„Haben die richtigen Werkzeuge, um zu arbeiten“
Interview mit Christoph Daferner
Der erste Trainingstag im Wintertrainingslager 2026 in Lara ist in vollem Gange. Am Vormittag stand für die Zweitligaprofis von Cheftrainer Thomas Stamm eine Krafteinheit in den Räumlichkeiten der Fame Residence Lara & Spa auf dem Programm, bevor es am Nachmittag erstmals auf den Rasen geht. Zwischen beiden Einheiten haben wir mit Stürmer Christoph Daferner über die bevorstehenden Tage gesprochen.
Daffi, es ist dein bisher viertes Wintertrainingslager mit der Sportgemeinschaft. Gibt es ein Trainingslager, was Dir bis heute in besonderer Erinnerung ist?
In der Coronazeit waren wir einmal gar nicht weg und ansonsten ähneln sich die Abläufe immer ein wenig. Dennoch freut man sich jedes Mal darauf, weil die Sonne einem ein gutes Gefühl gibt und wir einen guten Haufen zusammen haben, um intensiv arbeiten zu können.
Wenn man in seiner aktiven Karriere schon so viele Trainingslager erlebt hat, entsteht dennoch eine Vorfreude, acht Tage ohne Unterbrechung aufeinander zu hängen?
Man muss es eher als Privileg sehen. Es ist nicht normal und selbstverständlich, dass wir jedes Mal wegfliegen, speziell, wenn die Vorbereitungszeit wie in diesem Jahr relativ kurz ist. Deswegen ist es schon wichtig, positiv auf die Zeit zu blicken, weil man hier auch nochmal ganz andere Möglichkeiten als Zuhause hat, wo das Wetter nicht so gut ist. Gerade auch für die Neuzugänge, das habe ich selber schon erlebt, ist so ein Trainingslager sehr gut, um schnell in die Gruppe zu finden.
In den kommenden Tagen soll hier der Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt werden. Worauf wird es ankommen, dass dies hier gelingt?
Wir wissen genau, wieso wir aktuell auf dem letzten Tabellenplatz stehen und welche Gründe dafür in der Hinrunde ausschlaggebend waren. Der Trainer hat die richtigen Werkzeuge, um daran arbeiten zu können und es wird nur über harte Arbeit funktionieren. Ich glaube, dass man in den Spielen gesehen hat, wie intensiv wir arbeiten und das muss weiter die Basis sein. Trotzdem wollen wir an der ein oder anderen Sache noch schrauben, um in der Rückrunde vor allem auch weniger Gegentore zu bekommen. Das wird entscheidend sein.
Als die Sportgemeinschaft das letzte Mal im Abstiegskampf der 2. Bundesliga steckte, warst Du ebenfalls mit dabei. Wie unterscheiden sich diese beiden Saisons und was stimmt Dich positiv, dass wir am Ende der Rückrunde über dem berühmtberüchtigten Strich stehen?
Ich glaube, dass es schwer ist, beide Saisons miteinander zu vergleichen. Damals war aufgrund von Corona immer noch ein Teilausschluss der Zuschauer und in dieser Saison können wir von Beginn an auf die Unterstützung unserer Fans zählen. Das sieht man auch daran, dass nahezu jedes Heimspiel bislang ausverkauft war. Zum anderen habe ich auch einfach den Glauben an unsere Mannschaft und die Charaktere innerhalb unseres Teams und sehe da gewisse Unterschiede zu vor vier Jahren.
Danke Dir Daffi, für das Gespräch und auf ein erfolgreiches Trainingslager!
