Spiel gedreht zum Derbysieg
Spielbericht: 1. FC Magdeburg – SG Dynamo Dresden 1:2 (1:2)
Die SG Dynamo Dresden hat vor 27.815 in der ausverkauften Avnet-Arena mit 2:1 (2:1) gegen den 1. FC Magdeburg gewonnen. Kofi Amoako und Thomas Keller drehten den zwischenzeitlichen Rückstand noch vor der Pause. Im zweiten Durchgang brachten die – in Gedenken an Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner – ganz in schwarz spielenden Dresdner den knappen Vorsprung über die Zeit.
Cheftrainer Thomas Stamm ließ die erste Elf im Vergleich zum Rückrundenauftaktsieg gegen Fürth unverändert.
Anlässlich des anstehenden 75. Geburtstages von Vereinslegende Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner, dessen vierter Todestag sich am vergangenen Montag zum vierten Mal jährte spielte die Sportgemeinschaft in einem komplett schwarzen Sondertrikot. Dynamo startete mutig in die Begegnung und hatte nach fünf gespielten Minuten die erste Chance: Vincent Vermeij bediente den gestarteten Jakob Lemmer mit einem Pass in die Gasse. Dynamos Flügelspieler setzte die Kugel allerdings deutlich über den Querbalken.
Die Sportgemeinschaft hielt den Druck aufrecht: Nach einer Ecke bekam der FCM den Ball nicht geklärt. Julian Paulis Abschluss fehlte allerdings die Präzision (13.).
Aber auch die Gastgeber meldeten sich in dieser Partie an: Nach einem Ballverlust schalteten die Hausherren schnell um. Ulrich schickte Zukowski ins Eins-gegen-Eins gegen Pauli. Magdeburgs Stürmer zog am Strafraum ab. Die Kugel prallte an den linken Innenpfosten und von dort ins Toraus (22.).
Wenig später klingelte es dann im Gehäuse der Sachsen: Jonas Sterner verschätzte sich bei einem langen Ball, sodass Baris Atik viel Platz auf der linken Seite hatte. Dieser brachte die Flanke ins Zentrum, wo Mateusz Zukowski hochstieg und die Kugel zur Führung für die Magdeburger über die Linie drückte (29.).
Schwarz-Gelb schlug allerdings zurück! Nach einer Ecke landete die Kugel bei Amoako, der den Ball im ersten Versuch an die Latte hämmerte. Der Abpraller sprang allerdings direkt wieder zu Dynamos Mittelfeldspieler, der das Leder im zweiten Versuch ansatzlos in die Maschen schoss zum Ausgleich (34.). Damit ist er der 100. Torschütze von Dynamo in der 2. Bundesliga.
Beinahe hätten der FCM die perfekte Antwort parat gehabt: Pesch bekam das Leder von Zukowski zugespielt und legte den Ball an Schreiber vorbei. Das Spielgerät trudelte langsam Richtung Tor, prallte aber diesmal an den rechten Pfosten. Wieder Glück für die SGD (36.).
Als das Spiel auf bestem Wege war, sich mit einem Unentschieden in die Kabinen zu verabschieden, schlug die SGD in Person von Keller zum perfekten Zeitpunkt zu. Wieder resultierte der Treffer aus einer Standardsituation: Nach einem Freistoß im Halbfeld landete die Kugel bei Kofi Amoako, der die Kugel Richtung langen Pfosten brachte, wo ‚Kelle‘ den Fuß reinhielt und zur späten Halbzeitführung traf (45.+2).
Kurz nach Wiederbeginn wurde die Partie von Schiedsrichter Dr. Max Burda für über fünf Minuten unterbrochen. Grund dafür waren zahlreiche Rauchschwaden, die aus dem Gästeblock in die Höhe stiegen und sich lange auf den Rasen legten.
Nun ergab sich das erwartete Spiel: Magdeburg bestimmte die Partie und hatte viel Ballbesitz, doch Dynamo verteidigte gefestigt. In der 70. Minute kam Atik vom Strafraumrand zum Abschluss. Abgefälscht senkte sich das Leder fast noch unter die Latte, doch Tim Schreiber streckte sich überragend.
Kurz darauf zog Alexander Nollenberger vom Sechszehner ab (74.), der Ball flog knapp rechts vorbei.
Die Sportgemeinschaft versuchte sich mit Entlastungsangriffen immer wieder auch Luft zu verschaffen und kam über Vermeij, der von Jason Ceka wunderbar bedient wurde, fast zum 3:1, doch Manuel Reimann fuhr den Fuß aus und parierte (76.).
Es kam die nervenaufreibende Schlussphase in der die Gastgeber den Druck erhöhten. Nollenberger schoss wuchtig aus dem Rückraum, Schreiber ließ zur Seite klatschen (84.). Zwei Zeigerumdrehungen später war wieder Nollenberger im Fokus, dessen Schlenzer Keller im letzten Moment blockte (86.).
Es begann die elfminütige Nachspielzeit, welche aufgrund der Nebelunterbrechung gerechtfertigt war. Die SGD ließ dabei kaum noch nennenswerte Abschlüsse zu, doch in den letzten 100 Sekunden kam Marcus Mathisen noch zu zwei Torchancen. Einmal fischte sich Schreiber seinen Kopfball aus sechs Metern Torentfernung (90.+9), einmal zimmerte er eine Ablage aus 15 Metern übers Gebälk (90.+11). Danach war Schluss und der Derbysieg in Sack und Tüten.
Die Sportgemeinschaft hält damit den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen und kann im nächsten Heimspiel gegen den DSC Arminia Bielefeld an den Ostwestfalen vorbeiziehen. Anpfiff im Rudolf-Harbig-Stadion ist am Sonntag, dem 1. Februar 2026, 13.30 Uhr.
Aufstellungen:
1. FC Magdeburg: Reimann – Müller (46. Hugonet), Ulrich (90.+5 Millgramm), Pesch (67. Ghrieb), Mathisen, Nollenberger, Michel (88. Breunig), Zukowski, Atik, Gnaka (46. Stalmach), Hercher
SG Dynamo Dresden: Schreiber – Amoako (85. Menzel), Ceka (90.+2 Sapina), Vermeij (85. Daferner), Lemmer (74. Herrmann), Pauli, Wagner, Rossipal, Hauptmann (90.+2 Kutschke), Sterner, Keller
Tore: 1:0 Zukowski (29.), 1:1 Amoako (34.), 1:2 Keller (45.+2)
Gelbe Karten: Müller (45.+1), Stalmach (87.)
Gelb-Rote Karten: -
Rote Karten: -
