topteam der Liga wichtige Punkte im Kamof um den Klassenerhalt eingefahren. Nach einem Platzverweis gegen die Gäste schnürte Vincent Vermeij vor der Pause einen Doppelpack (45./45.2). Nach dem Seitenwechsel geriet auch Dynamo in Unterzahl, aber Daferners Treffer zum 3:0 brachte die Vorentscheidung (81.) die auch durch einen Gegentreffer in der Schlussminute Bestand hatte.
Die Startelf wurde von Cheftrainer Thomas Stamm auf zwei Positionen verändert: Für Friedrich Müller und Jason Ceka rückten der wiedergenesene Julian Pauli und Jakob Lemmer in die Startformation.
Dynamo kam gut uns Spiel, musste sich aber von Beginn an auch einem starken Gegner erwehren. Die Darmstädter präsentierten als genau der schwere Gegner, vor dem Cheftrainer Thomas Stamm gewarnt hatte. Immer wieder versuchten die Lilien schnell in die Offensive zu kommen, das Mittelfeld zu überspielen und Zielspieler Lidberg im Sturmzentrum zu finden.
Die erste Halbchance ging allerdings auf das Konto der SGD: Sterner brachte eine Flanke ins Zentrum, wo Lemmer mit dem Kopf an den Ball kam, die Kugel allerdings nicht entscheidend Richtung Tor drücken konnte (2.). Die zweite Chance war dann deutlich dicker. Wieder war es Sterner, der die Kugel gefährlich in den Sechzehner brachte, wo Vermeij zum Kopfball stieg. Der Niederländer wurde aber stark daran gehindert, diesen Ball sauber zu verwerten, sodass die Kugel aus der Gefahrenzone geklärt werden konnte (5.).
Die größte Chance der Anfangsphase ging aber klar an die Gäste: Petretta brachte die Flanke von links ins Zentrum auf Schmidt, der zum Abschluss kam. Schreiber reagiert blitzschnell und parierte die Kugel stark (20.).
Anschließend neutralisierten sich beide Mannschaften und es fand ein Duell auf Augenhöhe statt. Kurz vor der Pause hatten die Lilien dann aber den nächsten Hochkaräter. Klefisch schloss im Sechzehner flach ab – Schreiber tauchte wieder ab und begrub die Kugel unter sich (39.).
Die Schlussphase der ersten Halbzeit ließ dann den Hexenkessel Rudolf-Harbig-Stadion explodieren! Erst sah Darmstadts Pfeiffer, nachdem er den Ball als letzter Mann verloren und Bobzien von den Beinen geholt hatte, glatt Rot (42.), wenig später schlug die SGD eiskalt zu – und das gleich doppelt!
Bobzien brachte die Kugel aus dem Gewühl in den Sechzehner, wo Vermeij hochstieg und wuchtig zur Führung einnetzte (45.). Doch damit nicht genug, denn die Sportgemeinschaft spielte sich in einen Rausch, während Darmstadt in Unterzahl noch ungeordnet wirkte. Hauptmann erlief einen steilen Ball an der Grundlinie, spielte die Rückgabe zu Vermeij, der im Sechzehner positioniert war und der Niederländer wuchtete die Kugel in den Kasten. Der Doppelschlag war perfekt (45.+2)!
Noch vor der Halbzeit hätte Vermeij für den wohl schnellsten Hattrick in der Dresdner Vereinsgeschichte sorgen können, als er einen langen Ball erlief, Schuhen im Tor umkurvte, aber den Ball anschließend aus spitzem Winkel nicht auf den Kasten brachte (45-+3). Danach war Pause!
Die Ein-Mann-Überzahl hatte im zweiten Durchgang allerdings nicht lange Bestand. Innerhalb von 90 Sekunden handelte sich Jakob Lemmer gleich zwei gelbe Karten ein, sodass der junge Flügelflitzer ebenfalls vorzeitig zum Duschen musste (53.).
Somit bot sich beiden Mannschaften mehr Platz auf dem Rasen. Schwarz-Gelb konzentrierte sich darauf, defensiv stabil zu stehen und über Umschaltmomente Nadelstiche in der Offensive zu setzen, um so zu einer möglichen Vorentscheidung zu kommen. Darmstadt erhöhte das Risiko, blieb aber ein ums andere Mal in der stabilen Dresdner Defensive hängen.
Knapp zehn Minuten vor Ende schien dann alles klar: Wagner ging auf die letzte Kette der Gäste zu und steckte im perfekten Moment für Bobzien durch. Dieser scheitere zwar noch an Gästekeeper Schuhen, aber Daferner stand goldrichtig und staubte zum 3:0 ab (81.). In der Schlussminute kamen die Lilien durch Furukawa dann zwar doch noch zum Ehrentreffer (90.), doch an diesem Tag ließ sich Dynamo die Butter nicht mehr vom Brot kommen und behielt die drei Punkte in Dresden.
Die nächste Aufgabe steht am kommenden Sonntag an. Anstoß beim Karlsruher SC am Sonntag, dem 8. März um 13:30 Uhr.
Aufstellungen:
SG Dynamo Dresden: Schreiber, Amoako (55. Herrmann), Vermeij (74. Daferner), Lemmer, Pauli (74. Boeder), Wagner, Rossipal, Bobzien (84. Kutschke), Hauptmann (74. Ceka), Sterner, Keller
Darmstadt 98: Schuhen – Lopez, Maglica, Pfeiffer, Lidberg, Marseiler, Akiyama (78. Furukawa), Klefisch, Petretta (46. Vukotic), Schmidt, Corredor (78. Lakenmacher)
Tore: 1:0 Vermeij (45.), 2:0 Vermeij (2:0), 3:0 Daferner (81.), 3:1 Furukawa (90.)
Gelbe Karten: Keller (7.), Lemmer (52.), Marseiler (57.),
Gelb-Rote Karten: Lemmer (53.)
Rote Karten: Pfeiffer (42.)
