Gelungene Jubiläumsveranstaltung in der Frauenkirche
Musik, Diskussionen & Trikotpräsentation zum 300. Jahrestag der Grundsteinlegung
Hinter der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Sportgemeinschaft liegt ein denkwürdiger Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Über 1.000 Fans waren in den Barockbau am Neumarkt gekommen, um das Jubiläum der 300-jährigen Grundsteinlegung zu würdigen.
Bereits zur regulären Andacht, welche die Frauenkirche jeden Mittwoch, 18 Uhr abhält, waren zwei Schwarz-Gelbe eingebunden. Zwischen Musik und den gut gewählten Worten von Pfarrerin Angelika Behnke beteiligten sich Geschäftsführer Sport Sören Gonther sowie Matilda Schönherr von Dynamos Frauenteam an den Fürbitten.
Nachdem sich der Kirchenraum einmal geleert hatte, füllte er sich umgehend wieder mit hunderten Menschen im Dynamo-Trikot. Ein ungewohntes, aber umso schöneres Bild. Als alle gerade ihren Platz eingenommen hatten, schallte es aus dem Altarraum: „Jauchzet dem Herrn alle Welt!“ Mit diesem stimmungsvollen Auftakt begrüßte der Chor der Frauenkirche unter der Leitung von Jonathan Becker seine Gäste. Die Mottete von Felix Mendelssohn Bartholdy war kaum verklungen, da stellten sich Christine Pesch und Jens Umbreit, die als Moderation durch den Abend führen sollten, denen, die sie noch nicht kannten vor. Anschließend übernahmen die Geschäftsführungen der Stiftung Frauenkirche sowie der SGD das Wort. Beide gingen auf die Gemeinsamkeiten beider Institutionen sowie die Ziele der jüngst verkündeten Saisonkooperation ein.
Kurz darauf übernahm Oberbürgermeister Dirk Hilbert, der qua Amt auch im Stiftungsrat der Frauenkirche sitzt. In seiner Ansprache begrüßte er die Kooperation und betonte, wie wichtig ihm die Zusammenarbeit zweier Aushängeschilder Dresdens sei.
Um so viel Gesprochenes erst einmal sacken zu lassen, zeigte sich im Anschluss die Finesse von Frauenkirchenorganist Nicolas Jahn. Seine Orgelimprovisation leitete über zum beliebten Fangesang „Von Liverpool bis nach Turin“, welchen das Publikum inbrünstig mitsang. Danach begrüßten Pesch und Umbreit den ehemaligen Dresdner Torwart und Kapitän René Müller sowie den aktuellen Kapitän Niklas Hauptmann vor der Chorschranke. Im Gespräch ging es um die Verbindung zwischen Glauben und Fußball sowie die gesellschaftliche Komponente, die ‚Religionen‘ für ihre Heimatstadt bekleiden.
Passend dazu wurde anschließend, angeleitet vom Chor, der Kanon „Dona Nobis Pacem“ angestimmt. Dieser Friedensruf gilt als inoffizielle Hymne der Frauenkirche. In drei Gruppen wurde fleißig mitgesungen und die grundlegende Botschaft „Frieden auf unseren Plätzen“ eindrücklich nach außen gekehrt. Kurz darauf fanden sich vorn Vertreter des Projekts Friedensstadt der Frauenkirche ein, deren Arbeit das gesellschaftliche Engagement in unserer Stadt greifbar macht. Auch war das Fanprojekt Dresden e.V. vertreten, welches die „Bildungsflanke Dynamo Dresden“ und somit bildungspolitische Ausflüge für Kinder und Jugendliche aus dem sportlichen Bereich vorstellte.
Abermals zeigte sich im Anschluss die Virtuosität von Nicolas Jahn, dessen Orgelspiel den meisten in der Kirche auf ungewohnte Weise vertraut vorkam. Zu den Klängen der Silbermannorgel zogen die Mannschaften der Herren und Frauen von Dynamo ein und enthüllten an verschiedenen Stellen im Raum die Sondertrikots, welche in Zusammenarbeit von Sportgemeinschaft, Frauenkirche und Ausrüster JAKO entworfen wurden. Über die Details dieses besonderen Shirts berichteten anschließend Tobias Röschl von JAKO, Cheftrainer Thomas Stamm, Stammkeeper Tim Schreiber, die Spielerin Michelle Böhmak sowie die Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Maria Noth.
Es folgte der wohl größte Gänsehautmoment des Abends, als alle Anwesenden sich von ihren Plätzen erhoben, die eigens für die Veranstaltung entworfenen Schals in die Höhe reckten und gemeinsam „Wir sind der zwölfte Mann“ sangen. Die Hymne der SGD in der Frauenkirche, das hat es bislang noch nie gegeben und es wird auch wahrscheinlich so schnell nicht wieder vorkommen. Beseelt von diesem Glücksmoment gaben Stephan Zimmermann, Sören Gonther, Maria Noth und Markus Engelhardt noch einen Ausblick auf die kommenden Wochen und Monate der Kooperation, bevor ein geistlicher Impuls von Markus Engelhardt sowie eine Orgelimprovisation über „Fußball ist das Leben“ von Dolly D. alle in den Abend entließ.
Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die diesen Abend wochenlang vorbereitet und schlussendlich so ermöglicht haben, dass er sich in das kollektive Gedächtnis von Frauenkirche und Sportgemeinschaft einprägen wird. Besonders danken wir allen Partnern und Sponsoren, insbesondere Ausrüster JAKO, für die Gestaltung dieses einmaligen Sondertrikots. Noch bis einschließlich 2. September könnt Ihr dieses hier vorbestellen.
