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22. September 2026 // 14.17 Uhr

"Geht nur Schritt für Schritt"

Sören Gonther am Trainingsplatz.

Sportgeschäftsführer Sören Gonther im Interview


Nach dem Heimspiel gegen Hertha BSC steht für die Sportgemeinschaft eine ungewöhnliche Pause an. Mit einer großen Länderspielphase mit gleich zwei Wochenenden, pausiert die 2. Bundesliga erstmals für über zwei Wochen. Wir haben den Start in die Pause genutzt und mit Sportgeschäftsführer Sören Gonther über den Saisonstart und die anstehenden Aufgaben gesprochen. 

Sören, die ersten sechs Spieltage sowie das DFB-Pokalspiel liegen hinter uns. Jetzt gibt es in der Länderspielpause die Möglichkeit kurz durchzupusten und den Fokus auf die nächste Saisonphase zu legen. Was nehmt ihr aus den ersten Wochen mit?  

Wir nehmen mit, dass diese zweite Liga wieder genauso umkämpft und hart ist, wie wir sie vor der Saison erwartet haben. Sicherlich hätten wir mit Blick auf die Tabelle gern den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto – trotzdem stimmt uns die Art und Weise, wie unsere Jungs tagtäglich arbeiten, positiv.  

Du sprichst die Tabelle an – vier Punkte aus den ersten sechs Spielen sind ein Punkt weniger als zu diesem Zeitpunkt der Vorsaison. 

Die Tabelle kann nach sechs Spielen eine gewisse Aussagekraft haben. Trotzdem sind wir reflektiert genug mit Blick auf die absolvierten Spiele. Mit etwas mehr Effizienz und teils klareren Entscheidungen, wäre durchaus mehr drin gewesen. Es gilt für uns, dass Spielglück und die Ergebnisse wieder auf unsere Seite zu ziehen. Dass wir sowohl die Mannschaft, als auch das Trainerteam dafür haben, das steht außer Frage. Thomas und sein Team werden die Pause mit der Mannschaft nutzen und an den richtigen Stellschrauben drehen, davon bin ich überzeugt.  

Du kennst den Fußball sowohl als Spieler als auch als Funktionär. Was benötigt es ist solchen Situationen?  

In erster Linie gilt es, Ruhe zu bewahren und sachlich zu analysieren. Natürlich hat die Rückrunde der Vorsaison und die positive Sommervorbereitung eine gewisse Vorfreude und Euphorie entfacht. Das ist aber völlig normal für das Umfeld eines Traditionsvereins und soll auch immer so bleiben. Trotzdem müssen wir uns immer wieder vor Augen führen, wo wir herkommen. Wir wollen uns in der 2. Bundesliga etablieren und auch in der nächsten Saison in dieser Spielklasse dabei sein. Dies geht aber nur Schritt für Schritt und nicht, wenn man voreilig höhere Ziele ausruft, weil Entwicklung im Fußball nicht linear verläuft. Da sind wir im Kern klar genug, abseits von Voraussagen von Experten, unseren Weg zu gehen.  

Wie nimmst du diese ungewöhnlich lange Länderspielpause, die es jetzt erstmals in dieser Form gibt, auf?  

Ich glaube es hat alles sein Für und Wider. Die Pause kann ein guter Moment sein, um einen kleinen Schnitt zu machen, mögliche Negativerlebnisse abzuschütteln und gewissen Themen noch einmal spezifischer zu trainieren. Außerdem können die Jungs, die mit Verletzungen zu kämpfen hatten, wieder Substanz aufbauen. Ebenso unsere letzten beiden Neuzugänge Patrice und Kenny, denen die zusätzliche Trainingsarbeit mit der Mannschaft gut tun wird. Auf der Gegenseite könnte man aber auch sagen, dass man am liebsten schnell weiterspielen möchte, um den letzten Eindruck zu korrigieren. Der Trainer hat den Jungs bewusst zu Beginn ein paar freie Tage gegeben, damit sie diese mit ihren Familien nutzen können. Danach legen wir gemeinsam den Fokus auf das Testspiel in Teplice und die anstehenden Pflichtspiele.  

Bleibt auch Zeit für dich, um eine Pause einzulegen?  

Der Transfersommer und die Startphase waren sicherlich intensiv. Trotzdem stehen in den kommenden Wochen noch zahlreiche Aufgaben auf dem Programm. Für mich geht es jetzt zunächst nach Lissabon – was zumindest nach Urlaub klingt, aber ausschließlich beruflicher Natur ist. Danach wird sich aber auch etwas Zeit mit der Familie finden, um mit viel Energie die nächsten Herausforderungen zu bewältigen. 

Sören, Danke dir für deine Zeit! 

 


 

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