Das ist nicht Dynamo!
Statement zu Spruchband gegen Bielefeld
Während des Heimspiels der SG Dynamo Dresden gegen Arminia Bielefeld am Sonntag, dem 1. Februar kam es im Heimbereich zu einer Äußerung zu den Ausschreitungen der Vorwoche in Magdeburg in Form eines Spruchbandes. Hierbei wurde auf Zuschauerseite eine deutliche Grenze überschritten.
Rückblick
Im Rahmen des Zweitliga-Topspiels des 19. Spieltages zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden kam es im Stadionumlauf des Magdeburger Heimbereichs zu schweren Ausschreitungen zwischen Fans des 1. FC Magdeburg und Einsatzkräften der Polizei. Magdeburger Anhänger gerieten beim Versuch in Richtung des Dresdner Gästeblocks vorzudringen mit Polizistinnen und Polizisten aneinander. Hierbei wurden unter anderem Pflastersteine und Absperrgitter als Wurfgeschosse gegen die Beamten eingesetzt. In Summe wurden rund 70 Einsatzkräfte verletzt. Darüber hinaus gab es auch Verletzte Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Polizei ermittelt aufgrund der Vorfälle unter anderem wegen versuchtem Mord. Zu einer Beteiligung von Fans der SGD an den schweren Ausschreitungen kam es dabei nicht.
Vor diesem Hintergrund äußert die SG Dynamo Dresden ihr völliges Unverständnis für den Vorfall zum Heimspiel gegen Arminia Bielfeld. Derartige Äußerungen entsprechen in keiner Weise der Haltung des Vereins und sind nicht mit dem Leitbild vereinbar. Auch die Fancharta der SGD wurde hierbei verletzt. Die Sportgemeinschaft ist und bleibt respektvoll, menschlich und fair! Die Verharmlosung von Gewalttaten gehört nicht zum gemeinsamen emotionalen Auftritt.
Im Rahmen des Turnustreffens, dem Club-Fan-Dialog der SGD, wird der Verein die Thematik mit Vertretern der Fanszene und dem Fanprojekt Dresden auswerten.
