Profis
27. März 2024 // 14.15 Uhr

„Einen anderen Reiz setzen“

Niklas Hauptmann will mit Dynamo im Spitzenspiel in Münster punkten. | Foto: Dennis Hetzschold

Vorbericht: SC Preußen Münster - SG Dynamo Dresden


Das Spitzenspiel des 31. Spieltages steigt im westfälischen Preußenstadion: Am Karsamstag, dem 30. März 2024, ist die SG Dynamo Dresden beim SC Preußen Münster zu Gast. Ab 14 Uhr heißt es vor ausverkauftem Haus: Der Tabellenzweite ist beim Vierten gefordert. Als Aufsteiger mit dem Ziel Klassenerhalt in die Saison gestartet, sind die Münsteraner als einzige Mannschaft der 3. Liga in der Rückrunde noch ungeschlagen und längst ein heißer Kandidat für den Durchmarsch in die Zweitklassigkeit.

Der Gegner

Der SC Preußen Münster ist die Mannschaft der Rückrunde: Acht Siege, drei Unentschieden und null Niederlagen ergeben in Summe 27 Punkte. Würde nur die Tabelle der zweiten Halbserie zählen, stünden die Westfalen mit neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz an der Spitze. Die letzten sechs Pflichtspiele in der 3. Liga konnte der Aufsteiger allesamt für sich entscheiden, nur im Landespokal gab es zuletzt einen Rückschlag: Gegen Ligakonkurrent Arminia Bielefeld wurde der Einzug ins Endspiel im Elfmeterschießen knapp verpasst. 

Wer nach den Gründen für die starke Saison des Aufsteigers sucht, wird vor allem in dessen Offensivabteilung fündig. 53 erzielte Tore sind aktuell Bestwert in der 3. Liga. Allein 29 Treffer gehen dabei auf die Konten der Angreifer Joel Grodowski (15) und Malik Batmaz (14). Neben den beiden Angreifern, welche zumeist als Doppelspitze im 4-4-2-System agieren, zählen auch Sebastian Mrowca, lange Jahre Kapitän des SV Wehen Wiesbaden, der 35-jährige Routinier und Kapitän Marc Lorenz oder Abwehrchef Nico Koulis zu den Leistungsträgern.

Der starke Zwischenspurt in den vergangenen Wochen hat Münster im Gesamtklassement bis auf Platz 4 nach oben gespült. Vor dem direkten Duell beträgt der Rückstand auf unsere SGD, die aktuell den direkten Aufstiegsplatz 2 belegt, nur noch magere zwei Zähler. Ob die Mannschaft von Cheftrainer Sascha Hildmann bis zum Ende ganz oben dabei bleiben und ein gewichtiges Wort im Kampf um die Aufstiegsplätze mitreden kann, dürfte sich in den kommenden Partien entscheiden. Eine Woche nach dem Duell mit der SGD empfangen die Preußen den Drittplatzierten Jahn Regensburg, anschließend geht es zum aktuellen Spitzenreiter nach Ulm. 

Die Personalsituation

Weiterhin nicht zur Verfügung stehen die Langzeitverletzten Kyrylo Melichenko und Stefan Drljaca. Auch Tobias Kraulich fällt weiterhin aus, Tom Berger ist verletzungsbedingt ebenfalls noch nicht ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Panagiotis Vlachodimos musste das Training mit Kniebeschwerden abbrechen und ist für Samstag fraglich. Darüber hinaus trifft die SGD vor dem schweren Auswärtsspiel in Münster eine Flut an Sperren. Kevin Ehlers darf nach seinem Platzverweis gegen den SSV Ulm für zwei Partien nicht mitwirken, Kapitän Stefan Kutschke und sein Stellvertreter Paul Will fehlen aufgrund der jeweils fünften gelben Karte. 

Die Stimmen zum Spiel

Cheftrainer Markus Anfang sprach auf der Pressekonferenz vor der Partie über den etwas veränderten Ablauf der Spielvorbereitung: „Wir fahren schon am Donnerstag und damit einen Tag früher als üblich nach Münster, weil wir einfach mal etwas anders machen wollen. Mit den Leistungen, die wir zu Hause gebracht haben, war ich zufrieden, auswärts konnten wir die Spiele zuletzt aber nicht so gestalten, wie wir uns das vorstellen. Deshalb haben wir natürlich überlegt, wie wir nochmal eine anderen Reiz setzen können. Mit einem Tag mehr Zeit vor Ort können die Jungs die Anfahrt besser verdauen. Außerdem haben wir die Gelegenheit, das Spiel nochmal gezielter vorzubereiten und Gespräche zu führen. Auch die gesperrten Spieler werden mitfahren, damit wir zum einen mit der kompletten Mannschaft trainieren können, zum anderen aber auch als moralische Unterstützung. Wir reisen geschlossen als Team nach Münster, um die drei Punkte zu holen.“ 

Auch die gesperrten Spieler werden mitfahren, damit wir zum einen mit der kompletten Mannschaft trainieren können, zum anderen aber auch als moralische Unterstützung. Wir reisen geschlossen als Team nach Münster, um die drei Punkte zu holen.
Markus Anfang, Cheftrainer der SG Dynamo Dresden

Dass diese Aufgabe nicht leicht wird, wurde bei Anfangs Gegneranalyse deutlich: „Münster spielt einen aggressiven Fußball und jagt viel drauf, das konnte man zuletzt auch im Landespokal gegen Bielefeld sehen. Dazu haben sie zwei Spitzen mit sehr guter Qualität, die sofort abschließen, wenn sie eine freie Schussbahn finden. Ich weiß nicht, ob es Glück ist, aber aktuell geht dann auch vieles davon rein. Münster ist eine eingespielte Mannschaft, die schon gemeinsame Erfolge gefeiert hat. Das macht sie derzeit so stark. Wir werden auf eine Mannschaft treffen, die einen Lauf hat und über viel Selbstvertrauen verfügt. Aber auch wir haben in dieser Saison schon viele gute Spiele gemacht. Ich glaube an jeden einzelnen Spieler und traue meiner Mannschaft zu, dort nicht nur zu bestehen, sondern die drei Punkte mitzunehmen.“

Die Bilanz

Das Gastspiel der SGD in Münster wird das zehnte Aufeinandertreffen von Preußen und Dynamo. In den vorangegangenen neun Partien behielt Schwarz-Gelb fünfmal die Oberhand, dreimal wurden die Punkte geteilt. Die einzige Niederlage gab es am 1. Februar 2015 im Preußenstadion: Damals wurde der heute beim Halleschen FC spielende Dominic Baumann zur Halbzeit eingewechselt, bereitete in der 50. Minute den Führungstreffer von Sylvano Comvalius vor und flog in der 53. Minute mit Rot vom Platz. In Überzahl drehten die Münsteraner um Kapitän Jens Truckenbrod die Partie und siegten mit 2:1.

Die Ticketsituation

Das Preußenstadion ist ausverkauft. Rund 11.700 Fans werden im Stadion erwartet, 1.190 Dresdner treten die Reise nach Nordrhein-Westfalen ein.

Die Übertragung

Unser Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster könnt Ihr, wie alle anderen 380 Spiele in der 3. Liga, live und in voller Länge nur bei MAGENTA SPORT sehen.

Alles Wissenswerte für Stadionbesucherinnen und Stadionbesucher gibt‘s im Laufe des Nachmittags zum Nachlesen in der Faninfo.

Wir halten Euch wie gewohnt über unseren Liveticker auf der Website und in der Dynamo-App sowie auf unseren Social-Media-Kanälen auf dem Laufenden.


 

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