Verein
27. Mai 2020 // 21.19 Uhr

Die Otto-Jahre enden im Lizenzentzug

Rolf-Jürgen Otto wurde 1993 zum Präsidenten der SGD gewählt. Zwei Jahre später wanderte der Baulöwe ins Gefängnis und Dynamo stieg hoch verschuldet in die Regionalliga ab. | Foto: imago images Camera 4

30 Dynamo-Momente aus 30 Jahren | Folge 10


In der DynamoTV-Serie „30 Dynamo-Momente aus 30 Jahren“ zeigen wir euch in regelmäßigen Abständen außergewöhnliche Geschehnisse der Vereinsgeschichte seit der Wiedervereinigung, die nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.Wir haben für euch die Archive durchwühlt und von der Ober- bis zur Bundesliga 30 Augenblicke aufbereitet, die euch diese ungewöhnliche Zeit spannend gestalten sollen. Egal, ob Erfolge, Kuriositäten oder schwarz-gelbe Besonderheiten – dabei ist, was das Dynamo-Herz begehrt.

Im zehnten Teil der Serie „30 Dynamo-Momente aus 30 Jahren“ geht es um die Person, deren Wirken die einschneidendsten Folgen für Dynamo in der jüngeren Vereinsgeschichte hatte: Ex-Präsident Rolf-Jürgen Otto, der am 8. April 2016 in seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main verstorben ist.

Der hessische Baulöwe kam Anfang der 90er Jahre als „West-Import“ nach Sachsen, gab sich vordergründig gern weltmännisch und knüpfte schnell gute Kontakte in die Dresdner Gesellschaft aus Wirtschaft und Politik.

Auch bei der SGD machte er sich durch seine unkonventionelle, nach außen präsentierte Anpacker-Mentalität einen Namen und wurde, nachdem er dem Verein zuvor finanziell aus der Patsche geholfen hatte, im Januar 1993 zum Präsidenten der SGD gewählt.

Doch die großen Hoffnungen vom reichen Geschäftsmann, der den in finanzielle Schieflage geratenen Verein mit seiner Erfahrung und Expertise durch die großen Herausforderungen kurz nach der Wende manövriert, erfüllten sich nicht.

Im Gegenteil: Der selbsternannte Feuerwehrmann entpuppte sich in der größten Not der Vereinsgeschichte ziemlich schnell als ahnungsloser Brandbeschleuniger, der Dynamo schließlich mit sich in den Abgrund riss und das Kapitel Bundesliga so für die SGD bis heute schloss.

Im Sommer 1995 wurde Dynamos Skandal-Präsident dann wegen der Veruntreuung von rund drei Millionen Mark verhaftet und die SGD stieg nach Lizenzentzug und Zwangsabstieg wegen einer Verschuldung von rund 10 Millionen Mark (entspricht heute etwa 5 Mio. Euro) direkt zwei Klassen tiefer in die Regionalliga ab.

27. May 2020

Otto-Jahre enden im Lizenzentzug und Zwangsabstieg | Folge 10 | 30 Momente aus 30 Jahren

In der zehnten Folge der DynamoTV-Serie blicken wir auf ein Kapitel der Vereinsgeschichte zurück, dessen Folgen für die SGD bis in die Gegenwart spürbar sind. Es ist der 21. Januar 1993, als Rolf-Jürgen Otto bei Dynamo zum Präsidenten gewählt wird.

Der zunächst als Retter gefeierte Baulöwe entpuppt sich beim wirtschaftlich angeschlagenen 1. FC Dynamo Dresden jedoch bald als ahnungsloser Brandbeschleuniger, der den Verein mit seinen dubiosen Geschäften schließlich in den Abgrund reißt.


Sportreporter Jens Umbreit erinnert sich an den cholerischen Hessen, an Presseaudienzen im Hotel Bellevue und an Dynamos Abschied aus der Bundesliga.



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Geschichte wird immer dann begreifbar, wenn sie ein „Gesicht“ bekommt. Viel Spaß beim Gucken und in Erinnerungen schwelgen, auch wenn dieser beispiellose Absturz heute noch jedem wehtut, dem Dynamo am Herzen liegt.

Dies ist eine migrierte News einer früheren Website-Version der SG Dynamo Dresden. Wir bitten um Verständnis, dass es aus technischen Gründen möglicherweise zu Fehlern in der Darstellung kommen kann bzw. einzelne Links nicht funktionieren.


 

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