„Es wird eine Reaktion kommen“
Vorbericht: SG Dynamo Dresden - SV Darmstadt 98
Pflichtspielauftakt im Rudolf-Harbig-Stadion. 91 Tage nach dem emotionsgeladenen 2:1-Sieg über Holstein Kiel empfängt die Sportgemeinschaft wieder einen Kontrahenten der 2. Bundesliga im eigenen Wohnzimmer. Am Sonntag, dem 16. August 2026, gastiert ab 13.30 Uhr der SV Darmstadt 98 in Elbflorenz.
Die Ausgangslage
Dynamo und Darmstadt, da dürften bei den meisten nicht die allerbesten Erinnerungen aufkommen. Aus bislang zwölf Partien ging die Sportgemeinschaft mit gerade einmal zwei Siegen und drei Unentschieden vom Platz, siebenmal gewannen die Hessen. Dennoch bleiben von den letzten Begegnungen einige unvergessen, so etwa der furiose 3:1-Heimerfolg unter Flutlicht in der vergangenen Saison oder der Pokalkrimi aus dem Herbst 2024, der knapp an die Lilien ging. Die Aufstellung von Cheftrainer Thomas Stamm dürfte jener vom 27. Februar 2026 als Vincent Vermeij kurz vor der Pause einen Doppelpack erzielte, ziemlich ähneln. Klar ist: Kofi Amoako und Julian Pauli werden nicht von der Partie sein. Ob auf ihren Positionen erneut Friedrich Müller und Nicolai Rapp agieren werden, wie zuletzt in Nürnberg, bleibt abzuwarten. Nicht zur Verfügung stehen weiterhin Lars Bünning und Kenneth Schmidt, die aktuell ihre Reha absolvieren. Außerdem befindet sich Till Neininger noch im Aufbautraining und ist somit für Sonntag keine Option. Ob Stamm darüber hinaus personelle Änderungen nach der 0:3-Auftaktnbiederlage im Max-Morlock-Stadion vollziehen wird, das ließ er bei der Pressekonferenz vor der Partie gänzlich offen.
Der Gegner
Die ersten Saisonminuten vom SV Darmstadt 98 und der SG Dynamo Dresden verliefen zunächst weitestgehend identisch: Während Dynamo in der 9. Spielminute in Rückstand geriet, fiel das Gegentor bei Darmstadt gegen Holstein Kiel in der 8. Minute. Anschließend gingen beide Teams mit 0:2 in die Pause. Unterschiede gab es dann in der zweiten Hälfte, denn die Hessen erspielten sich vor heimischer Kulisse noch einen Punkt, wohingegen die Sportgemeinschaft mit 0:3 verlor.
Der SVD hat im Sommer einen personellen Umbruch erlebt, der vor allem die Offensivabteilung anbetrifft. Mit Isac Lidberg und Fraser Hornby hatten die Lilien in der vergangenen Saison zwei Topstürmer der Liga in ihren Reihen, beide gehen in dieser Spielzeit jedoch für andere Vereine auf Torejagd. Während Lidberg mit Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga spielt, will Hornby mit dem VfL Wolfsburg eben dorthin. Ob auch die Darmstädter erneut ein Wort im Aufstiegsrennen mitreden, wird entscheidend davon abhängen, wie es Cheftrainer Florian Kohfeldt gelingt, die Abgänge zu kompensieren. Mit Fynn Lakenmacher steht ein weiterer großgewachsener Angreifer im Aufgebot, mit dem die Hessen ein ähnlich wuchtiges Spielsystem auf den Rasen bringen könnten wie im Vorjahr. Darüber hinaus wurde die Offensive mit zahlreichen spielstarken Neuzugängen bestückt, unter anderem kam Noah Weißhaupt vom SC Freiburg, wo er auch von Thomas Stamm ausgebildet wurde – genauso wie Lars Kehl, der aus Osnabrück kam. Auch Carlo Sickinger (Elversberg), Lance Duijvestijn (Sparta Rotterdam) oder Florian Kleinhansl (Kaiserslautern) bringen jede Menge Qualität mit. Mit Pfeiffer und Vukotic ist die Innenverteidigung nach wie vor mit zwei kantigen Innenverteidigern besetzt, die vor allem in der Luft kaum zu bezwingen sind. Bis ein Puzzleteil ins andere greift, könnte aber noch etwas Zeit vergehen. Weshalb es vielleicht nicht unbedingt von Nachteil ist, schon am 2. Spieltag auf die Lilien zu treffen. Erwarten dürfte Schwarz-Gelb ein 4-2-3-1-System, womit Kohfeldt am ersten Spieltag von seiner typischen Doppelspitze aus dem Vorjahr abwich.
Nachgefragt beim Cheftrainer
Darmstadt ist eine Mannschaft, die ich im vorderen Drittel der Tabelle erwarte. Sie kommen viel über Körpergröße und mit großer Wucht sowie Intensität, das wird uns, gerade bei Standardsituationen, alles abverlangen. Im Vergleich zum ersten Spieltag müssen wir einige Dinge besser machen, brauchen dafür vor allem Präsenz und Energie. Es wird definitiv eine Reaktion kommen und das volle Stadion ist dabei ein Schlüssel für uns.Thomas Stamm, Cheftrainer der SG Dynamo Dresden
Ticketsituation & TV-Übertragung
- Der Heimbereich im Rudolf-Harbig-Stadion ist ausverkauft. Erwartet werden rund 31.000 Fans, darunter etwa 500 aus Darmstadt. Alles Wissenswerte für Stadionbesucherinnen und Stadionbesucher gibt‘s im Laufe des Vormittags zum Nachlesen in der Faninfo.
- Die Partie am Sonntag wird live bei Sky übertragen. Hier erfahrt Ihr alle Informationen zum Angebot.
- Wir halten Euch wie gewohnt über unseren Liveticker auf der Website und in der Dynamo-App sowie auf unseren Social-Media-Kanälen auf dem Laufenden. Unser Fanradio sendet ab ca. 13.20 Uhr live aus dem Stadion.
