Punkteteilung nach spätem Gegentreffer
Karlsruher SC - SG Dynamo Dresden 3:3 (1:3)
Die SGD hat sich wie schon im Hinspiel mit 3:3-Unentschieden vom Karlsruher SC getrennt. Nach einem Doppelpack von Niklas Hauptmann (3./44.) und dem ersten Treffer für Dynamo von Ben Bobzien (28.) führte Schwarz-Gelb zur Pause mit 3:1, musste kurz vor Schluss aber noch den Ausgleich hinnehmen (90.+4).
Cheftrainer Thomas Stamm musste die erste Elf auf einer Position verändern: Nach seiner gelb-roten Karte fehlte Jakob Lemmer gesperrt. Für ihn rückte Jason Ceka in die Startformation.
Die Sportgemeinschaft erwischte den perfekten Start in die Parte! Aus einer Pressingsituation entstand der hohe Ballgewinn für die SGD. Rossipal steckte die Kugel auf Hauptmann in den Sechzehner, der aus halblinker Position mit links abzog und das Spielgerät zur frühen Führung an Himmelmann vorbeibrachte (3.).
In den Anfangsminuten spielte im Karlsruher BBBank Wildpark nur eine Mannschaft und das war die aus Elbflorenz. Immer wieder beschäftigten die Dresdner mit hohem Pressing die Abwehrreihen des KSC und versuchten nach Balleroberungen zielstrebig in die Offensive zu kommen. Auffällig: Besonders im Mittelfeld ließen die Hausherren den Schwarz-Gelben bis dato viel Raum, die die SGD zum Kombinieren nutze.
Nach der Anfangsphase kamen die Karlsruher dann aber besser in die Partie und schafften es, die Räume im Mittelfeld zu verdichten, sodass es der Sportgemeinschaft schwerer fiel, sich kreativ raus zu kombinieren. Eine Eckballsituation brachte dann über Umwege den Ausgleich für die Hausherren. Der Standard wurde im Sechzehner abgelegt, wo Schreiber zu spät kam und Kobald von den Beinen holte. Badstübner zeigte direkt auf den Punkt. Wanitzek nahm sich der Sache an und beförderte die Kugel mit Hilfe des Innenpfostens zum Ausgleich in die Maschen (23.).
Schwarz-Gelb schlug aber zurück! Ceka bekam auf der rechten Seite den Ball und zog in den Sechzehner. An der Strafraumkante fasste er sich ein Herz und brachte die Kugel aufs Tor. Bobzien stand genau in der Sicht von Himmelmann, hielt den Fuß rein und netzte so zur erneuten Führung für die Männer von Elbflorenz (28.).
Dynamo legte noch vor der Pause nach - und wie! In einem sehenswerten Zusammenspiel hatte Hauptmann im Zentrum viel Platz, legte den Ball auf rechts zu Vermeij, der die Kugel ins Zentrum zum eingelaufenen „Haupe“ chipte. Dynamos Nummer 27 blieb vor Himmelmann cool und markierte den dritten Treffer für die Sportgemeinschaft (43.). Danach war Pause!
Der KSC stellte im zweiten Durchgang um und löste die Fünferkette zu Gunsten einer Viererkette auf. Die erste gefährliche Chance ging aber wieder auf das Konto der SGD. Bobzien bekam den Ball auf links, zog in den Strafraum und zog wuchtig ab. Himmelmann riss die Fäuste hoch und parierte (48.).
Wenn die Hausherren gefährlich nach vorn kamen, stand bei den Schwarz-Gelben Tim Schreiber als sicherer Rückhalt im Kasten: Dynamos Nummer eins parierte einen direkten Freistoß stark und faustete das Leder zur Ecke (59.).
In der 68. Spielminute war Schreiber dann aber machtlos. Der KSC erhöhte den Druck und kombinierte zielstrebiger Richtung Dresdner Tor. Ben Farhat bekam die Kugel im Sechzehner und wurde zu wenig gestört, sodass er zum Abschluss kam. Unhaltbar ging die Kugel ins rechte obere Eck (68.).
Der Anschlusstreffer gab den Hausherren ordentlich Auftrieb und das Spiel drohte zu kippen: Eine Flanke von der linken Seite köpfte Simic wenige Minuten später an den rechten Innenpfosten (70.).
Schwarz-Gelb fing sich aber wieder und war um die Antwort bemüht: Bobzien ging von links in den Sechzehner und brachte den Ball Richtung langen Pfosten, wo Sterner einlief. Der zog direkt ab, aber Himmelmann rettete mit einem starken Reflex (74.).
Auf der Gegenseite erhöhte der KSC in der Schlussphase weiter den Druck. Nach einer Flanke von links verpassten gleich zwei Karlsruher den Ausgleich (80.), Ben Ferhat zielte aus dem Rückraum drüber (87.). In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Nach einem Foul von Rossipal zeigte der Unparteiische zunächst einen Freistoß für den KSC an der Strafraumgrenze an, der VAR korrigierte jedoch auf Elfmeter. Das Foul war auf der Strafraumgrenze zustande gekommen. Erneut trat Wanitzek an und versenkte diesmal trocken in die Mitte (90.+2).
Das Momentum war nun auf Seiten der Gastgeber, die das Spiel komplett drehen wollten. Und zwei Minuten später jubelte tatsächlich der Heimbereich im Wildpark: Ben Ferhat hatte frei vor Schreiber die Nerven bewahrt und zum vermeintlichen Siegtreffer eingeschoben. Sofort ging jedoch die Fahne des Assistenten hoch: Abseits. Die richtige Entscheidung. In einer hitzigen Schlussphase mit insgesamt zehn Minuten Nachspielzeit sollte keiner der Mannschaften mehr der Lucky Punch gelingen. Nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten nimmt Dynamo einen Punkt mit nach Elbflorenz.
Weiter geht es für die SGD am kommenden Sonntag, dem 15. März 2026, mit dem nächsten wichtigen Heimspiel im Abstiegskampf. Ab 13.30 Uhr ist dann Preußen Münster im Rudolf-Harbig-Stadion zu Gast.
Aufstellungen:
Karlsruher SC: Himmelmann – Jung, Ambrosius, Burnic (66. Schleusener), Kwon (90.+5 Rapp), Simic (85. Egloff), Wanitzek, Ben Farhat, Herold, Kobald (46. Förster), Franke
SG Dynamo Dresden: Schreiber – Amoako, Ceka (85. Risch), Vermeij (77. Daferner), Pauli, Wagner, Rossipal, Bobzien (85. Kutschke), Hauptmann (68. Herrmann), Sterner, Keller
Tore: 0:1 Hauptmann (3.), 1:1 Wanitzek (23.), 1:2 Bobzien (28.), 1:3 Hauptmann (43.), 2:3 Ben Farhat (68.), 3:3 Wanitzek (90.+4)
Gelbe Karten: Burnic (51.), Ben Ferhat (90.+7)
Gelb-Rote Karten: -
Rote Karten: -
