SV Ried
26. September 2013 // 16.50 Uhr

„Da fliegen die SMS hin und her!“

Sechs Fragen an Wolfgang Hesl


Vor dem Zweiliga-Gastspiel am Montag bei der SpVgg Greuther Fürth sprachen wir mit Ex-Dynamo Wolfgang Hesl, Torwart der Franken. Der 27-Jährige wurde 2010 vom Hamburger SV an den SV Ried ausgeliehen und feierte mit den Österreichern 2011 den Pokalsieg. In der Saison 2011/12 absolvierte er 13 Zweitligaspiele für Dynamo Dresden, in denen er sich mit starken Paraden und konstanten Leistungen für höhere Aufgaben empfahl. Das Angebot vom frischgebackenen Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth kam zur rechten Zeit, weshalb er sich im Sommer vergangenen Jahres für einen Wechsel entschied. Für die Weiß-Grünen kam „Wolle“, wie er von seinen Freunden und Mannschaftskollegen gerufen wird, auf 17 Bundesligaspiele. Nach dem Abstieg der „Kleeblätter“ ist er weiterhin Stammtorwart und mittlerweile auch Kapitän der Fürther.Wir sprachen mit Wolfgang Hesl über Oliver Kahn, seine ehemaligen Dynamo-Kollegen und die Rückkehr in seine Heimat. Außerdem verriet uns der sympathische Oberpfälzer, welches Mitbringsel er aus Dresdner Zeiten noch heute bei jedem Spiel mit sich trägt.

Hallo Wolle, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit für dieses kleine Interview nimmst. Wir haben lange nichts von dir gehört. Wie geht es dir?

Mache ich gerne. Mir geht’s gut, danke. Wir sind gut in die Saison gestartet, was uns viele vor der Spielzeit nicht zugetraut haben. Jetzt muss unser nächstes Ziel sein, konstant gute Leistungen abzuliefern.

Du hast Oliver Kahn in der Vergangenheit immer wieder als dein sportliches Vorbild genannt. 2004 erhieltest du als A-Jugendlicher beim FC Amberg Angebote von Bayern München und dem Hamburger SV. Du hattest damit die Möglichkeit, zukünftig vielleicht mit dem Titan auf dem Trainingsplatz zu stehen. Warum hast du dich damals dennoch für einen Wechsel in die norddeutsche Metropole entschieden und gegen dein eigentliches Vorbild als Trainingspartner?

Wenn ich ehrlich bin, war ich sogar als kleiner Junge Bayern-Fan. Aber ich hatte damals beim HSV das bessere Bauchgefühl. Deshalb habe ich mich gegen die Bayern und für Hamburg entschieden. Letztlich muss man ja auch immer selbst seinen Weg finden, egal welche Vorbilder man hat. Und ich glaube rückblickend ist mir das auch gelungen. Oliver Kahn ist natürlich eine „Torwart-Institution“ und hat über Jahre stets Weltklasse-Leistungen gezeigt.

Uns ist aufgefallen, dass du auf dem Platz als Fürther Mannschaftskapitän noch heute immer etwas bei dir trägst, was du aus deiner Zeit bei Dynamo mitgenommen hast. Kannst du dir vorstellen, was wir meinen?

Stimmt, meine Handschuh-Marke (Josef Fischer, Anm. d. Red.). Damals hat mich Thomas Köhler als Torwarttrainer von Dynamo zu dieser Marke gebracht und ich bin so zufrieden, dass ich heute noch darauf baue. Ich bin begeistert, ihr schaut wirklich genau hin. Eure Hausaufgaben habt Ihr auf alle Fälle gemacht (lacht).

Was hast du aus deiner Zeit bei Dynamo noch mitgenommen und welche Erinnerungen verbindest du mit Dresden?

Ich bin in Dresden nicht als Nummer eins gestartet und habe mich durchgesetzt, ähnlich wie es vergangene Saison auch in Fürth war. Für mich war die Zeit bei Dynamo sehr lehrreich und ich habe einige tolle Erfahrungen gesammelt. Natürlich ist es Gänsehaut pur, in Dresden vor dieser tollen heimischen Kulisse mit tollen Choreografien im Tor zu stehen. Die Stadt selbst ist natürlich extrem schön und das ist mir auch so im Kopf geblieben.

Mit dem Wechsel nach Fürth bist du in die Nähe deiner Geburtsstadt Nabburg zurückgekehrt. Haben dir Brünnl-Ritt, Alte Naab und Woodpop-Festival gefehlt oder war es eine rein sportliche Entscheidung, in deine Heimat zurückzugehen?

Es war ein bisschen was von beidem. Natürlich ist es ein Traum in der Heimat oder zumindest vor deren Toren zu spielen. Ich habe hier ein Haus und es war für mich immer klar, dass dies irgendwann mein Lebensmittelpunkt werden wird. Auf der anderen Seite war und ist die SpVgg natürlich ein sehr interessanter Verein, der mir die Chance gegeben hat, 1. Bundesliga zu spielen. Ich glaube daher lag die Entscheidung, mich dem Kleeblatt anzuschließen, nahe. Jetzt kann ich sagen: Alles richtig gemacht.

Am Montag steht das Duell zwischen Fürth und deinem Ex-Verein Dynamo an. Gibt es aus deiner Dresdner Zeit noch Spieler aus der aktuellen Mannschaft, mit denen du vor dem Spiel telefonieren wirst und was erwartest du von dem für dich außergewöhnlichen Spiel?

Auf alle Fälle erwarte ich ein sehr emotionales Spiel. Auch wenn Dresden punktetechnisch nicht gut in die Saison gestartet ist, hat Dynamo schon gute Leistungen gezeigt. Aber wir wollen selbstverständlich die Punkte bei uns behalten, ist doch klar. Aber natürlich gibt es noch Kontakt nach Dresden. Mit Romain Brégerie telefoniere ich noch regelmäßig und mit Zlatko Dedic ist der Kontakt nie abgerissen. Und auf gar keinen Fall möchte ich den Maik Hebenstreit (Zeugwart) vergessen! Da fliegen auch regelmäßig die SMS hin und her!

Wolle, vielen Dank für das Gespräch!

Dies ist eine migrierte News einer früheren Website-Version der SG Dynamo Dresden. Wir bitten um Verständnis, dass es aus technischen Gründen möglicherweise zu Fehlern in der Darstellung kommen kann bzw. einzelne Links nicht funktionieren.


 

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