"Kann uns definitiv besser machen"
Interview mit Geschäftsführer Sport Sören Gonther
Knappe vier Wochen war das Wintertransferfenster in Deutschland geöffnet. Wie zahlreiche andere Vereine hat auch die Sportgemeinschaft in den zurückliegenden Wochen Änderungen im Kader vorgenommen. Hauptverantwortlich für die Aktivitäten auf dem Transermarkt war dabei Dynamos Sportgeschäftsführer Sören Gonther. Im Interview blickt er zurück auf seine ersten Wochen, schätzt die Zu- und Abgänge ein und gibt seinen Eindruck vom "Deadline Day" wieder.
Sören, das Transferfenster in Deutschland ist seit Montagabend geschlossen und deine erste Wechselperiode als Geschäftsführer Sport der SGD liegt hinter dir. Wie fällt dein erstes Fazit aus?
Es war in jedem Fall ein sehr intensiver Start. Wir haben gemeinsam die Hinrunde analysiert und mussten dann in den zurückliegenden Wochen viele Entscheidungen treffen. Ich glaube, dass wir sehr spannende Spieler hinzugewonnen haben, die ihr Können in den zurückliegenden Spielen bereits gezeigt haben. Darüber hinaus konnten wir auch auf der Abgangsseite die Interessen von Spielern erfüllen. Im Gesamten bin ich sehr zufrieden.
Sechs Zugängen stehen vier Abgänge gegenüber. Der Kader ist also auch größer als noch in der Hinrunde. Wurde das bewusst so umgesetzt?
In der Hinserie konnte man bereits erkennen, dass der Kader im Fall einer Krankheitswelle oder mit vereinzelten Verletzungen bereits auf Kante genäht war. Deshalb wollten wir uns unbedingt auch in der Breite etwas variabler aufstellen. Wir sind jetzt auf jeder Position mindestens doppelt besetzt und können so jederzeit auf mögliche Ausfälle reagieren. Außerdem hat dies natürlich den Konkurrenzkampf im Team auf ein neues Level gehoben. Das kann uns definitiv besser machen.
Am sogenannten „Deadline Day“ wurden Dominik Kother und Jonas Oehmichen verliehen – dazu gab es den festen Wechsel von Jakob Zickler zur U23 von Borussia Mönchengladbach. Wie bewertest du die drei Personalien?
Bei Dome waren wir miteinander bereits Anfang Januar klar, in welche Richtung es für beide Seiten gehen soll. Sicherlich hätten wir gern noch eher Klarheit gehabt, aber das muss am Ende immer für alle Beteiligten passen. Bei Oehmi hatte sich in den letzten Wochen abgezeichnet, dass wir in der Rückrunde keine Garantie auf Spielzeit geben können. In seinem Alter ist es aber von hoher Bedeutung, auf Spielpraxis zu kommen, um seine Qualitäten, die er ohne jeden Zweifel hat, weiter auszubauen und gestärkt aus der Spielzeit zu gehen. Für Jakob waren die letzten Monate aufgrund von Verletzungen extrem schwer. Die Regionalliga kann für seine Entwicklung ein guter Schritt sein und mit Gladbach gab es einen interessieren Verein, der ihn unbedingt verpflichten wollte.
Auf der Zugangsseite schwebte noch lange Zeit der Name Andi Hoti im Raum, der schlussendlich nach Braunschweig wechselte. Gab es da bis zuletzt Interesse an einer Verpflichtung?
Die Qualität von Andi ist jedem in Dresden aus der Vorsaison bekannt. Entsprechend hätten wir uns natürlich nicht vor einem Wechsel verschlossen. Fakt ist, dass wir einen sehr breit aufgestellten Defensivverbund haben und wir eine solche Verpflichtung nicht um jeden Preis versuchen durchzusetzen. Wir haben dem 1. FC Magdeburg im Schlussspurt ein sehr gutes Angebot unterbreitet, bei dem wir uns nichts vorzuwerfen haben. Am Ende ist es aber die Entscheidung der Verantwortlichen in Magdeburg, wenn der Spieler in keinem Fall in unseren Farben auflaufen soll.
Sieben Punkte aus den ersten drei Partien des Jahres sprechen auf jeden Fall für die funktionierende Mannschaft und eine gelungene Transferphase. Jetzt kommt der Februar mit vier Spielen gegen die Teams von Platz 1 bis 5. Wie schätzt du die kommenden Aufgaben ein?
Sicherlich klingen die Namen der Gegner beim Blick auf die Tabelle hart. Aber wir reden hier weiterhin von der 2. Bundesliga. Hier ist alles möglich und jeder kann jeden schlagen. Man hat in der Hinrunde gesehen, dass wir auch gegen diese Teams punkten können. Insofern blicke ich mit voller Vorfreude auf diese Spiele. Denn wir haben uns im Januar eine Position erarbeiten, aus der wir es wieder aus eigener Kraft schaffen können, uns in eine noch bessere Platzierung zu bringen.
Danke dir, Sören!
