Niederlage nach langer Unterbrechung
SG Dynamo Dresden - Hertha BSC 0:1 (0:0)
Die SG Dynamo Dresden hat das Heimspiel gegen Hertha BSC mit 0:1 (0:0) verloren. Nach einer rund 20-minütigen Unterbrechung im ersten Durchgang, als Fans beider Lager in den Innenraum gelangten, musste Schwarz-Gelb zehn Minuten vor Schluss den einzigen Treffer des Tages hinnehmen.
Cheftrainer Thomas Stamm änderte seine Elf nach der Länderspielpause im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Paderborn auf einer Position: Thomas Keller kehrte wieder zurück und rückte für Friedrich Müller in die erste Elf.
Vor einer großer Kulisse erwischten beide Mannschaften einen guten Start und zogen sich ihre Aktien aus der Partie. Ein erster Dresdner Abschluss durch Niklas Hauptmann verfehlte allerdings in der 12. Spielminute deutlich das Herthaner Gehäuse – zuvor war die Partie aufgrund von Pyro-Nebel mehrere Minuten unterbrochen.
Fast im direkten Gegenzug kam die Hertha zur Großchance: Reese flankte die Kugel von links mit dem Außenrist in den Sechzehner, wo Pauli den Ball mit dem Fuß klären wollte, ihn dabei aber fast ins eigene Tor bugsierte. Glück für die SGD, dass das Spielgerät knapp am linken Pfosten vorbei ging (13.).
Anschließend kam es zu unschönen Szenen im Stadion: Aus noch ungeklärter Ursache stürmten Fananhänger beider Seiten in den Innenraum und lieferten unschöne Bilder, die im Fußball nichts zu suchen haben. Die Partie war für rund 20 Minuten unterbrochen.
Danach setzte Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie fort und für die SGD kam es binnen weniger Sekunden doppelt bitter, weil sich sowohl Robert Wagner als auch Kofi Amoako ihre fünfte gelbe Karte abholten und damit in Nürnberg gesperrt fehlen werden.
Ohne Tore und nach einer Halbzeit, wo der Fußball in den Hintergrund rückte, ging es in die Pause.
Die Gäste aus der Hauptstadt kamen mit mehr Dampf aus der Kabine und rissen die Partie zum Beginn des zweiten Durchgangs zunächst an sich.
Schwarz-Gelb fing sich im Verlauf der zweiten Hälfte und hatte die größte Chance zur Führung bis dato: Amoako brachte die Flanke scharf und mit Schnitt von der linken Seite auf den zweiten Pfosten zum eingelaufenen Bobzien, der mit einem langen Bein an die Kugel kam, aber das Spielgerät knapp rechts am Tor vorbeischoss (62.).
Kurz darauf dezimierten sich die Gäste selbst. Brekalo sah für ein rüdes Einsteigen gegen Robert Wagner die rote Karte – Dynamo damit in Überzahl (66.). Nun war Schwarz-Gelb drauf und dran, den verdienten Führungstreffer zu erzielen und brachte Ball um Ball in den Strafraum. Infolge einer Ecke kam Bobzien an das Leder, ging zur Grundlinie und legte an den Fünfmeterraum zurück. Der Abschluss konnte aus Nahdistanz geblockt werden. Die Partie lief zunächst weiter, doch dann schaltete sich der VAR ein. Seguin hatte den Ball mit der Hand gespielt. Den fälligen Elfmeter allerdings parierte Ernst im Tor der Gäste gegen Vincent Vermeij (78.).
Doch es kam noch schlimmer: Auf der Gegenseite flanke Reese in die Mitte, wo Winkler den Ball noch abgefälscht über Schreiber hinweg im Tor unterbringen konnte (80.). Ein Treffer, der den Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf stellte. Dynamo rannte in der Schlussphase an und kam über Sterner und Daferner bereits in der Nachspielzeit noch zu guten Einschussgelegenheiten, konnte schlussendlich aber nicht mehr ausgleichen.
Chance auf Wiedergutmachung gibt es in einer Woche, wenn Schwarz-Gelb am Samstag, dem 11. April 2026, um 13 Uhr in Nürnberg gefordert ist.
Aufstellungen:
SG Dynamo Dresden: Schreiber – Amoako (90. Fröling), Ceka (64. Lemmer), Vermeij (81. Daferner), Pauli, Wagner, Rossipal, Bobzien, Hauptmann (81. Herrmann), Sterner, Keller
Hertha BSC: Ernst – Brekalo, Sessa (68. Eichhorn), Kownacki (77. Cuisance), Reese, Winkler (90.+3 Eitschberger), Seguin, Karbownik (68. Dárdai), Leistner, Zeefuik, Gechter
Tore: 0:1 Winkler (80.)
Gelbe Karten: Amoako (26.), Wagner (27.), Leistner (40.), Reese (61.),
Gelb-Rote Karten:
Rote Karten: Brekalo (66.)
