Erste Niederlage in 2026
SG Dynamo Dresden - SV Elversberg 1:2 (1:0)
Die SG Dynamo Dresden hat sich im Topspiel des 22. Spieltags mit 1:2 (1:0) von der SV Elversberg getrennt und damit die erste Niederlage in der Rückrunde verschmerzen müssen. 29.155 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen eine packende Begegnung im Rudolf-Harbig-Stadion, in der Dynamo im ersten Durchgang stark aufspielte und durch Alexander Rossipal verdient in Führung ging (12.). Nach dem Wechsel übernahmen allerdings die Gäste das Spielgeschehen und drehten durch Treffer von Nicholas Mickelson (58.) und Lukas Petkov (78.) die Begegnung zu ihren Gunsten.
Cheftrainer Thomas Stamm veränderte die erste Elf im Vergleich zum Punktgewinn auf Schalke auf vier Positionen: Den mit Kopfverletzung angeschlagenen Julian Pauli ersetzte Geburtstagskind Friedrich Müller. In der Offensive feierte Ben Bobzien sein Startelfdebüt und verdrängte damit Jakob Lemmer auf die Bank. Robert Wagner, der seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hatte, startete für Luca Herrmann. Außerdem begann in der Sturmspitze Vincent Vermeij für Christoph Daferner.
Die Partie begann ausgeglichen, wobei beide Teams den Weg zum Tor suchten. Die erste Möglichkeit gehörte den Gästen in Person von Ex-Dresdner Tom Zimmerschied, dessen wuchtigen Schuss Tim Schreiber allerdings parieren konnte (4.).
Den ersten Treffer durfte aber Schwarz-Gelb bejubeln. Nach einer etwas zu weit geratenen Flanke von Alexander Rossipal kam das Leder zu Jonas Sterner auf der rechten Seite, der Niklas Hauptmann in der Mitte in Szene setzte. Nach Weiterleitung auf Ben Bobzien legte dieser wiederum butterweich für Rossipal auf, der mit voller Wucht ins lange Eck einschweißte (12.).
Wütende Elversberger Angriffsversuche verteidigte der Defensivverbund der SGD in Folge solide weg. Schwarz-Gelb versuchte seinerseits über Umschaltsituationen für Entlastung zu sorgen und kombinierte sich regelmäßig ansehnlich bis zum gegnerischen Strafraum.
In der 24. Minute jubelte das ganze Stadion erneut, als Jason Ceka frei vor Nicolas Kristof im Elversberger Kasten auftauchte und eiskalt vollstreckte, doch nach kurzer Prüfung nahm das Schiedsrichtergespann um Robin Braun den Treffer wegen einer Abseitsstellung zurück.
Auf der Gegenseite testete Lukasz Poreba SGD-Keeper Tim Schreiber aus der zweiten Reihe, doch der Hüter packte im Nachfassen sicher zu (28.). Dynamos nächsten Angriffsversuch setzte Bobzien nach Vorarbeit von Kofi Amoako übers Gebälk (32.).
Kurz vor Ende des ersten Durchgangs erhöhten die Gäste nochmal die Schlagzahl und kamen zu einigen Flanken. Nach einer solchen klatschte der Ball an die Latte des Dresdner Kastens (45.+2), doch Braun hatte zuvor auf Stürmerfoul entschieden. So ging es mit dem knappen aber durchaus verdienten Vorsprung in die Kabinen.
Abermals fanden die Saarländer etwas besser in den zweiten Durchgang und konnten mit einem Abschluss ans Außennetz fürs erste Ausrufezeichen sorgen (49.). Im Anschluss an einen schnell ausgeführten Freistoß kam dann Zimmerschied aus der Drehung zum Schuss, setzte das Spielgerät aber deutlich drüber (56.).
Kurz darauf zappelte dann das Leder im Dresdner Netz, nachdem Nicholas Mickelson halblinks lang in den Sechzehner geschickt wurde und frei vor Schreiber aufgetaucht war. Sein trockener Abschluss landete flach rechts unten im Netz der SGD (58.).
In der Folge entwickelte sich ein eng umkämpftes Spiel. Dynamo drängte über Flanken auf die neuerliche Führung, Elversberg setzte auf Umschaltmomente. Gefährlich wurde die SGD, wie sollte es in diesen Wochen anders sein, wieder einmal nach einem Eckball. Dabei setzte Ceka das Leder per Fallrückzieher knapp am langen Pfosten vorbei (71.).
Eine gänzlich offene Begegnung ging in die Schlussviertelstunde, mit deren Beginn die Gäste abermals zuschlugen. Schreiber parierte zunächst Lasse Günthers Schuss aus 15 Metern, Lukas Petkov verwertete im Zentrum den Abstauber (78.).
In den Schlussminuten und der elfminütigen Nachspielzeit warf die Sportgemeinschaft noch einmal alles nach vorne. Die größten Möglichkeiten auf den Ausgleich hatten Stefan Kutschke, dessen Lupfer auf den langen Pfosten haarscharf keinen Abnehmer in Daferner fand (82.) sowie per Doppelchance Lemmer und Herrmann im Anschluss an einen Eckball (90.+4).
DIe SV Elversberg hatte in den Schlussminuten ihrerseits die Möglichkeit, alles endgültig klarzumachen. Nils Fröling wehrte eine Hereingabe von Bambase Conte ins eigene Tor ab, hatte zuvor allerdings den Ball mit der Hand mitgenommen, was der VAR im Anschluss an den Treffer auch richtigstellte (90.+6).
Für die SGD steht in der nächsten Woche die Auswärtsfahrt nach Hannover auf dem Programm. Am Sonntag um 13.30 Uhr trifft Schwarz-Gelb am Maschsee auf 96.
Aufstellungen:
SG Dynamo Dresden: Schreiber – Sterner, Amoako (71. Herrmann), Müller, Rossipal, Keller, Wagner, Bobzien (59. Lemmer), Hauptmann (80. Kutschke), Ceka (71. Fröling), Vermeij (59. Daferner)
SV Elversberg: Kristof – Mickelson (71. Günther), Condé, Poreba, Conté, Pinckert, Petkov, Zimmerschied (81. Le Joncour), Rohr (81. Pherai), Mokwa (81. Schnellbacher), Keidel
Tore: 1:0 Rossipal (12.), 1:1 Mickelson (58.), 1:2 Petkov (78.)
Gelbe Karten: Poreba (8.), Keller (52.), Amoako (65.), Rohr (81.)
Gelb-Rote Karten: -
Rote Karten: -
