"Kann für alle einen positiven Effekt haben"
Interview mit Julian Pauli
Im Sommer kam Julian Pauli leihweise vom 1. FC Köln zur Sportgemeinschaft und wurde schnell zum Stammspieler in der Elf von Thomas Stamm. Dann warf ihn eine Verletzung für einige Wochen zurück. Wir haben vor dem ersten Testspiel des Trainingslagers in Lara mit „Juls“ über sein erstes halbes Jahr an der Elbe und seine wichtigsten Faktoren auf dem Platz gesprochen.
Julian, seit einem halben Jahr hast du den Rhein gegen die Elbe getauscht und bist bei unserer Sportgemeinschaft. Wie blickst du auf deine ersten Monate in Dresden zurück?
Es war definitiv eine dynamische Zeit. Es ist in dem halben Jahr bereits sehr viel passiert. Wir haben einige Tiefs aber auch Hochpunkte erlebt. Es ist in jedem Fall beeindruckend, welche Wucht dieser Verein hat.
Was hat dich am meisten beeindruckt oder vielleicht auch überrascht?
Ehrlicherweise wusste ich, dass die Fans gut sind. Aber dass sie so gut sind, damit habe ich tatsächlich nicht gerechnet.
Du hattest in der Hinrunde nach einigen Spielen in der Startelf einen Rückschlag durch eine Verletzung, die du dir bei der Reise mit der U21-Nationalmannschaft zuzogst. Zuletzt konntest du endlich wieder regelmäßig auf dem Platz stehen. Was ist dein Anker, um deine bestmögliche Leistung auf den Platz bringen zu können?
Bei mir kommt es sehr viel auf das Selbstbewusstsein an. Das baut sich allerdings immer erst mit regelmäßigen Spielen auf. Man muss zunächst seine Leistung bringen, um im Kopf ein wenig unbeschwerter zu sein. Das wird immer erst von Spiel zu Spiel besser.
Mit Thomas Keller hast du jetzt noch einen weiteren Innenverteidiger-Kollegen dazubekommen. Wie nimmst du diesen Konkurrenzkampf wahr? Pushen dich solche Situationen?
Ja definitiv – in Köln hatte ich ebenfalls Konkurrenten, die unter anderem bereits in europäischen Wettbewerben gespielt haben. Das ist für alle ein guter Gradmesser. Ob wir dann zusammenspielen oder um eine Position kämpfen, wird der Trainer entscheiden. Ich denke aber, dass es für alle Spieler einen positiven Effekt haben kann.
Im Verlauf der Hinrunde wurde aus Köln gerüchteweise spekuliert, ob eine vorzeitige Rückkehr von dir denkbar ist, aufgrund der Verletzungsprobleme beim FC. War das für dich jemals Thema?
Nein. Ich habe bewusst den Schritt nach Dresden gemacht, hatte und habe extrem Lust auf diese Aufgabe, deshalb kam es für mich nie in Frage. Wir sind hier in unserer Situation alle in einem Boot und wollen es auch zusammen schaffen wieder erfolgreich zu sein.
Was stimmt dich für die Aufgaben in der Rückrunde positiv?
Man sagt es zwar immer wieder – ein Faktor ist aber in jedem Fall unsere Mannschaft. Der Zusammenhalt zwischen uns ist einzigartig. Wir stehen auch in schlechten Zeiten zueinander. Dadurch können wir gemeinsam da unten wieder herauskommen.
Danke dir, Juls und viel Erfolg für den heutigen Test gegen den FC Aarau!
